Interview: Manfred Fricke MFB, 40 Jahre Drummaschinen & Synthesizer

4. Mai 2019

Drums, Synths & Module seit 40 Jahren

MFB 40 Jahre-Jubiläum

Kürzlich feierte der Berliner Hersteller MFB sein 40-jähriges Jubiläum mit einer modernisierten Neuauflage seines ersten Produktes, der analogen IC-Drumbox MFB-301/II. 40 Jahre lang in dem begrenzten und ständig wechselnden Moden unterworfenem Musikalienmarkt zu bestehen, ist eine echte Leistung, zumal für ein Kleinstunternehmen. Das ist doch ein guter Anlass für uns, mal etwas tiefer in die Geschichte vom Ingenieurbüro Manfred Fricke zu blicken.

40 Jahre – das ist eigentlich nicht ganz richtig. Das Jubiläum bezieht sich nur auf das erste Produkt im Musiksektor. Die wahren Anfänge von MFB liegen nämlich noch etwas weiter zurück und es sollte ursprünglich auch in eine ganz andere Richtung gehen.
Um die Situation, in der sich Manfred Fricke damals entschied, in die Instrumentenbranche zu gehen, richtig einschätzen zu können, beamen wir uns erst einmal zurück in das Jahr 1979. Deutschland ist auf der synthetischen Landkarte bestenfalls eine Randnotiz – Experimental-Pioniere wie Oskar Sala lassen wir an dieser Stelle mal außen vor. Drummaschinen und Synthesizer kamen in der Regel aus Amerika oder Japan, nur gelegentlich auch woanders her. Hierzulande fand man solche Sachen höchstens als Unterabteilung eines traditionellen Instrumenten- oder Orgelherstellers, wie zum Beispiel Hohner oder Böhm. Und irgendwo in München bastelte ein gewisser Dieter Döpfer an seinen ersten Projekten.
Wer sich für elektronische Rhythmusmaschinen interessierte, musste fast zwangsläufig auf ein Exportgerät zurück – und tief in die Tasche greifen. Die Anschaffung von Synthesizern und Drumcomputern riss automatisch nicht zu kaschierende Löcher in die Bankkonten. In dieser Situation erschien quasi aus dem Nichts, genauer gesagt dem Inselstaat West-Berlin, ein Ingenieur, der diese heißbegehrten Geräte zu sensationellen Preisen anbot. Budget-Equipment als Erfolgsrezept. Manfred Fricke verriet uns, wie das alles seinen Lauf nahm.

Manfred Fricke:
Ich habe eigentlich Architektur studiert, jedoch nebenher mich schon immer mit Elektronik beschäftigt. Nach dem Ende des Studiums habe ich gemerkt, dass mir Elektronik doch mehr Spaß macht und so noch ein Elektrotechnikstudium hinterher absolviert.
Anfang/Mitte der 70er Jahre fing ich dann an, Videogames zu bauen, aber in ganz kleinem Stil. Eines der ersten Sachen war ein so genanntes „Bildschirmtennis“. Eventuell war ich sogar der Erste, der so etwas für den Anschluss an einen Farbfernseher gebaut hatte. Die Heim-Konsole von Ataris Pong gab es meines Wissens zu dem Zeitpunkt nach noch nicht, zumindest nicht in Deutschland. Mein kleines Spiel lief eigentlich ganz gut. So habe ich dann später ein sehr aufwendiges Gerät für Spielautomaten entwickelt, da war richtig viel Hardware drin, ungefähr 100 ICs.

Amazona.de:
Bis zu dieser Zeit verlief es noch „unmusikalisch“ sozusagen. Wie ist es dann zu den Drumboxen gekommen, für die MFB schließlich bekannt wurde? Welchen Bezug zur Musik gab es?

Manfred Fricke:
Lustigerweise habe ich eigentlich keinen wirklichen musikalischen Hintergrund, außer dass ich ein wenig Gitarre spiele. Aber genau daher kam auch der Wunsch nach einer Schlagzeugbegleitung. Und die sollte natürlich elektronisch sein. Einerseits aus persönlichem Interesse, aber andererseits auch, weil das damals gerade so richtig populär wurde.

MFB-301/II

Das erste Gerät: MFB-301/II von ???

Amazona.de:
Und dann baut man sich mal so eben mit seinen Uni-Kenntnissen eine Drumbox. Wie geht man an solch ein Projekt heran? Wie entwickelt man Schaltungen für Instrumente und Sequencer, die dann zur Drumbox IC-301/II wurden?

Manfred Fricke:
Angefangen hat es mit der berühmten Zeitschrift Elektor, die jeder an Elektronik interessierte Bastler damals gelesen hat. Dort wurde 1976 die „IC Drumbox“ publiziert. Das war ein ziemlich aufwendiges elektronisches Schlagzeug. Das habe ich nach den veröffentlichten Unterlagen gebaut. Aber die Schaltung war dermaßen aufwändig, dass ich mich entschlossen habe, so was Ähnliches zu entwickeln. Aber mit einem deutlich geringeren Aufwand, der das Gerät vereinfachte und damit einhergehend auch die Kosten gering hielt. Das Ergebnis war die 301, deren gesamte Leiterplatte in etwa nur so groß war, wie ein einzelnes Instrument der Elektor Drumbox.

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Die IC-Drumbox MFB-301/II war bei Erscheinen „eine kleine Sensation“, wie sich Manfred Fricke rückblickend erinnert. Natürlich war der Preis von 175,- DM seinerzeit unschlagbar günstig. Denn nicht nur bei der Entwicklung der Platine wurden die Kosten gesenkt, auch das graue Kunststoffgehäuse, das den alten MFB-Geräten den Beinamen Tupperware-Drumbox einbrachte, trug zur Senkung der Herstellungskosten bei. Die Konkurrenz baute zu dieser Zeit noch edel wirkende Holzkisten, die schick aussehen mussten, damit man sie ohne Scham auf die teure Orgel stellen konnte.

Presetbeats der MFB-301/II

Presetbeats und deren binäre Anwahl in der MFB-301/II

Aber auch bei der Auswahl der Preset-Rhythmen war die IC-Drumbox rebellisch, denn neben den obligaten Standards aus der Tanzschule, wie Cha Cha, Walzer und Bossanova wurden auch zeitgemäße Beats geboten. Die zweite Hälfte der 32 Beats war sehr Rock-lastig, da gab es viele Varianten (siehe Bild), aber auch etwas Disco, Reggae und Blues.
Schon nach wenigen Monaten wurden allein innerhalb Deutschlands über 1.000 Stück verkauft. Im Ausland bekam man von den Aktivitäten der kleinen Firma aus Berlin zunächst so gut wie nichts mit. Auch heute noch sind die alten MFB-Geräte im Ausland fast nur Insidern bekannt.

Und so las sich seinerzeit der Testbericht im „Fachblatt“. Das Foto davon stellte uns Theo Möbus vom Fachblatt-Archiv freundlicherweise zur Verfügung.

Schon zurzeit der IC-301/II wurde über eine Möglichkeit zur Programmierung eigener Rhythmen nachgedacht. Hierfür gab es ein Gerät, das jedoch heutzutage kaum mehr jemand kennt: Otto I. Ein Programmer mit einer Batterie von Kipphebelschaltern. Das Gerät scheint aus heutiger Sicht deutlich ambitionierter gewesen zu sein als sein Pendant bei der Roland CR-78. Gingen die Pläne damit weiter oder war es eher nur als Test gedacht?

Manfred Fricke:
Ja, der gute Otto. Das war ein Gerät, das ein befreundeter Musiker gebaut hat. Ich habe dafür lediglich den elektronischen Teil beigesteuert. Er hatte davon nur ein paar Stück gebaut, wie viele das waren weiß ich gar nicht. Man sieht ja an dem Bild auch an, dass das nur eine bessere „Bastelarbeit“ war.
Für das Erstellen der internen 301-Rhythmen hatte ich einen eigenen „Programmer“ konstruiert. Es war aber nie geplant, so etwas in Serie zu bauen.

Otto I - der unbekannte Programmer für die MFB-301/II

Otto I – der unbekannte Programmer für die MFB-301/II

Amazona.de:
Wie sah es eigentlich mit der Produktion damals aus? Wurde die Geräte noch vom Meister selbst gefertigt, auch als die Nachfrage derart anstieg?

Manfred Fricke:
Tatsächlich habe ich damals noch sehr viel selbst gebaut, von Hand. Die Platinen hatte ich anfangs eigenhändig gelötet. Aber einiges wurde auch als Bausatz verkauft. Trotzdem, ab einem gewissen Zeitpunkt war das kaum noch zu bewältigen. Ab dem Nachfolger, der MFB-501, habe ich mir dann Firmen gesucht, die das übernommen haben, denn ich allein konnte das einfach nicht mehr schaffen.
Heute ist alles einfacher und im Grunde auch keine Frage mehr, denn in den modernen Geräte ist alles in SMD-Technik gelöst, da kann man nicht mehr viel selber löten, das machen Automaten zuverlässiger und schneller. Heute werden nur noch die Endmontage und der Test bei uns vor Ort gemacht.

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Nach dem durchschlagenden Erfolg der MFB-301/II musste das nachfolgende Produkt natürlich eine Steigerung sein. Die bereits erwähnte MFB-501 bot mehr Sounds, mehr Rhythmen und mehr Kippschalter. Das Fachblatt empfahl den Testlesern sogar, sich bei der Aufzählung der Fakten festzuhalten. Dieser zeitgenössisch formulierte Artikel wurde uns ebenfalls von Theo Möbus vom Fachblatt-Archiv freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Amazona.de:
Auch bei den nachfolgenden Produkten ist MFB bei der Billigbauweise geblieben. Gab es keine Gedanken an oder eine Nachfrage nach höherwertigen Geräten?

Manfred Fricke:
Die Produktion von höherwertigen Produkten ist nicht ganz so einfach, wie man es sich vielleicht vorstellen mag. Das erfordert recht hohe Investitionen und zwar nicht nur für das Design und Prototypen, sondern auch an anderen Stellen. Dazu war ich damals nicht bereit. Und dadurch dass es auch für die „Billigbauweise“ einen Markt gab (und immer noch gibt), sah ich damals auch keine Notwendigkeit dafür.

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In dieser Zeit gab es eine umfangreiche Riege von MFB-Drumboxen und Drumexpandern. Die Geräte folgten recht zügig aufeinander. Welches kann man rückblickend als das wichtigste Gerät dieser Periode ansehen? Und gab es eventuell auch eine Entwicklung die vielleicht ihrer Zeit zu weit voraus war?

Manfred Fricke:
Das Wichtigste war ohne Zweifel die MFB-501. Denn sie kam genau zu einer Zeit heraus, in der das Interesse an Drumcomputern recht groß wurde, aber der Markt das noch nicht widerspiegelte. Es gab anfangs zum Beispiel noch keine Roland TR-808. Und selbst als die rauskam, brach der Verkauf bei mir nicht ein, ganz im Gegenteil. Viele Musiker hatten schlicht und einfach nicht das Geld dafür. Oder sie haben größere Summen lieber für anderes Equipment ausgegeben. Da war ein relativ preiswerter Drumcomputer sehr willkommen. Meine Sachen konnte sich einfach jeder leisten. Eine etwas merkwürdige Entwicklung von mir, jedenfalls aus heutiger Sicht, war vielleicht ein Drumcomputer für den damals sehr verbreiteten Apple II Computer. Das klang wirklich interessant und man konnte ihn über den Apple auch komfortabel programmieren. Aber haben wollte das Teil kaum jemand.

Die Analogära neigte sich so langsam dem Ende und immer mehr Drummaschinen auf Sample-Basis eroberten den Markt. Bei dieser Entwicklung konnte auch MFB nicht zurückstehen und brachte entsprechende Modelle und Expander heraus.

Amazona.de:
Lief diese Umstellung reibungslos?

Manfred Fricke:
Die Entwicklung einer Drummaschine mit Samples gestaltete sich aufwändiger als zunächst gedacht. Speicher waren noch sehr teuer, so dass man die Sounds knapp halten musste, aber ich wollte nicht, dass die Instrumente zu kurz ausklangen. Zu der Zeit waren 8 Bit das Mindestmaß, was im Grunde aber auch nicht optimal ist, speziell beim Ausklang von Drums. Wollte man einen vernünftigen Sound haben, brauchte man zum Beispiel für eine Bassdrum einen ganzen Speicherchip. Deswegen habe ich mich für eine preiswertere Lösung entschieden und die hieß: 1 Bit Auflösung. Das klingt zwar zunächst einmal recht grausam, aber mit nachgeschaltetem VCF und VCA kamen dann doch recht brauchbare Bassdrums und Toms dabei raus, so dass ich acht Instrumente auf einem Chip unterbringen konnte. Die MFB-512 hatte dadurch zwar viele Bauteile, aber die Kosten hielten sich in Grenzen.

Manfred Fricke 1984 - mit diversen Drummaschinen

Manfred Fricke 1984 – mit diversen Drummaschinen

Nach den Drummaschinen musste auch Synthesizer und selbst Effektgeräte digital sein. Die Analogtechnik hatte ausgedient – vorübergehend, wie wir heute wissen – und die gesamte Branche geriet in einen großen Umbruch. Nach zwei Geräten, einem weiteren MIDI-Drummer und einem MIDI/CV-Interface, zog sich MFB 1986 vom Musikbereich zurück und wandte sich neuen Aufgaben zu. Auch weil Manfred Fricke „nichts mehr einfiel, was man noch entwickeln und bauen könnte“, wie er es selbst formuliert. Stattdessen konzentrierte er sich auf den Videobereich, der zu dieser Zeit langsam den Homesektor erreichte. Zunächst entstanden Framegrabber für verschiedene Computer wie dem C64 oder Atari-Modelle. Erneut gelang ein großer Erfolg, diesmal im Bereich der Video-Mischtechnik indem Manfred Fricke eine preiswerte Lösung fand und als Erster einen Videomischer entwickelte, der für unter 1.000 DM angeboten werden konnte. Das führte zur Kooperation mit der bekannten Firma HAMA, die diesen günstigen Videomischer unter ihrem Label in großer Stückzahl in die Elektronikmärkte brachte.

Schlusspunkt: der MIDI/CV-Wandler MFB-201 - Bildquelle: Vintage Audio Berlin

Vorläufiger Schlusspunkt: der MIDI/CV-Wandler MFB-201 – Bildquelle: Vintage Audio Berlin

Amazona.de:
Erst ab dem Jahr 2000 fand MFB wieder zum Musikbereich zurück. Wie kam es dazu und war es schwierig, nach rund 15 Jahren wieder in dieser Branche Fuß zu fassen?

Manfred Fricke:
Der Anlass war, dass ich nun endlich mal einen eigenen Synthesizer entwickeln wollte. Diesen Wunsch habe ich mir mit einem Prototyp des MFB-Synth erfüllt. Gerechterweise muss ich sagen, dass dabei Bob Moog quasi Pate gestanden hat, denn für diesen monophonen Synthesizer hatte ich mich vom strukturellen wie auch technischen Aufbau her doch sehr an dem berühmten Minimoog orientiert. Dieses erste Gerät hatte ich dann einfach mal auf eBay angeboten und das Interesse war riesig. Da habe ich dann sehr schnell kapiert, dass es für analoge Synthesizer wieder einen nennenwerten Markt gibt. Parallel dazu hatte ich die kleine Drummaschine „Kult“ entwickelt, in der sich Samples von vielen Klassikern, darunter auch meinen eigene, befanden.
Eine Hürde beim Neubeginn gab es aber in sofern, dass ich kaum noch Kontakte in der Branche hatte und eigentlich wieder bei Null anfangen musste. Und nebenbei war ich zu dieser Zeit immer noch mit dem Videoequipment ziemlich gut ausgelastet. Das galt es unter einen Hut zu bringen, sowohl zeitlich, als auch von den Kapazitäten her.

MFB-Synth - der Wiedereinstieg in die Musikbranche

MFB-Synth – der Wiedereinstieg in die Musikbranche

Amazona.de:
Wie wurden die Musiker erreicht? Wusste denn die neue Generation nach rund 15 Jahren Abwesendheit überhaupt noch, wer MFB ist?

Manfred Fricke:
Das kann ich eigentlich gar nicht so genau sagen, ob die Leute aus der neuen Elektronik- und Dance-Szene etwas mit MFB verbanden oder einfach nur einen weiteren Hersteller von analogen Synthesizern und dann auch Drummaschinen gesehen haben. Aber hätte das einen Unterschied gemacht? Ich glaube nicht. Allerdings hat mich erstaunt, dass viele von den Älteren, die ich ab dann wieder zum Beispiel auf Messen getroffen habe, sich daran erinnerten, dass ihre Musikkarriere mit der MFB-501 angefangen hat. Das freut einen natürlich.

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Jedenfalls fanden sich ganz offensichtlich genügend neue MFB-Fans. Eine lange Liste an Drummaschinen, Synthesizern und Sequencern folgte den ersten Testgeräten: Nach den Synth- und Synth Lite-Modellen kam die Serie mit Kraft-, Schlag-, Mega-, Micro- und Nano-Zwergen, aus denen dann auch eine Serie von Modulen im Eurorack-Format abgeleitet wurde. Bei den Drummaschinen traten die Modelle 502, 503 und 522 das Erbe der erfolgreichen 501 an. Insbesondere die 522 erwies sich als Erfolgsmodell.
Und auch von den einfachen Standardgehäusen aus Plastik verabschiedete sich MFB. Bären und Mäuse tanzten ab da in solidem Metalloutfit. Und mit dem Synthesizer Dominion 1 gab es von MFB erstmals ein Keyboard. Obwohl dieses verglichen mit anderen MFB-Synthesizern große Gerät auch deutlich über den üblichen MFB-Preisen liegt, wird der Dominion 1 seit fünf Jahren bis heute so erfolgreich verkauft, dass man oft an die Grenzen der Fertigungskapazitäten stößt.
Die „moderne“ MFB-Epoche wurde von AMAZONA.de mit vielen Tests begleitet, die wir am Ende dieses Artikels verlinkt haben, so dass man sich einen recht umfassenden Überblick zu den Synthesizern, Modulen und selbstredend auch den Drummaschinen verschaffen kann.

Natürlich können wir Manfred Fricke hier nicht entlassen, ohne ihn zu fragen, wie es mit MFB weitergehen wird.

Manfred Fricke:
Mit der Entwicklung des Dominion 1 und den beiden Tanzbären habe ich eigentlich alles gemacht und erreicht, was ich wollte. Was noch fehlt, wäre eventuell doch noch ein polyphoner Synthesizer. Ich hatte zwar vor einigen Jahren mit dem kleinen Polylite, auf Basis des Synth Lite, schon mal einen Synthesizer mit vier Stimmen gebaut, aber leider war der nicht besonders erfolgreich. Vermutlich weil er keine Regler besaß und man ihn nur über MIDI-Controller bedienen konnte.
Ich bin jetzt 68 Jahre alt und es ist nun endlich an der Zeit, so langsam an den Ruhestand zu denken. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt. Schauen wir mal.

Fricke Senior & Junior – auf die nächsten 40 Jahre

Und wir schauen gespannt mit, was MFB uns noch bringen wird. Die Superbooth 2019 ist ja nicht mehr weit.

Forum
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    Atarkid  AHU

    Danke für dieses Interview!!!! Endlich!!! Mit Manfred Fricke hab ich mich seit frühester Jugend immer für einen Elektro-Insider gehalten :). Ich habe diese kleinen Kistchen geliebt, gerade weil sie so einen Elektro-Conrad Charme hatten. Mit dem MFB-Synth hab ich „damals“ direkt meine Studio-Monitore geschossen, so brachial konnte der. War sehr lange Zeit mein absoluter Lieblings-Synthi. Dann die ganzen kleinen Drummachines mit fettem Sound. Ein Wahnsinn! Jetzt gehört der Dominion 1 zu meinen Lieblingen. Und mit dem MFB 301 Pro schießt mir diese Firma direkt ins Rückrat… Danke Manfred, für all die tollen und vor allen Dingen erschwinglichen Geräte, die mir bis heute ein Strahlen ins Gesicht treiben….

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      Larifari  

      Bei mir ist es genau umgekehrt, ich liebe BD1. Das zeigt aber nur wie flexibel der Bär ist. Klasse Gerät.

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    volcarock  

    Klasse Interview mit einem sehr sympathischen Macher!
    Bin gespannt, ob es ihn eines Tages nochmal packt und er einen vollwertigen Poly
    entwickelt :-)

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      0gravity  

      Ich bilde mir ein, dass es schon mal sehr konkrete Pläne für eine fünfstimmige Version des Dominion gab. Zumindest hörte sich das im Synthesizer Forum so an.

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    p_carp  

    Da merkt man mal das in der Sammlung doch noch was fehlt ;-))

    Alle meine MFB Kistchen sind fluch und Segen mal klappt`s auf Anhieb und mal leider nicht, dann an liebsten verkaufen um im nächsten Moment fest zu stellen das dies ein sehr großer großer Verlust wär. Von der Zwergen Familie bis hin zum Dominoin 1 natürlich auch 522, und der Tanzbär und der ist nun wirklich heilig, und Keiner wird je Verkauft werden ;-))

    Sehr schöner Bericht, Danke an MFB für diese wirklich Magischen Kästchen.

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    Larifari  

    Ich liebe die MFB Maschinen. Den Tanzbär 1 und Dominion 1 geb ich nie wieder her.
    Am Kundenservice sollte man jedoch arbeiten. Reparaturanfrage bleiben leider mal gerne unbeantwortet :(.

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    Theo Möbus  

    Den Ingenieur Fricke hatte ich mir immer ganz anders vorgestellt, eher so mit weißem Kittel, kurzen Haaren und schwarzer Hornbrille. Meine erste Begegnung mit Fricke-Produkten war 1981, und zwar mit dem MFB-501 Rhythmusgerät und dem MFB-601 Digitalsequenzer, beide am 25.5.1981 vom Synthesizerstudio Bonn erworben, den 601 mit SSB-Triggerkabel für den Moog Prodigy. Die Preise damals: MFB-501 DM 380,-, MFB-601 DM 480,-, Triggerkabel DM 15,-. Das war damals wirklich wenig Geld für diese Art von Technik, und so konnte man damit preisgünstig seine ersten Gehversuche machen. Ohne Übertreibung kann man glaube ich sagen, dass der Digitalsequenzer damals (1981!) revolutionär war. Die MFB-501 konnte auf Dauer jedoch nicht zufriedenstellen (Presetgerät, keine Einzelausgänge …) und wurde deshalb recht bald von der Roland TR-808 abgelöst, der MFB-601 Digitalsequenzer dann bei Erscheinen des Commodore 64 von diesem. Übrigens soll das Trumpet-Solo in Alphavilles „For Ever Young“ mit dem 601 Digitalsequenzer erstellt worden sein.

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    _wire

    Cool, am 4. Mai eine Story über Manfred Fricke.
    May the 4th … usw

    Danke für diese Story, sehr lesenswert!

  7. Profilbild
    GioGio  AHU

    Gut zu wissen, dass es auch so begeisterte Anhänger gibt. Ich persönlich bin ja mit den Geräten immer ein wenig auf Kriegsfuß. Kann aber verstehen (wenn der Workflow erstmal stimmt), dass man einen Dominion nie wieder hergeben will. Klangqualität ist bombastisch. Wenn da nur der Rest mal wachsen würde :)
    Schade, dass Herr Fricke sich seine langen Haare entfernt hat. Dabei hat er doch noch Haare auf dem Kopf XD

  8. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Ich habe immer wieder gerne die preiswerten Produkte von MFB gekauft. Der MFB-Synth Lite 2 war seit dem Korg MS-10 mein erster monophoner Synth, gefolgt vom Step64, meinem ersten Step-Sequencer. Später kam als Partner zum Doepfer Dark Energy noch ein Nanozwerg dazu, der dann durch den Microzwerg Mk II als erstem MFB Synth mit neuem Gehäuse ersetzt wurde. Das Dual-Filter des Microzwergs ist einfach genial und in dieser Preisklasse einzigartig. Darüber hinaus habe ich auch einige MFB-Module in meinem Eurorack, wie den dualen LFO 2 und den Visual VCA. Derzeit warte ich noch auf den neuen Loop ADSR, den ich bei Schneider’s bestellt habe…

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