Report: Musikmesse 2004 / Keys

6. April 2004

Musikmesse

In der Vergangenheit glich der Jahresanfang für Musiker nicht selten einer Tortur: Es begann mit der NAMM und dem aufkeimenden Gefühl des Habenwollens. So viel neues Equipment! Doch kaum hatte man angefangen, die täglichen Essensrationen auf das Überlebensnotwendige zurückzufahren, um das nötige Kleingeld für die tollen neuen Musikinstrumente zusammenzubekommen, stand auch schon die Musikmesse vor der Tür. Essen muss ein Musiker ja eigentlich überhaupt nicht und so wurde es dann Sommer, wo mancher bis auf die Knochen abgemagert, beim Heraustragen des neuen Equipments aus dem Musikgeschäft des Vertrauens, an den Folgen eines Schwächeanfalls das Zeitliche segnete…… ;-)

Diese Zeiten sind nun glücklicherweise so gut wie vorbei. Jetzt lade ich Euch lieber auf meinen Rundgang durch die diesjährige Musikmesse ein. Trotz eher geringem Mut zur neuartigen Produkten gab es nämlich doch ein paar Knaller. Ob es sich lohnt, demnächst wieder zu hungern, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Synthesizer und Sampler

Wie bereits im letzten Messebericht, gibt es keine Trennung zwischen Hard- und Softwaresynthies. Die Grenzen sind fließend, Softsynths haben längst die Klangqualität ihrer Gehäuse-Pendanten erreicht und gehen oft weit darüber hinaus. Dennoch gibt es sie natürlich noch, die guten alten Hardwaresynths. So am Stand von

Alesis
wo der Micron präsentiert wurde. Im Gegensatz zum MicroKorg hat er full-size Tasten, was ihn zwar etwas größer aber auch besser spielbar macht. Der integrierte Phrase Sequenzer macht Laune und der Klang kam auch ziemlich fett. Wie fett, erfahrt ihr demnächst bei uns in einem Testbericht. Für alle ION Besitzer hält Alesis zudem ein nettes Schmankerl bereit: das Xtreme Soundset. Darin enthalten sind 50 Klänge um die Floors dieser Welt zum Rappeln zu bringen. Kostenpunkt? Nullkommanichts. Wo? Hier: www.techfabrik.de/alesis/downloads/presets.html

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Der kleine ION: Alesis Micron

http://www.alesis.com

Dave Smith
Nach dem großen Erfolg des Evolver präsentierte Herr Smith den Poly Evolver. Auf einer Höheneinheit im 19 Zoll Gehäuse bekommt man quasi vier Evolver. Da der Stepsequenzer mit dabei ist, lassen sich nun wirklich vertrackte Sequenzen generieren. Weil außer dem globalen Lautstärkeregler keine weiteren Knöpfe den Weg ins Gerät gefunden haben, wird die passende Editorsoftware gleich mitgeliefert. Ein verdammt netter Zug wie ich finde. Schließlich gehören Editoren nicht selten in die Sparte: Angekündigt und dann auf ´nen findigen Freeware Entwickler gehofft.

http://www.davesmithinstruments.com

IK-Multimedia
Die Italiener ruhen sich nicht auf den Lorbeeren zum Sampletank aus und bringen den nächsten soften ROMpler an den Start: Studioponik. Spezialisiert auf die Bedürfnisse eines Pop-Produzenten, soll IKs jüngster Wurf Songproduktionen im Alleingang ermöglichen. Hoher Anspruch, der sicher nur erreicht wird, wenn die zugrunde liegenden Samples mehr Qualität aufweisen als die des Sampletank.

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„Ganze Produktionen mit dem Studiophonik? Wir sagen Euch, ob’s geht.“

 Beats  DJ  Gitarre & Bass  Keys  Stage  Studio  Vintage
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