Test: Arturia MatrixBrute, Analog-Synthesizer

4. Februar 2017

Elegant und sexy

Vorab eine kurze Info zum MatrixBrute 2.0

Den Test zur verbesserten Firmware 2.0 des Arturia MatrixBrute, findet IHR HIER.

Test Arturia MatrixBrute

Zugegeben: Mit der Art und Weise, wie einige Hersteller von elektronischer Hardware heutzutage den Markt erkunden, habe ich grundsätzlich ein Problem. Ich mag es nicht, wenn man auf Musikmessen das Käuferinteresse anheizt, indem man Prototypen offeriert, die Euphorie der potentiellen Kundschaft ins Grenzenlose steigert und wenn man dann nicht liefern kann. Nicht einmal annähernd in einem zeitlich vertretbaren Rahmen. Insofern hat sich Arturia (wie andere Hersteller in der Vergangenheit auch) nicht mit Ruhm bekleckert, als sie auf der NAMM 2016 mit der Vorstellung des MatrixBrute der globalen Synthesizergemeinde zu hysterischen Anfällen verholfen haben und dann nicht liefern konnten.

Im Dezember 2016 tauchten dann plötzlich wie ein zweites Weihnachtswunder Nachrichten auf, der MatrixBrute käme zur Auslieferung. Videos auf Facebook zeigen auf einmal glückliche Besitzer in Spanien und Frankreich. Und was war mit Deutschland? Dann der Anruf von meinem Händler Digital AudionetworX in Berlin. “Wir könnten einen bekommen. Willste noch?“ Und ob. Ich bereitete gerade ein Konzert in Münster vor und das wäre schon was gewesen, diesen Synthesizer auf der Bühne zu spielen. Dann, eine Woche vor dem Gig, kam eine neue Nachricht. „Wir haben ihn. Allerdings mit einem großen Loch im Karton. Daher werden wir ihn wieder zurücksenden“. Na klasse. Glaubt man so was? Der Gig ging auch ohne MatrixBrute gut über die Bühne und jetzt, seit dem 25. Januar 2017 steht der Arturia MatrixBrute vor mir. Im Studio. Und ich bin überglücklich, denn das lange Warten hat sich wirklich gelohnt.

Wenn heute von Hardware-Synthesizern gesprochen wird, kann es durchaus sein, dass man über kleine Kistchen aus Plastik redet, die man nicht nur locker unter den Arm klemmen, sondern gar in die Tasche stecken kann. Besitzern des MatrixBrute dürfte das schwerfallen, handelt es ich hier doch um „echte“ Hardware, die 20 kg auf die Waage bringt. Der MatrixBrute IST schwer. Ein Minimoog ist dagegen ein echtes Leichtgewicht. Der Name dieser Mutter aller Synthesizer fällt hier nicht zufällig, gibt es durchaus optische und haptische Anleihen. Der MatrixBrute orientiert sich ganz bewusst am analogen Vorbild. Dadurch fühlt man sich schnell mit ihm „zu Hause“.

Der erste Eindruck ist oftmals der entscheidende. Und schon das Öffnen des Kartons zeigt mir, dass hier über alles bis ins kleinste Detail nachgedacht worden ist. Dieser Bolide ist unglaublich sicher verpackt. Man sollte meinen, dass er keinen Schaden nimmt, selbst wenn er von einem LKW fällt (was ja keiner wirklich will). Die Verpackung des MatrixBrute ist geradezu fürsorglich.

Arturia MatrixBrute – hervorragende Verpackung –

Das setzt sich fort, wenn man den Synthesizer dann endlich vor sich zu stehen hat. Sogar die Tasten des Keyboards sind mit Schutzfolie beklebt und gegen versehentliches Eindrücken mit einer Schaumstoffleiste unterhalb gesperrt. Das ist vorbildlich. Meine Begeisterung geht aber noch weiter. Wie auch der eingangs erwähnte Minimoog (und auch die Voyager von Moog), wurde der MatrixBrute mit einem schwenkbaren und im Gehäuserahmen versenkbaren Panel (in dem die eigentliche Elektronik steckt) ausgestattet. Moog-Nutzer wissen, dass sich dieses Panel leicht hin und her bewegen kann, sollte man den Synthesizer einmal hochkant stellen müssen. Arturias Ingenieure haben sich dazu etwas Einfaches, aber äußert Sinnvolles einfallen lassen. Das Panel ist mit einem kleinen Schloss ausgestattet. Rastet es (im versenkten Zustand) ein, kann es nicht versehentlich auf Wanderschafft gehen. Das ist ebenfalls vorbildlich. Um das Panel zu lösen, muss man nur einen kleinen, gehäusemittig installierten Knopf (Panel Release Button) drücken und man kann das Panel aus dem Rahmen herausziehen.

Die Neigung kann genauso wie beim Moog mit einem hochklappbaren (und mit einem schicken Logo versehenen) Blech in drei Stufen eingestellt werden.

Der Panel Release Button

Was nun vor mir steht, kann ich gerne mit zwei Worten beschreiben. Der MatrixBrute ist elegant und sexy. Alles sieht unglaublich gut aus. Die Holzseiten sind schön und geben dem Gerät “Wärme“. Die Modulationsräder sind aus (vermutlich gefrästem?) Aluminium. Die Regler und Encoder haben kein Spiel; sind mit einem leicht aufgerauten Kunststoff überzogen, der sofort eine gewisse Vertrautheit signalisiert (und Schweiß absorbiert). Die Taster der Matrix sind nicht zu leicht- und schon gar nicht zu schwergängig. Alles ist genau richtig, sieht toll aus und fühlt sich gut an. Würde mir jemand sagen, dass am MatrixBrute Autobauer einer Edelmarke mit gebaut haben, ich würde es glauben.

MatrixBrute: Die linke Seite des Panels

Der Verbindungsaufbau ist schnell erledigt. Netzkabel, USB-Kabel und zwei Audiokabel. Mehr benötigt man zunächst nicht, um den MatrixBrute mit der Außenwelt zu verbinden. Nun noch einschalten und es kann beinahe losgehen.

MatrixBrute: Die rechte Seite des Panels

Bevor die Entdeckungsreise losgeht, sollte man den MatrixBrute registrieren. Das ermöglicht dann einen Zugriff auf das Benutzerhandbuch (PDF) und die aktuelle Version der Software „MIDI Control Center“.

Das MIDI Control Center

Diese Software läuft auf Mac und PC. Sie ist ein wichtiger Helfer, wenn es um den Datenaustausch zwischen Computer und Synthesizer geht. So benötigt man das Control Center, wenn man die neueste Firmware auf dem MatrixBrute installieren will. In meinem Fall ist es erforderlich und so lade ich zunächst die aktuelle Firmware (Version 1.0.1.108) von der Arturia Website herunter und installiere sie mittels des Control Centers. Das funktioniert sehr schnell und elegant und nervt nicht annähernd so sehr wie z.B. die Verwendung von MidiOx o.ä. Programmen. Das MIDI Control Center wird uns noch mal begegnen, wenn wir die Presets und Sequenzen auf dem Synthesizer verwalten und Backups auf dem Rechner ablegen wollen (Librarian Software). Außerdem können über diese Software alle MIDI-Settings für diesen Synthesizer vorgenommen werden.

All engines running

Der Aufbau des MatrixBrute ist denkbar einfach, handelt es sich doch um subtraktive Klangsynthese, die allem zu Grund liegt. Die VCOs (im Prinzip 3 an der Zahl, wobei der dritte Oszillator einfacher strukturiert ist und bei Bedarf zu einem LFO umgeschaltet werden kann) werden zunächst in ein Mixermodul geleitet. Dieses mischt nicht nur die VCOs, sondern ermöglicht auch das Dazuschalten eines Rauschgenerators und einer externen Signalquelle (External In befindet sich wie alle anderen Aus- und Eingänge auf der Rückseite des Panels).

Die MatrixBrute Klangerzeugung

Vom Mixer aus gehen die Signale in die sehr trickreiche Filtersektion. Diese ist aufgeteilt in den Bereich Steiner-Parker Filter und in den Bereich Moog Ladder Filter. Das Routing vom Mixer in die Filter ist ziemlich clever gemacht. Der Mixer hat – wie bereits erwähnt – 5 Kanäle, die jeweils im Lautstärkeanteil geregelt werden können. Jedem Kanalausgang ist nun eine „Brücke“ nachgestellt, die per Knopfdruck das zyklische Durchschalten folgender Modi erlaubt: Signal aus – Signal nur auf Steiner-Parker – Signal nur auf Moog Ladder Filter – Signal auf Steiner-Parker UND Moog-Ladder Filter gleichzeitig usw. So kann man jedem Signal ein eigenes Filter-Routing verpassen, was schon viele klangliche Möglichkeiten eröffnet. Die Filter können ihrerseits in ihrer Ausgangslautstärke geregelt werden.

Moduliert werden Mixer und Filter jeweils über einen ADSR. Ein dritter ADSR dient als separate Modulationsquelle für die kommende Modulationsmatrix. Allen Hüllkurven ist gemein, dass sie eingangs einen Regler für die Velocity des zugewiesenen Moduls (VCA und VCF sowie ein Delay für ADSR Nr. 3) vorangestellt bekommen haben. An dieser Stelle kann die Anschlagdynamik des Keyboards in der Stärke geregelt werden, wie sie auf VCA und VCF wirken soll. Nicht schlecht!

Als weitere Modulationsquellen werden den Klangerzeugern 2 LFOs und VCO3/LFO3 beiseitegestellt. Was die können, schauen wir uns später an. Wie und was man modulieren kann, wird in der heiß diskutieren Modulationsmatrix eingestellt. Diese 16 x 16 Regelpunkte große Matrix eröffnet umfangreiche Steuerungsmöglichkeiten, ist dennoch sofort zu durchschauen und sehr leicht zu handhaben. Noch zu erwähnen ist ein wichtiger Bestandteil der Matrix. Das sind die vier sog. Macro Knobs, die links vom Keyboard zu finden sind. Ihnen können verschiedene Modulationsquellen und Ziele gleichzeitig zugewiesen werden, wodurch die kontrollierten Parameter mit einem einzigen Dreh eines Reglers geändert werden können. Das erinnert mich auf den ersten Blick an die Tone Blender Funktion beim Roland Jupiter-80. Mal sehen, ob die Macro Knobs ähnlich funktionieren.

Ebenfalls über die Matrix kann der interne 64-Step Sequencer programmiert werden. Dem Sequencer wurde auch ein Arpeggiator mit verschieden Betriebsmodi beiseitegestellt.

Ausgangsseitig kann man dem fertigen Klang noch sog. Analog Effects zumischen. Die klassischen Effekte Mono- und Stereo-Delay, Chorus, Flanger und Reverb können alternativ ausgewählt werden (keine Effektkette oder Parallelbetrieb). Ein erstes Ausprobieren zeigt mir, dass diese Effekte bewusst einfach und „retro“, sprich analog gehalten sind. Man sollte sie nicht nehmen, um den Klang ein Polish, sondern nur einen bestimmten Charakter zu verschaffen. Im Grunde klingen sie so, als ob man einfache Bodeneffekte an den Synthesizer gehängt hat. Soweit der erste Überblick.

Zu den Soundbeispielen:

MatrixBrute Audiosample 1:

  • Es beginnt mit einem VCO. Filtermodulation. Sub-Oszillator wird eingeblendet. Dann VCO 2. Es folgen verschiedene Modulationen mit der Audio-Mod-Funktion.

MatrixBrute Audiosample 2:

  • Ein VCO (UltraSaw) durchgespielt mit Glide von höchster zu tiefster Tonlage. Sub eingeblendet und wieder nach oben durchgespielt.

MatrixBrute Audiosamle 3:

  • Ein VCO über beide Filter. Spontane Modulation mit Aftertouch auf dem Keyboard. Dann VCO 2 eingeblendet. ModWheel auf Vibrato. Filter-Modulationen über die Macro-Knobs hinzugefügt. Zum Schluss noch Chorus aus den Analog Effects eingeblendet.

MatrixBrute Audiosample 4:

  • Preset Sequenz mit Modulation auf Metallizer von VCO1. Weitere Modulation von VCO und Filter mit der Audio-Mod-Funktion.

MatrixBrute Audiosample 5:

  • Arpeggiatormodi durchgespielt. Leichtes Echo aus den Analog Effects hinzugehügt.

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Der Blick aufs Detail

Nach einer umfangreichen äußerlichen Betrachtung des Arturia MatrixBrute in der vergangenen Woche in Teil 1 (HIER KLICKEN) wenden wir uns im 2. Teil unseres Testberichts der Klangerzeugung dieses Synthesizers zu. Beginnen wir also mit einem Blick auf die Oszillatoren.

Zunächst lege ich mir ein „nacktes“ Patch an. Ich drehe alle Schwingungsformen der Oszillatoren bis auf den Sägezahn von VCO 1 raus, öffne im Mixer nur den Kanal des ersten Oszillators, route das Signal auf das Ladder Filter, stelle die Resonanz auf null und die Cutoff Frequenz auf Maximum, nehme aus der Matrix alle Modulationen raus und stelle die Effekte auf Dry. Man könnte natürlich ein Patch auch initialisieren (drücke Panel + Preset Button), aber dieser Weg hilft mir, schneller mit der Klangerzeugung und den Signalwegen vertraut zu werden. Außerdem korrespondieren dann auch alle Reglerstellungen mit dem erzeugten Signal.

MatrixBrute VCO 1 und 2

Die Oszillatoren 1 und 2 des Arturia MatrixBrute sind absolut identisch. Sie verfügen je über drei Schwingungsformen (Sägezahn, Rechteck und Dreieck). Diese stehen parallel zur Verfügung und können am Ausgang des Oszillators beliebig in ihren Anteilen gemischt werden. Zum Sägezahn können mittels des Ultrasaw Reglers die Obertöne angehoben werden. Dreht man diesen Regler auf Maximum, klingt der Sägezahn so, als ob ihm eine weitere Stimme, die eine Oktave höher ist, hinzugefügt worden ist. Rein technisch gesprochen erzeugt der Ultrasaw ein Duplikat der Schwingungsform und mischt diese verschoben dem Originalsignal hinzu. Dadurch werden die Obertöne des Signals verändert, was zu einem „volleren„ Klangbild führt. Ich drehe nun den Sägezahn zu und den Rechteck auf. Diesem Signal ist direkt der Pulsbreiten-Regler (Pulse Width) zugewiesen und so kann man die Pulsbreite manuell verändern, was entsprechende Klangveränderungen bis zur vollständigen klanglichen „Ausdünnung“ des Signals zur Folge hat. Als dritte Schwingungsform steht Dreieck zur Verfügung. Diese ist naturgemäß recht arm an Obertönen und so wurde diesem Signal der Metalizer hinzugefügt. Der Metalizer verbiegt die Dreieckschwingung in der Art, dass die Signalspitzen nach unten „gefaltet“ werden. Dadurch werden ebenfalls neue Obertöne erzeugt. Je weiter man den Metalizer aufdreht, umso schärfer klingt das Signal und bekommt einen metallischen Charakter. Da ein Bild mehr als tausend Worte sagt, verweise ich an dieser Stelle gerne auf die Seite des Piano & Synth Magazine und der Vorstellung des MicroBrute. Dort findet man u.a. auch folgende Darstellungen, die mit dem Oszilloskop gemacht worden sind.

Gestimmt werden die VCOs über die eingangsseitigen Fine- und Coarse-Regler. Das Finetuning hat den Umfang eines ganzen Tones und Coarse den Umfang von zwei Oktaven, wobei die Stimmung hier quantisiert ist, also in Halbtonschritten verläuft. Zu guter Letzt kann man dem Ausgangssignal noch einen Sub Oszillator hinzufügen. Dieses Signal kann in der Lautstärke und in der Form (stufenlos von Sinus zu Rechteck) eingeblendet werden.

Soweit zu den VCOs 1 und 2. Der einzige Unterschied zwischen beiden Oszillatoren ist, dass man VCO 2 mit VCO 1 modulieren kann (FM Synthese). Die Modulationsstärke wird in der Audio Mod Sektion geregelt.

MatrixBrute Audio Mod Sektion

Der VCO 3 des Arturia MatrixBrute darf als vollwertiger Oszillator gesehen werden. Allerdings bietet er nicht dieselben Möglichkeiten wie VCO 1 und 2, sondern stellt seine Schwingungsformen nur alternativ zur Verfügung. Dies sind vier an der Zahl, und zwar Sinus, Dreieck, Rechteck oder Sägezahn. Fine Tuning ist nicht möglich. Coarse Tuning erfolgt quantisiert über +/- eine Oktave. Über den Schalter Keyboard Track (KBD Track) kann der VCO 3 über die Tastatur spielbar gemacht werden oder eben auch nicht (z.B. dann, wenn man VCO 3 ebenfalls als Modulationsquelle nutzen möchte). Die Besonderheit dieses VCOs ist aber, dass er gleichzeitig auch als LFO eingesetzt werden kann. Dieser LFO 3 genannte Oszillator steht parallel zum VCO 3 als Modulationsquelle in der Matrix zur Verfügung. Hierbei kann die mit Coarse eingestellte Grundfrequenz durch einen Schalter geteilt werden. Die Teiler sind hierbei 16, 32, 64 oder 128. Die Schwingungsform von LFO 3 ist identisch mit der von VCO 3. Das Ausgangssignal dieses Multifunktionsoszillators kann wiederum in der Audio Mod Sektion durch die VCOs 1 und 2 alternativ moduliert werden, was zu Verzerrungen im Audiobereich genutzt werden kann.

MatrixBrute VCO 3 / LFO 3

Als vierte Klangquelle wurde ein Noise Generator in den Arturia MatrixBrute eingebaut. Die Besonderheit hier ist, dass nicht nur White und Pink Noise, sondern auch Blue und Red Noise zur Verfügung stehen. Alle vier Klangwellen verfügen über unterschiedliche Klangspektren, wobei Blue und Red eher einen dunklen, niederfrequenten Charakter haben. Der Rauschgenerator steht nicht explizit als Modulationsquelle in der Matrix zur Verfügung. Allerdings kann man VCO 1 oder alternativ VCF 1 (Steiner) in der Audio Mod Sektion mit Rauschen modulieren.

MatrixBrute LFO 1 und 2

Die Grenze zu den reinen Modulationsquellen haben wir ja schon überschritten. Und so darf die Vorstellung der LFOs 1 und 2 natürlich nicht fehlen. Beide LFOs sind beinahe baugleich und stellen alternativ 7 Schwingungsformen zur Verfügung. Diese sind Sinus, Dreieck, Rechteck, negativer Sägezahn, Sägezahn, Sample&Hold und Random. Die Modulationsfrequenz reicht von einer Schwingung je 18 Sekunden (= 1/18 Hz!) bis zu 100 Hz. Das Signal kann in LFO 1 phasenverschoben und in LFO 2 mit einem Delay versehen werden. Das Tempo der LFOs kann mit dem Tempo des Sequencers synchronisiert werden. Anschließend können noch drei Modi zur Triggerung der LFOs ausgewählt werden. Off bedeutet, dass der LFO vollkommen frei läuft. Single bedeutet, dass der LFO nur einen Zyklus durchläuft. Im Status Multi startet der LFO jedes Mal, wenn eine neue Note gespielt wird.  Die LFOs 1 – 3 stehen in der Matrix als Modulationsquellen zur Verfügung.

Da ich das Mixermodul schon in Teil 1 vorgestellt habe, gehe ich gleich zur Filtersektion über.

MatrixBrute Steiner Filter

Der Steiner Filter (eigentlich Steiner-Parker) im Arturia MatrixBrute ist ein Multimodefilter, das auf einer Schaltung basiert, die ursprünglich für den Synthacon Synthesizer entwickelt worden ist. Es verfügt über vier Filter-Modi Lowpass, Highpass, Bandpass und zusätzlich über Notch. Die Flankensteilheit (Slope) kann zwischen 24 dB und 12 dB umgeschaltet werden. Mit Drive wird das Eingangssignal vor der Filterung verzerrt. Brute Factor regelt die Übersteuerung des Signals in anderer Form. Das klingt im Prinzip wie eine Röhrenverzerrung. Arturia lässt sich an dieser Stelle nicht wirklich über die Hintergründe aus; es soll sich aber ursprünglich um eine Schaltung handeln, bei der das Kopfhörersignal eines analogen Synthesizers in den externen Eingang geroutet worden ist. Das wiederum hat zu einem übersteuerten Signal im Audioweg geführt usw. Diese Schaltung ist mit Brute Factor repliziert worden. Die erste der ADSR wird direkt zum Ansteuern der Filter benutzt und über Env 1 Amount geregelt.

MatrixBrute Ladder Filter

Das Ladder Filter ist wie das Steiner Filter auch als Multimode Filter ausgelegt (ohne Notch) und bietet ebenfalls eine Flankensteilheit von 12 dB und 24dB. Drive, Brute Factor und Env 1 Amount finden sich hier ebenfalls. Nicht vergessen möchte ich, dass beide Filter natürlich resonanzfähig sind. Über den Routing Button kann entschieden werden, ob die Eingangssignale parallel oder in Reihe auf die Filter geleitet werden. Bei der Reihenschaltung geht dann das Signal zuerst durch das Steiner und dann durch das Ladder Filter. Abschließend findet sich noch gut sichtbar der Master Cutoff Regler. Dieser Encoder steuert die Cutoff Frequenzen beider Filter gleichzeitig, was klanglich zu interessanten Ergebnissen führt, wenn man mit beiden Filtern unterschiedliche Klänge formt. Beide Filter verfügen auch über einen separat regelbaren Ausgang, sodass man den Filtern in der Summe unterschiedliches Gewicht verleihen kann. Eine Verteilung der Filterausgänge im Stereobild ist nicht möglich.

Die Signalkette der analogen Klangerzeugung ist im Arturia MatrixBrute damit beinahe schon am Ende. Es fehlen nur noch Analog Effects, mit denen man die Sounds verfremden kann. In dieser Sektion stehen fünf Effekte alternativ zur Verfügung (siehe Teil 1). Der Charakter dieser Effekte geht eindeutig in Richtung „Bodentreter“ und meiner Meinung nach sollte man sie mit Vorsicht einsetzen, will man seine Sounds nicht zukleistern.

MatrixBrute Mode Button und Encoder

Das führt mich zu der namensgebenden Matrix. Dieses 16 x 16 Schalter große Bedienfeld ist zur Verwaltung mehrerer Aufgaben gedacht. Zum einen verwaltet es die Presets (insgesamt 256). Der Preset Taster oberhalb der Matrix ruft diese Funktion auf. Was mir aufgefallen ist, ist die doch deutliche Ladezeit zwischen zwei Presets. Bei mir beträgt sie beinahe 1 Sekunde, um den Sound zu wechseln. Hier fehlt mir eine Lösung, die die Sounds vielleicht hätte so lange ausklingen lassen, bis der nächste Sound vollständig geladen ist. Außerdem gibt es ein leises, aber hörbares Geräusch in den Monitoren, wenn man die Sounds mit den Richtungstastern im Presetmenü weiterschaltet. Und zu guter Letzt flackert die Programmanzeige beim Wechsel der Sounds. Das merkt man deutlich, wenn man mit den Richtungstastern quasi „rückwärts“ von Sound A01 auf Sound P16 springt. Ich gehe mal davon aus, dass ein künftiges Update diese Makel beseitigen wird. An dieser Stelle vielleicht noch ein Tipp. Der Panel Schalter ruft, wenn er gedrückt wird, den Sound auf, so wie er auf dem Panel eingestellt ist. Ein Druck auf die Presets führt zu keiner hörbaren Veränderung. Gleichwohl können andere Sounds im Prinzip „leise“ vorab ausgewählt werden. Schaltet man nun das Panel aus, wird automatisch der Sound aufgerufen, der vorher auf der Matrix ausgewählt worden ist. Das kann bei einer Live-Performance ein nützlicher Trick sein.

Speichern eigener Sounds am Arturia MatrixBrute ist einfach. Zunächst muss der Memory Protect Schalter (auf der Panel Rückseite) auf off gestellt werden. Dann muss man den Save Schalter gedrückt halten und den entsprechenden Programmplatz in der Matrix auswählen. Achtung: Der MatrixBrute verfügt leider über keine User-Speicher. D.h. dass die internen Sounds überschrieben werden. Hier hätte man vielleicht zusätzlich mit einem USB-Speicher für User-Sounds arbeiten können, wie es z.B. bei Roland u.a. üblich ist. Der einzige Weg zur Sicherung eigener Daten für ausschließlich über das in Teil 1 erwähnte MIDI Control Center auf eurem Rechner.

MatrixBrute Modulationsmatrix

Drückt man nun auf den MOD Schalter, zeigt die Matrix alle je Sound eingestellten Modulationspfade an. An der linken Seite der Matrix sind die Modulationsquellen aufgeführt, an der oberen Seite der Matrix die Ziele. Ein Druck auf den Kreuzungspunkt zwischen Quelle und Ziel (z.B. LFO 1 auf Pitch VCO 1), stellt die Verbindung her. Die Stärke der Modulation wird mit dem Encoder oberhalb der Matrix eingestellt. Dieser umfasst einen Wertebereich von -99 bis +99. Die Mittelstellung bedeutet Null, also keine Wirkung der Quelle auf das Ziel. Eine kleine LED-Kette am Encoder zeigt, wie stark der Modulationsgrad eingestellt worden ist. Zusätzlich wird der ausgewählte Wert in der Preset-Anzeige dargestellt. Drückt man erneut auf den Kreuzungspunkt, wird dieses Feld dunkel und die Modulation ist ausgeschaltet. Nun kann man nicht alle Quellen und Ziele auf dieser Matrix abbilden. Man hat hier sozusagen die Wichtigsten übernommen, wie z.B. Modulationen der Tonhöhen und der Filterfrequenzen durch LFOs und Hüllkurven. Für den Normalbetrieb reicht das sicherlich. Wer aber tiefer in die Modulationsmöglichkeiten einsteigen möchte, kann sich seine Ziele auch frei einstellen. Dies geht durch eine schlaue Lernfunktion.

Die Ziele 13 – 16 auf der Matrix heben sich durch größere Druckschalter von den anderen ab. Man braucht nun gute Auge, um zu sehen, was auf dem darüber liegenden LC-Display dargestellt wird. Es sind weitere Modulationsziele. Nun muss man Folgendes machen. Man sucht sich ein beliebiges Modulationsziel aus, z.B. die Pulsbreitenmodulation von VCO 1. Nun hält man z.B. den Schalter Nr. 13 gedrückt und dreht ein wenig an der PWM. Es dauert einen kleinen Augenblick und dann hat der MatrixBrute „verstanden“, dass er diese Funktion als Modulationsziel registrieren muss. Dieses neue Ziel wird dann im Display angezeigt. Der Rest der Prozedur ist bereits erklärt worden. Quelle auswählen, zuweisen und den Grad des Effektes einstellen. Fertig. Wer nun noch umfangreichere Klangbeeinflussungen z.B. bei einer Live-Performance durchführen möchte, sollte sich die Macro Knobs M 1 – 4 vornehmen. Hier kann man mit dem Dreh eines einzigen Reglers verschiedenste Modulationsziele beeinflussen (so, wie sie vorher in der Matrix zugewiesen worden sind) und die Wirkung natürlich auch wieder auf null drehen. Das ist eine clevere Funktion, die mich an die Tone Blender Funktion des Roland Jupiter-80 Synthesizers erinnert. Drastische Klangveränderung sind somit schnell umsetzbar und können genauso schnell wieder rückgängig gemacht werden.

MatrixBrute Modulationsräder, Keyboard Controls und Macro Knobs

Zum Schluss dieses Arturia MatrixBrute Testberichts werfe ich noch einen kurzen Blick auf den Arpeggiator/Sequencer, der durch den dritten Schalter oberhalb der Matrix aufgerufen wird und mit SEQ beschriftet ist. Der Arpeggiator wird durch den entsprechenden Schalter aufgerufen. Über den Arpeggiator ist wenig Spektakuläres zu berichten. Das hat es alles schon 1000x gegeben. Negativ aufgefallen ist mir, dass ein Arpeggio bei eingeschalteter Key Hold Funktion sofort auf die 1 springt, wenn man z.B. einen anderen Akkord spielt. Das ist nicht sehr elegant und klingt eigenartig, wenn man sehr schnelle Arpeggios spielt und nicht genau die 1 trifft.

MatrixBrute Arpeggiator und Sequencer

Um in den Sequencer Mode des Arturia MatrixBrute zu wechseln, muss man auf den entsprechenden Sequencer Schalter drücken. Eine Sequenz hat eine maximale Länge von 64 Schritten. Sie wird in der Matrix in vier Reihen à 16 Schritte dargestellt. Will man die Laufweite der Sequenz verkürzen, muss man SEQ Length aktivieren. Die erscheinende Balkenanzeige steht auf dem letzten Schritt der Sequenz und kann beliebig an eine andere Position versetzt werden.

MatrixBrute Sequenzreihen mit zugewiesenen Parametern (siehe rechts)

Die rechte Seite der Matrix ist für jede Sequenzreihe 1 – 4 identisch mit den Angaben Step, Accent, Slide und MOD beschriftet. Damit ist es möglich, für jede einzelne Note einer Sequenz zu bestimmen, ob sie aktiv ist oder nicht. Darüber hinaus kann ihr ein Accent und ein Slide (Portamento) zugewiesen werden und ob diese Note als Modulator in der Modulationsmatrix aktiv sein soll oder nicht. Der Grad der Akzentuierung wird in den Hüllkurven 1 und 2 mit den Reglern Velo/VCF bzw. Velo/VCA eingestellt. Eine Sequenz kann im Play-Modus oder auch Schritt für Schritt eingegeben werden.

Will man eine Note ändern, muss man den Sequencer stoppen, in den Aufnahmemodus gehen und mit dem Cursor an die richtige Stelle gehen. Dabei wird jede Note angespielt, sodass man den Notenwert leicht mit dem Keyboard ändern kann. Grundsätzlich laufen Sequenzen auf dem mittleren C. Man sollte sie also auch auf C einspielen. Transponieren der Sequenzen ist möglich. Allerdings muss man die entsprechende Taste gedrückt halten. Lässt man sie los, springt die Sequenz automatisch wieder auf C. Will man das nicht, kann man sich mit der Key Hold Funktion helfen. Dann läuft die Sequenz auf der Stufe so lange, bis man eine andere auswählt usw.

Speichern kann man eine Sequenz am Arturia MatrixBrute durch einen Druck auf den Save Schalter. Dabei ändert sich die Ansicht der Matrix. Sie zeigt dann den entsprechenden Programmplatz 1 – 256 an. Will man eine Sequenz an einen bestimmten Sound knüpfen, muss man vor dem Speichern die Link Funktion einschalten. Dieselbe Anzeige wie bei der Save Funktion wird auch aufgerufen, wenn man den Pattern Schalter drückt. In diese Ansicht muss man gehen, wenn man verschiedene Sequenzen auswählen will. Hier sind mir zwei Punkte negativ aufgefallen. Zum einen bleibt man in dieser Ansicht nur, wenn man den Pattern Schalter permanent gedrückt hält. Das ist unkomfortabel und sollte anders gelöst werden, z.B. durch erneutes Drücken könnte man in die Sequenzen Ansicht zurückspringen. Der zweite Punkt ist, dass ein Wechsel der Sequenzen abrupt erfolgt und nicht bis zum Ende durchgespielt wird, bevor die nächste beginnt. Der MIDI Sync Schalter aktiviert die externe Synchronisation über MIDI in, MIDI per USB oder den eingebauten Sync Port. Die Laufrichtung der Sequenzen kann genauso wie der Arpeggiator auf Vorwärts, Rückwärts, Vorwärts und Rückwärts und Zufällig eingestellt werden.

Zum Audiobeispiel 6 des Arturia MatrixBrute:

16 Schritt Sequenz mit Slide und Accent auf einigen Noten. Die Betonungen werden im Verlauf deutlich herausgearbeitet. Steiner und Ladder Filter laufen parallel. Leichtes Delay auf dem Ausgangssignal.

Fazit

Der Arturia MatrixBrute macht beim ersten Testen seiner klanglichen Möglichkeiten einen sehr guten Eindruck. Es gibt bislang nichts zu meckern. Sein Klang geht von hart bis zart, wobei der Grundklang immer eine gewisse Rauheit besitzt. Das macht ihn zu einem nicht beliebig klingenden Synthesizer. Es bereitet Freude, ihn zu spielen. Die parallele Ausgabe der Schwingungsform sowie ihre Mischbarkeit entlockt schon den Oszillatoren einen vielseitigen Grundklang. Die Filtersektion tut ihr Übriges dazu. Die Misch- bzw. auch Trennbarkeit der Steiner-Parker und der Ladder Filter Sektionen (je Klangquelle) erlaubt interessante Klangkombinationen. Sounds, die durch das Ladder Filter „Bauch“ bekommen, kann man mit dem Steiner-Parker Filter Glanz verleihen, was die Klänge sehr rund in allen Oktavlagen wirken lässt. Die Verwendung der Matrix ist beinahe idiotensicher. Das Schönste ist aber, dass man vorgefertigte Sounds unglaublich schnell „zerstören“, sprich modulieren kann. Das geht einerseits durch die Modulationsmatrix selbst, andererseits aber auch durch die Audiomod Sektion, die direkt in die Oszillatoren reingeht. Diese Sektion liegt an der richtigen Stelle (ein Plus für die Bedienerfreundlichkeit) und durch einen deutlich spürbaren Nullpunkt, lassen sich die Drehregler unmittelbar wieder auf ihre Ausgangsposition zurückdrehen. Das trifft ebenfalls auf den Einsatz der Macro Knobs zu. Hier muss man sich zwar vorher ein paar Gedanken machen, wohin die Modulationen gehen sollen. Sind sie aber einmal eingestellt und mit dem Sound gespeichert, kann man in diesen unmittelbar eingreifen. Der MatrixBrute garantiert ein hohes Maß an Spielfreude. Die Qualität der Klangerzeugung korrespondiert mit seinem edlen Auftreten.

Der Arturia MatrixBrute ist ein großartiger Synthesizer. Seine vielseitige Klanggestaltung beginnt schon mit den umfangreichen Regel- und Mischmöglichkeiten der beiden Oszillatoren VCO 1 und 2. Die Filtersektion packt noch eines drauf. Hier kann man sicherlich trefflich darüber diskutieren, welches Filter denn nun besser klingt. Die Klänge aus dem Steiner Filter haben etwas Leichteres und Transparenteres als die Klänge aus dem Ladder Filter. Beide Filter zusammen sind auf alle Fälle eine leistungsstarke Kombination. Ob es nun noch eines Drive Reglers neben dem Brute Factor bedarf, sei für jeden dahingestellt. Die Modulationsmatrix ist einfach zu durchschauen und sehr effektiv. Auf die Lernfunktion für zusätzliche Modulationsziele trifft das ebenso zu. Auch nach mehrmaligem Hören kann ich den Analogeffekten nicht allzu viel abgewinnen. Sie sind im besten Fall ganz nett. Wer den puren Analogsound retten will, sollte da vielleicht auf externe Effekte oder seine DAW zurückgreifen. Der Arpeggiator ist nichts anderes als ein Arpeggiator. Er weist keine Besonderheiten auf. Der Sequencer dagegen ist durchaus gelungen, könnte aber an der einen oder anderen Stelle noch ein paar zusätzliche Features vertragen. Nicht in diesem Test berücksichtigen konnte ich die Verarbeitung externer Audiosignale und die Einbindung des MatrixBrute in ein Eurorack Modularsystem. Das ist sicherlich einer gesonderten Betrachtung wert.

Nun kann man gerne über das Für und Wider analoger Klangsynthese im Jahr 2017 diskutieren und darüber, ob man heute noch so einen Synthesizer braucht oder nicht. Ich habe die Frage für mich bereits beantwortet und bin von diesem Instrument sehr angetan. Jemand, der den analogen Sound sucht und in die Welt von Hardware-Synthesizern einsteigen will, sollte auf keinen Fall an diesem Synthesizer vorbeigehen. Er ist sein Geld wert. Es gibt doppelt so teure Analogsynthesizer, die deutlich weniger zu bieten haben.

Plus

  • hervoragende Verarbeitung
  • umfangreich ausgestattete Oszillatoren
  • verschiedene Filter-Kombinationen möglich
  • umfangreiche Modulationsmöglichkeiten
  • leicht verständliche Modulationsmatrix
  • druckvoller Klang

Minus

  • hörbare Geräusche beim Wechsel der Presets
  • Klangqualität der Effekte
  • keine Effektketten möglich
  • keine separaten User-Speicher
  • keine Chain-Funktion für Sequenzen
  • keine einstellbare Wiederholung einer Sequenz

Preis

  • Ladenpreis: 1.999,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    lightman  AHU

    Danke für den ersten Teil des Tests, macht Lust auf mehr. Freut mich, daß der Matrixbrute den hohen Ansprüchen offenbar gerecht wird, die im Vorfeld an ihn gestellt wurden. Der Sound ist wie schon bei den Mini- und Microbrutes durchaus eigen, was mir gut gefällt, besonders die härteren und in Richtung Effekte gehenden Klänge sind vielversprechend.

  2. Profilbild
    Uli Ringhausen  

    Danke für den ersten Test . Kein gedrucktes Handbuch finde ich etwas schwach . Das man sich erstmal das aktuelle Firmware holen muss , ist wohl der Zeitgeist :-(

    • Profilbild
      Bernd Kistenmacher  RED

      Darum kommst Du leider nicht rum. Das Du heute ein PDF als Download bekommst, ist auch bei anderen Herstellern „Standard“. Es wird halt überall gespart… ;-)

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        AMAZONA Archiv

        Ausgedruckt ist zudem nicht gleichbedeutend mit gut, im Sinne von einigermassen vollständig. Man denke hier z.B. an Rolands Faltblätter. Solange das Handbuch des Matrixbrute dessen Funktionen vollständig und nach Möglichkeit detailliert beschreibt, gebe ich dem pdf den Vorzug. So obliegt es mir dieses ausdrucken zu lassen. Die Zeiten eines Manuals wie es der OASYS hatte sind vorbei.

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        patcassady  

        Das ist zum Glück bei Moog noch nicht so. Dort bekommt man sogar zwei – die originale und eine regionale Übersetzung des jeweiligen Vertriebes.

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          AMAZONA Archiv

          naja für den doppelten preis müssen sie ja was bieten.. sei es nur ein manual :P wird wohl edel mit plastik eingebunden sein

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              AMAZONA Archiv

              solange es von kindern.. ähh jungmitarbeitern bei foxconn hergestellt wird.. wird das schon passen zu den trüben tassen…

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      Mayasfinest

      Bei meinem Matrixbrute, den ich jetzt seit gut 3 Wochen habe ist sowohl die aktuelle Firmware als auch ein gedrucktes Handbuch in A5 dabei. Alles wie es sich gehört.

      Leider gibt es ein paar unschöne Bugs im Sequencer und mit der Tempo-Tab-Taste:
      https://www.youtube.com/watch?v=CrBFEiN5Gwg

      Werden aber bestimmt bald abgestellt… (oder in die Anleitung als Feature eingearbeitet :-)

      Ein grandioser Synth, jeden Cent wert und sehr hochwertig verarbeitet, macht Spaß…

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      monokit  

      Hmmm in diversen Unboxing Videos ist ein gedrucktes Handbuch zu sehen. Ich denke da hat Bernd eines der ersten Exemplare erwischt, die noch ohne Handbuch ausgeliefert worden sind.

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    pytrel  

    Schöner test. Bin gespannt auf mehr! Zu dem pdf Thema… Ich bevorzuge es 100% pdf zu benutzen statt Papier. Ich liebe den Geruch eines guten Buches aber wir wissen ja mittlerweile wie es der Natur geht und da brauch man nichtmehr unbedingt für jedes gerät noch ein paar Bäume dazu fällen. Die (gute) Luft wird dünner…

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    Chick Sangria  

    Kann es sein, dass das ein Generationenproblem ist? Wer mit der Tastenkombination Strg+F aufgewachsen ist, wird einem PDF vermutlich immer den Vorzug geben, weil es einem jegliches Blättern erspart. Oder liege ich falsch?

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      A.Vogel  AHU

      Generagtionsfrage vielleicht.
      Ich habe bereits vor einigen Jahren komplett auf .pdf umgestellt, sprich ich habe für alle Geräte hier im Studio die Anleitungen als .pdf gesucht (und gefunden) und danach einen Kubikmeter Anleitungen entsorgen können.
      Erst wollte ich diese wegwerfen, habe sie dann bei ebay eingestellt und war dann total baff, dass wirklich ALLE verkauft wurden. Viele für den berühmten einen Euro, einige aber auch für mehr als 10 Euro. Es scheint also wirklich noch eine Menge Papierliebhaber zu geben.
      Ist ja auch OK, wenn es halt der Arbeitsweise entspricht und nicht stört.
      Ich dagegen hab ein altes iPad mit allen Manuals im Studio liegen und hab so sämtliche Informationen direkt im Zugriff. Find auch auch gut, insbesondere inklusive der Möglichkeite, Textpassagen zu vergrößern. Die Augen werden im Alter ja auch nicht besser……

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        AMAZONA Archiv

        Die alten Leute wollen an ihrem Papier festhalten und finden PDF doof. Die jungen finden wollen nur PDF und finden Papier doof. Jaaaa was jetzt! Fragt da der Richter, was steht denn zu diesem Thema in unserem Gesetzbuch? NIX. Also keiner kann verurteilt werden. Dumm gelaufen, leider 2 Standpunkte und keiner hat recht und keiner Unrecht. Riecht streng nach rechtsfreiem Raum. GUTSO

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          monokit  

          Ich mag beides. Gedrucktes lese ich aufm Klo oder im Bett. Das PDF am Synth oder Pad, und ja die Suchfunktion ist genial.

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        glain  

        Mein Problem mit gedruckten Anleitungen ist häufig, dass diese nich up to Date sind, weil schon wieder ein Update draußen ist. Trotzdem fehlen sie mir, weil ich sie gerne z.B. in die Bahn mitgenommen habe und gelesen habe und so auch auf Funktionen gestoßen bin, welche ich sonst nie rausbekommen hätte.

        Die Hersteller sollten mal über gescheite E-Books nachdenken.

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      Tyrell  RED 11

      Ich bin jetzt auch nicht mehr der Jüngste, aber meine gedruckten Handbücher verstauben alle im Schrank. Ich habe hier einen Ordner mit allen PDFs – aber sogar die nutze ich n ur noch selten, sondern greife am liebsten auf ein YT-Tutorial zu.

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      pytrel  

      Liber Chick. Ich habe schon ein paar Jährchen bevor es Internet und pdf gab mitgemacht. Vom Umweltschutz Gedanken und Vorschlag aufs alter zu schliessen. Tja das kann man auch machen. Ich jedoch meinte nur das man nicht unbedingt Bäume fällen muss damit man Anleitungen druckt nur weil man dann blättern kann oder weil das „Authentischer“ ist. Das ist alles. Es handelt sich hier um keine Generationen Thematik-Discussion sondern um Umwelt Gedanken. Also ja ich würde sagen du liegst ziemlich falsch. Wenn dein Kommentar jetzt nicht auf meinen bezogen war …. In diesem fall bitte ich um Verzeihung

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    Chromengel  

    Glückwunsch zum ersten Testbericht hier bei Amazona, Bernd.
    Es wurde ja mal Zeit, dass der Matrixbrute genauer und die Lupe genommen wird und ich freue mich sehr, dass Du das diesmal übernommen hast.
    Bin schon sehr auf den zweiten Teil gespannt.
    Schönen Gruß
    Michael

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    Green Dino  AHU

    Also, da ist er nun. Tjaja.
    Übrigens folgender Satz hat mir eben solch eine enorme Freude bereitet „Die Qualität der Klangerzeugung korrespondiert mit seinem edlen Auftreten.“
    Keine Ahnung, musste ich gerade mal loswerden^^ Grüße

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    iggy_pop  AHU

    Elegant? Sexy?
    Das Teil sieht aus wie eines dieser Frankenstein-Euroracksysteme, die aus Modulen zig verschiedener Hersteller zusammengewürfelt worden sind, mit zig verschiedenen Fonts, Knöpfen, Layouts, Designs, Farben… ein materialisierter Migräneschub.
    A propos Migräne: Blaue LEDs sind eine Zumutung. Ist das noch immer nicht in den Holzköpfen der Designer und Hersteller angekommen?
    A propos Holz: Hier und da eine Dachlatte anschrauben macht noch keinen gelungenen Analogsynthesizer.

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      Tyrell  RED 11

      Ich muss Bernd recht geben: „Elegant und Sexy“ trifft es für mich genau. Aber ich mag auch Miniröcke und High-Heels ;-)

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      NicGrey  

      Ich kann deine Kritik nicht nachvollziehen. Das Design ist absolut gelungen, optisch homogen und zurückhaltent. Sieht aus wie der kleine Bruder vom Schmidt Synthesizer. Von wegen Frankenstein.

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      Roland v0ll  

      Ich bin doch schon seit Jahren aktiver Leser von Amazona und gehöre eher zu den stilleren Geniessern, doch möchte ich mal folgendes angemerkt haben: ist es denn „iggy_pop“ wirklich nötig, gebetsmühlenartig solche Statements zu verfassen. Radikal ist ja schön und gut – und man sollte zuweilen auch eine pointierte Meinung vertreten: Doch wenn man über Jahre wirklich zu allem und jedem, was die Synthesizerwelt hervorbringt, einen Kommentar verfasst, als gälte es die Hunnen verbal zurückzuschlagen, dann wirkt das ein wenig pubertär. Ich schlage vor uns damit zu verschonen und dafür in ein paar Jahren uns mit einem Gesamtwerk zu überraschen: „Mein Krampf – Synthesizer von Andromeda bis Zebra“ – Ein wenig entspannt jedem die eigene Präferenz gönnen, wäre doch gar nicht so falsch.

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        AMAZONA Archiv

        Was wäre amazona ohne seine Kommentare? Ob dumm oder gescheit ist jedem persönlich überlassen. Wichtig ist doch die Meinung aus der Basis beleuchtet zu bekommen, nicht nur der Werbe Industrie oder der eines einzelnen Testers aus der Redaktion.
        Die Betroffenen zu fragen, die Besitzer Nutzer Dudler Musikanten fröhlichen und Leidgeprüfte und alles was dazwischen liegt!
        Testberichte ohne Kommentar sind wie Besuche auf dem Friedhof, dort ist es auch ziemlich still.

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      AMAZONA Archiv

      da muss ich Iggy zustimmen…
      Die Anwesenden hier scheinen wohl ewig keinen Sex mehr gehabt zu haben, da Sie jeder daher wackelnden Synthylatte hinterher gaffen.
      Jetzt aber mal wieder ran an eure alten Analog Muttis ;o)

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        iggy_pop  AHU

        „Doch wenn man über Jahre wirklich zu allem und jedem, was die Synthesizerwelt hervorbringt, einen Kommentar verfasst, als gälte es die Hunnen verbal zurückzuschlagen, dann wirkt das ein wenig pubertär.“
        Ich sage es mal so:
        Solange hier gebetsmühlenartig alles als toll, großartig, der nächste große Wurf und die beste Erfindung seit geschnitten Brot angepriesen wird und alle wie die Schafe artig blöken und mitlaufen im Kreis — solange ist es nötig.

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    SmashSystem

    Hab mich jetzt nach 3 Jahren Amazona stöbern hier angemeldet. Und zwar nur um dem Herrn iggy_pop mal folgendes mitzuteilen.

    Sie sind ein mieser,überheblicher Meckerkopp.

    Herr Osterberg wäre Stolz.

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      iggy_pop  AHU

      Ist das so?
      Na, dann freue ich mich doch über dieses Kompliment aus berufenem Munde.
      Bussi.
      (Ansonsten gilt: Beachten Sie die Mittelfinger.)
      PS: „Stolz“ schreibt man in diesem Zusammenhang klein — es ist ein Adjektiv.

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        Tyrell  RED 11

        Wir lassen diese kurze, emotionale Differenz mal so im Raum stehen und löschen sie nur, wenn einer von Euch beiden das wünscht. Zum Thema: Ja, der IP ist hier gerne mal der Provokateur – und somit auch das Salz in der Suppe. Das hält sich aber immer im Rahmen. Den Mecker-Bonus hat er sich hier definitiv schwer erarbeitet :-) Peace !!

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          MichBeck  

          Ja, Iggy gibt gern das Enfant terrible (grins). Aber, ich mag das … und ab und zu lässt er sogar durchblicken, dass er nicht nur ein Meckerkopf und Lektor ist, sondern auch von der Materie „Synthesizer“ Ahnung hat.

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                Dirk Matten  RED

                Ich kann deine Einschätzung zum Design des Gerätes teilen, ich gehe sogar davon aus, dass 1. Modularität suggeriert werden soll, obwohl sie nicht vorhanden ist und der Synthesizer lediglich (neben vielfältigen Anschlüssen) über bestimmten Quellen gewisse Ziele per Modulationsmatrix anspricht, 2. eine gewiesse Ungeschliffenheit der Klänge sich im robusten Äußeren darstellen und 3. die Holzlatte für „analog“, Wärme“ und „Echtheit“ stehen soll. Von daher kann man Herrn Hartmann, sollten meine Annahmen richtig sein, bestätigen, dass er alles richtig gemacht hat. Klapppanel wildert da noch zusätzlich bei der Assoziation zum Minimoog. „Groß“ und „viel“ scheint immer noch ein Qualitätsmerkmal zu sein, sonst gäbe es nicht die unsäglichen Schnitzel-XXXL-Restaurants. Ich bin dagegen.

              • Profilbild
                A.Vogel  AHU

                Doch noch ein paar alte Bekannte hier…
                Dann hast du ja 2006 bei uns in Münster bei den Geräuschwelten gespielt.
                Wäre ich vom Nick hier nicht unbedingt drauf gekommen…..

  9. Profilbild
    Dirk Siegmund  

    Danke erstmal für ersten Teil des Tests, ich denke, da werden wohl mindestens drei Teile nötig sein.
    Ich habe meinen Matrixbrute seit 14 Tagen hier stehen, nur leider hat mich die Grippe sehr davon abgehalten, mich überhaupt mit ihm beschäftigen zu können.
    Den Kritikpunkt des Displays für die Modulationsmatrix kann ich aber voll nachvollziehen. Hier hätte meines Erachtens ein Oled-Display mehr Sinn, als ein E-Ink-Display gemacht… was interessieren mich die letzten Modulationsquellen im Ausgeschalteten Zustand ?

    Den Druck im Sound kann ich bestätigen, gefällt mir.
    Was mir beim Spielen mit Kophörer (V-Moda/AIRA M-100) aufgefallen war, sind manchmal Knack- oder Ploppgeräusche beim Umschalten von Presets, das muss ich noch weiter beobachten.

    Ansonsten bereue ich den Kauf bisher nicht.

  10. Profilbild
    Mick  AHU

    Hi!
    1.Also Moog liefert noch ein Handbuch mit! Aber ich bin ehrlich, wenn ich am Rechner sitze, google ich mal eben schnell was ich brauche!
    2. Jetzt nach gut einem Jahr, bin ich froh, keins dieser Produkte verfallen zu sein, ala DeepMind12, Vermona14, Minimoog Reissue, Oddissey oder Matrixbrute.
    Aber der MatrixBrute ist der einzige, der bei mir noch Begierde weckt, und DSI Rev. 2 Prophet Sound ist eh nicht meins. Ich werde ihn definitv antesten, und den Test hier weiter verfolgen. . . . Danke!

  11. Profilbild
    mdesign  

    danke für den interessant und kompetent geschriebenen bericht nebst aussagekräftigen samples.

    ich habe mit diverser hard- und software aus dem hause arturia bisher kaum gute erfahrungen machen dürfen, alles war bei auslieferung in beta-status und wurde trotzdem praktisch nicht mehr weiterentwickelt.

    aber unsere welt wird ja bekanntlich jeden tag besser. vielleicht machen die rührigen franzosen ja mittlerweile nicht nur gutes marketing, sondern auch akzeptable technik. würde mich freuen.

  12. Profilbild
    Coin  AHU

    Also ich find den auch edel & sexy.
    Aber ich spreche hier nicht stellvertretend für alle Menschen auf der Welt.
    Ist nur meine Meinung.
    Insgesammt empfand ich das als schönen Test
    mit guten Klangbeispielen.

  13. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Hatte letztens Gelegenheit den Matrix Brute bei einem Freund (testende Zunft) ausgiebig zu spielen. Ich war positiv beeindruckt. Obwohl ich ja ein vintage Junkie bin und mir das Design des Matrix auch um Einiges zu eklektizistisch (zusammengewürfelt, falls jemand fragt) ist. Ich muss sagen, das Teil lässt sich super bedienen und klingt auch noch ordentlich. Der verrückte Stilmix der Bedienelemente ergibt im Gebrauch wirklich Sinn…macht Spaß, die Kiste!

  14. Profilbild
    tomeso  

    Zuerst mal vielen Dank für den gelungenen Start der Testreihe und die tollen Audiodemos, macht Laune auf mehr!
    Witzig wie sich hier eine Diskussion um das Handbuch entwickelt hat … und dabei gibt es doch ein gedrucktes Handbuch. Die allerersten Instrumente (und da gehört Bernds MatrixBrute dazu) wurden noch ohne Handbuch ausgeliefert, da die Druckerei nicht rechtzeitig geliefert hat. Mittlerweile liegt das Handbuch dem MatrixBrute bei und die User der ersten Lieferung können gerne eins beim Vertrieb abrufen. :-)

  15. Profilbild
    JürgenB

    Ich habe meinen Matrixbrute schon seit 2 Wochen. Der kam mit Handbuch. Da es sich um eine Retoure handelt, ist der schon „länger“ mit Handbuch unterwegs.
    Den sehr guten Sound kann ich auch bestätigen. Das Display finde ich auch eher schwach. Es gab aber wohl einen Grund wieso die ausgerechnet eInk genommen haben. Kann mich aber nicht mehr erinnern.
    Ich finde das größte Manko, dass die Reglerstellungen über kein Display ausgegeben werden. Im Panel-Modus kein Problem. Wenn man aber an Presets schraubt fehlt ein irgendwo angezeigter Wert doch sehr.

    • Profilbild
      Bernd Kistenmacher  RED

      An Deiner Kritik ist was dran. Am besten war das – so glaube ich – beim Little Phatty gelöst, wo die Encoder permanent angezeigt haben, wo die Parameter stehen. Aber man kann nicht alles haben… ;-)

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        JürgenB

        Die überlegen aber wohl schon, wie das sichtbar gemacht werden soll. Ich bin ja für das große Display. Bei Arturia wird aber wohl darüber nachgedacht, dass in der Matrix darzustellen.

  16. Profilbild
    Mick  AHU

    … natürlich kannst Du nicht für alle Menschen sprechen, halt Dich fest,… Du bist ein Hund! ;-)

  17. Profilbild
    hejasa  AHU

    Ist das in den Audio Beispielen so gewollt, oder klingt der Matrix Brute tatsächlich so weich?
    Ob der sexy aussieht ist für mich uninteressant, da kenne ich weichere Modelle als diese Hardware. Spannend wäre nur der Vergleich, ob man bei beiden an den gleichen Knöpfen drehen muss? Ist das so, kaufe ich den!

  18. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ist der Matrix jetzt nur monophon? A bissl wenig für son riesen Kasten. Reicht noch nicht mal für ein Akkord.

  19. Profilbild
    TimeActor  AHU

    Der Arturia löste bereits seit Ankündigung „haben wollen“ bei mir aus (wenn der Klang stimmt). Dies scheint mit dem kurzen Einblick hier bestätigt – Vielen Dank dafür! Mich interessieret sehr stark die Modulationsmatrix die statt Widerstandsstifte wie beim VCS 3 etc. mit Tastern (gepatcht) werden. Ist der Aufbau ähnlich? Statt Macroregler hätte ich mir allerdings lieber einen Joystick gewünscht um alle Achsen einer Modulation „gezielt“ und flexibel anfahren zu können! Der Aufwand den der Hersteller bei der Verpackung an den Tag legt, lässt wohl darauf schließen das Arturia gute Kistenmacher sind!? ;-)

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    tantris  

    Der Ansatz aus einem Mix simpler Wellenformen, moduliert mit LFO, gepaart mit Hüllkurven, einen Sound zu kreieren, mag 1980 innovativ gewesen sein. Aber heute ist es erstaunlich, dass man mit diesem Uraltkonzept noch einen Markt erreicht.

    Die Klangfarben eines analogen Synthesizers sind inzwischen komplett abgelutscht. Alles schon 1000-mal gehört, aber bei mir hat es immer noch nicht „zoom“ gemacht.

    In Anbetracht des Preises und der Beschränkungen auf Dreiton-Musik schon gar nicht.

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      monokit  

      Gitarren sind auch nicht besonders innovativ…dennoch gibts immer wieder neue Modelle davon. Schlimm für dich, oder?

      DANN GEH DOCH ZU NETTO!

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    TimeActor  AHU

    Wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben…warum fragen soviele bei neuen Synthis immer nach Polyphonie? M. M. n. gibt’s doch schon genug davon um Soundscapes, Flächen etc. zu erzeugen!? Wirklich coole Monophone Soundtüftlermaschinen (die Modularen jetzt mal außen vor) gibt’s doch nicht so viele oder?

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    AMAZONA Archiv

    Man braucht keinen Mittelfinger um das Gerät hässlich zu finden. Ich finde den Matrixbrute weder elegant noch sexy. Das Bedienfeld sieht aus wie angeordnet, sortiert, hingeschoben wie es gut passt. In etwa wie hier … http://thi.....umblr.com/
    .
    Auch ihn wie einen Minimoog aufzubauen, also mit aufstellbarem Panel, das passt irgendwie nicht. Allerdings kann ich nicht sagen warum(!) es nicht passt. Ist ein Bauchgefühl. Immerhin kann ich sagen: Die weißen Knöpfe am Keyboard stören massiv. Auch das Farbenspiel in der Filtersektion, zusammen mit dem schön großen, aber total anders gestalteten Cutoff-Regler stößt mir auf. Auch die riesige Matrix ist übersichtlich, sieht aber so was von verloren aus das es mir im Bauch weh tut.
    .
    Alles in allem scheinen die Ingenieure zu viel zu sagen gehabt bei der Gestaltung des Panels. Übrigens, der Minibrute ist mir als erstes wegen des hervorragenden Paneldesigns aufgefallen. Es geht also auch anders …

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      iggy_pop  AHU

      Das Ding sieht unausgegoren aus, wie ein Prototyp, zusammengeschustert. Will viel.
      Für ein Vorserienmodell wäre das Design durchgegangen, Konzeptstudie, aber als Seriengerät?
      Der Schmidt gefällt mir übrigens auch nicht — das überladene Bedienfeld ist dem Konzept geschuldet, wirklich alles erreichbar machen zu wollen, aber dass das nicht geht, haben viele Hersteller in der Digitalwelt lernen müssen (Jellinghaus DX-Programmer, Rhodes Chroma Programmer).
      Aber wie immer gilt:
      „Machtoch watta wollta.“ (Frank Zander)

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    AMAZONA Archiv

    wenn es um design und vollendeten klang geht.. so geht nichts über meine sovjet miniorgel…
    https://www.youtube.com/watch?v=4N_X3lnuHI4
    das einzig wahre…. mit anschlagsakustischer tastatur. ( perkussion )
    ka design.. als ich den jp8 gekauft habe.. war ich stark an lego in den 70ern erinnert.
    braun sollte mal nen schneewittchen-synth machen..
    und ich bin froh das alessi noch keinen mit integrierter saftpresse gemacht hat.
    gibt au das design.. http://bit.ly/2kgun6O
    sie haben immerhin die langweile von den trüben tassen, dave schmitz, und die rote hässlichkeit von den führern aus dem norden hinter sich gelassen

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    lightman  AHU

    Hands-on Bedienung bis ins Detail ist das Konzept, und da das Gerät recht komplex ist, fällt halt auch die Bedienoberfläche komplex aus. Elegant und sexy wirkt das auf den ersten Blick nicht, eher pragmatisch bis veriwrrend, aber wenn man den Aufbau der einzelnen Segmente mal auf sich wirken läßt, ist das im Grunde auch nur ein klassischer von links-nach-rechts-Aufbau (VCO -> VCF -> VCA -> Matrix -> Effekte -> usw.), halt mit ’ner Menge Knöppe pro Abteilung. Da die Kiste mit vielen CV-Ausgängen ausgestattet ist und daher wohl auch als Zentrale eines entsprechenden Setups dienen kann bzw. auch als Solche gedacht ist, macht der direkte Zugriff zwecks Echtzeit-Modulation externer Geräte Sinn, man möchte ja nicht erst in einem Menü rumtippen müssen, nur um etwa die LFO-Intensität über CV zu verändern. Vermutlich hätte man das Interface besser machen können, ich bin kein Designer, aber so ganz daneben ist es meines Erachtens nicht. Viel hilft viel ^^

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    gutzufuss  

    Ein Freund von mir hat den Matrixbrute zuhause stehen, und wir haben vor kurzem bis in die Nacht hinein Klänge geschraubt. Ich stand dem Gerät zuerst kritisch gegenüber – habe das Potential der Matrix unterschätzt. Unglaublich wie schnell wir sehr interessante sich selbst entwickelnde Soundscapes erstellt haben. Es gibt meines Erachtens keinen Synthesizer der so flexibel ist wie ein Modularsystem, aber so intuitiv und komfortabel zu bedienen ist wie der MB. Ganz großes Kino. Es gibt nur einen Grund ihn nicht zu kaufen. Ich kann dieses Schiff als Session-Spieler und Nutzer der Öffentlichen Verkehrsmittel kaum bewegen. 22 kg ist schon ne Ansage. Wenn ich meine beiden Doepfer-Koffer (3- und 2-reihig) mitnehme liege ich bei 12 kg und habe 2 stabile Koffer mit Henkel zu transportieren – das ist sehr viel angenehmer. Und so ein Doepfer-System bietet dann letztendlich doch deutlich mehr klangliche Möglichkeiten. Dafür muss ich aber für das Patchen deutlich mehr Zeit einplanen.
    Also ich finde den MB großartig – nur zu groß und zu schwer für mich. Als Korg Volca Matrix wäre ich sofort dabei…

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    syntach  

    Habe den Matrixbrute „in echt“ antesten können,
    die erste Unübersichtlichkeit verschwindet schnell, dann kommt darunter ein sehr guter Workflow zutage, der Sound ist eigen und gefällt mir sehr gut, das Konzept ist sehr rund.
    Dazu veströmt der Matrixbrute Inspiration und Seele.

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    alba63

    Also klanglich sehe ich den Matrix Brute in der Tradition eines Waldorf Pulse, sprich, sehr „drahtig“; eher hart als geschmeidig. Mir gefällt das nicht so besonders. Ist aber rein subjektiv…
    Ich habe 10J lang (ab ca. ’93) viel Musik gemacht und war Synth- Fanatiker. Im Vergleich zu damals sind das heute geradezu goldene Zeiten: Ziemlich gute VST- Instrumente, geradezu unzählbare neue, analoge Mono- Synths, und erstaunlich viele neue und gut klingende Poly- Synths (im Falle des Minilogue sogar günstig und hinreißend klingend).
    Insofern: ist für jeden was dabei, und das meiste klingt auch noch gut!

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    nontachi

    Wer sich für 299,- den Microbrute zulegt, dann noch den Pulse 2 von Waldorf für 500,- dazu vielleicht noch den Roland JD-XI Crossover für 500,-, hat für insgesamt 1299,- Euro viel mehr als der Matrixbrute für 1999,- bietet.
    Musste mal gesagt werden!

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      A.Vogel  AHU

      Du scheinst mit allen vier Geräten umfassende Erfahrungen gemacht zu haben, wie sonst kämst du auf solch eine subjektive Milchbubenrechnung.
      Ich habe sowohl Matrix- als auch Microbrute, den Pulse hatte ich immerhin einige Jahre, die Roland Tischhupe stand bei mir allerdings noch nie auf dem Zettel.
      Scheinbar scheint es dir auszureichen, mit Minitasten ein wenig rumzuklimpern und beim Pulse 2 exzessives Menudiving zu betreiben, um Sounds zu schrauben; ich hätte da keine Lust drauf.
      Eine anständige Tastatur mit Aftertouch, nahezu alle Parameter im direkten Zugriff, eine großartige Modulationsmatrix inklusive vier weiterer Hardwarecontroller für Kombimodulationen, ein ordentlicher Sequencer: für mich sind das durchaus wichtige Parameter. Aber das ist meine Meinung und hiermit auch als solche gekennzeichnet.
      Musste aber dennoch mal gesagt werden. Aber ohne Ausrufungszeichen.
      Klar ist ein monophoner Synth für 2k€ kein Mitnahmeartikel, aber der Matrixbrute ist ein Instrument, das ähnlich wie die alten Boliden auch noch in 30 Jahren genutzt werden wird.

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        nontachi

        In 30 Jahren bin ich tot!
        Mit Ausrufungszeichen(Jg.59) ;-)
        Für die Liveaction kann ich deinen Kommetar ja noch ein wenig nachvollziehen, aber für zuhause in Verbindung mit einer DAW dann doch wieder nicht. Aber nichts für ungut, die Meinungen sind da eh sehr unterschiedlich wie man hier ja zu hauf lesen kann.
        Ich wollte eigentlich nur mal aufzeigen, dass man mit viel weniger Geld sehr gute – und meiner Meinung nach – bessere bzw. vielfältigere Ergebnisse erziehlen kann, als mit nur einem einzigen monophonen Synth. Und von den gesparten 700,- ist dann auch noch ein Mallorca Urlaub drin (da nehme ich dann die Tischhupe mit).

        Gruß

        (P.S. Der Test ist allerdings sehr gut geschrieben, danke!)

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          A.Vogel  AHU

          Nix für ungut. Ich wollte nur angemerkt haben, dass die doch sehr individuellen Anforderungen an ein Instrument sich nicht auf ein „für den Preis kann man anderes/besseres/mehr Gear kaufen“ reduzieren lässt.
          Und die Qualität von Musik lässt sich ohnehin nicht objektiv betrachten, und da bin ich auch vollkommen bei dir: Musik die gefällt kann ebenso mit günstigen wie mit teuren Instrumenten gemacht werden. Da ist die Technik im Hintergrund eher zweitrangig.
          Was aber bereits weiter oben angemerkt worden ist kann ich nur unterstreichen: Diejenigen, die sich durch Haptik und Aufbau eines Instruments spielerisch an Komposition und Arrangement herantasten, haben mit dem Matrixbrute ein „echtes“ Instrument zur Hand.
          Für diejenigen, die allerdings weitgehend in der DAW arbeiten und dort Komposition und Arrangement zusammenbringen, ist dieser Aspekt ggf. zu vernachlässigen.
          Gut, dass heutzutage beides (plus etwaiger Mischformen) technisch gut machbar ist.
          Ansonsten drück ich dir die Daumen, dass die nächsten 30 Jahre noch gut packst; ist ja kein unmögliches Ziel :)
          Beste Grüße

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    siebener  

    Wenn ich , „bevor die Entdeckungsreise losgeht“ den MatrixBrute erst einmal registrieren sollte, frag ich mich doch ob es sich denn dabei um ein Musikinstrument handelt.
    In erster Linie möchte ich doch ganz altmodisch SPIELEN, und zwar gleich nach dem Auspacken. Für die Freude am Editieren gibt es doch jede Menge Software, und die meist deutlich billiger.
    Hmmm.., die MatrixBrute – Software läuft also auf Mac und PC. Also auch auf Linux? Oder ist mein Thinkpad etwa kein PC?

    Als hauptsächlicher Impromusiker geht es mir vor allem um den Moment des Musizierens, des intuitiven Verschmelzens mit meinem Instrument und um die musikalische Kommunikation mit meinem MitspielerInen. Vor dem Rechner sitze doch ich eh schon viel zu oft…

    Nun frage ich mich, ob der MatrixBute trotzdem auch ein Instrument für mich sein könnte?????????

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      Dirk Matten  RED

      Vielleicht geht es darum, die aktuelle Firmware auf dem Instrument zu haben – oder was ist der Grund? Garantieansprüche kann man auch per Rechnung nachweisen.

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      Aljen  

      Tja meckern kann jeder, Hauptsache „argumentativ“ durch reihenweise Fragezeichen „unterstützt“. Verschafft dem Leser einen sehr seriösen Eindruck über den Fragenden. Nicht.

      Sollten die Wirrungen nach +2 Jahren immer noch von Belang:

      Linux: ohgöttchen, seit wann vermissen Linux-Fans closed source-software. Wem eine der zahlreichen Emulationen zu installieren zu viel der Mühe ist, der will die Software wohl auch nicht unbedingt. Alternativ: selber schreiben oder kompilieren, irgend ein SysEx-Dump-Panjewagen wird sogar auf Linux hinzukriegen sein.

      Spielen gleich nach dem Auspacken? Falsche Adresse. So elektronische Instrumente machen gleich nach dem Auspacken in aller Regel keinen Murks. Sie müssen erst an den Stromkreis angeschlossen werden. Genauer: an mehrere Stromkreise: Speisung, analoger Ausgang wären das Mindeste.

      Registrieren? Ein Zwang besteht In diesem Fall glücklicherweise nicht. (Da sind einige andere Hersteller schon mal ganz anders drauf.) Die Matrixbrute spielt auch ohne Registrierung. (An den bereits erwähnten, notwendigen Stromanschluss sei abermals hingewiesen.)

      Wer sich theatralisch gegen die böse-böse Software sperrt, wird halt einige Einstellungen an der Matrixbrute nicht vornehmen können. Isso. Einstellungen gehen zwar mit Firmware 2.x direkt am Gerät, aber Firmware-Updates scheiden ja bei dir aus, aus Gründen. :-P

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