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Superbooth 19: Dadamachines Composer Pro, Sequencer

11. Mai 2019

MIDI-Sequencer mit Audio-Engine

„Something big is coming“ lautet der Slogan zum Dadamachines Composer Pro. Das scheint schon angesichts der üppigen Oberfläche mit 261 RGB-Tasten gerechtfertigt zu sein. Doch auch die inneren Werte sind keine Kleinigkeit.

Dadamachines Composer Pro

Dadamachines Composer Pro – hoffentlich gibt es bald ein besseres Bild

Dadamachines Composer Pro versteht sich als ein Performance-Sequencer, der als Mittelpunkt und Steuerzentrale für ein komplettes Live-Setup aber auch ein Studio mit oder ohne DAW und ebenso als MIDI-Looper für Jam-Sessions eingesetzt werden kann.

Composer Pro besitzt Slots für bis zu 16 Machines (ein Schelm, wer Natives dabei denkt). Als Machine wird von Dadamachines eine Anwendung bezeichnet. Das kann ein einfacher Step-Sequencer für Drums sein, ein monophoner oder polyphoner Melodie-Sequencer, ein MIDI-Looper oder ein sogenannter Automator, mit dem sich MIDI-CC-Controller automatisieren lassen. Jeder mit einer Machine bestückte Slot verfügt wiederum über 12 Pattern-Slots, die zu Songs zusammengesetzt werden können.

Das Interface bietet verschiedene View-Modi. Beim Song-View werden über die Matrix alle verfügbaren Songs mit einem eigenen Button angewählt. Scene-View zeigt alle verfügbaren Machines und die dazu gehörenden Pattern-Slots. Die Scenes können individuell oder alle gemeinsam getriggert werden. Bei der Machine-View wird der Pattern-Slot einer Machine dargestellt. Hier lassen sich die Steps setzen und editieren. Und in der Performance-View lassen sich Pattern mit Funktionen wie Repeats sowie dem Beeinflussen von Velocity, Notenlänge, Loop-Länge über die den Touchstrip manipulieren, ohne dass die originalen Beats bzw. Melodien verändert werden.
An Anschlüssen bietet Dadamachines Composer Pro USB (Host), USB-C MIDI Device, 2x MIDI In, 2x MIDI Out, Sync In, Sync Out, Kopfhörerbuchse, 2x Audio In, 2x Audio Out, HDMI Out, 4x USB Host Ports, Footswitch Input.
In Zukunft kann Composer Pro auch „open source audio engines“ verwalten, die dann von Drittanbietern programmiert und als eigenständige Machines in den Slots betrieben werden können.

Dadamachines Composer Pro soll im Laufe des Sommers erhältlich sein und 1.299,- Euro kosten.

Sequencer-Features von Dadamachines Composer Pro:

• 16 × MIDI/Audio tracks (Machines)
• up to 12 Patterns per Machine
• Up to 16 Bars per pattern
• Individual track lengths
• Individual clock multiplier/divider per track
• Custom Chord Pads, Custom Trigger Views
• Parameter per Step
• Unquantized/Quantized Recording
• Step-Repeat and Phrase-Repeat
• Real-Time Note correction (Autoscale)
• Record Automation
• Full real-time control

Auf der Superbooth wurde das Gerät vorgeführt.

Dadamachines Composer Pro

Dadamachines Composer Pro

Dadamachines Composer Pro superflach

Dadamachines Composer Pro superflach

Dadamachines Composer Pro OLED

Dadamachines Composer Pro OLED

Dadamachines Composer Pro Rückseite

Dadamachines Composer Pro Rückseite

Synthanatomy hat außerdem ein schönes Video zu diesem Sequencer produziert:

 Beats  Keys  Studio  Vintage
Forum
  1. Profilbild
    tonvibration  

    jup….wow!… als alter Step Sequencer Freak bin ich da ganz angetan. Die Views scheinen mir auch schön durchdacht – kann mir Live Einsätze damit gut vorstellen. Frage mich nur, wie die neben Midi auch Audio handeln werden(?), mal schauen… Sehr interessant!
    Der Preis wird vielleicht den ein oder anderen abschrecken, ist aber mMn für ein solches Nischenprodukt sehr fair. Wahrscheinlich so „fair“, dass die Firma sich wieder nicht lange über Wasser halten kann – ist ja ein sich wiederholendes Problem bei Stepsequencern….(siehe Genoqs & Co.)… hoffen wir das Beste! :)

  2. Profilbild
    Larifari  

    Das Teil spielt wohl in einer Liga mit der Akai Force !?
    Mal sehen wann und ob Native Instruments mitzieht.

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Was die Anschlüsse betrifft, sehe ich die Dada vor der Force. Bei der Bedienung die Force. Wobei in Gänze betrachtet, dass Gesamtkonzept der Dada einen Hauch stimmiger ist.

    • Profilbild
      tonvibration  

      Also ich sehe hier schon unterschiedliche Konzepte – zumindest unterschiedliche Schwerpunkte. Bei der DaDa steht Midi deutlichst im Vordergrund. Audio ist ja auch derzeit – wie im Video gesagt – noch nicht integriert, soll aber. Frage mich nur wie? Sollen Samples dann wie z.B. Clips in Ableton abgefeuert werden? Brauchen die dafür dann nicht ne eigene Sampler App, die sie erstmal noch schreiben müssen? VST-Plugins werden wohl nicht drauf laufen…oder? (Meines Wissens laufen ja auch auf der Force nur die eigenen mitgelieferten Plugins – das halte ich schon für eine krasse Einschränkung…auch wenn technisch nachvollziehbar)

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        TobyB  RED

        G Day,

        das sind schon unterschiedliche Konzepte und Zielgruppen. Akai hat auf der SB die Integration der Force mit modularem Gear gezeigt. Wobei dann aus der Force die Backtracks als Audio oder sonstigen Tracks kamen und dann halt intensiv die CV/Gate Schnittstelle genutzt wurde. Bei Dada sehe ich erst mal den Ansatz der Live oder Backtrack Performance via MIDI, zumindest den Anschlüssen nach. Wie ich Audio bei Dada loopen soll ist mich noch ein bischen unklar. Dada hat bei MIDI für mich ggü. der Force die Nase vorne. Force ist aber bereits erhältlich und die letzte FW bügelt noch mal Fehler aus. Was mir aber noch keiner sagen konnte, ob ich die Samples, Loops, Scenes, Performance der Akai per Software organisieren kann, so wie bei Pioneer DJ. Bei Dada konnte ich das nicht in Erfahrung bringen. Das wäre für mich auch ein Killerkriterium. Das auf dem Gerät machen zu wollen halte ich für sportlich. Für mich war nach der SB, der Pioneer SQUID der Sequenzer den ich mir bestelle. Mit der Force o.ä bin ich noch nicht durch. Bis dato kommen die Audio Backtracks vom Ipad und Launchpad geflogen, das hat einfach den Grund das ich die Loops vom Mac per Anbindung in die App bekomme und mir nur Gedanken über die Belegung der Pads und loop/retrigger/one-shot und Tempo machen muss.

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          TobyB  RED

          Das könnte man zwar als Metadaten via AIFF aus Logic ziehen, versteht aber Launchpad nicht. Und ich muss jeden Titel der Performance als einzelnes Projekt anlegen und habe keine MIDI Befehle für Programmwechsel. Ich denke das ist generell noch Luft bei den Herstellern.

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          Larifari  

          Der Squid steigt nach deinen Berichten in meiner Rangliste immer weiter nach oben. Ich hab auch jetzt erst gecheckt dass der Dada wohl keine CV/Gate Anschlüsse hat !?

          Fun Fact : Aktuell nutze ich den Circuit als polyphonen Sequencer :)

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            TobyB  RED

            ich weiss nicht ob CV/GATE bei so einem Biest wie Dada sinnvoll ist. Den SQUID betrachte ich erstmal mit der Nutzerbrille und da sehe ich das das Konzept zu mir passt. Und die Integration in ein bestehendes Setup ohne großen Aufwand machbar ist. Natürlich hätte ich am liebsten die Force, das Konzept hat aber den entscheidenden Nachteil, wie bekomme ich vorproduzierte Clips in die Kiste.

            Funfact: Oberkorn 3

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              Larifari  

              Auf der Superbooth ist anscheinend auch der Xirid Sequencer gezeigt worden. Leider findet man dazu nicht viel im Netz.

              Yes..der Oberkorn 3 ist stark, aber auch ne andere Liga.

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