Alle Elektron Synthesizer, Drumcomputer, Sampler und Effekte

29. Juli 2020

Alle Elektron-Units auf einen Blick

Alle Elektron Synthesizer, Drumcomputer, Sampler und Effekte

Alle Elektron Synthesizer, Drumcomputer, Sampler und Effekte

Die Geschichte von Elektron Music Machines hat viele interessante Musikprodukte hervorgebracht, die wir euch in diesem Artikel in einer großen Übersicht nahebringen möchten.

Das Ganze begann damit, dass 1997 die schwedischen Studenten Daniel Troberg und Daniel Hansson an der Chalmers Universität für Technologie einen Synthesizer auf Basis des Commodore-64-Chips entwickelten, den sie SID Station nannten.

SID STATION von 1997 (Danke an Guido Hagen für das Foto)

Bereits ein Jahr später und mit Unterstützung ihrer Universität gründeten sie die Firma ELEKTRON und vermarkteten die SID STATION in größeren Stückzahlen – zumindest so lange, bis die Beschaffung des Commodore-Chips praktisch unmöglich wurde. Danach folgten innovative Produkte wie Machinedrum oder die Monomachine auf die wir gleich näher eingehen werden. Leider starb 2007 Daniel Hansson bei einem schweren Autounfall. Sein Freund und Geschäftspartner Daniel Torberg war bis 2019 für das Unternehmen tätig  und lebt heute in den USA. Unter seiner Mitwirkung wurde ELEKTRON weltweit zur anerkannten Marke für Live-Equipment rund um elektronisch produzierte Musik.

Elektron Machinedrum SPS-1 MKII

Elektron Machinedrum SPS-1, SPS-1 MKII & UW

Mit der Machinedrum erweiterte Elektron 2001 erstmals seine Produktpalette. Die im Bild gezeigte SPS-1 MKII erschien 2005 und beinhaltete wesentliche Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell. Dieses Modell wurde ab 2010 mit der Erweiterung UserWave sowie +Drive unter der Bezeichnung Machinedrum SPS-1UW+ MK.II zusammen mit dem MIDI-Interface TM-1 angeboten.

Einen ausführlichen Testbericht zur Elektron Machine-Drum findet ihr HIER.

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Elektron Monomachine SFX-60+ MKII

Elektron Monomachine SFX-6 & SFX-60+ MKII

Als Ergänzung zur Machinedrum brachte 2003 Elektron auch einen Synthesizer auf den Markt, die sogenannte Monomachine. Gleich 6 monophone Synthesizer, basierend auf 5 verschiedenen Synthese-Arten und ein sehr vielseitiger 6-Track Sequencer waren das Herz der schmucklosen Kästchens, das später auch kurz als Tastaturversion angeboten wurde. Zwei DSPs bilden den Kern dieses Synthesizers – also eine rein digitale Klangerzeugung.

Einen ausführlichen Test zur Elektron Monomachine findet ihr HIER.

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Elektron Octatrack 1 Sequencer und Sampler

Elektron Octatrack Sequencer & Sampler

Wie schon die Machinedrum und Monomachine steckt auch der 2011 erschienene Octatrack im gleichen Gehäuse, diesmal allerdings mit schwarzer gebürsteter Alufrontplatte. Unter der Haube verbirgt sich ein ausgefuchster Live-Sequencer in Kombination mit einem vielseitigen Phrase-Sampler, der eine Speicherkapazität von 64 MB besitzt sowie einem Crossfader, wie man ihn von DJ-Mixern her kennt.

Was man mit diesem einzigartigen Gerät alles anstellen kann, findet ihr HIER in unserem Testbericht.

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Elektron Analog Four von 2013

Elektron Analog Four Synthesizer

Anfang 2013 betrat Elektron mit dem Analogsynthesizer Analog Four neues Terrain. Ganz offensichtlich wollte man mit dem vierstimmigen Desktop-Synthesizer den aufkommenden Analog-Hype bedienen und durch einige interessante Live-Features ergänzen.

Der Elektron Analog FOUR stellt eine Kombination aus umfangreichem Sequencer und vier identischen analogen monophonen Synthesizerstimmen dar. Außerdem verfügt er über drei gleichzeitig nutzbare Effekte (Hall, Chorus, Delay), die parallel anliegen und über Sends zu nutzen sind. Neben den vier Sequencer-Spuren für die analogen Klangerzeuger gibt es noch eine Spur für die Automatisierung der Effekte sowie eine weitere zum Ansteuern externer Geräte via CV/Gate. Genaueres hierzu später.

Den ausführlichen Test zum Elektron analog Four findet ihr HIER.

Tolles Industriedesign und cooler Sound, der Elektron Analog Keys

Elektron Analog Keys Synthesizer

Bereits knapp ein Jahr nach der Desktop-Version bereicherte Elektron sein Portfolio um eine Tastaturversion seines Analogsynthesizers. Ende 2013 war die Geburtsstunde des Elektron Analog Keys. Es gab zwar einige kleine Neuerungen (zusätzlich zu Tastatur und Controllern), aber es blieb bei der bewährten vierstimmigen Klangerzeugung. Optisch betrachtet war der Analog Keys in meinem Augen immer ein schmuckes Designkästchen.

Den Test zum Analog Keys findet ihr HIER.

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Elektrons analoger Rytm von 2014

Elektron Analog Rytm Drumcomputer

Der Elektron Analog Rytm von 2014 ist ein achtstimmiger, analoger Drumcomputer mit 12 Sequencer-Spuren. Jede Spur hat ihren eigenen Ausgang. Es gibt einen analogen Kompressor und Distortion am Master-Out. Für jeden der 12 Tracks, die durch die 12 Gummitaster direkt spielbar sind, steht eine auf das jeweilige Instrument zugeschnittene analoge Synthesizersektion zur Verfügung.

Mit dem Rytm hatte Elektron sein Trio Infernal komplettiert: Sampling, Synthesizer und Drumcomputer ergänzten sich live perfekt.

Den Test zu Elektrons analogem Drumcomputer Analog Rytm finden ihr HIER.

Elektron Analog Heat Distortion Effektgeräte

2016 kündigte Elektron eine neue Produktsparte an – und überraschte schließlich mit einem analogen Effektgerät, dem Elektron Analog Heat.

Zentrales Bedienelement ist der große Achtfachschalter, der die verschiedenen analogen Verzerrer in den Signalweg schleift. Von einem einfachen Clean-Boost, der zunächst nur die Lautstärke des Signals anhebt, bis zu einem High-Gain-Schaltkreis gibt es für jeden Einsatzzweck eine eigene analoge Schaltung.

Den ausführlichen Test  zum Elektron Analog Heat findet ihr HIER.

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Elektron Analog Drive Distortion-Pedal

Im selben Jahr erschien auch Elektrons erstes und bislang auch einziges Gitarrenpedal, mit dem man einen vollkommen neuen Markt erschließen wollte. Der relativ hohe Preis von 400,- Euro erschwerte aber den Zugang zur Gitarrenfraktion.

Herzstück des Elektron Analog Drive ist der zentral angeordnete CIRCUIT SELECTOR Regler, mit dem sich die acht verschiedenen und zu 100 % analogen Schaltkreise anwählen lassen. Um deren Charakteristik zu beschreiben, lassen wir doch am besten den Hersteller zu Wort kommen:

  1. CLEAN BOOST – ein Booster, der das Signal um bis zu 20 dB anhebt
  2. MID DRIVE – Simulation eines Ibanez Tubescreamers
  3. DIRTY DRIVE – ein schmutziger Overdrivesound mit Tendenz zum Fuzz
  4. BIG DIST – hier soll ein voll aufgeregelter Marshall Stack simuliert werden
  5. FOCUSED DIST – Distortionsound mit einem Fokus auf die oberen Mitten
  6. HARMONIC FUZZ – ein Fuzz, zusätzlich mit einem Octaversound angereichert
  7. HIGH GAIN – ein Verzerrer im Stil der kalifornischen Edelamps wie Boogie & Co.
  8. THICK GAIN – noch mehr Gain …

Den ausführlichen Test zum Analog Drive findet ihr HIER.

elektron overbridge 2

Elektron Overbridge, Plugin für DAW Einbindung

2016 erschien auch Elektrons Plugin Overbridge und damit der erste Produkt-Gau in der Geschichte des Herstellers. Fast vier Jahre sollte dieses eigentlich innovative Plugin noch brauchen, bis es vernünftig eingesetzt werden konnte. Erst 2020 war es dann soweit, dass mit Version 2.0 eine Version vorlag, von der auch unsere Autoren begeistert waren.

Die nun erhältliche Version Overbridge erlaubt es, kompatible Elektron Hardware nahezu vollständig in die DAW einzubinden. Audioein- und Ausgänge können direkt zum Computer gestreamt werden, d. h. man muss hierfür nicht über die physischen Ein-/Ausgänge des Interfaces gehen. Darüber können Funktionen der Hardware über Overbridge gesteuert werden.

Aktuell kompatibel mit Overbridge sind:

  • Analog Four MKI/MKII
  • Analog Keys
  • Analog Rytm MKI/MKII
  • Analog Heat MKI/MKII
  • Digitakt
  • Digitone
  • Digitone Keys

Den ausführlichen Test zu Elektron Overbridge 2.0 findet ihr HIER.

elektron digitakt kaufberatung drumcomputer

Elektron Digitakt Drumcomputer & Groovebox

Elektron Digitakt Drumcomputer & Sampler

2017 begann Elektron damit, eine neue Budget-Serie einzuführen. OK – so sehr Budget nun auch wieder nicht, aber deutlich günstiger als das bisher etablierte Produkt-Trio. Der Erstling nennt sich Elektron Digitakt, ist ein digitaler Drumcomputer mit Recording-Features – und das alles in einem knackigen, kleinen Metallkasten.

Mit acht Stimmen ausgestattet lautet die Typbezeichnung dann auch „digitaler Drum Computer & Sampler“. Der Digitakt ist tatsächlich ein Sampler, der acht Spuren mit je einem Sample gleichzeitig abspielen kann. Dazu werden weitere acht MIDI-Spuren addiert und fertig ist die Groovebox.

Den ausführlichen test zum Elektron Digitakt findet ihr HIER.

Der Elektron Octatrack MKII von 2017

Elektron Octatrack MKII Sampler & Sequencer

Im selben Jahr begann Elektron aber auch damit, sein Top-Trio aus Rytm, Octatrack und Analog Four einem Facelift zu unterziehen und mit einigen neuen Features zu bereichern, den Anfang machte 2017 der Elektron Octatrack MKII. Waren die drei Vorgänger noch in nahezu identischen Gehäusen untergebracht, spendierte man dem Octatrack MKII leider nicht das größere, hellgraue Pultgehäuse, das wir gleich für Rytm MKII und Analog Four MKII vorstellen werden.

Und auch die technischen Neuerungen waren eher marginal:

Anstatt eines LC-Displays kommt nun ein hochauflösendes OLED-Display mit 128 x 64 Pixeln zum Einsatz. Die verwendeten Potis sind hochwertiger als bei der ersten Version des Octatrack, Dazu ist die Anzahl der Buttons mit direkt aufrufbaren Funktionen erhöht worden, ebenfalls wurde dem Elektron Octatrack MKII ein neuer kontaktloser Crossfader spendiert und zu guter Letzt verfügt der Octatrack MKII nun über symmetrische Eingänge mit deutlich erweitertem Headroom.

Den ausführlichen Test zum Elektron Octatrack MKII findet ihr HIER.

Der Elektron Digitone Synthesizer

Elektron Digitone FM-Synthesizer

Mit dem Elektron Digitone Synthesizer ergänzte Elektron 2018 seine Budget-Serie im Digitakt-Gehäuse um einen FM-Synthesizer.

Elektron selbst nennt im Handbuch den Digitone den einzigartigsten Synthesizer, den sie jemals entwickelt haben. Zwar boten bereits Elektrons Machinedrum und Monomachine vereinfachte FM-Varianten an, jedoch stand diese Synthesemethode dabei nicht als einzige im Mittelpunkt.

Ein Elektron-Synthesizer wäre kein Elektron-Synthesizer, wenn nicht ein Sequencer das Herzstück wäre, an dem alle Stränge zusammenlaufen. So kommt der Digitone vor allem auch als Groove-Box daher, die unmissverständlich deutlich macht, dass die Sequencer-Funktionalität für die Performance im Mittelpunkt steht.

Zur FM-Synthese des Elektron Digitones: Anstelle von sechs Operatoren pro Stimme (wie der Klassiker Yamaha DX7) verfügt der Digitone über vier, anstelle von 32 Algorithmen über acht. Gleichzeitig wurde der FM-Baukasten des Digitone eher als ein komplexer Tongenerator konzipiert, der am Anfang eines Signalwegs steht, der sich ansonsten eher an subtraktiven Synthesizern orientiert. So folgen dem FM-Tongenerator des Digitone in Serie ein Overdrive, zwei Filtertypen und schließlich das Verstärkermodul.

Einen ausführlichen Test zum Elektron Digitone findet ihr HIER.

Elektron Analog Rytm MKII

Der hellgraue Nachfolger Elektron Analog Rytm MKII von 2018

Elektron Rytm MKII Analog-Drumcomputer

Größer, heller, besser, titelte im März 2018 unser Autor Jonas Bonk die Headline zum Nachfolger des analogen Elektron Rytm. Doch wie schon beim Octatrack MKII sind es eher kleine Details die dem neuen Rytm zu seiner Bezeichnung MKII verholfen haben. Gehäuse, Display, Tasten und Potis sind verbessert worden und eine unter dem Namen „Dual VCO“ gibt es nun auch einen klassischen Monosynth, der per Update aber auch der MK1-Version hinzugefügt werden kann.

Den ausführlichen Test zum Elektron Analog Rytm MKII findet ihr HIER.

Elektron Analog Four MKII Synthesizer

Elektron Analog Four MKII Analog-Synthesizer

Den Abschluss der Trio-Runderneuerung machte der Elektron Analog Four. Vincent Rohr hat den überarbeiteten Analogsynthesizer damals für uns getestet. Anders als Octatrack MKII und Rytm MKII hat man dem Analog Four MKII aber deutlich mehr spendiert als nur ein neues Gehäuse und bessere Hardware.

Die wichtigste Neuerung gegenüber der alten Version stellen die vollständig überarbeiteten Klangerzeuger des Synthesizers dar. Ließ sich der Sound des alten Gerätes eher als direkt, crispy, modern, aber auch etwas dünn charakterisieren, so wartet der neue mit vollständig überarbeiteten Schaltkreisen sowie einer aktualisierten Sättigungsstufe (Overdrive) auf, welche die klanggestalterischen Möglichkeiten des Desktop-Gerätes auf ein völlig neues Level bringen. Ebenfalls der neue, umfassendere Performance-Mode stützt die musikalische Evolution des Gerätes.

Den ausführlichen Test zum Analog Four MKII findet ihr HIER.

Elektron Analog Heat MKII

Elektron Analog Heat MKII Effekt-Unit

Elektron Analog Heat MKII Effektgerät

Etwas überrascht waren wir, als wir Ende 2018 den Nachfolger des Elektron Analog Heat MKII in der Reaktion ausprobieren durften, diese analoge Effekt-Unit, die aber keine wirklich relevanten Neuerungen gegenüber dem Vorgänger enthielt. Warum gibt es einen Elektron Analog Heat MKII, der im Funktionsumfang gegenüber seinem Vorgänger gleich geblieben ist?

Elektron erklärte das so: Nach sieben Jahren mit denselben Produktionskomponenten, Potis, Fadern, Tasten und Gehäusen hat Elektron 2017 Jahr alle Produkte komplett umgestellt und reformiert. Die alten Teile gehen aus, die neuen müssen nach dem Baugruppenprinzip ran. Das Display und die Ausgangs-Gehäusegröße des Analog Heat MKII entsprechen nun exakt denen der Produktneulinge Digitone und Digitakt.

Den ausführlichen Test zum Elektron Analog Heat MKII findet ihr HIER

elektron model:samples

Elektron Model:Samples – der Erstling einer neuen Serie?

Elektron Model:Samples Groovebox

Nach Budget (Digitone & Digitakt) folgte mit dem Elektron Model:Samples 2019 Low-Budget.

Die Produktbezeichnung mit dem markanten Doppelpunkt zwischen den Namen weckten bei vielen Usern die Vermutung, dass Elektron mit dem Model:Samples eine neuen Serie startet, die das untere Preissegment bedienen könnte. Zum Einstandspreis von knapp 500,- Euro kam der weiße Zwerg aber nicht besonders gut in der Elektron-Fangemeinde an. Inzwischen ist der Preis auf 291,- Euro gesenkt worden und findet mehr Zuspruch. Trotzdem könnte dieser enorme Preissturz und die kontroversen Diskussionen in den Foren, die Elektron-Strategen auch zum Umdenken bewegt haben. Tatsächlich erschien aber 2020 (siehe unten) ein weiterer Vertreter der Doppelpunkt-Produkte.

Das AMAZONA.de-Fazit von Thilo Goldschmitz klang sogar recht versöhnlich:

Nach einer kurzen Zeit bedient man das Gerät schon sicher und es kommt dabei sogar Freude auf. Das Gerät bringt einen zuverlässig „in the Zone“. Die Menüfallen, wie bei den großen Elektrons, gibt es nicht. Davon profitiert der Workflow ungemein.

Einen ausführlichen Test zum Elektron Model:Samples findet ihr HIER.

Elektron Digitone Kes

Elektron Digitone mit Tastatur = Digitone Keys

Elektron Digitone Keys Synthesizer

2019 erschien mit dem Elektron Digitone Keys, das dritte Produkt der Elektron-Historie, das mit Keyboard-Tasten ausgeliefert wird.

Ein ganz normaler Digitone, nur mit einem zusätzlichen Keyboard? Nein. Außerhalb des Keyboards bringt der etwas atypisch aussehende achtstimmige FM-Synthesizer noch weitere Schmankerl auf den Tisch: So befinden sich beispielsweise Multioutputs in Stereo für alle vier Timbres auf der Rückseite des Digitone Keys. Dazu gibt es acht zusätzliche Performance-Encoder, die neben den vorgefertigten Routings auch komplett frei zuweisbar sind. Das Keyboard ist halbgewichtet, splitbar und verfügt über Aftertouch. Dieser lässt sich, genau wie das Mod-Wheel, fünf verschiedenen Modulatoren gleichzeitig zuweisen, wodurch tiefgreifendere und spannendere Modulationen während der Performance möglich werden als zuvor.

Den ausführlichen Test zum Elektron Digitone Keys findet ihr HIER.

test elektron model cycles

Der zweite der Doppelpunkt-Serie, der Elektron Model:Cycles

Elektron Model:Cycles FM Synthesizer

Zuverlässig wie ein Uhrwerk hat Elektron 2020 tatsächlich seine Doppelpunkt-Serie mit dem Model:Cycles fortgeführt. Von Anfang an wurde der Einstandspreis diesmal auch günstiger angesetzt und liegt derzeit bei 321,- Euro. Eingefleischte Elektron-Fans befürchten aber einen Ausverkauf der Marke, statt weiter auf Innovationen zu setzen.

Genau genommen war der Digitone das letzte wirklich „neue“ Instrument der Marke, während auch der Model:Cycles nur ein günstiger Aufguss des hauseigenen FM-Synthesizers darstellt.

Die Model:Cycles Groovebox besitzt eine digitale FM-Engine, mit der auf sechs Spuren unterschiedliche Sounds erzeugt und vom einem Sequencer angesteuert werden können. Jede der sechs Machines kann mit vier Synth-Control-Parametern editiert werden. Die Machines Kick, Snare, Metal und Perc sind auf Drums ausgerichtet. Tone ist eine 2-OP Synth-Voice für Bass- oder Lead-Sounds und Chord erzeugt Akkorde aus bis zu vier Stimmen. Für jeden Track gibt es einen zuweisbaren LFO, ebenso kann die Modulation durch Velocity der anschlagsdynamischen Pads einem Parameter zugewiesen werden. Als Send-Effekte sind Delay und Reverb vorhanden.

Einen ausführlichen Test zum Elektron Model:Cycles findet ihr HIER.

Fazit

Seit nun 22 Jahren bringt die Firma ELEKTRON aus Schweden sehr musikalische Produkte auf den Markt, die vor allem auf den Live-Einsatz und Live-Performance zugeschnitten sind. Die Lernkurve ist manchmal etwas steil, bietet einem aber als Belohnung einzigartige Realtime-Möglichkeiten, die mit nur sehr wenigen anderen Geräten am Markt vergleichbar sind.

Mit der Einführung der Doppelpunkt-Reihe, wie Model:Samples, ist Elektron aber auch in die Kritik seiner angestammten User geraten. Auf der anderen Seite sind diese Produkte der perfekte Einstieg für Neulinge, die sich die hochwertigeren Elektron-Produkte einfach nich leisten können.

Entscheidend wird nun sein, ob man sich auf seinen Lorbeeren vergangener Zeiten ausruht und nur noch auf Budget und Stückzahlen setzt oder ob der Innovationsmotor weiterhin auf Hochtouren läuft und nur Zeit braucht, bis wieder ein echtes Elektron-Highlight erscheint. Wünschen würden wir es uns jedenfalls.

Forum
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    Marcel Halbeisen  

    Danke für die hervorragende Zusammenstellung! Es ist sehr spannend zu lesen, wie sich ELEKTRON entwickelt hat. Und hoffentlich weiter entwickeln wird…

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    Soundreverend  AHU

    Super, vielen Dank. Ich bin total angefixt von Elektron. Die erste Box (Digitakt) habe ich relativ schnell wieder verkauft, aber die Analog Keys haben mich begeistert und tun es immer noch. Seit dem letzten Update auch mein Haupt-Sequencer. Und dann musste natürlich noch die Rytm MKII her und Digitone Keys.
    Die model: Serie gefällt mir eher nicht, ist aber mit Sicherheit eine gute Einstiegsdroge ;-)

    Zu empfehlen ist auf jeden Fall das Sonicstate Video mit Cenk von Elektron, in der alle Modelle vorgestellt werden, was für ein sympathisches Kerlchen.Man sollte nur nicht meinen dass man ansatzweise an das herankommt, was Cenk aus den Elektron Kisten rausholt. The Wizzard of E.

    Edit: Richtiger Link: https://www.youtube.com/watch?v=KYPpoFQCUBU

    Immer noch einer meiner absoluten Favoriten.

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    lightman  AHU

    Tolle Übersicht, gut gemacht.

    Wie so viele Leute bin auch ich seinerzeit durch das schicke Promovideo der Monomachine auf Elektron aufmerksam geworden. Die Art der Präsentation, der super Sound und die Möglichkeiten des Geräts haben mich damals regelrecht umgehauen.

    Für mich sind Monomachine, Analog Heat, Digitakt und Digitone, sowie der Octatrack die Highlights der Firma. Man muß halt das Gefrickel mögen, irgendwann kommt man in den Workflow rein und kann langsam seine Fertigkeiten ausbauen. Das erfordert oft mehr Hingabe als bei Geräten anderer Firmen, lohnt sich aber vor allem im Hinblick auf Live-Darbietungen, wo die Elektrons sich richtig zu Hause fühlen.

    Das aktuelle Problem (wenn man es so nennen kann) der Firma ist wohl die preisliche Ausrichtung ihrer Produkte. Es gibt zwar immer noch Absatzmöglichkeiten im Bereich >1000 Euro, aber so richtig fliegt die Kuh weiter unten, nämlich zwischen 300 und 500 Euro. Da will Elektron offenbar mit den „Models“ rein, bisher fanden Kunden und Fans die Vorstöße allerdings noch nicht so pricklend. In der unteren Preisklasse stellt sich nämlich das Problem, daß Elektron viele ihrer (teuren) Standards nicht verwenden kann, weils sonst zu teuer werden würde, das stößt manchen Fan ab und hat schon zu Ausverkaufs-Diskussionen geführt.

    Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.

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    Dave the Butcher  AHU

    Ich bin einer der frustrierten Elektron Nutzer. Über meinerm Studiotisch klebt ein postit mit der Aufschrift: nie wieder elektron. Falls ichs mal vergessen sollte. Das Problem liegt erstens in der bedienung, die durch hunderte Tastenkombis nur dem in erinnerung bleibt, der täglich damit arbeitet. Nach zwei monaten nichtstun beginnt man bei null. Dann kommt noch eine sehr unübersichtliche projektstruktur dazu (beim rytm gehts iwie, beim octatrack eine echte qual) machines wollen mit neighbour machines verknüpft werden, weil man sonst die lautstärke des input nicht mixen kann und ähnliche schlechte scherze. Leider ist auch die dateikonsistenz schauderhaft, am rytm ist so manches projekt einfach kaputt. Wenn man dann recorden will, vestellen sich durch midikontakt mit dem rechner auch parameter, ohne dass ich dergleichen gesendet hätte , smples werden vom lfo z.b nicht mehr korrekt durchgefahren, das ganze lässt sich dann auch nicht mehr fixen. Bastelei über Bastelei, in der Zeit könnte man eigentlich Musik machen… octatrack hab ich schnellstens wieder verkauft, rytm bleibt, wegen gutem klang und wertverfalls. Aber schnellstens alles absamplen, das projekt kann beim nächsten mal einschalten völlig anders klingen. Und die encoder am rytm 1 wackeln und wabbeln
    Über overbridge äußere ich mich jetzt mal nicht.

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      Soundreverend  AHU

      Das klingt ja gar nicht so gut mit der Rytm. Ich habe eine Rytm MKII und solche Probleme zum Glück noch nicht gehabt. Läuft tadellos. Bei mir funktioniert sogar Overbridge. :-) Und zwar an einem Mac mini 2018 über einen USB Hub. Gleichzeit Analog Keys, Digitone und Rytm. Damit nehme ich jetzt keine ganzen Tracks auf, aber super für Stems.

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        Dave the Butcher  AHU

        Ja, ich hatte von Kisten in dem Preissegment auch anderes erwartet. Hab jetzt die mpc x und bin mega happy damit, der rytm darf zuliefern. Witzigerweise gibt der rytm seit dem letzten update voriges jahr auch sequencerdaten über midi aus, ein feature, das ewigkeiten nicht geliefert wurde, um zum kauf des ot anzuregen. Auch nicht recht sympathisch. Und meine Hauptkritik am rytm bin ich noch gar nicht losgeworden; man kann nur ein mastertempo für das ganze projekt einstellen, tempowechsel gehen nicht per pattern. Das heißt, ich kann nicht mehrere songs in einem projekt hintereinander laden, sondern muss immer neue projekte laden, was live viel ladezeit bedeutet. So ein blödsinn.

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          Larifari  AHU

          Kann dich da voll verstehen. Hatte auch die Entscheidung Akai oder Elektron und hab mich dann aus den von dir genannten Gründen für Ersteres entschieden.

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    martin stimming  

    Zum Octatrack müsst ihr unbedingt noch ergänzen dass er als einer der beiden auf dem Markt erhältlichen Hardwaresampler Audio vom Speichermedium streamen kann (die Blackbox kann das auch). Die 64mb Speicher beziehen sich auf den RAM, welcher nur eine der beiden 128sample Listen bespielen kann. Der Octa macht zwischen einer Wellenform und einem gestreamten 2gb file praktisch keinen Unterschied!

    Zur Bedienung der Elektrons lässt sich sagen dass manche gut damit zurecht kommen, manche nicht. Ich denke, eine gewisse Bereitschaft zur anfänglichen Unterwerfung muss man mitbringen die mit der Zeit durch eine bestechende Logik belohnt wird.
    Das Dateisystem und das projekthandling sind leider immer noch irgendwie im Jahre 2005 stecken geblieben aber das werden sie sicher in der nächsten Generation aktualisiert haben.

    Einer der wenigen Hersteller der von Anfang an das Interface zwischen der Maschine und dem Mensch mitgedacht hat.

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      Dave the Butcher  AHU

      „Einer der wenigen Hersteller der von Anfang an das Interface zwischen der Maschine und dem Mensch mitgedacht hat.“

      Das kann ich bei meiner mpc x auch feststellen: audiointerface, samplebearbeitung mit touchscreen, super logische shortcuttaster zu den jeweiligen Funktionsblöcken, pads, qlink encoder. Da muss der octatrack mal mit… sicher, das konzept mit dem makro-fader mit dem du zwischen zwei scenes morphen kannst ist ein alleinstellungsmerkmal

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        crispbrown  

        Eigentlich kann man zwischen 16 Szenen morphen, sobald du eine Szene zu 100% eingeblendet hast, kannst du die vorherige untenrum schnell und einfach austauschen und somit eben zur nächsten wechseln. Oder man „spielt“ mit den Szenen, in dem die eingeblendete Szene eingeblendet bleibt und man mit den anderen Szenen durchsteppt.

        MPC ist auch geil, nur was völlig anderes – als würdest du eine Banane mit Knete vergleichen.

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      maxman

      Der deluge von synthstrom kann auch von der SD Card streamen, so lauft man nicht ins RAM Limit…sowieso eine recht geniale Kiste.

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    Willemstrohm  AHU

    Elektron?

    Da braucht man doch ein Diplom für. Wer damit was auf die Reihe kriegt, der kann auch Kernphysik und hat nebenher die Weltformel gefunden.

  7. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    Ich habe mit Elektron-Geräten nie etwas anfangen können, weder von der Optik her, noch funktional.

    Liegt wohl daran, daß ich nicht hip genug bin dafür. Oder einfach nur zu doof.

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      gaffer  AHU 1

      Kann ich mich gleich anschliessen. Gut möglich, dass einige die Emulation des C64 Soundchips cool finden. Fand ich nie, aber wie gesagt, ich will niemandem vorschreiben, was er für gut zu finden hat. Erstgesagtes gilt auch, soweit ich das überhaupt überprüft habe, für die Folgeprodukte.

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        crispbrown  

        Die Sidstation war keine Simulation, da steckt der MOS6581 Chip tatsächlich drin. eine digitale simulation davon gab es allerdings in der Monomachine, als eine der frei auswählbaren Maschines.

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    chain25  

    Bin erst seit wenigen Monaten Elektron Fan. Aus Neugier und wegen der Preissenkung hatte ich mal spaßeshalber den Model Samples bestellt. Das Gerät hatte mich mit seinem Workflow und Sequencer sofort so geflasht, dass ich es kurzerhand nach 2 Wochen wieder zurückgeschickt habe. Aber auch nur um anstattdessen auf den Digitakt zu wechseln.
    Inzwischen bilden Digitakt und Digitone meine Overbridge-Ableton-Kommandozentrale – unterstützt von Analog Heat und Drive.
    Ganze Tracks damit zu kreieren fällt mir schwer, aber um schnell Ideen zu erstellen, auf die ich mit Plugins nicht unbedingt kommen würde, ist dieses Setup gekoppelt mit Launchpad XL und MidiMix für mich ideal. Verfeinerung und Ausarbeitung passieren dann eben in Ableton, aber am Anfang steht immer der Digitakt.
    Und logisch auf Analog 4 wird jetzt gespart …

    Achja, danke für den tollen Artikel!
    Finde aber nicht, dass Digitone und Model Cycles außer FM als Ausgangsbasis viele Gemeinsamkeiten haben.

  9. Profilbild
    Ral9005

    Was ich hier so bezüglich Bedienungshürden lese hält mich nun in der Tat wieder etwas davon ab meine Kombo Digitakt/TR8s gegen einen Analog Rytm einzutauschen.
    Den Elektron Sequencer und den Klang des DT finde ich sehr gut. Was mich aber schon immer genervt hat ist das im Vergleich zur TR8S umständliche Wechseln der Samples. 2005 trifft es da schon gut.
    Ram löschen, neu in den Ram laden usw. geht mir einfach nicht schnell genug von der Hand. Schnell mal z.B. den Kick-Pool durchscrollen und im Kontext hören mit dem im Ram sich befindlichen Samples. Hier suche ich noch nach einem besseren Workflow, den ich vielleicht einfach noch nicht kenne…
    Beim Roland bin ich irgendwie mit dem Klang nicht so im reinen und benutze ihn immer im Verbund mit der Jomox Mbase oder Bassdrum Modulen im Eurorack, da ich einfach was analoges bevorzuge. Ich hatte gehofft, dass ich mit dem Rytm 2 Fliegen mit einer Klappe schlage.

  10. Profilbild
    undertheecho  

    Danke für diese informative Übersicht der Elektron Produkte. Eine kleine redaktionelle Änderung gäbe es da noch. Daniel Troberg hat in 2019 Elektron verlassen. Er lebt in den USA und ist an der Entwicklung des Hydrasynths beteiligt gewesen. Er hat Elektron als Unternehmen nie geführt, sondern war Chefentwickler/ Produkt Designer. Es gibt diesbezüglich ein nettes Interview mit ihm. Einfach mal googeln.

    • Profilbild
      Tyrell  RED 11

      Vielen Dank für diesen wertvollen Hinweis. Die Information habe ich soeben eingepflegt :)

  11. Profilbild
    kiro7  

    Die Sidstation gab es auch in rot (Vorserienmodell) und limited in schwarz als sog. Ninja Edition, mit einer extra „Ninja“ Soundbank. Es gab sogar eine Soundbank von KP Rausch. Als Gadget war es möglich C64 Songs über die Sidstation abzuspielen. Ich fand das Gerät sehr rauschig und die Programmierung schwierig. Wechselte dann von Quadrasid zu Midibox Sid und schließlich zu Therapsid MKI und MKII. Die sehr „akademische“ Benutzerführung hat sich auch meiner Meinung nach, wie hier schon erwähnt, leider in den folgenden Produkten erhalten. Die aufgerufenen Preise für die Sidstation sind irre.

  12. Profilbild
    Raport

    Ich verstehe nicht warum die mpc x mit den Maschinen von elektron verglichen werden.

    Ja ein octatrack und ein mpc x ähneln sich auf dem Papier aber in der Praxis ist die Herangehensweise ganz anders.

    Elektron baut ihre Geräte für Performance orientierte Musiker vor allem für die live Performance akai hingegen eher für die Studio Performance und ist mehr eine Daw zum anfassen.

    Die mpc x ist bei mir die schaltzentrale das alles aufzeichnet und steuert eben wie eine Daw nur in hardware zum anfassen.

    Die elektron Geräte sind für mich Performance Maschinen,
    Ich habe die rythm mk 2 und analog four mk 2 und sehr glücklich mit den beiden für das was sie können und sollen.
    Overbridge nutze ich nicht habs nur getestet aber funktioniert einwandfrei aber auch erst seit kurzem.

    Die octatrack hatte ich auch mal in der mk 1 Version.
    Ich hab sie gebraucht erworben und nach kurzer Zeit wieder verkauft weil ich nicht wusste wie ich das Teil am besten nutze und für was und wie ich es in meinem Studio integriere.
    Samples bearbeiten, manipulieren auf elektron art kann ich auch mit der rythm.
    Und ja die Bedienung des octatrack ist grausam man muss das Teil lieben und jeden tag drann sitzen um damit flüssig zu arbeiten.
    Das Gott sei dank bei der rythm und analog four nicht der fall man kommt schnell rein und es macht eine menge spaß damit zu arbeiten.

  13. Profilbild
    crispbrown  

    Ich habe vor 10 Jahren mit der Elektron Monomachine begonnen und habe bisher alle Elektrons bis auf die Sidstation und die Model:Reihe im Studio gehabt. Einige Maschinen sind gegangen, andere sind geblieben. Bis auf den Octatrack sind die Teile in meinen Augen recht leicht zu bedienen – und das Tolle ist, dass sie sich in der Bedienung untereinander auch ähneln. Man muss sich eben nur einmal richtig darauf einlassen wollen, und zulassen aus bisherigen Mustern auszubrechen. Möchte man das nicht, ist das auch in Ordnung, nur lernt man dann nicht den Zauber des IMHO besten Stepsequencers den der Markt aktuell hergibt kennen. Hat man einmal verstanden, wie im Polyrhythmus Conditional- und Probability Trigs funktionieren, benötigt man auch keine linearen und dann doch statischen 64 oder 128 Steps mehr um Leben in die Patterns zu bringen. Ich sequence mit dem Octatrack so ziemlich alles was bei mir rumsteht, vor allem Modulares; denn bisher ist mir kein Sequencer untergekommen, bei dem der Workflow so flüssig, kreativ und schnell von der Hand ging. Ja, es gibt Dinge die bei Elektrons Geräten nerven, jedes davob hat seine eigenen flaws – aber die gibts genauso auch bei Geräten anderer Hersteller, perfekt gibts halt nicht.

    Für Octatrack Interessierte: schaut mal bei YT nach Tutorials von Max Marco.

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    Maxi  

    Würde mich nicht als „Fan“ bezeichnen, bewundere aber die klare Handschrift der Produktentwicklung. Und dass sie ihre Ideen konsequent und langfristig verfolgen. Ist ja kein leichtes Business. Anders als bei den großen Marktbegleitern reichen hier wohl zwei, maximal drei Flops und man ist pleite. Bei Elektron hat vieles Qualität, die Produkte an sich, die Hardware (ab Digitakt & Digitone aufwärts), der Support. Als wirklich problematisch ist vielen nur die zu frühe Ankündigung bzw. zu späte Lieferung von Overbridge 2.0 in Erinnerung. Ich finde auch, das Elektron polarisiert. Man braucht etwas Durchhaltevermögen für die teilweise anspruchsvollen und smarten Workflow-Ideen. Dranbleiben lohnt sich aber und bei Digitakt MK 2 werde ich noch einmal zuschlagen …

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    Violator   11

    Ich werde mit den Instrumenten aus dem hohen Norden einfach nicht warm.
    Weder mit den roten, noch mit diesen hier.

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    Chonishvili

    Ich bin schon seit langem ein ziemlicher Elektron Fan, aber wenn ich nicht so viele Videotutorials dafür gemacht hätte, wären ein paar Geräte auch gegangen. Man muss einfach Durchhaltevermögen an den Tag legen und dann wird man krass belohnt. Wenn man dann noch MIDI-Tools und flexibles Routing benutzt, gehts ab, wie ich finde.
    Den Analog Rytm MK2 nutze ich mittlerweile als polyphonen Sampler für granulare Atmos. Die freien Oszillatoren gehen direkt in den A4 und werden von dem auch getriggert. Die AR Osis haben so viel Kraft, die der A4 gut gebrauchen kann.
    Den A4 und den Digitone spiele ich mittlerweile über mein Seaboard als MPE Synthi an, da kommen so heftig organische Flächen raus, der Wahnsinn.
    Der Octatrack ist ne riesige Zentrale: mal nutze ich den im DJ-Kontext, um eigene Stems im DJ-Style zu mixen, aber weil es im OT ist, habe ich Zugriff auf die Track-DNA und kann live perfomen.
    Andererseits nutze ich den OT als MIDI-Zentrale und lasse alle LFOs auf meine Synthis los und moduliere vielschichtig, aber konzentriert.
    Die Machinedrum ist vom Sequenzer leider zu rudimentär, wird aber einfach von meinem Rytm angetriggert, dadurch funktionieren Trig Condidtions etc. Signale von der AR und MD werden dann im Mixer gelayer und ich habe sowohl analog als auch digital in meinen Drums.

    Aber bis es soweit ist, dauert es einfach ein bisschen länger :D

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    lightman  AHU

    Jau, die Elektron-Teile haben schon ihre Tücken. Den Octratrack habe ich bisher nur im Studio als Leihgabe verwendet, er ist ein mächtiges Werkzeug, dessen Funktionen ich schätze, aber für live ist mir ein Volca Sample oder mein guter alter S2000 lieber, die Basics (Samples) sind vorhanden, der Rest erfolgt durch Sequenzer + Geschicklichkeit. Ist nicht dasselbe, klar, erspart mir aber einiges an Fummelei.

    Viele Leute können mit der verkopften Bedienung nichts anfangen, was ich verstehen kann, an manchen Stellen sind die Geräte meines Erachtens unnötig kompliziert, aber man kriegt dafür auch eine Fülle an Möglichkeiten, die man anderswo vergebens sucht.

    Als Projektgeräte finde ich die DInger super, zwei, drei Wochen intensive Beschäftigung, enige Tracks und Gigs und dann wieder weg damit. So bleibt man bei geistiger Gesundheit und kann die Vorteile voll ausschöpfen… :)

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      Chonishvili

      „Viele Leute können mit der verkopften Bedienung nichts anfangen, was ich verstehen kann (…)“

      Verkopft trifft es gut! Ich bin ein verkopfter Mensch, darum passen die Geräte sehr gut zu mir :) Mein Kumpel will einfach Mucke machen und kommt auf die Teile nicht klar. Ich hingegen liebe es, die ganzen Möglichkeiten bei einem Spaziergang im Kopf durchzugehen und anschließend im Studio auszuprobieren. Bin froh, dass es solche Dinger gibt!
      Ich arbeite auch liebend gerne mit NI Maschine, aber da stoße ich immer wieder an Grenzen, die mich arg wurmen.

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        lightman  AHU

        Ich kann mich tagelang mit der Erstellung neuer Sounds auf meinen FM-Synths oder eines neuen Multisample-Setups auf einem meiner Sampler beschäftigen, dabei ist mir keine Mühe zu groß und kein Gefrickel zu freakig, um zu einem für mich guten Ergebnis zu kommen.

        Beim Musikmachen, mag ichs dann lieber handfest, allenfalls spiele ich vorher einige Spuren in Notator ein, der Rest inklusive Arrangement findet direkt live statt. Mein Setup ist als großes Live-Rig angelegt, jeder Track ist ein kleines Liveset. Ich verfalle dabei in einen tranceartigen Zustand, in dem Vorgänge, die einen Wachzustand voraussetzen, nicht so richtig möglich sind. Es hat Wochen gedauert, bis ich beispielsweise den Octatrack flüssig bedienen und sinnvoll in mein Setup integrieren konnte, die Ergebnisse fand ich gut, die „Arbeitsleistung“ war aber schon grenzwertig.

        Ich weiß, daß es Leute gibt, die genau das suchen, und daß man mit den Elektron-Teilen live gut abgehen kann, sieht man ja an Cenks Videos, Man sollte die Instrumente vor dem Kauf aber auf alle Fälle ausgiebig testen, irgendwie sind die nicht für jeden gemacht.

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        Larifari  AHU

        Der Octatrack ist nicht gerade eine Jam Maschine und man sollte gut vorbereitet zu einem Gig gehen. „DNA der Tracks zugreifen“ find ich auch etwas hochgegriffen. Trotzdem ist er ziemlich einzigartig.

        Um es mal mit den Worten von Surgeon zu sagen :

        „I hate the Octatrack…you have to prepare everything and its a pain in the ass…i use it every Show..“

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    R3laX

    Was habt ihr alle gegen die elektron Teile?Ich finde die Bedienung garnicht so übel.Ich hab mir n Behringer Crave gekauft und bei dem Sequencer kreuseln sich meine Nasenhaare

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      Maxi  

      Der Vergleich hinkt … Aber Du darfst dem B. Crave keinen Vorwurf machen: Auch der Sequencer Workflow ist bestimmt geklont. ;-)

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    undertheecho  

    Ich habe seit 2010 viele Geräte von Elektron besessen und besitze heute keines mehr. Für mich sind das Instrumente für den Auftritt, aber nicht für das Studio. Hier möchte ich schnell und effizient zum Ergebnis kommen und leider schaffe ich es mit den Kisten nicht. Das liegt aber an mir. Ich bevorzuge YSWYG Synths.

    Was mir oft auffällt, bitte steinigt mich nicht, aber eine „Vielzahl“ der Musik auf YouTube und Co mit den Elektronkisten ist eine reine Looporgie. Es gibt wenige Künstler, die wirklich ausbrechen und komplette Songs damit performen. Bestes Beispiel ist John Tejada (Techno Künstler aus den USA/ LA). Ich war bei zwei Konzerten von Ihm (2015/2016). Hier hat er mit einer Machinedrum und Monimachine live gespielt und darunter waren komplette Tracks, die auch so auf seinen Alben zu finden sind. Das hat mich begeistert, da er richtige Spannungsbögen und Übergänge mit den zwei Maschinen geschaffen hatte. Ich hatte nie das Gefühl in einem Loop gefangen zu sein. Seine Single Mono on Mono auf Palette ist übrigens fast nur mit Monomachine und Machinedrum produziert worden. Wer Interesse hat kann sich den Song ja mal anhören. Für mich ein zeitloses Stück elektronischer Musik;).

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      MPC-User  

      Ganz genau. Der Kollege hat 2018 das Album „Live Rytm Trax“ mit der Analog Rytm only eingespielt.
      Sehr nett das Album

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    Farbfalter  

    Ich liebe die älteren Elektron Produkte! Herzstück meines Studios ist der Octatrack. Analog Four ist in 90% meiner tracks :)
    Mit der „Model“ Reihe kann ich nicht wirklich was anfangen.

    Love goes out to the other elektronauts!

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