Interview: Steve Porcaro über Polyfusion und Modular-Synthesizer

Jim Soloman:
Als dann also ein Gerät wie der Oberheim Matrix-12 herauskam, der einfacher und schneller zu bedienen war …

Steve Porcaro:
Ja … ja. Wenn man ein Polyfusion-System als großen achtstimmigen Synthesizer nutzen will, dann braucht es Stunden, bis alle Stimmen gleich klingen. Das ist das, womit man dann seine ganze Zeit vergeudet, was völlig unsinnig ist, wenn daneben ein Jupiter-8 oder ein CS-80 steht. Das Schöne an einem achtstimmigen Modularsystem ist jedoch, dass sämtliche Stimmen völlig anders klingen können. Man ahmt damit nicht einfach einen polyphonen Synthesizer nach. Natürlich kannst du das machen, aber es ist ein verdammt undankbarer Job. Ein Modularsystem ist einfach nicht das geeignete Werkzeug dafür.

Jim Soloman:
Wie sieht es denn heute aus? Wofür nutzt du das wiederentdeckte Polyfusion-System zurzeit?

Steve Porcaro:
Für ganz bestimmte Zwecke. Angenommen, ich würde mir wirklich die Zeit nehmen, alle acht Stimmen des Modularsystems aufeinander abzustimmen, dann wäre da bestimmt jemand, der sagen würde, „das klingt viel hipper als jeder Jupiter- oder Prophet-Sound“. Die klingen jedoch alle einzigartig. Und wenn ich gerade an einem Stück für ein Rock-Album arbeite, lautet das Motto letzten Endes immer: Stimmt so. Es gab eine Zeit, in der ich hingegen ganze Nächte damit verbrachte, Einstellungen an meinen Synthesizern vorzunehmen. Und da ich mir zusammen mit einem so großartigen Spieler wie David Paich die Tasten in einer Band teilte, wollte ich mich durch etwas abgrenzen. Aus mir wurde also der Typ mit den Synthesizern, der der Band die verdammt noch mal besten Synthesizer-Parts zusteuern würde.

Im Rahmen von Toto bin ich jedoch nicht ausschließlich dieser Typ. Außerdem bin ich mittlerweile sehr wählerisch, was meine Zeit angeht. Ein Teil von mir würde gerne andauernd an Sounds herumschrauben. Stattdessen nutzen wir das Modularsystem nun ausschließlich für das, was man weiterhin nur mit ihm kreieren kann: eine Superstimme. Wir versuchen nicht, einen achtstimmigen polyphonen Synthesizer damit nachzuahmen, dazu besteht keinerlei Anlass, denn diese Aufgabe wird bereits anderweitig abgedeckt. Wir nutzen es einfach als das einmalige Biest, das es ist. Wir basteln eine Superstimme. Wir sitzen da und nutzen sämtliche spannungsgesteuerten Hüllkurven, um ganz genau den Sound einzustellen, den wir haben wollen. Wir nutzen Spannungsgrößenwandler, damit zwischen den Oszillatoren so eine richtig schöne Reibung entsteht je tiefer oder höher man auf dem Keyboard spielt. Wir hören uns an, was Keith [Emerson] gemacht hat, wir setzen jede Menge Modulationsquellen ein, damit wir so ein richtig schön klirrendes Zeug wie auf „Karn Evil 9“ hinkriegen. Ich rede hier nicht davon, dass ein LFO für Vibrato-Zwecke genutzt wird; ich rede von diesem unglaublich komplexen, scheppernden Sound, den Keith auf „Karn Evil 9“ spielte. Wir machen nur Sachen, die man mit diesem System wunderbar hinbekommt und darauf konzentrieren wir uns. Heute bin ich an Synthese wirklich interessiert, aber ich werde mich hüten zu versuchen, den Polyfusion wie einen Jupiter-8 klingen zu lassen. Und das ist unglaublich befreiend. Ich nutze den modularen Synthesizer für das, wofür er eigentlich gedacht ist, diese Besonderheit, die man in keiner Preset-Schleuder finden kann.

Jim Soloman:
Nun wollen wir mal sehen, ob ich dich recht verstanden habe: Als du den Polyfusion bekamst, versuchtest du zunächst ihn genauso einzusetzen wie einen Jupiter-8, einen OB-X oder was auch immer. Und jetzt nutzt du ihn einfach als das Instrument, das er tatsächlich ist. Du weißt jetzt, wo seine Stärken liegen und schätzt ihn für das, was nur er dir bieten kann.

Steve Porcaro:
In der Tat. Der Grund, warum das System so riesig ist, ist der, dass wir viele Stimmen wollten. Wir brauchten viele Stimmen und ich weiß, dass es total extravagant klingt, wenn man behauptet sich ein dermaßen monströses Gerät einzig für viele Stimmen angeschafft zu haben. Aber weißt du was? Zum damaligen Zeitpunkt gab es keine Alternative, außer sich sechs oder acht Oberheim-Module [SEMs] oder acht Minimoogs zuzulegen, was völlig bescheuert gewesen wäre. Wir suchten einfach etwas, das wir ins Studio stellen konnten und da machte ein Modularsystem am meisten Sinn.

Jim Soloman:
Denkst du daran dieses System jemals wieder auf der Bühne einzusetzen?

Steve Porcaro:
Das hängt von meinem Gitarristen ab. Es würde ihm sicherlich gefallen und mir würde es auch gefallen. Die kurze Antwort lautet also: Ja, es ist möglich, dass so etwas noch mal passiert.

Derzeit bin ich jedoch eher Futurist. Ich bin für eine sehr lange Zeit nicht live aufgetreten und ich mag die ganzen neuen Sachen, die ich jetzt auf der Bühne bediene. Ich liebe MainStage und die ganzen Plug-ins, die dazugehören. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, was ich früher alles durchmachen musste, selbst noch zu MIDI-Zeiten, als ich versuchte so wenig Keyboards wie möglich einzusetzen und sehr viel mit Splits arbeitete.

Ich habe das alles schon einmal mitgemacht, ich konnte meinen feuchten Keith-Emerson-Traum mit meinem Modularsystem auf der Bühne ausleben und habe von dem Polyfusion und all den anderen Synthesizern regen Gebrauch gemacht. Ich hatte fantastische Setups mit dem GS1, dem CS-80, Hammond-Orgeln und all diesen Geräten und jetzt bin ich einfach nur froh, nur noch hinter zwei Keyboards zu stehen. Versteh mich nicht falsch, ich bin auch ein Purist. Es gibt nichts, das so klingt wie eine richtige Hammond. Es gibt nichts, das da oben so klingt wie ein Modularsystem. Was mir aber in diesen Tagen vor allem auf der Bühne noch viel wichtiger ist, ist Zuverlässigkeit. Mit all den verschiedenen Keyboards, die dann an einem Mixer hängen müssten, bekomme ich die Effekteinstellungen für die jeweiligen Songs nicht so hin, wie ich sie haben möchte, selbst nicht mithilfe von Presets. Das ist einfach die Art und Weise, wie die ich heute live arbeite. Früher habe ich die Nächte vor den Konzerten damit verbracht sicherzustellen, dass alles genauso klingt, wie es sollte. Heute habe ich diesen Prozess komplett ins Studio verlegt. Dort nutze ich dann mein Modularsystem nach Lust und Laune.

Weißt du, einer der grundlegendsten Tricks bei der Nutzung von Synthesizern besteht darin, die Tonhöhensteuerung der Oszillatoren durch das Keyboard abzuschalten. Dieses Joe-Walsh-Ding, das er auf „Life’s Been Good“ macht, wo auf einem ARP Odyssey einfach die Keyboardsteuerung des Oszillators deaktiviert wurde. Bei sehr vielen Software Synthesizern habe ich Probleme, das umzusetzen. Dabei ist es eigentlich die einfachste Sache der Welt: Wie bekomme ich es hin, dass das Keyboard nicht die Frequenz des Oszillators steuert? Ich habe wirklich Schwierigkeiten, diese Option bei Software Synthesizern zu finden. Das war etwas, das ich für Totos Weezer-Cover von „Hash Pipe“ einsetzen wollte. Also schaltete ich schließlich meinen Polyfusion an und siehe da, schon war ich am Ziel. Ich stimmte einfach das Filter mit einer Menge Resonanz und ließ das Keyboard nur die Filterfrequenz steuern, nicht die Oszillatoren. Die Oszillatoren waren nur für diesen Orgelpunkt zuständig, der einfach weiterklang, während ich fröhlich das Keyboard auf und ab bespielen konnte. Mit einem sehr schnellen Delay klang das ziemlich cool. Diesen „Life’s Been Good“-Sound auf einem Modularsystem hinzukriegen, ist wirklich ein Kinderspiel.

Jim Soloman:
Wenn deine Kinder jetzt mit Musik anfingen oder als Musiker in einer Band einstiegen und keine Ahnung von modularen Synthesizern hätten, was würdest du ihnen besorgen? Die Moog-Modular-Software von Arturia? Die Artikel aus dem Keyboard Magazine? Ein echtes Modularsystem?

Steve Porcaro:
Ja, man muss schon ein echtes Modularsystem zwischen die Finger bekommen. Das hat den großen Aha-Moment für mich herbeigeführt und ich denke, dass dies auch anderen hilft. Aber der große Aha-Moment ging von den Mixern aus. Er hatte mit dem Mischen von Spannungssteuerungen zu tun. Das war der große Aha-Moment für mich: Diese ganzen verschiedenen Ausgänge zu sehen, ob die nun zu einem Pedal, einem Hüllkurvengenerator, einem Sequencer oder einem Keyboard gehörten. All das Zeug, das Spannungssteuerung ausgab, ob es sich nun um einen Oszillator, einen LFO oder sonst was handelte. All das gemischt zu sehen in einem Mixer-Modul für Steuerspannungen, nicht für Audiosignale, das war die einzige Art, wie ich noch nie zuvor über einen Mixer nachgedacht hatte. Ich habe mir einfach nicht vorstellen können, dass man auch Gleichspannungen mischen kann. All das letztlich auf einem Modularsystem zu sehen, darin bestand die Erleuchtung und ein tiefergehendes Verständnis von Synthesizern im Allgemeinen.

Jim Soloman:
Überrascht dich da noch das Wiederaufleben modularer Synthesizer?

Steve Porcaro:
Ich finde das großartig! Das ist wirklich das Gute an dieser ganzen Eurorack-Geschichte, die begann, als ich gerade gar nichts mit Modularsystemen am Hut hatte und während mein System noch eingelagert war. – Ich mag das total. Ich bin eigentlich ein Aushängeschild für Eurorack. Denn ich bin der Typ, der Mr. Black Box war und versuchte mittels dieser ganzen schwarzen Kästen meine Synthesizer dazu zu bringen, miteinander zu kommunizieren. Und um ehrlich zu sein, hat das auch einen wesentlichen Teil meiner Studiokarriere ausgemacht, da ich der Typ mit den Kabeln war [lacht], durch die man einen Minimoog von einem Jupiter-8 aus spielen konnte. Ich war der Typ mit dem richtigen Kabel. Ich war der Typ mit dem schwarzen Kasten. Selbst die Leute, die einen ganzen Fuhrpark im Studio hatten, brauchten diese Dinger. Ständig sagten sie, „wir müssen einen Overdub machen, spiel das noch mal,“ denn die Synthesizer kommunizierten einfach nicht miteinander. Diesen Aspekt von Eurorack mag ich sehr. Ich habe sogar ein Moog-Tiefpassfilter, das ich zusammen mit meinem Polyfusion benutze. Jedoch bin ich kein Elektronik-Nerd und das ist nun mal die Voraussetzung für das Verständnis davon, wie all dieses Zeug von verschiedenen Herstellern miteinander verknüpft werden kann. Und jetzt kommt Eurorack ins Spiel und da funktioniert das plötzlich alles! – Mir ist natürlich klar, dass es Hersteller wie ARP gab, die das Ganze absichtlich anders machen wollten. Aber ich versuchte eben, alles mit allem zu verknüpfen und habe daraus schließlich eine Karriere gemacht.

Jim Soloman:
Wenn Eurorack einfach nur gut klingen würde, wären jetzt alle Probleme gelöst [lacht].

Steve Porcaro:
Ich mag diese Explosion von Modulen, denn es führt zu diesem Hobbyisten-Ding. Diese ganzen Leute werden geradezu abhängig und kaufen sich ein Modul nach dem anderen, um sich ein System aufzubauen, das auch noch ziemlich cool aussieht. Wenn ich mir allerdings diese ganzen Online-Beispiele anhöre, muss ich jedoch sagen … nun, wie soll ich es ausdrücken? Es klingt alles ziemlich ähnlich. Die Typen mögen eben ihre Sequencer! [Beide lachen.] Im Ernst: Diese ganze Eurorack-Sache gefällt mir und es gibt auch einen Teil von mir, der auf diese Sequenzen abfährt, so lange sie gut gemacht sind.

Als ich mit meinem System loslegte und mich wirklich anstrengte während einer Aufnahmesession das Beste daraus zu holen, gab es ständig Kommentare zu hören wie, „das klingt nicht so fett wie ein Minimoog“, und es lag dann an mir, das hinzukriegen. Ich konnte dann entweder einen Minimoog aus dem Hut zaubern oder das Modularsystem dazu bringen, so wie ein Minimoog zu klingen. Das Studiopublikum ist ziemlich hart und du musst halt sofort liefern. – Um also noch einmal auf den Ausgangspunkt zurückzukommen: Es sollte unbedingt möglich sein, dass man diese verschiedenen Synthesizer miteinander verknüpfen kann. Und die Tatsache, dass dies jetzt im Rahmen von Eurorack möglich ist, mag ich.

Oh, jetzt erinnere ich mich daran, was ich eigentlich sagen wollte … Ich erinnere mich daran, wie ich im Keyboard Magazine über ein Serge-Modul las. Es handelte sich um einen Spannungsvervielfacher oder einen Schwingungsformvervielfacher oder was auch immer. Jedenfalls stand mir ein Fragezeichen auf die Stirn geschrieben und ich wunderte mich, was man damit wohl anstellt und ob es die Lösung für all meine Probleme wäre. War dies das fehlende Bindeglied? Wäre es nicht toll, wenn wir all diese Module frei miteinander kombinieren könnten? Und das ist nun geschehen. Ich denke, das ist großartig, weil Eurorack auch ein Rieseninteresse erzeugt hat. Und plötzlich gibt es sogar einen Kongress der Knöpfe, die Knobcon.

Jim Soloman:
Ja, und die Synthplex-Messe.

Steve Porcaro:
Genau. Alles klar …

Jim Soloman:
Ich möchte dir ganz herzlich danken. Ich weiß, dass die Leute in Deutschland es wirklich zu schätzen wissen, dass du dich noch einmal für ein Interview bereit erklärt hast, das an das letzte Gespräch mit Amazona.de anschließt. Ich denke, es wird sehr aufschlussreich für eine Menge Leser sein und das ist alles, was wir erreichen wollten.

Steve Porcaro:
Meinst du wirklich?

Jim Soloman:
Ja, absolut. Weißt du, ich denke die meisten Leute haben dieses Bild von dir im Kopf, wie du mit Synthesizern hantierst und sie nehmen dann automatisch an, du konntest schon immer mit Patchkabeln umgehen und hast alles von Beginn an durchschaut.

Steve Porcaro:
Nein, ach was. Lediglich wenn es um den Polyfusion geht, denken die Leute immer ich sei ein Genie, während ich mir sofort denke: „Nein!“ – Jeder, der auf einen Minimoog zugeht und sofort weiß, wie alles funktioniert, ist in meinen Augen ein Genie. Dieses Polyfusion-Zeug ist völlig geradeaus. Da passiert nichts hinter den Kulissen, alles muss gepatcht werden. Und während es sicherlich beeindruckend und kompliziert aussieht, hat man dieses System so entworfen, dass alles direkt vor einem liegt. Du konntest jederzeit sprichwörtlich dem Signalweg folgen: Von diesem Ausgang geht es in diesen Mixer, von diesem Mixer geht es in dieses Filter und so fort. Du konntest definitiv dem Signalweg folgen einschließlich sämtlicher Modulationspfade. Und das ist alles, was es da zu sehen gibt. Bei einem Minimoog kann ich das alles nicht sehen und darum habe ich es nicht kapiert. Dass man einen Parameter mit einem Drehknopf steuert, einen anderen mit einem Modulationsrad und einen dritten mit einem Kippschalter. Das hat mich verwirrt.

Jim Soloman:
Aber als du es dann einmal begriffen hattest, konntest du alles meistern.

Steve Porcaro:
Genau. Und es hat mir auch bei allem, was ich sonst noch gemacht habe, sehr geholfen.

Jim Soloman:
Die Redaktion und die Leser von Amazona.de sind dir sehr dankbar dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, denn sie wissen alle, dass du derzeit ziemlich viel um die Ohren hast, weil du dich auf den letzten Tour-Abschnitt dieses Jahres vorbereiten musst.

Nachtrag zu Jim Soloman

Logan Soloman ist der offizielle Vertrieb des im Bundesstaat New York ansässigen Herstellers Polyfusion. Jim Soloman und sein Partner Jammie Logan sind Teil eines von Ron Folkman (Designer des originalen Polyfusion-Systems und Inhaber von Polyfusion Electronics) geleiteten Teams, das zurzeit Steve Porcaros und David Paichs Polyfusion-System restauriert.

Es gibt noch ein weiteres Unternehmen, das sich Polyfusion Synthesizers nennt. Es hat weder etwas mit der Restauration von Totos Polyfusion-System noch dem originalen Polyfusion-Hersteller zu tun, der weiterhin im Geschäft ist.

Ron Folkman plant in Kürze einen neuen monophonen Synthesizer zu veröffentlichen, der auf dem originalen Polyfusion-System basiert und zusammen mit Alan Pearce entworfen wurde. Ferner ist eine Wiederauflage der Modulserie 2000 geplant sowie eine verbesserte und neuentworfene Serie 3000. Anfragen können an rfolkman@polyfusion.us gesendet werden.

Forum
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    iggy_pop  AHU

    So einen Krempel wie ein Hammond Novachord hätte ich auch gerne…
    .
    Man stelle sich vor, Toto mit Novachord statt mit CS80 — das wäre das Hit-Album geworden, das die Addams Family niemals hatte.
    .

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    psv-ddv  AHU

    Wow, grossartiges Interview! Tolle, flüssig lesbare Übersetzung, und vor allem vielen Dank für die ungekürzte Veröffentlichung!!!

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    lightman  AHU

    Tolles Interview, sehr erhellend auf so vielen Ebenen. Manche Leute von heute sollten sich das sehr, sehr genau durchlesen. :)

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    Anthony Rother  

    Sehr spannendes Interview. Interessant den Standpunkt von jemanden zu lesen der die Möglichkeiten eines Synthesizers einzig und allein in der Nachahmung von Naturinstrumenten beurteilt. Sehr interessant. Vielen Dank für diesen Einblick.

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    Hectorpascal  AHU

    Besagte Technik, eine LFO-VCA-Modulation innerhalb einer kurzen anfänglichen Decayphase, geht wohl kaum mit einem Prophet 5, oder? Konnte das der CS-80, ARP Odyssey oder nur der Polyfusion? Würde mich mal interessieren. Ich kenne sowas vom Roland JD-990 mit seinem ein und ausschwingbaren LFO. Den konnte man als vierte Hüllkurve (?, ist lange her) gut mißbrauchen. Sehr geil das Teil für flexi Basslines und Psy-Effekte.

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      Mike Hiegemann  RED

      In dem Beispiel geht es darum, die Tonhöhe eines Oszillators mit einer Hüllkurve und gleichzeitig die Filterfrequenz mit einem schnellen LFO (oder Oszillator) zu modulieren. Letzteres ist einfach Filter-FM. Beides geht auf dem Prophet-5 über den Poly-Mod-Bereich, wobei es sich dann nicht vermeiden lässt, dass dann noch mehr Modulationen stattfinden, denn wenn die Frequenz des ersten Oszillators und die Filterfrequenz als Modulationziele aktiviert werden, werden beide durch die Filterhüllkurve und den zweiten Oszillator (der hier die Aufgabe des schnellen LFOs übernehmen würde) moduliert. Es wäre dann eine Sache der Feinjustierung, zu einem ähnlichen Klangergebnis zu kommen. Die einzige Einschränkung wäre, dass man auf dem Prophet-5 weder die Modulationsintensität durch den LFO noch die Modulationsintensität der Filter-FM durch eine weitere Hüllkurve steuern kann.

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    Valium 10

    Tolles Interview, vielen Dank dafür.

    Klar wurde mir wieder einmal mehr, dass es im Leben, neben harter Arbeit und Talent, wichtig ist ein Umfeld zu haben das unterstützt, fördert und fordert. Sonst bleibt es halt wirklich still im Kämmerlein.

  7. Profilbild
    swissdoc  RED

    Super Interview und spannend über die Motivation zur Nutzung des Polyfusion-Systems zu erfahren. Diesen Satz verstehe ich allerdings nicht. Mag an der Übersetzung liegen:
    Nehmen wir zum Beispiel Spannungsgrößenwandler, die bewirken können, dass zwei miteinander schwingende Oszillatoren bei aufsteigender Tonhöhe immer mehr gleichgestimmt klingen.

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