Test: John Bowen Solaris, Synthesizer, Version 1.4.1

27. Juni 2018

Ehre wem Ehre gebührt. Der Solaris.

JOHN BOWEN SOLARIS  Juni 2018

Intro von Peter Grandl

In den letzten 6 Jahren ist gewaltig viel passiert auf dem Synthesizer-Markt. So viel, dass ein absolutes Synthesizer-Highlight der letzten 10 Jahre augenscheinlich in Vergessenheit geraten ist.

2009 wurde erstmals auf der Musikmesse in Frankfurt der SOLARIS persönlich von John Bowen vorgestellt. Es dauerte bis 2012, bis es uns gelang, einen Solaris testen zu lassen. Damals in der OS-Version 1.21.

Da für John Bowen Produktpflege wirklich groß geschrieben wird, hat sich aber seitdem einiges getan und Johns Engagemant zahlt sich aus, denn nach wie vor wird der SOLARIS in kleinen Stückzahlen produziert und ausgeliefert. Die nächste Auslieferung ist für Ende 2018 angekündigt. Grund genug, um nun auch hier einmal über die wichtigsten Updates seit 1.21 zu berichten, die Sie am Ende dieses Reports finden.

An dieser Stelle möchten wir auf unser Interview mit John Bowen verweisen (HIER KLICKEN), der an der Entwicklung von Legenden mitgewirkt wie Prophet-5, Prophet-VS oder Korg Wavestation – um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

Und auch wenn der John Bowens Solaris komplett aus den deutschen Musikläden verschwunden ist, um den Verkaufspreis für Deutschland unter 4.000,- Euro zu halten, so kann man den Solaris nach wie vor über Johns Webshop bestellen. Allerdings produziert John Bowen seinen Solaris nicht auf Vorrat, sondern lässt immer eine gewisse Stückzahl zusammenkommen und produziert in Chargen. Unter Umständen kann es dann auch schon mal zu Lieferzeiten von einigen Monaten kommen. Wer damit leben kann und John Bowen die vollständige Summe vorab bezahlt, erhält den Solaris derzeit für 3.999 USD, was beim derzeitigen Wechselkurs ca. 3.700,- Euro sind.
Raffiniert: Da der SOLARIS hier in Deutschland zusammengebaut wird, fallen keine zusätzlichen Kosten für Zoll und Einfuhrumsatzsteuer an.

John Bowen 2016 mit seinem Solaris

Erst vor wenigen Wochen hat die AMAZONA.de-Synthesizer-Redaktion den SOLARIS übrigens zum derzeit attraktivsten, digitalen, polyphonen Synthesizer am Markt gewählt. Deshalb trägt er nun das seltene BEST BUY Logo im rechten Bewertungsfeld. Die gesamte Chart findet ihr übrigens HIER.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich ganz herzlich bei Peter M. Mahr bedanken, der uns die wunderbaren Bilder der weißen Solaris-Version zur Verfügung gestellt hat.

Der SOLARIS SOUND

Ich gehöre zu den wenigen, die sich offensichtlich in Deutschland einen Solaris zugelegt haben. Und ich habe es keine Minute bereut. Dazu muss man wissen, dass ich gegenüber VA-Synthesizern in der Regel sehr skeptisch bin und mein Equipment eher analoger Natur ist. Der Solaris steht daher gut eingebettet bei mir zwischen einem Oberheim OB-Xa und einem Alesis Andromeda. Außerdem habe ich hier im Studio den direkten Vergleich zu einem Prophet-VS Rack, einem Microwave I & II sowie einem Waldorf Q.

Ich erwähne all diese Geräte deshalb, da der Solaris das Zeug dazu hat, jeden von denen zu ersetzen. Da stellt sich dann natürlich wieder die Frage nach „wie analog klingt denn nun VA“ und meine Antwort – die eines Sammlers und Analog-Fetischisten: Der Solaris klingt analoger als alle VAs, die ich bisher gehört habe. Und ja, ich muss natürlich (aus meiner sehr subjektiven Sichtweise als Sammler) zugeben, dass Oberheim und Co. dann doch noch mal ein Quäntchen analoger klingen. Gleichzeitig hoffe ich, dabei aber keine lange Nase zu bekommen.

Der eigentliche Clou sind aber eben nicht seine analogen Gefilde – obwohl mich diese wie erwähnt voll überzeugen können, es sind die unglaublich vielseitigen hybriden Klänge, die mal nach Waldorf Wave klingen wie auch nach Prophet-VS. Beim Durchzappen der unendlich vielen Werkssounds bin ich immer wieder über Sounds gestolpert, bei denen ich Gänsehaut bekam.

Ich übergebe nun an Mic Irmer, der für uns den SOLARIS erstmals 2012 getestet hat. Im Anschluss an diesen Test findet ihr alle Neurungen, die bis zur aktuellen Version 1.4.2, die John Bowen seit dem Test nachgelegt hat.

JOHN BOWEN SOLARIS Februar 2012

von Mic Irmer

Kaum ein Digitaler wurde so lange erwartet und noch mehr wurde von ihm erwartet, schließlich ist er auf mehreren Messen gezeigt worden und nun aus der Betaphase heraus. Auf diversen Treffen wurde er vorgeführt und nun ist er wirklich verfügbar. Der Preis und die vielen Displays signalisieren Ähnliches wie der glückliche Handwerker – „Das wird nicht billig“. Aber so ein Gerät muss sicher auch speziellen Anforderungen genügen, wenn knapp 3.600,- Euro aufgerufen werden. Es weckt aber auch allgemein Interesse, was denn so ein Teil heute kann. Er ist kein Aufguss eines bekannten Synthesizers, sondern im Prinzip völlig neu.

Kinderstube

Der Solaris stammt von John Bowen. Er bot und bietet unter dem Firmennamen Zarg schon zur Zeit, als Creamware die Scope noch Plattform unterhielt, spezielle Synthesizer an. Die heutigen Nachfolger und Betreiber des Creamware Erbes sind schon eine Weile SonicCore. Sie sind es auch, mit denen das Projekt über Jahre realisiert wurde. Man kann sicher sagen, dass dieser Synthesizer nicht nur rein kommerziellen Überlegungen zufolge ersonnen wurde. Auch werden sicher keine Verkaufszahlen wie beim DX7 umgesetzt werden können. Ein Synthesizer für Spezialisten. Oder auch einer für besondere Anforderungen?

Daten

Das Gerät bietet nicht wenige Anschlussmöglichkeiten an. Vier analoge Eingänge, einen S/PDIF Digitalanschluss, acht analoge Ausgänge und auch MIDI-USB neben den üblichen Standards und zwei Fußschalteranschlüssen. Wichtig ist der Schacht für die Compact Flash (CF) Card, schließlich speichert er alle seine Daten direkt dort und hat keine sonstige interne Speichervorrichtung. Auch die Sicherung und Zufuhr von Daten läuft über die Speicherkarte. Somit auch Samples, die prinzipiell ganz einfach auf diese Karte kopiert werden.

Klangbeispiele
Forum
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    4damind

    Eine interne SSD hätte dem Synth gut gestanden und dann zusätzlich noch die Flashcard. Total Integration vermisse ich auch, immerhin ist die Wahrscheinlich ja schon vorhanden das jemand diesen Synth innerhalb einer DAW benutzen will.
    Rein von den Audio Demos könnte es allerdings auch ein Plug-in sein, den wirklichen Mehrwert vom Sound kann ich momentan ehrlich gesagt nicht erkennen.
    Schade finde ich das man beim Display nicht etwas zeitgemässes gemacht hat, die kleinen LCD Blockanzeigen sind doch jetzt nicht wirklich der Bringer 2012? Ein kleiner FarbLCD oder OLED vielleicht in der Grösse eines iPad, klappbar… Das wäre ein Traum. Für reine Werte-Anzeigen hätte man dann ja noch extra eine kleine OLED Zeile unter die Regler packen können, das würde zumindest dann auch den Preis von 3600€ rechtfertigen.

    Über die Tastatur wurde glaube ich nichts gesagt. Ist das eine normale, einfache Synthi-Tastatur oder schon was besseres, vielleicht sogar halb-gewichtet?

    Ich finde es auf jedenfall mutig, das jemand heute noch so einen Synthesizer baut. So richtig perfekt finde ich ihn nicht und für den Preis hätte ich schon noch mehr erwartet.
    Ob er wirklich sich von anderen Synth wie dem Virus TI so sehr abhebt das er auch gekauft wird?

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      moogulator  AHU

      Korrekt, das ist eine Fatar-Tastatur, sie ist gut bespielbar. Das ist allerdings nichts für Pianisten, danke für das Feedback. Die Entwicklung lief schon eine Weile, selten kann in Synthesizern allerneueste Technik genutzt werden und OLEDs halten ja auch nicht für immer. Zumindest würde ich mir das so erklären. Das Gewicht liegt auf der Klangengine selbst, die sich von einem TI schon abhebt, besonders wenn die Effekte ausgeschaltet sind (besonders Hall, was der Solaris ja eh nicht hat). Das Teil ist für wirklich ambitionierte Klangdesigner und Produzenten, die sich für so etwas Zeit nehmen, also sicher eine kleine Gruppe. Das mit der Speicherkarte ist eigentlich im Test nicht unangenehm aufgefallen. Zumindest wäre das meine Einschätzung. Ja, perfekt ist er nicht, er ist sehr speziell. Deshalb sind auch die Käufer nicht die gleichen, die einen der Standard-VAs kaufen, sondern mehr Variabilität wünschen. Aber klar, Virus hat jetzt 4 Hüllkurven, Wavetables schon länger und so weiter, aber in dieser Komplexität und fast-Modularität bietet das kein VA an, außer eben der Origin. Andere sind ja schon vom Markt (G2). Denke hier liegt einfach der Reiz. Nicht in einer Standardarbeitspferdmaschine wie dem Virus, der natürlich in fast jeden Haushalt gehört. Allrounder ist der Solaris nebenbei, aber auch irgendwie nicht, weil er eben nicht multitimbral ist und auch keine Effektmaschine ist, .. Er will mit seiner puren Engine überzeugen, die zunächst neutraler ist (auch deutlich neutraler als der Virus). Und dann wird gebastelt, das lohnt sich klanglich sehr. So zumindest innerhalb meiner Zeit zum testen. Das ist also kein Radias, Virus, etc.. das ist eher ein Origin und ein bisschen G2, irgendwo dazwischen, wenn wir die 90er hätten würde ich noch Oasys (die alte Entwicklungsumgebung von Korg) und Co mit einwerfen von dem, auf welchem Pegel das abgeht, nur eben 2012. Wichtig ist aber, das für sich selbst klar zu bekommen und sich die Zeit nehmen zu können, sich mit ihm auseinander zu setzen, das ist ein Synth für den zweiten Blick. Definitiv. Und ja, ich privat würde mir eine kleinere Version wünschen für die Bühne und mit Performanceoptimierung, aber so Sachen kann man mit so einem speziellen Teil mit so viel Engagement nicht bringen. Auch keine 88er Tastatur (ich hätte natürlich gern eher eine 3Okt.-Dynamik/AT Tastatur wie im G2). Aber naja – Das ist ein Studiosynthesizer und dafür ist er eigentlich gut dimensioniert. Der Kompromiss ist da eigentlich oft 5Oktaven-Gute-Standardtastatur, so wie hier. Prophet 5, Matrix12 -in 2012, sowas möchte er irgendwo sein, auch wenn eigentlich anderer Zeitgeist herrscht. Stimme dir zu, das ist mutig und engagiert. Das ist sicher nicht für „jeden“ etwas. Aber das Geld steckt sicher nicht nur in der Hardware, Displays etc. da ist viel an Ideen und Engine, Software, Denkarbeit drin, das merkt man halt wenn man damit arbeitet. Erinnert an die Tiefe beim Andromeda (nur ideell, nicht technisch oder klanglich), das A6 Team war ebenfalls extrem engagiert.

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      Kritiker

      Ja, da hast du vollkommen recht. Korg hat wohl den Meilenstein in Sachen Touchscreen und SSD Drive gesetzt.
      Warum es die anderen nicht hinbekommen ist mir ein Rätsel.
      Immerhin gibt es Licht am Ende des Tunnels: Zum einen wäre da erwähnenswert der Arturia Origin und zum anderen der NEKTAR Panorama.
      Beide haben ein anständiges Farbdisplay.
      Eine DAW Einbindung gibt es aber wohl bei Arturia noch nicht (trotz allem werde ich mir wohl das Teil zu legen). Arturia produziert TOP Hardware, allerdings ist die Software meist mangelhaft programmiert. In Sachen Hardware kann in diesem Preissegment sicher nur AKAI mithalten. Den Solaris konnte ich leider nicht antesten, kann also zur Haptik nichts sagen. Auch zum NEKTAR Panorama kann ich in Sachen Haptik nichts sagen.

      FAZIT: Ein Synth darf für mich persönlich gerne 4000 Euro kosten, aber dann mus eine 1A Haptik stehen und eine 1A DAW Integration. Ich will kreativ sein und mich nicht rumärgern müssen.

      Apropos: Wieso hat der Solaris eigentlich keine XLR Anschlüsse / Ausgänge? Auch bei Korgs neuem Flaggschiff fehlen die XLRs… Schwach. Wie soll ich ohne Interface meine guten Boxen einstöpseln, die nur über XLR Eingänge verfügen???

  2. Profilbild
    Doc

    Die Tastatur ist eine TP8 von Fatar. Diese wird z.B. auch in den Kurzweil PC3LE6/7 verwendet.
    Siehe Homepages der Hersteller.

    Einen Test von Herrn Bloderer zum Solaris findet man übrigens hier.
    http://gre.....#more-2551

    Mit Klangbeispielen die ihren Namen auch verdienen.

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      DietmarB  

      Sorry, das ist nicht korrekt. Die Tastatur des Solaris ist eine Fatar TP8S (Synth), in den Kurzweils (PC3, PC3K7, PC3LE6) dagegen ist eine TP8 Piano verbaut, also eine Klaviertastatur ohne Hammermechanik. Die unterscheiden sich sowohl optisch als auch vom Anschlagsgefühl her sehr deutlich. Die TP8S steckt auch im Accelerator und seinerzeit im Kawai K5000 sowie Waldorf Wave und ist die beste Synth-Tastatur auf dem Markt.

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    mira

    auch ich frage mich, wo ist die Zielgruppe für so ein Angebot?

    Mag sein, dass die Flut der Regler Features und Displays den Preis wert ist, aber die Soundbeispiele stehen im Gegensatz zudem was ich in diesem Fall erwarten würde. Echt schade, sind ja eigentlich alle Bedürfnisse in einem Gerät erfüllt, die Entwicklung verdient auf jeden Fall Anerkennung.

    Mein Fazit: „4 Sterne“ und „best buy“ stehen nicht immer in Korrelation. ;-)

    Ganz im Gegensatz zum fast halb so teuren und eigentlich nicht vergleichbaren „accelerator“, da hätte ich eher ein wenig Bedenken wegen einer flüssigen Bedienung aufgrund der wenigen Regler aber der Klang ist erste Sahne und der entscheidet letztendlich über ein Instrument.

  4. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Wieviele Stimmen kann er denn nun, kommt bestimmt drauf an, sagen wir mal

    erstens:
    2 DCOs in ein Filter mit zwei Hüllkurven und eimem LFO ohne FX

    zweitens:
    alles was der Synth gleichzetig kann.

    Stefan

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      moogulator  AHU

      minimal etwa 10-12 Stimmen bei guter Auslastung, bei Tricks mit Modularität und FM etc. kommst du schwer unter diese Grenze, alle anderen haben mehr Stimmen. Die Einfachheit ließe also zu, dass man wie beim Jupiter 8 denkt und einfach sagt- ok, ich hab immer genug Stimmen für 2 Hände. Releasephasen wurden im Test zu keiner Zeit abgeschnitten. Es ist rel. schwer dies genau zu „messen“ und das auch objektiv. Aber vielleicht ist das als Anhaltspunkt schon hilfreich? Die meisten Klänge hatten mehr als 15 Stimmen und meist mit mind 1x FM und Sampleeinsatz und ein paar Modverbindungen. DCOs sind hier nicht im Einsatz, das Gerät ist komplett digital. Einsatz von LFOs ist generell kein großer Unterschied, auch egal ob es 1 oder 3 sind, zumindest für Standards. Es wird erst interessant, wenn Audioverbindungen ins Spiel kommen als Quelle und mit Quermodulationen. Das DSP System ist deutlich anders dynamisch als Clavias, es verliert nur wenig an Power und es dauert, bis mal eine Stimme weniger zur Verfügung steht.

      Autorenservice Prüfstelle West
      Division Antworten

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        AMAZONA Archiv

        10 – 12 Stimmen bei viel Last, das ist doch schon mal ganz anständig, ich habe mal was von nur zwei Stimmen gelesen.

        Stefan

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          moogulator  AHU

          viel aber nicht volllast, eher mittel und bei weitem nicht ausgereizter Verbindungsform. Und dann gibts da noch Unisono mit Angabe der Stimmen…

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      moogulator  AHU

      „Alles was der Synth gleichzeitig kann“ ist faktsch nicht einstellbar, man müsste JEDE Modverbindung als Audioverbindung definieren und dafür sorgen, dass Feedbacks über weite Strecken und mehrere OSCs laufen und davon gibt es unendlich viele. Habe aber einige probiert, das noch als Ergänzung – ich hatte leider kein Jahr zeit um alles einzustellen ;) Das hier ist noch dynamischer und offener als ein Waldorf Q, der ja auch dynamisch ist, er verliert aber deutlich schneller an Stimmen bei FM oder Filter FM und besonders bei Wavetables, beim Solaris ist das deutlich entspannter, vielleicht ist das ebenfalls als Anhaltspunkt ganz gut.

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    AMAZONA Archiv

    Ich verstehe diesen ganzen hype nicht…

    Auch der Solaris ist und bleibt nur ein schnöder VA mit all den Schwächen ! Und das ist mir für das Geld einfach zu wenig.

    Ich hab mir gerade den JP 80 zugelegt, und der hat ne Menge an „nur“ VA Power, aber das wäre mir hier auch zu wenig gewesen …

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      filterfunk  

      Welchen „Hype“ meinst Du denn?
      Der Solaris bürstet doch eher gegen den Strich, indem er eben keine aufgeblasenen Mainstreamsounds mit 1-Finger Orchester bietet, und keine zeitgeistigen, halblebige und unnötigen Funktionen wie z.B. iPad-Anbindung bietet.
      Man muss sich wohl damit beschäftigen, aber das ist doch genau das, was man nicht möchte.
      Wohlklangtamtam sofort!
      Von den Soundmöglichkeiten spielt der Solaris den Jupi 80 (und nicht nur den) mit Sicherheit gegen die Wand, und das mit weniger als 10% Aufpreis!

  6. Profilbild
    Viertelnote  AHU

    hallo an die Gemeinde,

    sehr guter Bericht, spannend geschrieben.
    Dankesehr!

    Nun ja, der Solaris will eben keiner „von der
    Stange“ sein, und ist er ja auch nicht.
    Ich denke vielmehr will sein Charakter und
    die Möglichkeiten entdeckt werden.
    Und das erschliesst sich nicht nur durchs Presets durchsteppen.
    Wieso sind VAs schnöde Kisten?
    Ein Synthesesizer ist nur so öde, wie sein Programmierer ist:-)

    Ich wünsche dem solaris jedenfalls viel Erfolg!

    mfG

  7. Profilbild
    vaneyk

    Schön geschriebener Test, auf den ich lange gewartet habe.
    Ich war glücklicher Weise in der Lage, den Solaris letzten Monat selbst anzutesten. Das Ergebnis möchte ich hier kurz mitteilen, weil es mich sehr überrascht hat. Vor allem, da man scheinbar unendlich auf das Erscheinen des Gerätes gewartet hat, und ich mit 3600 Euro im Burstbeutel im Geschäft stand. Mit dabei hatte ich auch meinen Lake People G100 Kopfhörerverstärker und meinen
    Beyerdynamic DT-990, um die Klangqualität realistisch beurteilen zu können.
    Ich kann an dieser Stelle natürlich nur meine Eindrücke auf der Ebene des Sounds widergeben, die Komplexität der Synthesemöglichkeiten kann ich nicht beurteilen, da es eben ein simples Anspielen im Geschäft war. Alles in allem kann ich nur sagen, dass der Solaris mich als Instrument enttäuscht hat. Ich glaube er ist, nach dem Alesis Ion, der Synthesizer mit den schlechtesten Presets. Von der Klarheit trotz Kopfhörerverstärker hörbar hinter einem Origin und einem Virus Polar (die ich an Ort und Stelle direkt hintereinander hören konnte). Dabei waren die Sounds allesamt durchschnittlicher Standard und irgendwie merkwürdig eindimensional. Wenn mal ein Sound kam, der aufhören ließ, dann klang er eins zu eins nach Waldorf.
    Ich verstehe das wirklich nicht. Wieso ist es einem Mann wie John Bowen, der sich dermaßen verdient gemacht hat in der Geschichte der Synthesizer, nicht möglich, selbst mit Hilfe seiner Soundprogrammierer, Presets zu erstellen, die die Möglichkeiten des Instruments darstellen. Jetzt kann man sagen, man muß sich mit dem Solaris mehr beschäftigen, bzw. erst einmal einarbeiten, um sein Potential zu erkennen. Nach dem Test kann ich nur sagen: nein, muß ich nicht.
    In dieser Preisklasse darf ich als Kunde erwarten, dass der Schöpfer des Instruments mir durch die Sounds klar macht, dass ich das Gerät unbedingt haben muss.
    Mich hat eh gewundert, warum auf der Homepage von John Bowen so auffällig wenige Soundbeispiele zu finden sind, und warum, wenn man sich durch youtube quält, bei jeder Präsentation von John Bowen immer und immer wieder die gleichen 5 Klänge zu hören sind. Von wegen unendliche Möglichkeiten.
    Meine Erfahrung mit dem Solaris nach mehrstündigem Durchspielen kann ich am besten mit einem Zitat von 4damind zusammenfassen „Rein von den Audio Demos könnte es allerdings auch ein Plug-in sein, den wirklichen Mehrwert vom Sound kann ich momentan ehrlich gesagt nicht erkennen.“
    Nachdem ich Jahre auf den Solaris gewartet habe, als John Bowen Fan-Boy mit Bargeld in der Tasche im Geschäft stand, und den Solaris unbedingt haben wollte, bin ich ohne ihn wieder nach Hause gefahren. Und das will was heißen…

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      filterfunk  

      Mir ging es beim Durchsteppen der Preset-Sounds ebenfalls so, und finde das auch nicht gerade toll.
      Doch muss ich sagen, dass mich die wenigsten Synths ad hock anhand der Factory Soundsets begeistert haben, insbesondere die etwas „Spezielleren“, wie der Prophet 8 oder Andromeda.
      Im nachhinein sind dies aber die Geräte, welche – nachdem man sich intensiv damit beschäftigt hat – die eindrucksvollsten Sounds hinlegen. Und so manch schönklingender Kandidat hat sich – insbesondere im Vergleich mit den „Spezialisten“ – wieder verabschieden müssen, da sich die Klangerzeugung als zu dünne und oberflächlich erwies.
      Mein größtes „Problem“ mit dem Solaris ist, dass er mit hohem Aufwand versucht, analoge Synths zu simulieren, was mich – alleine schon vom grunsätzlichen digitalen Klangcharacter – nicht ganz überzeugt hat.
      Ansonsten traue ich der Kiste viel zu, insbesondere wenn weitere, „geplante“ features noch folgen sollten.
      Man höre sich die Soundbeispiele auf greatsynthesizers.com an. Wenn sich das nicht (insbesondere die Pad/ Strings) nach profunder Soundästhetik anhören sollte…!

    • Profilbild
      Kritiker

      Liebe Leute,
      was mich immer wundert, sind die Demos grundsätzlich von Synths. Ja, das mit den 5 Klängen stimmt. Aber wenn man mal die Demos vom Spectralis2 oder so hört, bekommt man -sorry- auch nur Dreck zu hören. Egal welches Gerät man in den offiziellen Demos hört: es ist und bleibt schwach. Ich frage mich immer „das ist ja schön und gut, was man da so für experimentelle Sounds mit generieren kann, aber wer will das hören?“. Lebe ich etwa auf dem Mond? In welchen Songs/Kompositionen werden überhaupt diese Klänge und Soundschraubereien eingesetzt, die einem da in den Youtube Videos so vorgesetzt werden? Minal, House, Techno????
      Sorry, ich bin ein Nutzer, der gerne einen schnellen und direkten Zugriff auf gute Basis-Sounds hat und die dann ändern und anpassen will. 1000 Presets, wie beim angekündigten Waldorf Stromberg müssen es eigentlich schon sein. Der Solaris ist jetzt schon ein Fossil aufgrund seiner Displays (ein anderer Nutzer schrieb das hier schon). Man nehme einfach einen Touchscreen wie beim Korg Kronos (jedes bessere Handy hat heute ein TOP Display) und alles ist gut. Es darf gerne auch etwas größer sein. Als Besitzer eines VirusTI muss ich sagen, dass auch dieses Display einfach nicht zeitgemäß ist.
      ZEITGEMÄß ist neben dem Kronos Display das Display des Arturia Origin. Das Konzept gefällt mir gut und wahrscheinlich werde ich mir das Teil bald holen. Ich bin schon stolzer Besitzer eines Arturia Spark und muss sagen die Verarbeitung der Hardware ist 1A Sternchen!!
      Ich bin gerne bereit auch einiges an Geld zu investieren bevor der Euro verfällt. Also soll halt der Touch-Screen was kosten. Fairer weise muss man sagen, dass sicher die Implementierung des Touchscreens an das OS gewisse programmiererische Fähigkeiten verlangt, die ein John Bowen vielleicht nicht hat. Das ist vermutlich das Problem. Und jemanden an Bord holen kostet…
      Es wird gerne viel versprochen, aber am Ende wenig gehalten. Die Synths wie der Solaris sind entweder für Profis, die die Zeit dafür haben, oder für absolute Freaks, die als Hobby SOUNDS schrauben. Ich will möglichst zeitnah gute Sounds für Studio und Bühne. Ich will SONGS machen und brauch dazu n ordentlichen Synth.
      Warum ich nicht auf Software Synths setze? Mache ich auch. Aber ein echter Synth bewahrt mich vor Abstürzen des PCs (Virenbefall etc.) und ich kann auch einfach mal damit spielen.
      Wenn ich wirklich frickeln will, ja dann hol ich mir na analoge Kiste wie den GRP A4!
      Presets sind gut, und wenn ein John Bowen samt Team keine 1000 Sounds auf die Reihe bekommt, muss ich mich schon fragen, warum dies mit so einer Kiste nicht möglich ist. Da sitzen doch die Experten dran. Und unser einer solls dann rauskitzeln…? Das finde ih schon merkwürdig.

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        costello  RED

        Volle Zustimmung: Presets sind so etwas wie die Visitenkarte eines Synthesizers – und das beste Kaufargument. Als ich 1988 die Korg M1 im Berliner Sound & Drumland angetestet habe, da brauchte ich nur die ersten 10 Sounds anzutesten (Universe auf 00, das Klavier auf 01, dann noch Ooh-Ahh, Panflöte, die BottleBell und das Drumset, da wusste ich, dass ich das Ding haben muss und bald 4000,– Märker ärmer sein würde. Und so ging es den Leuten beim Prophet 5 (die Bläser, der SyncSound, die Descending Bells) oder das polyphone Portamento beim Ob-Xa, die DX-7-Pianos. Zum Basteln und Schrauben hat man später immer noch genug Gelegenheit; aber die einprogrammierten Klänge sollten einem schon das Gefühl vermitteln, dass sich der Aufwand auch lohnt.

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      Tyrell  RED

      Seit deinem Post von 2012 hat sich viel getan. Es gibt unendlich viele neue – und sehr gute Sounds für den SOLARIS. Vor allem das Soundset von Robert Wittek (kostenlos im Lieferumfang enthalten) ist hervorragend – und klingt auch nicht nach Waldorf ;-)

  8. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Der Solaris verursacht eine deutliche Latenz bei der Stimmenausgabe. Das fühlt sich an wie bei einem Softsynth der mit mindestens 10 msec . Latenz gefahren wird. Für mich ist das nicht akzeptabel. Daumen runter.
    Stefan

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      cronbg

      @Kleingeist:
      Das kann ich überhaupt nicht bestätigen.
      Nachdem ich deinen Kommentar gelesen habe, habe hier mal ein Paar Tests gemacht und die Latenz vom Solaris mit meinem VirusTI verglichen:
      MIDI Note-On von Logic aus an den Synth geschickt (über DIN-MIDI, nicht USB) und das erzeugte Audio-Signal aufgezeichnet. Den Test habe ich mehrfach wiederholt.
      Ergebnis: Der Solaris reagiert nachweislich deutlich schneller als der Virus !!!
      Nach der Wellenformdarstellung in Logic liegt die Latenz beim Solaris unter 2 ms — und da ist die ausgangsseitige Latenz von meinem MIDI-Interface (amt8) bereits mit drin!

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    Jauly

    ich weiß nicht, was manche leute mit schnöden presets haben. sowas hat einen bart wie gott, als er den sand schuf. bitte den sound auch mal ohne FX ausprobieren! filter, envelopes und oszillatoren auschecken! nicht umsonst gibt’s auf dem solaris einen knopf für fx bypass. oder geht mal aufs init patch und fangt ein bisschen zu schrauben an… kein anderer digitalsynth hat untenrum so dicke eier.

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    AMAZONA Archiv

    Der Solaris produziert nichts ungehörtes in keiner besonders herausstechenden Qualität, noch ist er Multitimbral und/oder besonders benutzerfreundlich. Vom Platz den er einnimmt ganz zu schweigen. Dann lieber einen alten PPG, der hat wenigsten ein schönes blau und vor allem Charakter. Wieder so ein ich kann alles, will alles sein Synth. Die Audiobeispiele sind weit unter „Signature“ Niveau. Den Virus finde ich übrigens keinen deut besser, wenigstens kostet dieser aber nur einen Bruchteil und ist kein monotimbraler Zeitfresser.

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      Tyrell  RED

      Dem kann ich mich nicht anschließen. Zum einen wurden seit 2012 die Presets komplett überarbeitet und zeigen heute das Potential des Synths besser als damals, zum anderen ist die Bedienung und Programmierung des Solaris so intuitiv und selbsterklärend, dass auch beim kreativen „spielen“ ganz automatisch neue und tolle Sounds entstehen. Klanglich hebt er sich für meinen Geschmack Welten ab von aktuellen Hardware-VAs. Meinen Virus habe ich schon vor drei Jahren abgegeben.

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      cosmolab  

      Ich war gestern bei der „Knobs&Wires“ in München (war übrigens phantastisch!) und hatte dort Gelegenheit, einen Solaris selber ausprobieren – aus der „Sammlung Bloderer“ ;-).

      Inmitten der „Versuchung“ zwischen all den spielbereit aufgebauten originalen ARP2600, Roland System100, GRP8, JD-800 etc.pp bin ich trotzdem NUR an dem Ding zum Schluß fast eine Stunde „hängen geblieben“.
      Ein Grund war, dass die Presets (die vielleicht andere waren als damals 2012) schon z.T. nicht schlecht klangen – aber noch viel mehr, dass ich nach wenigen Versuchen schon in der Lage war, diese nach meinem Geschmack zu „verschönern“. Der Sound ist bei der Schrauberei nie gleich „kaputt gegangen“, sondern wurde für mich immer „besser“, je mehr ich wusste was ich tat. Sowas hab ich bisher nur selten erlebt- dass man bei Presets startet und sich damit „ins Gerät hinein ziehen“ lassen kann.

      Gute Presets mögen sicher ganz entscheidend für den Erfolg sein, davon bin ich genauso überzeugt. Aber eine intuitive Bedienung ist vielleicht NOCH wichtiger, denn damit „kriegt“ man Dich für länger als nur die ersten Augenblicke und das Gerät hat die Chance zu zeigen, ob es was kann. Und der Solaris kann wahrscheinlich so viel, dass klanglich zum Thema „Virtual Analog“ damit tatsächlich irgendwie „alles gesagt“ sein könnte. Zumindest hatte ich gestern den Eindruck.

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    lightman  AHU

    Ich habe noch nie einen Synth oder sonstige Klangerzeuger aufgrund von Presets gekauft. Mag sein, daß es Leute gibt, die auf sowas abfahren, und das ist auch okay, jeder hat schließlich seine eigenen Bedürfnisse, aber für mich hat sowas immer eine untergeordnete Rolle gespielt. Ein nicht gerade kleiner Teil meiner kreativen Arbeit im Studio steckt in meinen Sounds, darin drücke ich mich mindestens ebenso aus wie in den eigentlichen Tracks.

    Was den Solaris betrifft, bin ich mir sicher, daß er sehr gut zu mir passen würde, in dem Teil wartet ein Monster, das ich liebend gerne mal rauslassen würde. Ob man so ein Trumm wirklich braucht ist eine andere Frage, aber es ist wohl nicht immer sinnvoll, sowas auf die bloße Nützlichkeit zu reduzieren, andernfalls würde so mancher Hersteller kein einziges Stück verkaufen… ;)

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      Cornel Hecht  

      Gute Presets sind an einem Instrument wie den Solaris essentiell wichtig. Denn woran will man beim Anspielen im Laden (so man denn einen Solaris anspielbereit findet) den Klang des Instrumentes festmachen, wenn nicht an den gebotenen Klang- und Soundmöglichkeiten? Niemand wird sich das Instrument einfach mal so aus purer Begeisterung heraus kaufen, diese Zeiten sind doch entgültig vorbei. Ein modernes Instrument muss heute über ausgezeichnete Klangmöglichkeiten sowie über ausreichende Alleinstellungsmerkmale verfügen.

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        lightman  AHU

        Dem Kauf eines teuren Synths wie dem Solaris gehen bei mir umfangreiche Recherche, Studium der Handbücher, Ansehen guter Videos, Lesen von Testberichten und Kontaktaufnahme mit Besitzern der Kiste voraus. Danach folgen diverse Fahrten zu Händlern, um die Maschine ausgiebig zu testen. Sounddesign steht bei mir an erster Stelle, Presets spielen in meiner Welt als Entscheidungshilfe für den Kauf keine Rolle, noch weniger als Bestandteil eines Stücks. Mir ist bewußt, daß das eine recht unorthodoxe Vorgehensweise ist, aber ich bin damit immer gut gefahren, insofern glaube ich nicht, daß man so pauschal sagen kann, was ein neuer Synth braucht oder wie wichtig Presets sind. Für den Einen sind sie notwendig und werden auch in Stücken verwendet, was völlig in Ordnung geht, Musik-mäßig hat schließlich jeder sein eigenes Ding am Laufen. Für den Anderen sind sie bestenfalls eine nette Zugabe ohne wirkliche Bedeutung, schlechtestenfalls Nebelkerzen, die die wahre Leistungsfähigkeit eines Synths eher verschleiern, statt sie ordentlich darzustellen. Da kann man als Preset-Durchstepper ganz schnell mal einen sauteuren Fehlkauf tätigen.

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          chain  AHU

          Nebelkerzen. Das ist ja mal ein Wort. Presets verwenden ja erstaunlich viele, so diese ganze Diva II + VST Gedöns.
          Da Prosessoren immer leistungsfähiger werden und auch Software in Hardware gegossen, mittlerweile recht amtlich klingen kann (ACB-Synthese o.ä.)
          Hier muss sich ein „Nicht-Abschreibungsobjekt“ messen lassen. d.h. genau da, wo der Unterschied, zwischen Hobby und seinen Lebensunterhalt damit verdingend, statt findet.
          Solaris ist geil, aber für mich: unerreichbar an Preis.

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            lightman  AHU

            Wie gesagt, ich habe nichts gegen Presets im Allgemeinen, am Ende kommt es ja auf die Musik an, die man macht. Für mich sind sie halt nicht wichtig. Klar, wer kommerziell tätig ist, beispielsweise im Bereich Werbung/Medien/Film, kann sicher nicht jeden einzelnen Sound selbst erstellen, da hat man ja auch gewisse Vorgaben, die zu erfüllen sind. Mit der kreativen Arbeit an meinen eigenen Tracks sieht das aber anders aus.

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    digital-synthologie  AHU

    >an der Entwicklung von Legenden mitgewirkt wie Prophet-5, Prophet-VS oder Korg Wavestation

    Ist es nicht so, dass er „nur“ an der Bedienoberfläche und den Presets beteiligt war, aber nicht an den Synthengines?

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    AMAZONA Archiv

    Ich nehme den Solaris mal als Machbarkeitsstudie und Vorschau für Dinge die noch kommen werden. Die zu erwartenden Stückzahlen unterstreichen diesen Charakter. Hut ab vorm Moogulator sich überhaupt an einen Test dieses Monsters gewagt zu haben.
    Danke dafür! ;)

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    Violator  

    Ich habe den Solaris auf der Musikmesse anspielen dürfen, war restlos begeistert und war im Dezember letzten Jahres fest entschlossen, mir einen Solaris zu kaufen. Nur wo ???

    Direkt über J.B. mit Vorkasse geht meiner Meinung gar nicht!
    Bis ich endlich das einzige Musikgeschäft in Deutschland ausfindig gemacht habe, wo man den Solaris kaufen kann, hat man mir gesagt, das bereits alle Geräte vergriffen, bzw. reserviert sind und man nicht weiß, wann es wieder einen Solaris zu erwerben gibt.
    Sorry, auf sowas hab ich keinen Bock und die Lust mir einen Solaris zu kaufen schwindet bei mir von Tag zu Tag.

    Übrigens, der Solaris wird in Deutschland gebaut und nicht in den USA – aber das nur nebenbei!

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      Tyrell  RED

      Nur zur Info: Doch, Vorkasse und Bestellung über John Bowens Webseite geht. Wird doch auch unter PURCHASE groß erwähnt. Soeben hat mir John aber auch geschrieben, dass Hieber Lindberg in Deutschland seinen Solaris verkauft. Aber du hast schon recht – das ist schon alles ein Hinderungsgrund und trägt nicht gerade dazu bei, dass das Produkt gekauft wird. Auf der anderen Seite bin ich aber auch so fair und muss desshalb den Synth an und für sich nicht verteufeln, denn der Solaris ist trotzdem ein gelungenes Produkt. Wenn Du also mal in München weilst, lade ich dich gerne zum Probespielen ein ;-) Ernst gemeint! :-)

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    gutzufuss  

    Ich finde das Konzept des Solaris absolut überzeugend. Wenn schon digital, dann bitte überzeugend und mit überbordenden Möglichkeiten, ohne auf den Preis zu schielen. Die unsäglichen Roland Boutique-Tröten sind beispielsweise jetzt schon recht billig bei ebay kleinanzeigen zu haben – das war absehbar.
    Und der Korg Minilogue wird eine Ausramsch-Welle von portablen digitalen Budget-Synthesizern ohnegleichen auslösen, davon bin ich überzeugt.

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      cosmolab  

      Kleiner Nachtrag: „Eigentlich“ ist es vielleicht „noch viel schlimmer“:
      Ich konnte gestern einen Solaris testen – das Ding ist zwar sperrig, aber ziemlich cool. Und klingt gut.
      Den neuen Korg Prologue konnte ich am gleichen Tag testen. Der war dagegen irgendwie fad. An dem kann ich nix Neues erkennen.
      Wenn ich die Wahl haben dürfte – UND den Platz – würde ich den Solaris nehmen – obwohl er wohl mehr das doppelte Geld kostet und sicher in ein paar Jahren ne Menge „Maintenance“ kosten wird (allein die 6 EL-Hintergrundbeleuchtungen – au weia).

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    gaffer  AHU

    Für mich beeindruckend wie viel besser die weisse Version aussieht. OK für Synthiefans vielleicht nicht die erste Option, trotzdem schwarz hier: nur mit vorgehaltener Waffe

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      Ted Raven  

      „echt schade, dass man den solaris nirgendwo antesten kann.“
      Und genau das ist für mich der Hauptgrund, das Gerät zu ignorieren. Ich kaufe nicht die Katze im Sack. Das erinnert mich mal wieder an den Acorn Archimedes damals in den Neunzigern. Überall konnte man lesen und hören, was für ein toller Computer das sei, was wahrscheinlich auch stimmte. Jedoch konnte man ihn weder in Warenhäusern noch Fachgeschäften antesten und selbst sehen, was das Teil drauf hatte. Acorn ging sehr schnell pleite …

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        TobyB  RED

        Hallo Ted,

        frag mich mal nach Acorn :) geiler Computer. Die ARMs leben ja in Apple Axx und Txx Prozessoren wieder. Der ARM hatte nicht das Problem der Technik, sondern musste sich einfach gegen IBM Kompatible und andere behaupten, in GB hat das recht gut funktioniert, nur ausserhalb nicht. Obwohl er samt OS technisch Atari und Commodore und den IBMs überlegen war und dem Mac auch. Der NeXT Cube konnte es mit ihm aufnehmen. Letztlich kam Archie zu spät. Das er in GB eine zeitlang verbreitet war lag an der BBC und den Universitäten, daher kenne ich den Archie. Letztlich hat es nichts genutzt. Wenigstens leben die Prozessoren weiter. Auch wenn ich manchmal am iOS ein Prompt vermisse.

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    Fateichel

    Ich hatte ihn jetzt für ca. 3-4 Wochen im Studio. Und ich bin ehrlich, ich bin froh das ich ihn wieder verkauft bekommen habe. Also mein Studio besteht eigentlich aus allen DSI Sachen(P6,OB6,Rev2,P12,Polyevolver), Jupiter 8, Korg Prologue etc. Ich konnte bei ihm ehrlich gesagt keine Analoge Phatness hören. Da finde ich klingt mein hybrider Waldorf Quantum druckvoller. Von den ganzen Dave Smith Sachen gar nicht zu sprechen. Ich bin sicherlich kein Analog Purist. Aber wenn man einfach ein rohen REV2 OSC gegen einen rohen Solaris OSC vergleicht sind das nach wie vor Welten. Gerade was bratzigkeit und fette angeht. Und auch der Analoge „lebendinge“ Sound. Und wenn ich abgespacte digitale Klänge möchte bevorzuge ich den Virus TI bei der Presetauswahl, den P12 bei der einfachheit der Programmierung und den Waldorf Quantum bei der Komplexität. Verarbeitung fand ich OK gerade was die Potis angehen. Die fühlten sich alle etwas „leicht und wabblig an“ Hatte die aktuellste Version. Trotzdem wünsche ich alle viel Spaß mit dem Gerät. Toll sieht er aus und ist wirklich schön anzusehen und echt MASSIV! =)

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    Wavemaster  

    Sorry, aber den Solaris können wir beim besten Willen nicht empfehlen. Wir hatten Ende 2013 ein Gerät gekauft und uns aufgrund diverser Hardware-Fehler mit der Hersteller-Firma Sonic-Core in Siegburg mehrfach auseinandersetzen dürfen.
    Mal war es ein schlecht montiertes Data-Wheel, dann Störgeräusche aufgrund einer angeblich fehlerhaften Mainboard-Serie.
    Nach 6 Wochen ergebnisloser Wartezeit haben wir den Synth storniert.

    In dieser Preisklasse darf man eigentlich schon einen kompetenten Support erwarten und kein externes Netzteil, um die Kosten für eine CE-Prüfung zu sparen …

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