Test: Behringer MS-101 Analogsynthesizer

13. Februar 2019

Roter Klassiker made by Behringer

Auf der Superbooth 2018 zeigte Behringer eine kleine Batterie an Neuauflagen bekannter Synthesizer, neben dem hier bereits ausführlich getesteten und begeisterndem Behringer Odyssey erblickten auch der Drumcomputer Behringer RD-808, die Reinkarnation der berühmten Roland TR-808, sowie der Behringer Pro-1 erstmals das Licht der großen „Anspiel-Bühne“. Interessanter – und bei eingehenderer Betrachtung naheliegender Weise, veröffentlichte das Unternehmen gemeinsam mit diesem auch eine Reproduktion des Roland SH-101.

Wie gewohnt verpasst Behringer dem Behringer MS-101 neben dem Versuch, möglichst nah am Original zu bleiben, auch noch einige zusätzliche Features: Zum einen kommt hier der bereits aus dem Odyssey bekannte Behringer Sequencer zum Einsatz und ersetzt das im originalen Synthesizer implementierte Sequencer- und Arpeggio-Design. Des Weiteren wurde glücklicherweise auch das Batteriefach verbannt, weshalb die ursprünglich seltsam auf der Oberseite positionierten Ein- und Ausgänge auf die Rückseite des Gehäuses weichen konnten.

An dieser Stelle wurde der Behringer MS-101 ebenfalls gehörig aufgestockt, hierzu jedoch später mehr. Die interessanteste und kreativste Addition stellt bei weitem die Möglichkeit dar, die Filtereckfrequenz umfangreich per frei wählbarer Modulationsquelle im Audiobereich modulieren zu können, hier sollte also, was die spektrale Vielseitigkeit des Gerätes angeht, einiges mehr herauszuholen sein als aus dem Original. Beginnen wir jedoch einmal von vorne und rollen ein paar grundsätzliche Fragen auf, die bei Behringers mittlerweile nunmehr utopisch anmutender Produktpalette (gerade in Kombination mit deren Ladenpreisen) mehr oder weniger aufkommen müssen. Also:

Wie um Himmels Willen macht Behringer das?

Im Vorfeld berichteten wir über die Neuauflage von Curtis CEM 3340 und CEM 3320 seitens Behringer, den tot geglaubten und mittlerweile immer spärlicher gesäten VCO- und VCF-Chips, die sich neben den Klassikern von Oberheim und SCI auch in einigen Roland Produkten fanden. In einigen Jupiters, den alten Junos, der MC-202 und, was den VCO angeht, eben auch im SH-101. Ebenfalls dokumentiert haben wir die Entwicklung von Behringers Version des Oberheim OB-XA, in dem beide Chips für umfangreiche Polyphonie gleich jeweils 16 Mal verbaut werden sollen und können.

„Chips“? Denkt sich hier der bewanderte Leser. Klar, gibt’s auch in analog. Bei den Curtis Chips handelt es sich um Halbleiter-Bausteine, die analoge, integrierte Schaltkreise in Miniaturform beinhalten. Und genau diese erstellt Behringer nun in Eigenproduktion.

Seit Behringer beschlossen hat, alte Synthesizer-Klassiker wiederaufleben zu lassen, polarisiert der Markenname mehr als je zuvor. In meinen Augen könnte dieser Umstand doch auch als längst überfällige Revolution des bestehenden und ziemlich festgefahrenen Marktes gesehen werden. Gerade auch mit den Eingenprodukten Crave und Neutron zeigt Behringer den anderen Bigplayern Roland und Korg, was für vielseitige Designs sich für den kleinen Geldbeutel abseits von digital basierten Geräten aus der „Boutique“ mit Vintage-Stempel realisieren lassen. Rücken wir also ab von omnipräsenten Grundsatzdiskussionen und widmen uns dem, worum es eigentlich geht: den Behringer MS-101 zu ergründen und auf Herz und Nieren zu prüfen.

Haptik und Verarbeitung des Behringer MS-101

Behringer MS-101

Der Behringer MS-101 aus seitlicher Perspektive

Erstkontakt MS-101 – fast wie der Echte

Der Roland SH-101 war ein Stück Synthesizer-Revolution, dass Zeit seines Entstehens um 1982 mit dafür verantwortlich war, dass elektronische Klangerzeuger sich immer größerer Popularität erfreuten. Selbstverständlich taten hier auch die anderen Geräte von Rolands damaliger Produktpalette ihr Übriges, auch wenn es ab Markt-Release die eine oder andere Dekade brauchte, bis sie den Status erreichten, denen sie sich heute erfreuen dürfen. Der SH-101 stach jedoch durch seine Visibilität hervor: Mit dem beigelegten Modulations-Griff und einem Gurt ließ sich das Gerät in Kombination mit dem Batteriebetrieb als bühnenfreundliche Keytar betreiben, so tauchte der Synthesizer Mitte des Achtziger in diversen Musikvideos auf. Sein für die Zeit absolut untypisch aus Hartplastik gefertigtes Gehäuse, das es in satten Blau- und Rottönen sowie einem zurückhaltenderen Grauton zu erstehen gab, tat noch sein Übriges für den WOW-Effekt.

Behringer agiert hier ganz pflichtbewusst, entscheidet sich dafür, für den Behringer MS-101 alle Originalfarben anzubieten und legt ebenfalls einen abschraubbaren Griff bei, der sich wie beim echten über die rückseitig verbauten CV-Eingänge namens „Grip“ und „Mod“ mit dem Gerät verbinden lässt. Auf der anderen Seite des Gerätes befindet sich die (ebenfalls abschraubbare) Halterung für den beigelegten Gurt. Angenehm: Möchte man den Synth auf herkömmliche Art und Weise als Tischgerät betreiben, lässt sich ebenfalls diese Halterung komplett entfernen. Dessen Schraubverbindungen befinden sich auf der Gehäuseunterseite, weshalb man die Nicht-Existenz jener bei herkömmlicher Verwendung nicht durch etwaige unansehnliche Verbindungspunkte bedauern muss.

Überschaubare Rückseite

Die Unterseite des Gerätes ist aus Metall gefertigt, das komplette Gehäuse darauf aufbauend aus einem Plastikguss. Behringer orientiert sich hier augenscheinlich eins-zu-eins an den Abmessungen des Originals, aber dem Gehäuse hat man ein geschmackvolles und subtiles Redesign verpasst: Sämtliche Ecken und Kanten wurden leicht abgerundet und gerade der Aufsatz mitsamt allen Bedienparametern, der im Original noch anfälliger für Stoßungen und Kratzer war, kommt hier ebenfalls leicht abgerundet zur Geltung. Noch wichtiger allerdings: Er schließt bündig ab mit der Rückseite des Gehäuses, weshalb auch sämtliche Ein- und Ausgänge auf die Rückseite des Gerätes verbannt werden konnten, natürlich zum kleinen Preis des nicht vorhandenen Batteriefachs. Hier wird man bei „Klampfenbetrieb“ auf der Bühne auf ein langes Netzkabel zurückgreifen müssen.

Behringer MS-101

Aus solidem Metall: Die Bodenplatte des Behringer MS-101

Schaut man sich den Behringer MS-101 von oben an, so kommt man aus dem Staunen erstmal nicht wirklich heraus: Sämtliche Fader und Potikappen wirken verglichen mit dem Original absolut identisch in Design und Skalierung, selbst die Farbkodierungen der einzelnen Fader wurden absolut akkurat umgesetzt. Auch die Kippschalter aus Aluminium für Glide und Transpose sehen exakt so aus wie beim Original, einzig kommt hier noch ein weiterer dazu, mit dem sich die Frequenz des verbauten LFO x2 oder x4 multiplizieren lässt. Selbst der Pitchbend/Modulation-Joystick sieht nicht weniger als baugleich aus. Über zwei weitere kleinere, im selben Design gehaltene Potentiometer kann man noch den Wirkungsgrad und die Quelle der hinzugefügten Modulation der Filtereckfrequenz wählen, hier dürfte es in Kombination mit dem LFO im Audiobereich zu interessanten klanglichen Ergebnissen kommen. Last but not least kommt mit der beim Original nicht vorhandenen, aber hier implementierten Dreiecksschwingungsform auch noch ein Fader für dessen Lautstärkeeinstellung hinzu.

Was die Haptik der Fader, Potis und Schalter anbelangt, so bekommt man hier, exakt wie beim Original, jene einer Shampooflasche geboten. Das Gerät ist einfach komplett aus Plastik, die Potis haben keine griffige Oberfläche, sondern sind ebenfalls aus glattem Plastik, nichts für Menschen, die beim Musizieren ab und zu zu feuchten Händen neigen (wie bei mir). Die Orientierung am Original ist respektvoll und im Hinblick auf die „Heritage“ und die Vermittlung des „SH-101 Gefühls“ mehr als nur nachvollziehbar, allerdings hätte ich mich trotzdem über griffigere Potikappen gefreut. Diese ließen sich allerdings nach Erwerb des Gerätes auch ohne Aufwand selbst aufstecken.

Die Fader sind prima zu bedienen und sitzen, genau wie die Potis im Übrigen auch, wirklich bombenfest im Gehäuse. Robust ist er, der Behringer MS-101. Das bestätigt sich auch, nachdem man ausdrücklich und rücksichtslos an sämtlichen Ein- und Ausgängen herumgedrückt hat, hier wackelt nichts, aber auch wirklich gar nichts. Auch der verbaute Sequencer, der sich im Odyssey noch recht wackelig anfühlte, sitzt hier perfekt im Gehäuse, nichts klappert, nichts wackelt. Die Druckknopf-Haptik à la Tevion CD-Kassettenradio bleibt allerdings, hier hätte man vielleicht noch ein abdämpfendes Element unter die Knopfreihen packen können, damit wäre der billige Klang bei Betätigung dieser wahrscheinlich schon behoben. Jammern auf hohem (Preis-Leistungs-) Niveau. Ein lustiger Flachs: Fand sich beim SH-101 das rechts untergebrachte Markenlogo durch kleine Punkte realisiert, so wartet der Behringer MS-101 hier mit vertikalen Streifen auf.

Behringer MS-101

Der Sequencer des Behringer MS-101

Betrachtet man die Rückseite, so bemerkt man, dass Behringer hier alles am Original existierende an Ein- und Ausgängen aufgegriffen hat und durch volles MIDI und zwei schicke CV-Eingänge namens „vcf cv in“ und „ext clk in“ erweitert hat. Beim originalen SH-101 ließ sich der Sequencer per Triggersignal von Drummachines durchsteppen, wodurch sich geniale Techno-Melodien und Bässe erzeugen ließen – das ist mir in diesem Falle leider nicht gelungen. Außerdem gibt es zusätzlich noch einen CV-Ausgang „velocity out“, mit dem sich die Geräte-intern nicht gegebene Velocity des Keyboards rerouten lässt. Doch: Warum nicht den „velocity out“ in den „vcf cv in“ schicken? Und schwupps, hat man einen SH-101 mit Velocity.

Richtig, richtig gut! Dachte ich. Leider scheint der Velocity Out aber nichts anderes als ein weiterer CV-Out der Keyboard-Tonhöhe zu sein, eben wie der normale CV-Out. Ich könnte mir vorstellen, dass da noch mal Hand angelegt wird. Wie gesagt, ich habe hier wahrscheinlich einen der ersten Zehn stehen. Ebenfalls findet sich noch eine USB-Buchse hinten am Gerät, diese fungiert ebenfalls als MIDI In und Out Schnittstelle. Auch ein Eingang für externe Audiosignale befindet sich noch hinten am Gerät, als Addition zum Original befindet sich selbstverständlich noch ein Lautstärke-Fader für diese neben dem des Rauschgenerators auf der Bedienoberfläche. So weit, so gut. Aber wie spielt das alles zusammen? Widmen wir uns noch kurz dem Aufbau des Gerätes, bevor es in die klangliche Analyse geht.

Behringer MS-101

Volles MIDI am Behringer MS-101

Der Aufbau des Behringer MS-101

Der SH-101 ist eine recht simple Konstruktion und glänzt eher durch den Sound seiner wenigen einzelnen Komponenten, irgendwo zwischen TB-303 und monophonem Juno klingt das, was aus dem Gerät an klanglichen Informationen herauskommt. Darüber hinaus gilt er als sehr lebendiger Synthesizer, der durch einige lustige Baupatzer wie dem dreipoligen, sehr wackeligen Ein/Ausschalter, genereller Empfindlichkeit, was die Eingangsspannung anbelangt und dergleichen mehr häufig mal die Stimmung verliert. Ich hatte mal ein Gerät im Studio, bei dem man durch das Schütteln dessen ein Vibrato erzeugen konnte. Vielleicht die ungewollte Blaupause des Bewegungssensors? Konnte man den Synthesizer zwar mit Netzteilen zwischen 9 und 12 Volt betreiben, so wurde die Stromspannung intern noch einmal gehörig umgemodelt, um genug Power für den Curtis Chip gewährleisten zu können.

Erst wurde die Eingangsspannung von DC in AC gewandelt und durch einen Transformator geboostet, sodass er die für den Chip mindestens nötigen 14,5 Volt generieren konnte. Da der Curtis ohne diese Spannung nicht funktioniert, ist davon auszugehen, dass Behringer hier genauso oder ähnlich vorgegangen ist. Die Empfindlichkeit, die das Gerät beim Kabelziehen und -stecken sowie sonstigen Dingen, zum Beispiel was die Modulation-Joystick Bedienung anbelangt, an den Tag legt, bestätigen das noch. Gefällt mir sehr. Was die Trigger- und Pitch- sowie die LFO-Sektionen anbelangt, so hat Behringer hier garantiert andere Bauteile verwendet. Der originale SH-101 hatte hierzu bereits einen kleinen Mikrocomputer verbaut, der sich um die Key-Voltages, LEDs und Buttons und deren korrekte Spannungswerte kümmerte, hier hat Behringer ja einen eigenen, vielseitigeren LFO verbaut und auch der eigens entwickelte Behringer Sequencer kommt zum Einsatz. Aufgrund dessen kam noch ein Poti für die Gate-Länge dazu, mit dem man unter Verwendung einer Second-Funktion, also dem Drücken von zwei Knöpfen am Sequencer gleichzeitig, der Sequenz auch einen Swing hinzufügen kann. Ansonsten verweist BEHRINGER aber darauf, dass alle sonstigen Funktionen, Schaltungen und Bauteile exakt dem Original entsprechen.

Behringer MS-101

Die knackige Envelope des Behringer MS-101 samt Trigger-Möglichkeiten

Der im Behringer MS-101 verbaute VCO ist verglichen mit dem Original, bis auf die noch dazu gekommene Dreiecksschwingungsform, die im Source-Mixer zumischbar ist, identisch. Bei Filter und Envelopes sowie VCA lässt sich das nicht mit absoluter Gewissheit sagen. Hier kamen im Original eigene Designs der Marke zum Einsatz. Diese sind allerdings ebenfalls relativ leicht zu reproduzieren und werden, wie die Curtis Chips im Übrigen ebenfalls, mittlerweile auch von Drittanbietern angeboten. Der Chip ist die Basis, durch umliegende Transistoren werden die verschiedenen Schwingungsformen sowie der Sub-Oszillator realisiert. Das Filter ist ebenfalls ein IC, welcher aufgrund seiner Vierpoligkeit mit einer Flankensteilheit von 24 dB/Okt wirken kann, dieses findet sich beispielsweise ebenfalls in detaillierterer Konfiguration im Jupiter-6.

Die verbauten VCAs des SH-101 kamen so gut wie in jedem Roland „Vintage“-Gerät zum Einsatz und arbeiteten bis auf die Voice-Chips im polyphonen Juno, hier kamen gleich mehrere dieser Chips auf einmal zum Einsatz, meistens sehr zuverlässig. Ein verbauter Rauschgenerator, ebenfalls in Form eines kleinen ICs, wurde ebenfalls in das Gerät implementiert. Interessanterweise war der SH-101 doch immer und besonders für seine knackigen und einzigartigen „clicky“ Envelopes bekannt, scheint dies die einzige Komponente am Gerät zu sein, die ohne besonderen integrierten Schaltkreis gelöst wurde. Hier findet man beim Original eine große Ansammlung an Transistoren auf der Platine. Wie dem auch sei – mein Versuch, den Behringer MS-101 aufzuschrauben und hineinzuschauen, brach ich nach der 12. Schraube ab. Als mir einfiel, dass ich hier einen von 50 Prototypen stehen habe, wurde mir das dann doch zu riskant und Gewissensbisse packten mich. Über einen schnellen Rundown, gerade was das VCF angeht und ob sich sonst auch an der Topologie des SH-101 orientiert wurde, würde ich mich von Firmenseite sehr freuen (falls ihr mitlest und so etwas überhaupt mit uns teilen wollt…;)). Augenscheinlich definitiv. Auf jeden Fall wurde ja  noch eine ordentliche Frequenzmodulation eingeschleift. Doch nun zum Wichtigsten, wie klingt der kleine Rote? Die Voraussetzungen für einen weiteren Erfolg scheinen jedenfalls gegeben.

Klang und Nutzbarkeit des Behringer MS-101

Der Oszillator der Behringer MS-101 profitiert von der neu implementierten Dreiecksschwingung, womit sich dieser gut andicken und „abrunden“ lässt. Er braucht aber wie das Original untenrum einfach ein bisschen Flankensteilheit vom Filter, wenn man mehr Druck möchte. Rolands SH-101 hat einen förmlich darum angebettelt, die Resonanz ein wenig hochzudrehen.

Die Pulsbreitenmodulation der Rechtecktschwingung, so wie diese an sich, klingt extrem authentisch, schön und bei Modulation auch mal schnell sehr „fett“. Sie lässt sich entweder durch die Hüllkurve, manuell am Fader oder mit dem LFO modulieren. Die Bereich des Oszillators geht, auch wie beim Original, von 16′ bis 2′. Durch die Keyboard-Transponierung lässt sie sich aber noch um drei weitere Okavschritte beeinflussen. Das Noise aus dem Rauschgenerator klingt ebenfalls schön und luftig, allerdings vielleicht nicht ganz so „8-bit“ig und blau wie das echte.

Mit den tollen, knackigen Envelopes und etwas FM lassen sich hiermit trotzdem ganz klar als SH-101 zu identifizierende Snarerolls oder HiHats bauen, die wirklich richtig Punch haben. Der wie im Original ebenfalls digitale LFO reicht deutlich in den Audiobereich hinein, hiermit bekommt man sozusagen noch eine weitere FM-Quelle. Mit diesem kann man sowohl Pitch als auch Filter-Modulation, die Pulsbreite und/oder das Vibrato am Joystick modulieren. Und auch die verbaute Envelope triggern, was in Kombination mit dem Sequencer zu interessanten und rhythmischen Ergebnissen führen kann.

Behringer MS-101

Der Oszillator am Behringer MS-101

Das Filter des Behringer MS-101 hat ordentlich Biss, bis zur Selbstoszillation sozusagen. Mit diesem kann man in Kombination mit der FM, der Resonanz und der bei entsprechender Einstellung der Tonhöhe folgenden Filterfrequenz auch ohne Einsatz des verbauten Oszillators spannende Klänge erzeugen. Die Envelopes packen schnell und sind wie beim Original schön clicky bei schnellen Attacks. Den VCA per Gate zu triggern und eine schnell packende Envelope für den Filter einzustellen, führt zu genialen SH-typischen Acid-Plucks. Er klingt mit den Sub-Oktavierungen und ordentlich Pulsbreitenmodulation wirklich wie ein Echter und macht großen Spaß beim Spielen, hier lassen sich breite und sehr durchsetzungsfähige Sounds erzeugen und das in einer deutlich größeren Diversität als beim SH-101, die sechs verschiedenen FM-Quellen können wirklich einiges.

Behringer MS-101

Die VCF Sektion des Behringer MS-101

Der Sequencer bietet 8×8 Steps, es lassen sich Rests/Akzente einprogrammieren und es gibt sogar Speicherbänke für Patterns. Ich wünschte, er ließe sich per Trigger durchsteppen, damit wäre er für mich gemessen am Gerät genial und besser als das Original, weil es schlichtweg mehr Möglichkeiten und längere Patterns gibt. Dazu bräuchte man dann aber auch noch die Möglichkeit, Legato-Steps und Glides einzuprogrammieren. So wie er ist, ist er aber auch ein gutes Tool zur kreativen Soundfindung. Echt cool: Per Druck auf den „Arp“-Knopf aktiviert man ein ebenfalls verbautes „down to up“ Arpeggio.

Der Behringer MS-101 kommt dem SH-101 klanglich wirklich extrem nahe. Beim Behringer Odyssey war ich mir, was die Authentizität gemessen am Original angeht, trotz seines tollen Klanges manchmal etwas unsicher, die originalen Odysseys klangen aber auch alle immer etwas unterschiedlich. Der Behringer MS-101, und das lässt sich mit Sicherheit sagen, ließe sich innerhalb einer Produktion kaum bis gar nicht vom Original unterscheiden. Mit der klanglichen Attitüde des Gerätes hat man einen absoluten Volltreffer gelandet. Ich habe selten, vielleicht sogar noch nie, so einen guten Klon gehört.

Roland SH-101 Analogsynthesizer

Das original, der Roland SH-101 Analogsynthesizer

Alternativen zum Behringer MS-101

Zum einen wäre das natürlich das Original, der Roland SH-101, dem wir gleich zwei BLUE BOX Beiträge von zwei unterschiedlichen Autoren gewidmet haben, nämlich Teil 1 HIER und Teil 2 HIER.

Aber auch Roland hat seinen Klassiker geklont. Einmal als Plug-Out-System (Plug-In plus Hardware, die auch Standalone funktioniert) unter der Bezeichnung Roland System-1. Für Test bitte HIER KLICKEN.

Roland System 1 (gibt es auch als Eurorack Roland System-1m)

Und als Boutique-Klon unter der Bezeichnung Roland SH-01A. Diesen Test finden SIE HIER.

Auch diese zwei Varianten, sind ernstzunehmenden und gut klingende Synthesizer mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Möglichkeiten.

Vincents YouTube-Demo:

Fazit

Was soll ich sagen? Soundtechnisch erfüllt Behringer ein weiteres Mal meine Erwartungen und schafft es tatsächlich, die klangliche Attitüde sowie das Verhalten des Gerätes respektierlich und ja, unverkennbar, nachzubilden. Natürlich sprechen wir hier nicht von einer eins-zu-eins Kopie, jedoch auch nicht von einem Gerät, das entweder „besser“ oder „schlechter“ klingt. Fakt ist, dass er noch deutlich facettenreicher und „frickliger“ klingen kann als das Original und sich abseits der klassischen Bässe, Leads und Plucks und deren simplerer LFO-Modulation auch tolle FM-gestützte, mittenbasierte Schwingungsformen erzeugen lassen, die genial durchsetzungsfähig sind und sich gerade für Layering innerhalb einer Produktion fantastisch eignen. Im Sub-Bass-Bereich fehlen mir einfach ein, zwei Dezibel, das ist aber nichts, was sich nicht mit größter Einfachheit in der Post ausbügeln ließe. Oder durch einen schönen Preamp. Er klingt aber auch alleine gut und vor allem: Im Bezug auf das Vorbild extrem authentisch.

Und vor allen Dingen: Im Gegensatz zu etwaigen anderen Mini-Nachbauten des Gerätes bekommt man hier ein Gerät, das lebt und atmet, das auch mal empfindlicher reagiert und sich gut bedienen lässt. Es fühlt sich fast an wie eine Revision des Originals, nur dass man hier eben auf sinnvolle Art und Weise wirklich mal weitergedacht hat. Verarbeitungstechnisch wartet das Gerät mit Robustheit und sehr gut sitzenden Fadern und Potis auf, es wird lange halten und leicht zu warten sein. Im Bezug auf den Kunden-Support seitens Behringer wird sich in den nächsten Jahren zeigen, ob das funktioniert. Ich denke aber, dass man sich bei den drei Jahren Garantiesiegel auf Sämtliches auch Gedanken in diese Richtung gemacht hat.

Tief in mir freue ich mich so sehr über Behringers Attitüde und Vorgehen. Während Roland weiterhin stagniert und seine originalen Designs trotz extremer Nachfrage nicht mehr anfassen möchte, kommt Behringer daher und ermöglicht für viele Kunden kleine Träume zu Traumpreisen. Nicht mehr und nicht weniger. Und kaum kündigt Behringer Reproduktionen der TR-808 und TR-909 an, reagiert Roland und trägt das Farbschema der Step-Knöpfe der TR-808 ein, rund 40 Jahre nach Release. Hier werden bewusst Steine im Weg verteilt, man hat Angst. Endlich passiert mal etwas, was den bestehenden Markt etwas ins Schwitzen bringt. Endlich. Ein großes Danke von meiner Seite dafür.

Um abschließend noch einen kurzen Vergleich zum SH-01 A, Rolands Boutique-Version des SH-101, zu ziehen, so kann dieser aufgrund dessen komplett digitaler Architektur beispielsweise auch polyphon gespielt werden (komischerweise aber nur vierstimmig? Mehr Stimmen wären wahrscheinlich nicht „vintage“ genug gewesen.). Soundtechnisch hat er definitiv etwas mehr Bassfundament, aber der Rest „fehlt“ einfach. Er lebt nicht, das Filter schreit nicht, er gibt einem kein Feedback. Das Teil ist clean. Was nicht heißt, dass es nicht gut klingt und vielleicht für manche Ohren besser. Auf keinen Fall aber näher am Original. Natürlich haben die Aira- und Boutique-Serien mehr als nur ihre Daseinsberechtigung, aber diese haben auch einen ganz anderen Fokus. Sie haben mit dem „real deal“ nicht mehr viel am Hut, der Behringer MS-101 ist beinahe genau dieser fleischgewordene und lebendige „real deal“.

Kurzum: Behringer hat erneut ein Produkt mit großer Daseinsberechtigung auf den Markt gebracht, das dem originalen Vorbild Respekt zollt und gleichzeitig sowohl quantitativ als auch qualitativ sehr viel für einen sehr kleinen Preis bietet. Ich persönlich bin mehr als begeistert – und das nicht zuletzt aus Prinzip. Immer weiter so, Uli! Im beigefügten Video findet ihr noch eine Demo für das Gerät von meiner Seite, wohl bekomm’s!

Plus

  • Klang
  • Verarbeitung
  • Preis

Minus

  • Sequencer lässt sich nicht per externem Trigger durchschalten

Preis

  • Ladenpreis: 299,- Euro
Forum
  1. Profilbild
    Hectorpascal  AHU

    „Während Roland weiterhin stagniert und seine originalen Designs trotz extremer Nachfrage nicht mehr anfassen möchte, kommt Behringer daher und ermöglicht für viele Kunden kleine Träume zu Traumpreisen.“

    Alles gesagt, danke dafür! Der kommt definitiv auf den Tisch.

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      Ted Raven  AHU

      Aber Roland hat den SH-101 doch schon längst selbst neu aufgelegt (SH-01 Gaia).

      Der ist allerdings immer noch deutlich teurer und war meiner Ansicht nach seinen Preis noch nie wert.

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        Ted Raven  AHU

        Mir fällt gerade ein, als Plug-Out für System1 gibt es den SH-101 auch. Und ich glaube, Roland hatte schon ein paar Jahre vor dem Gaia einen SH-101-Klon, mir fällt nur der genaue Name nicht ein.

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          Modellwelle

          Meinst du den SH-201?
          Den SH-01 Gaia würde ich nicht als SH-101-Klon bezeichnen.
          Klanglich und vom Aufbau sind die doch sehr verschieden.

          Roland gibt zwar seinen neueren Produkten gerne die Namen der alten Klassiker, das hat dann aber eher namensrechtliche und vermarktungstechnische Gründe. Gibt hier auf Amazona ein Interview mit Leuten von Roland, wo Sie das erklären (Stichwort „pet names“).

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            Ted Raven  AHU

            Ich glaube, den SH-201 meine ich.

            Regler und Elemente des Gaia sind, soweit ich es vergleichen kann, doch fast identisch mit denen des SH-101. Aber wenn sie sich klanglich so sehr unterscheiden, ist der Name mal wieder wohl eher der PR als dem Gerät geschuldet.

            Das mit den namensrechtlichen Gründen kann Roland sich abschminken. Abkürzungen, Zahlen und willkürliche kurze Buchstabenkombinationen können nicht geschützt werden. Wenn Roland einem seiner neuen Geräte einen Namen gibt, der gleich oder ähnlich dem eines seiner Kultinstrumente ist, hat das ausschließlich PR-Gründe.

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              Son of MooG  AHU

              Ich hatte den SH-201 einige Jahre lang gespielt (bis er vom Deepmind 12 abgelöst wurde) und fand ihn auch nicht schlecht, aber mit der analogen SH-Serie hat er rein gar nichts gemeinsam. Der Aufbau erinnerte mich eher an den Jupiter 8…

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                Ted Raven  AHU

                Aha, bleibt also nur noch die Plug-Out-Version. Aber wenigstens hat Roland einen SH-101-Klon ;) , einen, der sogar SH-101 heißt.

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        TobyB  RED

        Hallo Ted,

        Roland GAIA ist ein Urahn der ACB und AIRA Plattform. Bis auf die Bedienung haben die nicht viel mit den ur SH zu tun. Dafür dürfte die GAIA SH 01 so langsam ins zehnte Verkaufsjahr gehen. Was wiederum für das Konzept spricht. Den SH 201 würd ich auf der einen Seite in die Liste der nichtganzsoschönen Synths packen. Andererseits ist der so speziell, dass sich der Kauf lohnt, wenn man Trance und Co bedient. Ein System 8 dazu und den MS-101 kommt dann sicher gut.

  2. Profilbild
    Ted Raven  AHU

    Als der SH-101 aktuell war, hatte mein allererster Mitmusiker einen. Damals fand ich ihn uninteressant. Seit einigen Jahren reizt mit das graue Lego-Duplo-Teil irgendwie. Und für den Preis – und in Rot :) – wäre es schon was. Das unvermeintliche Aber: Ich habe mir letztes Jahr den MicroKorg und die MiniNova gekauft, mit denen ich in meiner Musik deutlich mehr anfangen kann als mit dem MS-101. So gerne ich ihn zum Herumspielen hätte, so wenig kann ich ihn gebrauchen.

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    psv-ddv  AHU

    Wenn ich Dich richtig verstehe hast Du eines von 50 speziell (hand?)-gebauten Vorserienmodellen getestet.
    Ich möchte nach meiner Erfahrung mit dem Behringer „D“ nochmal darauf hinweisen, dass die Geräte die Otto Normalverbraucher irgendwann mal kaufen kann unter Umständen anders klingen…

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        Ted Raven  AHU

        olafmol: „Was meinst Du?“
        Hat er doch deutlich geschrieben. Vorserienmodelle, die handverlesen an die Tester verschickt werden, können sich klanglich und v. a. verarbeitungstechnisch stark von den Serienmodellen unterscheiden. Das ist ja auch nichts Neues.

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            Vincent  RED

            Hey zusammen,

            ich wage zu bezweifeln, dass es hier klangliche und verarbeitungstecnische Unterschiede von dieser zur Großserie geben wird. Die verbauten Komponenten werden absolut identisch sein, genauso, wie die Verarbeitung auf dem selben Niveau sein wird wie in dieser Vorserie. Denke, dass das im Bezug auf den Boog auch eher einem Gerücht als einer Wahrheit entspricht, vielleicht gab es hier einmal allererste versuche mit anderen Komponenten.

            Ein großes Prototyping ist hier nicht von Nöten, das Schaltungsdesign gibts ja jetzt schon ein Weilchen, und das Gehäuse ist definitiv nicht aus clay hand-modelliert… ;)

            Ich denke, dass diese Vorserie eher auf das Einmessen und Haltbarkeitstests abzielt, am Ende zusammengeschraubt wird die Kiste denke ich mal auch in Großserie noch von Hand.

            Grüße,
            Vince

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              Hectorpascal  AHU

              Die Frage nach der „Qualität“ ist eher ein mentales Problem mit dem Produkt. Wat nix kostet ist auch nix, dachten schon damals einige als Roland mit den Dingern kam. Als ehemaliger Acid-Jünger freue ich mich auf alle Rolands von B. Wann gibt es endlich einen Porsche von Behringer für 10000€. So sieht Kapitalismus zu Ende gedacht aus! ;)

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                Ted Raven  AHU

                Hectorpascal: „Wat nix kostet ist auch nix“
                Das hat damit überhaupt nichts zu tun und wurde auch nicht einmal angedeutet. Dass Tester handverlesene Geräte erhalten, zieht sich durch alle Sparten und Preisklassen.

                Außerdem bin gerade ich ein erklärter Gegner der Preiswert-Gleich-Billig-Philosophie.

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                  Hectorpascal  AHU

                  Du warst nicht angesprochen. Die Unterschiede die viele Menschen hören gibt es z.B. auch bei Marmelade. Natürlich haben andere Hersteller nie ungefragt Bauteile verändert und/oder die Produktion umgestellt. Alles heilige Kühe. Ich wette einige Moogs, Odysseys, OB-Xa und Jupiter 8 klingen so schlecht, das die Höchstpreise am Markt erzielen. ;)

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              psv-ddv  AHU

              Ob auf den automatisch bestückten Platinen in der Großserie noch die gleichen Bauteile sitzen wie auf den Prototypen, wage ich mal zu bezweifeln.
              Um die wunderbar niedrigen Preise zu erreichen, kauft B. seine Bauteile in großen Mengen. Was „just in time“ günstig von den Bauteilherstellern angeboten wird kommt in’s Gerät. OpAmps, Kondensatoren, etc. alles stark klangbestimmend.
              Wenn Du den Prototypen noch hast, lässt sich das leicht überprüfen. Poste doch bitte mal ein paar Fotos vom Innenleben des MS101.
              Ich hatte das ja hier schon mehrfach geschrieben und habe selber die Erfahrung gemacht: Den Boog fand ich in den ersten Demos beeindruckend. Das Massengerät das dann bei mir im Studio stand war ziemlich enttäuschend.

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                iggy_pop  AHU

                Das ist wie der Big King im Fernsehspot — der sieht da auch immer um Längen größer und leckerer aus als das, was ich zuhause aus dem Papier wickele…

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                SynthUndMetal  

                Hallo psv-ddv. Sorry, aber Dein Kommentar ist meiner Erfahrung nach einfach nur totaler Humbug. Wir reden hier definitiv über die Null-Serie und nicht über irgendwelche Betas oder Alphas. Diese werden vorallem deswegen gebaut um noch versteckte Bugs unter „Realbedingungen“ zu finden (und nicht unter F&E Bedingungen) bevor das Produkt finalerweise in die Produktion überführt wird. Weiterhin wird diese Serie natürlich noch in der Entwicklungsabteilung zusammengeschraubt um damit die Fertigungsanweisungen für die Produktion zu erstellen. Die müssen ja irgendwie wissen wie sie denn das neue Produkt bauen sollen. Die Teilebestellungen sind da normalerweise aber schon lange raus. Meist aufgrund von Zeitdruck. Es macht ja auch überhaupt keinen Sinn nach den finalen Tests anzufangen elektronische Komponenten ungeprüft zu ändern! Also bitte in Zukunft Fantasie und Erfahrung besser trennen und nicht so ein realitätsfremdes Gebräu schreiben. Danke!

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                  psv-ddv  AHU

                  Lieber synthundmetall,
                  unsere Erfahrungen unterscheiden sich. Kein Grund beleidigend zu werden.

                  Ich suche einfach eine Erklärung für das was ich höre.
                  Es macht ja durchaus Sinn das Produkt mit teureren Bauteilen zu teasern. Keine Ahnung ob die das machen. Liesse sich aber wie gesagt leicht überprüfen.

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                  Ted Raven  AHU

                  SynthUndMetall, ich muss psv-ddv zustimmen, Dein Ton ist nicht angebracht.

                  Schon gar nicht ist es angebracht, vollkommen übliche Vorgänge als „realitätsfremdes Gebräu“ zu bezeichnen.

                  Ich habe in den Neunzigern kurzzeitig nebenher bei einem kleinen aber sehr erfolgreichen PC-Hersteller gearbeitet. Die CT wollte einen Test-PC aus einer bestimmten Serie. Wir haben nicht einfach eine fertige Kiste genommen sondern Benchmarks über Boards, CPUs, RAM, Grafikkarten … also über jedes geschwindigkeitsrelevante Bauteil gleicher Bauart laufen lassen. Nachdem wir die optimale Bestückung gefunden hatten, kam das alles in ein Gehäuse, die Kabel wurden extrem sauber im Gehäuse untergebracht und mit Heißleim fixiert, damit sie auch ja nicht im Weg sind wenn der Tester im Rechner die Bauteile prüfen will. Ein solches Vorgehen ist der Alltag und nicht realitätsfremd. Das wird bei PCs, Autos, Hi-Fi-Komponenten und eben auch Synthesizern und allen anderen Geräten gemacht.

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                    SynthUndMetal  

                    Ich bleibe bei meiner gemachten Aussage. Ich bekomme das ja selber seit fast 20 Jahren mit. Bei uns werden teilweise elektronische Komponenten auf Vorrat gekauft und unter Schutzgas eingelagert um genau solche Wechsel zu vermeiden. Denn jede Änderung durch „baugleichen“ Komponenten kann zu unangenehmen Überraschungen führen. Und die ziehen dann üblicherweise einen riesigen Rattenschwanz an Support nach sich. Auserdem kann man bei den SMD Bauteilen nur über Abnahmemengen Geld einsparen. Einzig bei den Reglern und Knöpfen kann ich mir vorstellen, dass es da abhängig vom Preis Qualitätsunterschiede gibt. Aber wenn ich mir meinen Neutron anschaue verbaut da Behringer wohl nicht das billigste Zeug.

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                      Ted Raven  AHU

                      SynthUndMetal: „Ich bleibe bei meiner gemachten Aussage.“
                      Na dann noch viel Spaß in Deiner kleinen alternativen Realität.

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                penishead  

                Die Bestückungsautomaten bekommen natürlich die richtigen und gleichen Bauteile. Model D klingt ja auch exakt gleich. Sonst macht das doch keine Sinn. Behringer hat eine Logistik hinter der Beschaffung, also klappt das auch. Die machen das doch nicht erst seit 2 Jahren. Ist doch keine Garagenfirma.

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                  psv-ddv  AHU

                  Das hat nix mit Garagenfirma zu tun, sondern mit Preis und Massenverfügbarkeit von Bauteilen.
                  Als Beispiel kann man sich mal die grossen Gitarrenpedalhersteller (Boss, Ibanez, etc.) ansehen.
                  Da gibt es x verschieden klingende Versionen vom gleichen Pedal nur weil Bauteile geändert wurden.
                  Gitarrenpedale werden in erheblich größeren Mengen verkauft als Synthesizer. Nur fallen diese Unterschiede den Gitarristen eher auf, weil die sich traditionell und aus Notwendigkeit um ihren „tone“ kümmern.
                  Ich sage es nochmal, die Spekulationen sind unnötig. Das liesse sich ganz leicht verifizieren indem mal einer der Tester die Platinen des Vorseriengeräts fotografiert.

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                    penishead  

                    Na ja, nicht jedes Bauteil erzeugt klangliche Veränderungen. Es macht überhaupt nichts irgendwelche Widerstände, Dioden oder spannungssregelnde, ja sogar Kondensatoren gegen andere zu tauschen. Da wird Behringer schon drauf achten. Verstehe gar nicht, warum das hier um Bauteile geht. Selbst DIY Nachbauten von Mutable Instruments Module, die dann mit völlig anderen Bauteilen gebaut werden klingen trotzdem identisch. Also, Hauptsache die wenigen Klanggebenden Bauteile bleiben gleich. Ist alles nicht so schlimm, wie das hier aufbebauscht wird.

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                      psv-ddv  AHU

                      Kondensatoren, Dioden und in bestimmte Fällen sogar Wiederstände sind stark klangbestimmend.
                      integrierte Bauteile sowieso. Sag mal einem Fuzz Hersteller, Dioden wären nicht klangbestimmend oder einem Verstärkerhersteller Kondensatoren wären nicht klangbestimmend. Guter Witz! :)))
                      Das ist vor allem schaltungsabhängig.
                      Unsere Vorstellung von dem was klangliche Veränderungen sind, liegen weit auseinander.

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                      psv-ddv  AHU

                      Hey camarillobrillo,
                      schöner clip, hilft aber leider nicht. Für klangliche Unterschiede ist es immer entscheidend in welchem Schaltkreis die Bauteile im verwendet werden. Im Falle des hier demonstrierten Tube- Screamer-ähnlichen Schaltkreises sind die Unterschiede zwischen den OP-Amps aufgrund ihrer Funktion in der Schaltung nur sehr schwach, da die Verzerrung hauptsächlich durch Diodenclipping erreicht wird. Da hört man dann auch die Unterschiede. Tausch als Gegenbeispiel einfach mal in einer ProCo RAT die Op-Amps aus, oder z.B. in einem Twin Reverb die Kondensatoren in der „Tone Controls“.
                      Grüße vom rancid poncho ;)

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                TobyB  RED

                Hallo PSV-DDV,

                was du meinst, sind Streuungen in der Fertigung. In der Regel werden Produktionsläufe über Lose oder Chargen gesteuert. Und für die kauft man bei zuvor qualifizierten Lieferanten ein. Oder hat an Hand der Produktionsplanung Lieferavise mit den Lieferanten ausgemacht. Die Streuungen kann man und bekommt man durch eine vernünftige Kalibrieranweisung in den Griff. Im Niederfrequenten Specktrum sind Kondensator, Kapazität weniger relevant, wenn die Schaltungsauslegung dies berücksichtigt. Was du meinst ist dann auf die Nichteinhaltung der Kalibriervorschrift zurückzuführen. Ich hab sowas lange genug gemacht ;-) Cheers Mate

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                  psv-ddv  AHU

                  Hey Toby,
                  ich meine keine Fertigungsstreuungen. Ich glaube die Nerds bei B. in England tüfteln lange rum und suchen gute Bauteile aus um den Klang der through-hole Boliden ins SMD Zeitalter rüberzuretten. Das wird dann 50 mal gebaut und an die Influencer versendet. Wenn da genug Nachfrage generiert wird, kommt Uli und legt einen Zielpreis und eine Stückzahl fest.
                  Dann wird die Schaltung nach diesen beiden Kriterien für eine kostengünstige Großproduktion optimiert. Dabei werden dann halt mal einige der Bauteile ersetzt, weil grade was anderes billiger in grossen Mengen zu haben ist. Das ist meine Vermutung.

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                    Hectorpascal  AHU

                    Na und? Marc Verbos druckt auch Buchla Imitate aus SMD-Streifen und die Module klingen einfach genial und druckvoll.
                    Du übertreibst wie damals übertrieben wurde als der Transistor die Röhre angelöst hat. Ein Moog Model D ist aber auch kein wirklich guter Synth. Er war halt nur der Erste. Da kann ein Imitat nur Schwächen offenbaren. :) Jetzt muß endlich mal einer einen Digitalsynth aus alten Relais basteln. das ist m.M.n. die Herausforderung des 21ten Jahrhunderts. :)

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                      psv-ddv  AHU

                      Bis auf das mit der Übertreibung, absolut richtig. Keine Technologie klingt per se schlecht. Es kommt darauf an, was man daraus macht. Die alten Kisten stellen ziemlich optimale Konstruktionen dar. Wenn man das mit einer neueren Technologie kopiert, wie hoch sind die Chancen, daß man wieder einen Volltreffer landet? Baut lieber neues Zeug mit den unglaublichen Möglichkeiten, die es heute gibt!
                      …gute Idee, oder mal einen virtuellen Synth auf der Z1 berechnen lassen :)

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                    TobyB  RED

                    Hallo psv-ddv,

                    so funktioniert aber die Wirtschaft nicht. Meinst du wenn Music Tribe schnippt, kommen die Bauteile geflogen? Die müssen auch planen und haushalten. Und Zulieferer ebenso. Wenn der Prototyp fertig ist, beginnt die Produktionsplanung und damit wird der Einkaufsprozess gestartet. Da kannst du dann begrenzt gegensteuern. Klar kommt dann der Oberbuchhalter und sagt Kosten drücken. Nur Bauteile haben den kleineren monetären Anteil. Was Treiber für Kosten sind, Werkzeugbau und Menschen. Und noch ein paar Kostenarten mehr. Klar macht man teilweise Revisionen, weil man Verbesserungen findet. Aber grundsätzlich bin ich wieder bei meinen Eingangsausführungen und meinem ersten Kommentar.

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                    SynthUndMetal  

                    psv-ddv, ich glaube da geht grade deine Fantasie mit Dir durch. Die Entwickler haben wirklich andere Sorgen als eine spezielle Null-Serie nur für die Influenzer zu entwickeln. Mal ehrlich, die Bruchteile von Cents die man bei elektronischen Bauteilen einsparen könnte lohnen sich doch überhaupt nicht dafür eine ganze Entwicklungsabteilung ihre wertvolle Zeit vergeuden zu lassen.

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                      psv-ddv  AHU

                      Mr. Metal.
                      Das lohnt sich bei grossen Stückzahlen aber so was von.
                      Insbesondere bei den angepeilten niedrigst-UVPs kommt B. da garnicht umhin jedes Bauteil preislich zu optimieren. Und zwar genau dann wenn die Großserie anläuft. Ob da ein angestellter Elektroniker mal kurz das Bauteil im CAD ersetzt ist hingegen nicht preisrelevant. Das wird dann eh in Asien gemacht. Die Englischen Jungs sind da vermutlich längst aussen vor.
                      Wie gesagt es wird keine 0-Serie für die Influencer entwickelt, sondern die 0-Serie, die es eh gibt wird für die Produktion kostenoptimiert. Und zwar erst dann wenn der social-media Testlauf genug Resonanz hat. Dazwischen können bei Berigerh schon mal Monate bis Jahre vergehen.
                      Meine Fantasie reicht gar nicht, um mir den ganzen Sch…. der in der Welt passiert vorzustellen. Money, money, money, honey!

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                      Hectorpascal  AHU

                      Alter! Das Behringer für religiöse Wahnvorstellungen taugt…… Am Ende ist alles nur Schrott, es gibt keinen heiligen Platinenhimmel über den erleuchtete Seelen wandern. Für eine genaue Diagnose bin ich nicht ausgebildet aber das hier geht über belangloses Forengequatsche hinaus.

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    Emmbot  AHU

    Besser als es Roland gemacht hat. Größe und Optik stimmt. Da ist man teich wieder in den 80iger angekommen.

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    phil_dr110  

    Dieser Test macht Lust auf mehr. Um dieses Kistchen komme ich wohl nicht herum.
    Eine kleine Anmerkung hätte ich noch: Du wolltest wahrscheinlich schreiben, daß der LFO bis in den Audiobereich schwingt und nicht in die Selbstoszillation.

    Mit meinem Model D mache ich immer wieder sehr gute Erfahrungen; ist eines meiner Hauptarbeitspferde, weil er unglaublich gut klingt, und man sehr schnell damit ist. Für den MS – 101 hoffe ich das Gleiche.

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    Soundreverend  

    Gab es eigentlich mal eine Ansage, dass es den MS-101 auch in grau geben wird? Rot ist zwar lustig aber ich persönlich finde den grauen „authentischer“. Und bitte vergesst bei all den neuen Behringer Synthesizer nicht die Folgekosten…erhöhte Miete durch eine größere Wohnung, in der ich die ganzen noch kommenden Synths auch unterkriege! :-) ARP, UB-Xa, MS-101…

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      SynthNerd  

      also ich habe das Video so verstanden:
      …das Gerät wird grau geliefert…
      ……..und wenn du den power button drückst, wird es rot…
      ………..(ob Behringer für diesen schönen Effekt LCDs oder OLEDs verwendet weiß ich nicht ;-)

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        Vincent  RED

        HAHA! :-D Mist, das Video ist wohl etwas irreführend geworden! Es wird wohl doch mehr angepriesen als das Gerät zu leisten im Stande ist! :D :D :D

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    samplepoolz

    Schöner Test, bin mal auf einen direkten Vergleich gespannt. Aber jeder alte Synth klingt eh anders.
    In dem Test ist aber ein kleiner Fehler. Der EXT CLK IN ist keine Neuerung des Behringer MS-101, den gab es schon beim Original.

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      penishead  

      bei youtube gibt es schon ein sehr langes video mit dem 1:1 Vergleich. Unglaublich, das Ergebnis! Fantastisch.

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    sub out  

    Danke für den aufschlussreichen Test! Ein Streit über die horizontalen Streifen ist nicht angebracht und spielt inhaltlich keine Rolle. ;)

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      lightman  AHU

      Ja, sehr angenehm, auch von mir besten Dank.

      Ich brauche keine neue 101, da ich eine alte 202 habe, abgesehen davon ist das Teil schon sehr nützlich, wie es am Ende mit den angesprochenen potentiellen Großserienproblemen aussieht, steht auf einem anderen Blatt.

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      SynthNerd  

      ja, keine dislikes und keine Endlosdiskussion darüber, ob der Uli B dem Markt, dem Klima oder dem Weltfrieden eher nützt oder schadet – ich sehe das positiv und hoffe es bleibt so :-)

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    Son of MooG  AHU

    Schöner Synth zum Dumping-Preis. Der Arturia Microbrute ist noch 15,-€ günstiger, hat aber nur eine Mini-Tastatur, und der neue MicroFreak ist eine ganz andere Maschine. Vorerst wird bei Thomann nur die rote Version angeboten…

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    iggy_pop  AHU

    Einen Klassiker nachzubauen macht den Nachbau nicht automatisch auch zum Klassiker — er versucht, in dessen Fußstapfen zu treten, aber das, was der Klassiker geleistet hat — nämlich Klangästhetik und Stile zu prägen, die den Klassiker zum Klassiker, zum Eichmaß, gemacht haben — das muß der Nachbau erstmal schaffen.
    .
    Klingt komisch, ist aber so.
    .
    Der Sequenzer läßt sich nicht durchschalten? Aber er hat doch einen externen Clockeingang? Ich dachte, sowas benutzt man zu Synchronisationszwecken?
    .

        • Profilbild
          Vincent  RED

          Yes – Du sagst es Iggy! Naja, du kannst ihm mit der Clock die BPM geben. Beim Original konntest du bewirken, dass er mit jedem Triggerbefehl der Drummachine einen Step in der Sequenz weiter springt. Poly-Acüüüüd! ;)

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    dilux  AHU

    nach allem, was ich bisher vom ms-101 so gehört habe, scheint behringer tatsächlich den rolandsound getroffen zu haben, was ich fantastisch fände; nun muss nur noch – und da bin ich mit psv-ddv auf einer linie – das serienmodell diese klangversprechen halten…mal schauen, ob das klappt.

    ein wenig irritiert bin ich ob der begrifflichkeiten ringmodulation und crossmodulation im testbericht im zusammenhang mit dem filter; nach allem, was ich weiss, werden bei der ringmodulation die frequenzen 2er klangquellen (zumeist oszillatoren) summiert und differenziert und die mischung ergibt das ringmodulierte signal; bei der crossmodulation werden auch noch die originalfrequenzen hinzugemischt…inwiefern das mit dem filter (und nur einem oszillator) funktionieren soll, erschliesst sich mir nicht.

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      iggy_pop  AHU

      Gemeint ist wahrscheinlich Frequenzmodulation (im Audiobereich) der Filtereckfrequenz, was klangliche Resultate hervorbringt, die einem Ringmodulator oder einer Crossmodulation zwischen zwei Oszillatoren nicht unähnlich sind.
      .
      Sollte man dann aber auch so schreiben, der Verständlichkeit halber.
      .

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    Kybernaughty  

    Ughhh…was für ein Homunculus von einem Synthesizer. Fast wie ein SH-101 – fast wie ein Mensch – ein Zombie eben.
    Ich finde, Stagnation heißt, ein 1982 nicht eben revolutionäres Instrument 2019 nachzubauen. Das Roland allmählich mal gegen den Designklau vorgeht, wundert mich nicht – vielmehr, das es so lange gedauert hat. Der Kreativität im Klonen steht Stillstand in der Klangarchitektur gegenüber: Der Sound in Ehren, aber Neues höre ich hier nicht – ich behaupte sogar, dass in einer Produktion die Plug-in-out – SH genauso taugt, da kann das Original im Sammlerköfferchen bleiben (Ja, hab ich)
    Nix für ungut ;)

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    arnimhandschlag  

    Mich würde das mit dem Unterschied vorserie- grossserie jetzt echt interessieren. Kann ein Vorserienmodelle-Tester mal bitte ne recht wilde Midi Sequenz mit Modulationen aller Art speichern und Recorden. Dann die gleiche Sequenz mit der hauptserie.

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    Mick  AHU

    Das kann sich keine Firma leisten, eine Vorabserie für Tests anders klingen zu lassen als die spätere große Charge!
    Und der Big King sieht zwar in der Werbung besser aus, schmeckt aber am Ende genauso scheisse!

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      psv-ddv  AHU

      Ach was, das sind doch Nuancen. Bei dem niedrigen Verkaufspreis beschwert sich nachher keiner. Höchstens ein paar unverbesserliche Goldöhrchen.
      Mit dem Big King Vergleich hast Du den Beweis doch schon erbracht. Das Prinzip funktioniert. Der Verkauft sich auch blendend obwohl er nicht schmeckt.
      Ich hoffe allerdings, daß ich mit meiner Vermutung Unrecht habe.

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    swellkoerper  AHU

    Im Text steht mehrmals, dass man den Sequencer nicht per Trigger durchsteppen kann. Auf was genau reagiert denn der „Ext Clk“-Input? Gates, gleichmässige Clock-Signale? Ist der überhaupt für den Sequenzer nutzbar?

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      Vincent  RED

      Hey swellkörper, na klar. Aber nur als BPM-Clock. Beim Original konntest du bewirken, dass er mit jedem Triggerbefehl der Drummachine einen Step in der Sequenz weiter springt.

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    sletman

    Ich freu mich auf die Hütte, hatte ich doch damals den originalen SH in grau… 990 DM, warum hab ich den nur irgendwann für 500 DM verkauft? Genau, damals brauchte ich Geld, um endlich einen Polyphonen kaufen zu können. Es wurde dann der DX-21, der hier allerdings tatsächlich noch irgendwo herumsteht.
    Warum Behringer einen Modgrip dazu liefert, aber die Batteriespeisung einkassiert, erscheint mir reichlich unlogisch… klar, heute braucht keiner mehr so ein Teil als Keytar à la Nena, aber dennoch, so macht das für mich keinen Sinn. Egal, das ist ein Mitnahmepreis!
    Ich mag das rot allerdings gar nicht, blau vielleicht.

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    SynthNerd  

    irgendwie war ich lange auf dem Trip:
    – zu viele klangerzeugende Oszillatoren kann ein Synth nie haben
    — drei (pro Stimme) sind das Optimum,
    —- zwei der Kompromiss, der immerhin noch OSC-Sync ermöglicht,
    —– einer nur das low budget Minimum ohne wirkliches klangliche Potential.

    … ich beginne umzudenken – dieser kleine rote Teufel scheint echt Spaß zu machen … :-)

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    hejasa  

    Ich habe zwar kein Interesse an dem 101, begrüße jedoch die in meiner Sicht wertschätzenden Kommentare. Egal ob kritisch oder begrüßend. Alle Kommentare sind je nach Standpunkt gut nachvollziehbar.

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    Marco Korda  

    Ich muss wirklich sagen, dass mich Uli B. beeindruckt. Seine Klonfähigkeit übertrifft jeden chinesischen Genforscher. :-)

    Na mal im Ernst: ist schon toll, was der für das schmale Geld zaubert. Ich finde ROLAND hat ja sowas von gepennt… die hätten mit einer echten analogen Eigenentwicklung wohl eine Menge Geld machen können. Denn ich vermute, den SH-101 hätten die als Original-Klon von Roland selbst mit Feature-Verbesserungen à la Uli für locker irgendwo zwischen 599,- bis 899,- realisieren können und gut verdient.
    Oder gar die Drummaschines, mein Gott, ich hätte einen Kredit dafür aufgenommen um nicht die Mondpreise bei Ebay zu bezahlen…. :-). Die hätten doch locker 1200 – 1500 Euro nehmen können und die meisten hätten das bezahlt. Aber stattdessen demontieren sie sich selbst mit Boutique & Co.

    Dank Uli brauche ich jetzt jedenfalls keinen Kredit mehr, ist jetzt machbar!

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    Vincent  RED

    Hallo zusammen!

    Ich bin mir sicher, dass es weh tut wenn man sich ein Produkt kauft, dass dann nicht seinen Erwartungen entspricht. Ich weiß aber auch, dass der auf dem freien Markt erhältliche Boog sehr gut klingt (oder wenn man es auf psv-ddv’s Modell und Perspektive bezieht: Sehr gut klingen kann). Ich weiß aber auch, dass er an den echten GRIT und die Patina und das, was man im Kopf hat wenn man nur mal an den „echten“ denkt, niemals rankommen wird. Die bauchigen Mitten, die Inteferenzen, hier und da mal ein leichtes brizzeln weil intern irgendwas leicht übersteuert, die Sättigung generell.

    Die Neuauflage seitens Moog ist aber schon eher vergleichbar mit dem Sound des Boog. Der Charakter und die klangliche Attitude sind unleugbar da. Und diese kann man sich auch zu nutze machen, gerade im Studio. ARP und SH-101 von Behringer sind verglichen mit dem Boog schon fast gruselig nah dran, gerade die SH (die ARPS klangen im Original ALLE immer ein wenig anders). Ich BRAUCHE aus meiner Perspektive nichts, was genauso klingt wie das Original, ich brauche etwas, was schön klingt und mir den Charakter gibt, den ich gerade innerhalb einer Produktion benötige. Hier muss man sich auch ein weiteres Mal den Preis vor Augen führen. Die Teile packt man durch einen schönen Preamp oder EQ, dann kann der Spaß eigentlich losgehen.

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      Vincent  RED

      Was ich weiß, ist, dass es von den erfolgreichsten Synthesizern, Kompressoren und sonstigen auf Steuerspannung basierenden Geräten immer mehrere Bauteil- oder Konstruktionsrevisionen gab. Dass es diese geben wird um Produkt und Produktionsablauf noch besser zu machen als es eh schon ist, wünsche ich der Firma Behringer.

      DASS die Firma Behringer bewusst in ihre Vorabserie bessere und teurere Komponenten implementiert, um die Konsumerschicht auf gut Deutsch mit einem Blickfang zu „vereiern“ halte ich für eine hanebüchende und basierend auf persönlicher Enttäuschung und dem Stempel, den man halt einer Sache aufgedrückt hat, an den Haaren herbeigezogene Aussage.
      JA, das lässt sich leicht prüfen! Denkst Du, das würde B einfach so machen? :D Die wären genauso schnell wieder weg wie sie aufgetaucht sind, das glaub mir mal. Hattest Du denn mal einen Boog aus Vorabproduktion in der Hand? Ich werde mal versuchen, mir vom Uli in ein paar Monaten nochmal einen anderen MS-101 zu borgen, um dieses Gerücht zerstreuen zu können. Allerdings STAMMEN ja die für den Klang maßgeblichen Bauteile, Filter-, OSC-, OP-Amp- IC’s, wie im Test erwähnt ja sogar aus eigener Produktion.

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        Vincent  RED

        Ich stimme psv-ddv im Bezug auf die Klangveränderungen der einzelnen Bauteile zu, vertrete aber auch wehement den Standpunkt, dass es bei den Widerständen eher auf die Zahl ankommt, die da drauf steht, als dem Zulieferer. :D Und das wichtigste ist eh: Die Kalibrierung des entsprechenden Bauteile!

        Über diesen Stempel, den viele Leute vielen Dingen leider häufig nur zu gerne sehr schnell aufdrücken, vergessen diese leider auch, dass man sich selbst von der besten Firma der Welt auch mal ein Montagsmodell grapschen kann. Hätte man ja bei offensichtlichem Nichtgefallen als Retoure zurückgehen lassen und nochmal neu kaufen können um selber zu verifizieren, dass das Gerät nun doch nichts für Dich ist?

        Ich begrüße es wirklich sehr dass jeder seine Meinung hat und ich bin ebenfalls dafür, dass man seinen Standpunkt auch vertreten sollte. Allerdings ist es auch immer eine Frage des Perspektive. Für mich als ständigem 24/7 Produzenten sind die Teile genial um schnell mit gutem Sound ans Ziel zu kommen. Für den Liebhaber sind ARP und SH ebenfalls mehr als nur zu empfehlen. Der Boog ist aber, genau wie die anderen Geräte auch, nur ein Mittel zum Zweck. den Boog kann man sich ins Eurorack schrauben und hat drei fette Oszis und n schönes Ladder Filter, immer auf Abruf. Für 300 Piepen! :D

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          psv-ddv  AHU

          Ich persönlich, und das ist lediglich meine Meinung, traue der Fa. B. nach meiner Erfahrung mit dem Model“D“ Nachbau absolut zu die Vorserie zu pimpen bzw. die Grossserie preislich zu optimieren. Die große Zeitspanne zwischen der Kleinserie für die „Influencer“ und der Massenproduktion ist schon auffällig. Das macht kein anderer Hersteller dieser Größe.
          Der Eindruck ist entstanden, als ich das erste und einzige mal in über 35 Jahren als Synthesist nach gut klingenden Demos mit dem Synth unter den eigenen Fingern eine Enttäuschung erlebt habe. Ich hatte das Vorserienmodell nicht im Studio, sondern nur das Modell aus der Massenherstellung. Ich dachte bisher ich habe genug Erfahrung um YT Demos klanglich beurteilen zu können.
          Es interessiert mich wirklich ob ich mit meinem Verdacht falsch liege.
          Ich würde mich freuen, wenn mein Verdacht unbegründet wäre, glaubt es oder nicht. Also bitte mach Fotos vom Innenleben bevor Du das Teil zurückschickst.
          Ich würde mich auch freuen, wenn es Qualität zu einem so nidriegen Preis wirklich zu kaufen gäbe.
          Bisher hat sich das leider nicht bewahrheitet.

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            Vincent  RED

            Das hat sich NICHT bewahrheitet? Warum generalisierst Du das dermaßen? Das muss einfach nicht sein. Und stimmt auch einfach nicht.

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            psv-ddv  AHU

            Lieber Vincent,
            aufgrund Deiner sehr gut geschriebenen Berichte auf Amazona und der hervorragenden Klangbeispiele habe ich viel Respekt vor Deiner Meinung.
            Was den Sinn von günstigen 60% Clones für einen Pro-Nutzer wie Dich angeht, teile ich sie aber nicht. Du verlierst Zeit und Inspiration. Der Grund für den Klassikerstatus z.B. eines Minimoog „D“, einer U87 oder auch eines Massive Passive liegt darin begründet, dass die Teile klanglich einfach immer gut funktionieren und sich perfekt und ohne viel Nachbearbeitung in einen Mix einbinden lassen. Wenn man sie doch nachbearbeitet stellen sich teilweise unglaublich inspirierende Synergieeffekte ein (schonmal einen Minimoog über ein Röhren-Echorec gespielt?).
            Genau diese Eigenschaften fehlen so gut wie allen Synth-Nachbauten (ausgenommen der Moog „D“ reissue).
            D.h. es wird immer nur ok, nie RICHTIG gut klingen.
            Es wird von den Herstellern aber die Hoffnung geweckt die Nachbauten hätten die selben Klangeigenschaften wie die Originale und genau das stimmt nicht. Es geht wie gesagt nicht um mal ein wenig mehr Obertöne hier oder da. Es geht nicht um Identischen Klang per-se. Es geht um die klangliche Funktionalität. …und nein, ein Korg oder Behringer Odyssey funktioniert im Mix eben leider nicht wie ein ARP Oddy MKII auch wenn er ähnlich klingt. Da kannst Du preamps und EQs hinterhängen, soviel Du möchtest.

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              tomk  AHU

              Ich mach jetzt doch schon ein bißchen länger Musik, auch wenn ich kein 24/7 Producer bin (ganz schön dick diese Hose). Bei mir ist es ein Riesenhobby. Auch bin ich kein Behringerfan, absolut nicht. ABER .. ich kenne sehr wohl die Zeit als es Analogsynths nicht im Laden zu kaufen gab. Nur gebraucht, und entweder kaputt, oder richtig teuer! Es hat sich zu heute viel geändert, absolut zum positiven. UND eines muss man Behringer echt zugestehen. Der Boog klingt absolut fett für einen 300€ Klon. Wenn man natürlich dogmatisch immer nur einer „es muss sich so und so anhören“ Fiktion nachhängt .. bitte! Meine 909 bleibt nur als Nostalgie, nutzen tu ich fast nur die Rythm. Einst habe ich meine 808 verkauft, fehlen tut sie mir nicht. War für mich klanglich völlig durch. Wenn allerdings die B808 kommen sollte bin ich echt am überlegen für den Preis, und gerade weil sie wahrscheinlich nicht 1:1 klingt. Betreff D einfach mal den Link folgen, fette Sounds https://bit.ly/2S6FGfC Man muss so ne Kiste natürlich auch im Griff haben! (Nein … das hört sich nur gut an wenn es Original ist :)

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                psv-ddv  AHU

                Jo, is ’n super gut gemachter Demo clip. Wenn man den Moog D kennt hört man die Unterschiede sofort raus. Insbesondere im Multitracking wird es richtig matschig. Mir gefällt der Sound nicht. Wobei ich sagen muss, dass mir der Rauschgenerator beim Beringer D besser gefällt als bei der Moog reissue. Dass ist definitiv der Schwachpunkt des Moog.

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                  Vincent  RED

                  Hey psc-ddv, ich danke Dir für die Worte! Das freut mich! :) Ich stimme Dir zu, dass die Geräte im Regelfall nicht das selbe sind. Bei der SH ist es aber wirklich beeindruckend, das wird sich mit Sicherheit auch nocheinmal in den kommenden Vergleichstests bestätigen! :)

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    Anthony Rother  

    Ich muss sagen das ich diesen Test eher als eine Beschreibung lese. Ein Vergleich mit dem digitalen Roland SH-01A und dem analogen Original Roland SH-101 mit ordentlichen Soundfiles zum Vergleich das wäre für mich der einzige akzeptable Test hier auf Amazona gewesen. Das ist für mich als ernstzunehmenden Test voll daneben… Bei so einem Wirbeltrommel dann so einen Testbericht…
    So einen Test kann jeder schreiben… Na ja vielleicht nicht jeder… aber trotzdem… Wir sind hier auf Amazona und nicht bei Keyb***ds

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      tomk  AHU

      Da musst du schon Verständnis haben Anthony, als 24/7 Producer hat Vince für so professionelle Vergleiche wie du forderst keine Zeit.

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        Anthony Rother  

        hi tomk, bei so einem Synth mit der ganzen Vorgeschichte. Und allem was es vorab dazu zu lesen gab kann ich auf Amazona so einen Test nicht akzeptieren. Dann hätte jemand anderes diesen wichtigen Test machen müssen. Das hier geht für den Anspruch den man an diese Sache und Amazona stellt in keiner Weise. Das ist zu wenig. Die Frage ist doch ganz klar hat Behringer es geschafft oder nicht. Monate ging es nur darum und dann so ein Test…
        Ich finde auch das man das Gerät mal hätte öffnen können und über die verwendete Technik spricht… Wie gesagt da hätte es jemand gebraucht der mal richtig ins Detail geht wenn hier schon ein SH-101 Klon am start sein soll… Bei vielen Vintage Artikeln auf Amazona wird oft das Innenleben gezeigt und die verbaute Technik thematisiert. Und hier bei der MS-101 nicht ? Come On…

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          tomk  AHU

          Anthony, da bin ich ganz bei dir. Ich fand z.B. den Manley MP Test schwachbrüstig. Aber so ist das oft wenn junge Gockel im Stall aufschlagen! ;)

          Auf Youtube findet man einen ewig langen Vergleich der die geforderte klangliche Erwartung erfüllt, aber den kennst du bestimmt schon.

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            Anthony Rother  

            Ich bin mit diesem Test nicht zufrieden. Er hilft nicht diese Fragen zu beantworten sondern zeigt zum x-ten mal den MS-101 SOLO von seiner besten Seite. Kann ich nicht akzeptieren, irgendwo im Netz auf einem Blog ok aber nicht auf Amazona…
            Man kann ein Gerät Testen aber einen Klon muss den Vergleich antreten…

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          komabot

          Da muss Ich dir zustimmen.
          Evtl. sollte man zum testen dann auch einfach ein Gerät aus der Serienfertigung nehmen.
          Der Test eines womöglich unfertigen Geräts ist ja auch irgendwie sinnlos…
          Also einfach das handelsübliche ding testen wie es bei jedem von uns ankommen würde…

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            Vincent  RED

            Hi, tut mir sehr leid dass Euch der Test nicht zufrieden stellen konnte. Ich gebe zu, dass der Test an sich mein Interesse am Innenleben genauso wenig befriedigt hat. Mehr war in diesem Falle leider einfach nicht möglich. Ich kann Euch allerdings versichern, dass noch ein Vergleichstest mit dem originalen SH aus anderer Feder folgen wird! Dieser erfolgt dann auch sicherlich mit einem Gerät aus der Serienfertigung. Allerdings glaube ich einerseits, dass ich die Frage, ob Behringer es geschafft hat ein vernünftiges Produkt hergestellt zu haben, beantworten konnte und andererseits auch dass ich, was das Produkt angeht, nichts schöngefärbt habe. Dazu habe ich keinen Grund.
            Abschließend kann ich nur noch einmal sagen, dass es mir leid tut wenn es Euch in meinen Tests von technischer Seite bisher generell zu wenige Informationen gab. Bisher habe ich versucht, eher auf die Nutzung und Wirkungsweise der jeweiligen Geräte einzugehen, um diese im Zuge der Testreihen charakterisieren zu können. Ihr habt recht, ich bin noch ein verdammt „junger Gockel“ was das Autorendasein angeht. Kritik und Hohn werde ich mir selbstverständlich zu Herzen nehmen und von nun an analytischer vorgehen. Die Aussage des „24/7 Producers“ revidiere ich allerdings nicht. ;) Schade, dass das prollig gewirkt hat. So sollte es nicht rüberkommen!

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              Anthony Rother  

              Hi Vincent, meine Kritik hat nichts mit Dir persönlich zu tun. Du hast deinen Artikel super geschrieben. Meine Kritik richtet sich an Amazona. Amazona hätte das so nicht machen sollen. Bei diesem Trommelwirbel zur MS-101 (jede kleinste News zur MS-101 wurde auf Amazona veröffentlicht). Ich als Leser kann dann so einen Test nicht akzeptieren. Du Vincent hast einen guten Artikel geschrieben. Hat echt nichts mit Dir zu tun.

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              Flying C  

              Hey Vince,

              wenn man irgendwo irgendwas veröffentlicht, so muss man damit klarkommen, das es u.U. Menschen gibt die eine andere Auffassung vertreten. Ich empfinde deine Demos, sowohl vom B-Oddy als auch von der B-101, als sehr aussagekräftig weil du dort wirklich auf das Gerät eingehst und für mich (persönlich) das auf den Punkt bringst, worum es (für mich) geht.

              Anthony hat ja auch geschrieben das es nichts persönliches ist (3 Daumen hoch!!!). Auch ich bin gespannt auf einen 1:1 Test, welcher in der Zeit -mutmaßlich- nicht möglich war.

              24/7 Acid. Hey-ho ;)

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                Vincent  RED

                Hey Flying C!

                Ich freue mich zunächst sehr dass dir meine Geschichten weiterhelfen und gefallen, das geht runter wie Öl! :)

                Dass das nichts persönliches ist, ist meiner Meinung nach vorauszusetzen für eine mehr oder weniger anonymisierte Diskussion innerhalb dieser Kommentarspalte. In einem bin ich großer Freund des Kostruktivismus, weil ich wie gesagt recht neu dabei bin und offen bin für alles, gerade und am liebsten für eine gute Kritik. Das wollte ich mit meinem hyper-diplomatischem Kommentar hervorheben.

                Ich mache niemandem einen Vorwurf und vor allem nicht Antony der konstruktives und für mich gut verwertbares angemerkt hat.

                Tom wird schon seine Gründe für die in Frage Stellung meiner Person haben. Darf er auch. Aber bitte nicht hier! ;)

                Gruß,
                Vince

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      Larifari  

      Ich schätze Vincents Test normalerweise sehr, aber hier bin ich voll bei dir. Es gab so ein großes hin und her und da hätte ich mir ein detailliertes Shoot Out gewünscht. Alle 3 (ms,sh,sh01a) in einen Ring und alle Kategorien abhaken – von den OScs, über Filter bis hin zu Sequencen. Alles im ABC Vergleich.
      So fühlt es sich ein bisschen so an wie ein Fußball WM Finale das unentschieden ausgeht weil in der 89. Minute alle aufhören zu spielen.

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        Anthony Rother  

        Ich lese wirklich oft auf Amazona. Oft auch zu Geräten wenn ich auf E-Bay am gucken bin :-) Diese Vorgehensweise mit dem MS-101 Test hat für mich leider das Ziel verfehlt. Gerade heutzutage braucht es kritische und qualitative Artikel. Anfang 2000 haben schon die großen Printmagazine Ke****rds und Kollegen nur noch Industrie-Wohlfühl-Tests in ihren Magazinen veröffentlicht und ich habe oft erst nach dem Kauf festgestellt was mit den Geräten wirklich los ist. Dann habe ich bei diesen Magazinen alle Abos beendet. Das möchte ich hier Amazona auf keinen Fall unterstellen. Ich möchte für guten Journalismus werben, das ist sehr wichtig das man die Qualität hoch hält, es ist das Einzige mit dem man heute noch Punkten kann, denn die normalen Infos haben doch alle anderen auch.

  22. Profilbild
    alfons

    Danke für den schönen Test . Brauchen tu ich das Instrument wohl nicht da ich eine 202 und ein paar andere Mono’s habe. Ansonsten trau ich den Ohren eines jungen Gockel mehr, als den üblichen Dauernörglern lg

  23. Profilbild
    Flying C  

    Öchöm, *hust*, also wie ist das denn mit dem Sequencer? So Legato-mässig??? Weil ohne…ääh…ist die „101“ gar keine 101…wäre wie ’ne 303 ohne Slide…

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      Humpink

      Slide lässt sich ganz normal im Sequencer programmieren. Im Step mode den gewünschten Step markieren, Glide Regler komplett nach rechts drehen, LED 5 leuchtet, Slide ist für diesen Step aktiviert. Damit die Slides auch ausgewertet werden muss der Glide Regler auf „On“ stehen.

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        Flying C  

        Top, dann ist quasi alles an Bord. Bei der Roland-101 ist i.d. Sequencer-Sektion der Legato-Button, bei der B-101 nicht, deshalb die Frage.
        Danke für die Info!!!

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          Humpink

          Nicht dafür ;) Das war das erste was ich heute ausprobiert habe weil überall zu lesen war dass das nicht geht.

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            Flying C  

            Das finde ich jetzt echt richtig herrlich.

            |Alle sagten „Das geht nicht!“
            |Dann kam einer der das nicht wusste und hat’s |einfach gemacht.

            Ist doch Realsatire, oder?
            Hach, das Leben ist wie VR in echt. Und was ’ne geile Grafik…

            :D

  24. Profilbild
    fmq75

    Ich finde den Test auch nicht so prickelnd.Keine Soundbeispiele?Wann gab es das denn das letzte mal.Ausserdem fehlen mir Info‘s zu einigen markanten Funktionen des SH 101.Kann der Sequencer Key Transpose?Beim MS 101 gibt es nur noch Portamento „on/off“ und kein Autoglide (Legato) mehr,mir unverständlich wie man das weg lassen konnte.Welche Portamento Einstellung hat der Behringer denn,normales oder Legato und lässt sich das irgendwie umstellen?

  25. Profilbild
    BJack  

    Jeder hat seine Vorbilder. Als mit dem Behringer DeepMind eine homage an den legendären Juno erschienen ist, fand ich das in Ordnung. Vorbilder sind gut und vielleicht auch wichtig, Newton soll gesagt haben er wäre nur so weit gekommen, weil er auf Schultern von Giganten steht. Und der Gigant in der Synthesizer Szene ist Roland.
    Das Modell B hat da schon mehr polarisiert und bis heute gehen die Meinung sehr stark in viele Richtungen. Das Modell E ist ja der Proto-Synthesizer, ich persönlich fand das frech von Behringer, auch im Bezug auf den doch sehr schlechten Ruf. Aber das kann man noch verstehen.

    Aber ein 1:1 Klon? Sogar mit Namen und Design, Farbvarianten, Gurt und Haltegriff? Warum darf man so etwas?

    • Profilbild
      Ted Raven  AHU

      „Behringer, auch im Bezug auf den doch sehr schlechten Ruf“
      Die Geschichte mit dem schlechten Ruf hat sich in gut informierten Kreisen schon vor vielen Jahren erledigt. Wer heute noch ein Problem mit Behringer hat, hat das nicht aus der jüngeren Erfahrung sondern aus Prinzip.

      „Aber ein 1:1 Klon? Sogar mit Namen und Design, Farbvarianten, Gurt und Haltegriff? Warum darf man so etwas?“
      Weil es kein 1-zu-1-Klon ist.
      – Der Name ist nicht der selbe. SH-101 ist nicht MS-101.
      – Das Innenleben ist nicht das Gleiche. Die Bauteile von Damals gibt es größtenteils heute nicht mehr.
      – Das Design ist ebenfalls nicht das Gleiche. Potis, Knöpfe und Fader sahen beim SH-101 anders aus.

      – Unterschiedliche Farbvarianten oder Farben, die auch andere Synths haben, gibt es auch bei Synthesizern anderer Hersteller. Könnte man Farbgleichheit verbieten, bekäme jeder, der einen roten Synth baut Probleme mit Clavia.
      – Gurte und Haltegriffe kann man auch nicht rechtlich schützen, da dies funktionelle Eigenschaften sind. Wäre das möglich, gäbe es keine Keytars auf dem Markt.

  26. Profilbild
    kai_b

    Ich erinner mich, wie ich in den 80ern Berlin eine 101 im Guitar Shop habe hängen sehe. Ich glaube, sie sollte 400 DM kosten, gebraucht.
    Hatte damit geliebäugelt, aber war nicht flüssig, später war sie dann verkauft und ich traurig.
    Jetzt bekomme ich 30 Jahre später einen Ersatz, freu mich drauf!

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        penishead  

        Ja, ich weiß auch nicht so recht, ob mir das Ding gefällt. Sieht aus wie eine 101 und klingt auch so. Ich habe halt mal ein Video gemacht und einiges ausprobiert. Für mich ein bißchen pappig, aber trotzdem ziemlich vielseitig.

      • Profilbild
        penishead  

        Hi Vincent, danke! Ich habe eben versucht einige Schaltzustände abzubilden. Dafür, das ich ihn gleich am ersten Tag aufgenommen habe, wars eben so. Aufbauen, einschalten, bißchen verkabeln und auf Record. Fertig!

  27. Profilbild
    Ted Raven  AHU

    Den MS-101 und den Roland SH-01A habe ich heute auf der Superbooth angespielt. Ernüchterung. Jetzt weiß ich wieder, warum mir der SH-101 in den Achtzigern nicht gefallen hat. Es fehlt einfach das gewisse Etwas. Er hebt sich nicht von der Masse ab sondern versteckt sich und lässt anderen den Vortritt. MiniNova und MicroKorg ziehe ich dem SH-101/MS-101/SH-01A jederzeit vor. Die können das gleiche besser und noch viel mehr.

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