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NAMM 2019: Arturia MicroFreak Synthesizer mit Touch-Keyboard

24. Januar 2019

Looks not like a Volca, der MicroFreak

 

Arturia MicroFreak

Na, wenn das mal kein Volca ist? Nein, ist es nicht. Der kleine monophone Synthesizer kommt direkt aus der französischen Synth-Schmiede Arturia und hört auf den Namen MicroFreak (deshalb wahrscheinlich auch die verschwurbelten Graffitis auf der Oberfläche)

So sieht das Teil übrigens im hellen Studiolicht aus:

Na, dann kämpfen wir uns mal duch die Tech-Facts.

Das Auffälligste ist das „fehlende“ Keyboard am Arturia MicroFreak bzw. der Ersatz desselbigen duch eine ein sogenanntes PCB-Keyboard. Statt beweglicher Teile entscheidet hier Berührungspunkt und Druckstärke. Spanend dabei, der kleine Monophone besitzt doch tatsächlich polyphonen Aftertouch.

Das Keyboard hat eine erhabene Oberfläche

Ob sich der allerdings wirklich gut nutzen lässt bei gerademal zwei Oktaven, halte ich zumindest für „fraglich“. Arturia weißt vor allem auf den Einsatz der PCB-Tastatur in Verbindung mit „expressed-enabled“ Software-Instrumenten hin. Na, wir sind gespannt und freuen uns schon auf einen Test.

Anders als die Brute-Serie verfügt der Arturia MicroFreak über keinen analogen, sondern über einen digitalen Oszillator mit unterschiedlichsten Schwingungsformen (über die Menge und Art der Schwingungsformen ist uns noch nichts bekannt). Das Filter bleibt analog und bietet klassisch LP, aber auch BP und HP an.

Zwei Envelopes und ein Arpeggiator/Sequencer (mit Swing-Faktor) sowie ein LFO sind zumindest schon einmal über die Oberfläche der Unit erkennbar.

Wer genau hinsieht, erkennt in der rechten oberen Reihe eine Programmspeicherabteilung mit zugehörigem Mini-OLED-Display am Arturia MicroFreak.

Überhalb der berührungsempfindlichen Tastatur sind zudem 8 weitere sensitive Buttons, die dem „Ribbon-artigen“ Feld rechts daneben offensichtlich eine Realtime-Control zuordnet:

Über die Matrix im oberen linken Eck lassen sich Modulationsquellen und Ziele miteinander verknüpfen.

Zusammenfassend an dieser Stelle schon mal ein dickes Lob für die selbsterklärende und gut strukturierte Oberfläche, die doch einiges an Möglichkeiten parat zu haben scheint.

Werfen wir zuletzt noch einen Blick auf die Schnittstellen auf der Rückseite des Arturia MicroFreak

Auch hier überrascht der Kleine mit:

  • einem analog Output im großen Klinkenformat (Danke!!!)
  • Headphone-Out
  • CV/Gate Out und Steuerspannung durch „Pressure“ des Keyboards
  • Analoge Clock In und Out
  • MIDI In und Out (leider nur als Mini-Stecker mit Adapter)
  • USB
  • und einem Netzteilanschluss

Worüber ich mich außerdem gefreut habe – einen Power-Schalter. Leider heute gerade bei den kleinen Units ja nicht mehr selbstverständlich.

Angepeilt sind 299,- Euro empfohlener VK. In dieser Preisregion tummelt sich einiges an Wettbewerbern. Trotzdem, das Teil scheint heiß zu sein und bietet einiges, was anderen fehlt. Also warten wir gespannt auf die ersten Videos von der NAMM und vor allem auf ein erstes Testgerät.

Arturia Microfreak on YouTube

 Beats  DJ  Gitarre & Bass  Keys  Stage  Studio  Vintage
Forum
  1. Profilbild
    lightman  AHU

    Schöne Aufmachung, logisch aufgebaut. Wirkt auf mich wie ein Wasp fürs 21. Jahrhundert, da werde ich mal versuchen, das Kistchen vor Ort anzuspielen.

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        lightman  AHU

        Den Jasper habe ich schon gesehen. Das Projekt finde ich gut, aber am Ende ist es wieder „nur“ ein Klon, während der MicroFreak Wasp-ish daherkommt (hauptsächlich optisch) und viel modernere Funktionen hat, dabei aber trotzdem günstig ist. Also ein bißchen so wie der Wasp von damals.

        Trotzdem ist es gut, daß es den Jasper gibt, die derzeitigen Gebrauchtpreise für originale Wasps sind absolut bekloppt.

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    phil_dr110  

    Auf das Teil freu‘ ich mich mal wirklich. Und dann noch die netten Algorithmen aus dem Plaits. Sehr spannend!

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    volcarock  

    Super Konzept und cooles Design! Bin gespannt auf den Freak.

    Aber liebe Redaktion, der Titel “ Looks like a Volca“ ist schon grob irreführend ;-)
    Der hat die Fläche von 4 Volcas , sieht sehr robust aus und hat richtige Regler und Platz zum Bedienen und eine Tastatur.

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      lightman  AHU

      Laut dem von dir in deinem zweiten Beitrag verlinkten Text stimmt das nicht. Der Code ist open source und Mutable Instruments wurde von Arturia eingeladen, aber die Kommunikation hat nicht wirklich geklappt, man wurde vor vollendete Tatsachen gestellt und es gibt für MI auch keine Credits, was schlechter Stil ist, aber nicht illegal. MI bittet darum, die Sache auf sich beruhen zu lassen, damit keine unnötige Pogromstimmung aufkommt, was offenbar an manchen Stellen im Netz schon geschehen ist (Wutbürger läßt grüßen), und ich denke, daß damit alles gesagt ist.

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      tomeso  

      Beide Kommentare (monokit und lightman) sind so nicht korrekt.
      Zum einen gab es Gespräche und ein Treffen (siehe Emelies verlinkten Kommentar) und zum anderen hat MI natürlich Credits erhalten (es wird sogar das Logo auf der Webseite verwendet).

      Die ganze Diskussion hat sich meines Erachtens daran entflammt, dass Arturia bei den Credits möglicherweise über das Ziel hinaus geschossen ist und eine Partnerschaft bei den OSC Modellen beschreibt, die diese Tiefe wohl nicht hatte.
      Zudem haben offensichtlich einige Forumsleser den verwendeten Begriff soweit interpretiert, als sei Emelie bei der Entwicklung des kompletten Synths (Features, Design, Programmierung, etc.) beiliegt gewesen. Daran stösst sich Emelie zu Recht, das hat Arturia aber auch nie behauptet und meines Empfinden nach nicht mal missverständlich formuliert.

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        lightman  AHU

        Danke für die Klarstellung. Da sieht man mal, wie schnell heutzutage eine Sandkastenkabbelei im Netz aus den Fugen geraten kann.

        Ich erwarte stund-stündlich die Meldung, daß einem der Beteiligten ein Sandförmchen geklaut wurde und der Fabrice nicht vom Apfel beißen durfte, weil Jeanett gesagt hat, daß er doof ist. . . . . . :)

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    Dave the Butcher  AHU

    Ich hoffe jetzt mal dass das der Auftakt einer neuen Serie ist, nach xxx-brute jetzt xxx-freak. Wär doch was, mit 2 osc, 3,5oktaven Tastatur, doppeltem Filter (yusynth arp-Filter ist mein bester im Rack) etc…

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    Hectorpascal  AHU

    Da ich ein großer Fan von Mutable Instruments bin, warte ich lieber auf Produkte von denen. Und wenn….., dann nehme ich lieber den Korg Minilogue xd unter die Lupe. Da schmückt das Marketing sich nicht mit fremden Federn und der digitale Oszillator ist einfach quelloffen und sonst nix. Über das Ziel hinausgeschossen……, ja klar! Bei Arturia war man sich schon sehr bewußt was man da tat. Alternativen hätte es genug gegeben.

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      Dave the Butcher  AHU

      ich geb dir schon ein bissl recht, da sollte man sensibler umgehen, allerdings hat die kiste schon was. ich hatte einige mutable module und hab sie wieder abgestoßen, mir waren die sounds irgendwie zu vorgefertigt. weiß nicht wie ich das anders beschreiben soll… ich hab das gefühl mit so einer prepatched-umgebung rundherum könnte das anders werden. klingt ein wenig huschi, was ich da schreibe, ich weiß, aber ist mein gefühl

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    8 Bit Fighter  

    die Strategie kennt man schon: dieses Jahr mit einem Oszi und nächstes Jahr ein Maxifreak mit 2 oder 3 Oszis usw. und Key Tracking für Filter ist anscheinend auch nicht vorhanden. Dieses Produkt ist genau das richtige für ungeduldige Billigkram-Sammler.

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    8-VOICE  AHU

    Toll wäre ein externer Eingang für den analogen Filter gewesen. Bin schon gespannt auf mehr Infos und Soundbeispiele. :-)

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    Son of MooG  AHU

    Mir hat der MicroFreak auf Anhieb gefallen, mit drei Ausnahmen: keine CV/Gate-Ins, Minklinken-MIDI-Buchsen und die Position des Touchstrips, den ich lieber auf der linken Seite gesehen hätte. Positiv finde ich die kleine Mod Matrix, bei der 3 von 7 Zielen frei belegbar sind, den abgespeckten Plaits-Oszillator und die Cycling Envelope. Und er hat 64 User-Patch Speicherplätze. Filter-Tracking geht übrigens auch, siehe Mod Matrix, zudem ist er bis zu 4-stimmig paraphon spielbar. Der Sequencer bietet u.a. bis zu 64 Steps und 4 Automations-Tracks. Der MicroFreak hat mehr unter der Haube als der erste Blick vermuten lässt, und das im Low-Cost Bereich…

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      8-VOICE  AHU

      Die 4 stimmige Paraphonie gefällt mir auch, zur Not kann man auch ein paar Akkorde machen, falls nichts anderes zur Hand, toll wenn der Seq. auch polyphon kann, weiss noch nicht, werde mir noch ein paar Youtube Videos reinziehen…

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    Ashatur  AHU

    Das ist ja der Knaller und für meine kleine Brutefamilie bestimmt ein netter Zuwachs.
    Dig. Osc. die wohl verschiedene Synthese Modelle beherrschen gepaart mit einem analogen Filter und dazu noch eine 4 Stimmige Paraphonie da hüpft mein Herz. Achja und das Touchkeyboard mit Polyphonen Aftertouch scheint auch sehr interessant zu sein.

  10. Profilbild
    Ashatur  AHU

    Aber eine Sache würde mich interessieren,
    Hier ist die Rede von 4 Stimmiger Paraphonie aber der Freak besitzt wohl nur einen Oscillator, wie wird dann die Paraphonie generiert? Gibt es Synthesemodelle mit mehreren Oscillatoren? Sind sie dann nur für die Paraphonie zuständig oder auch für die Klangsynthese? Dies wäre sehr interessant zu wissen.

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    tonvibration  

    „[…] Überhalb der berührungsempfindlichen Tastatur sind zudem 8 weitere sensitive Buttons, die dem „Gibbon-artigen“ Feld rechts daneben offensichtlich eine Realtime-Control zuordnet […]“
    Kleiner, lustiger Schreibfehler… es sei denn Arturia verbaut jetzt Affen ;) lol
    Wenn ich die Videos richtig gesehen habe sind aber nur die rechten 3 Schalter für den Ribbon-Controller: Pitch oder verschiedene Patternvariationen… Die anderen 5 Schalter sind für Latch/hold und für Arpeggiator Funktionen (siehe auch kleine Querstriche im Aufdruck).

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