Interview: Andreas Schneider und die Zukunft der Superbooth

21. März 2020

Der Mann hinter der Superbooth, Andreas Schneider

Andreas im Interview

Die Ereignisse rund um den COVID-19 überschlagen sich – und so hat uns die Absage der Musikmesse, aber vor allem auch der Superbooth 20, wirklich erschüttert.

Ich persönlich war Besucher des ersten Superbooth Events in Berlin und habe miterlebt, wie sich aus einem kleinen, kultigen Community-Treffen ein beeindruckendes Major-Event entwickelt hat, das aber trotz zunehmender Größe seinen User-Charakter nie verloren hat.

Seit der Zeit wollte ich eigentlich immer mit Andreas Schneider, dem Erfinder der Show, ein Interview über die Superbooth führen (unser letztes Interview mit Andreas fand 2009 statt) – doch irgendwie wurde daraus nichts. Bis jetzt – denn trotz der angespannten Lage hat sich nun Andreas kurzfristig dazu bereiterklärt, mit mir über die Superbooth und die Zukunft der Show zu sprechen.

Peter:
Hallo Andreas, eigentlich hätte Ende April die Superbooth 20 starten sollen, nun wurde sie abgesagt. Die Befürchtung einer Absage hing schon in der Luft, da gab es ein Dementi und schließlich dann doch das Aus. Ihr habt euch sicher die Entscheidung nicht leicht gemacht.

Andreas:
Wie so viele andere auch, sind wir zunächst davon ausgegangen, dass sich die Situation mit dem Virus binnen 14 Tagen so entwickeln könnte, dass wir alle in spätestens vier Wochen wieder entspannt sind. Derzeit hatten wir angenommen, dass „NUR“ die internationalen Gäste schlimmstenfalls komplett wegbleiben und auch einige der europäischen Gäste nicht kommen können oder wollen. Das hatten wir rechtzeitig abgefragt, um ermitteln zu können, was dann bliebe. Wir hatten auf eine „lokale“ Veranstaltung gehofft, die selbst mit kleinstem Kreis noch das Event der guten Gemeinschaft mit Frühlingsstimmung verkörpert und auch mit weniger als 1000 Personen durchführbar gewesen wäre.

Home of Electronic Music-Instruments… Schneiders Laden in Berlin

Peter:
Auf der einen Seite ist es natürlich sehr schade, dass die SB20 nicht stattfindet, auf der anderen Seite ist das sicher auch wirtschaftlich ein Dilemma.

Andreas:
Das wirtschaftliche Dilemma wäre größer, wenn nicht so viele gebuchte Aussteller mit voller Überzeugung ihre Unterstützung zum Ausdruck gebracht hätten und ihre Buchungen gleich bis 2021 verlängert hätten, dafür sind wir diesen allen schwer dankbar, da lässt uns schon jetzt hoffnungsvoll das kommende Jahr planen. Glücklicherweise war 2019 für die SuperBooth auch das erste sehr gute Jahr und wir können auch mit unserem guten Team einen großen Teil selber „abfedern“. Aktuell machen wir einen sehr sauberen Schnitt, jeder Besucher bekommt seine Ticketkosten erstattet, alle Aussteller, die ihr Geld selber brauchen, bekommen es zurück, die, die schon „durchgebucht“ haben, bekommen natürlich im Folgejahr schon mal die besten Plätze.

Peter:
Wie waren die Reaktionen der Besucher, die nun ihre Reisen stornieren mussten?

Andreas:
Es gab nicht einen (bislang), der ernsthaft enttäuscht von unserer Entscheidung war oder uns Vorwürfe gemacht hat, ganz im Gegenteil: Manche Besucher haben sogar darauf bestanden, ihre Ticketkosten zu spenden, da sind wir eine Antwort noch schuldig. Gern wollen wir alles erstatten, um sauber in das neue Jahr zu gehen, vielleicht beginnen wir den Vorverkauf für 2021 etwas eher, vielleicht werden wir die Besucherzahlen begrenzen oder begrenzen müssen, das können wir frühestens in vier Wochen abschätzen, also machen wir erst mal das Jahr 2020 sauber zu Ende und dann schaun wir.

… genau so muss das aussehen… der Eingang zum Reich der Synthesizer

Peter:
Wie du mir erzählt hast, wollt ihr die SB20 nicht tatenlos an euch vorbeiziehen lassen. Ihr schmiedet Pläne … magst du schon darüber reden?

Andreas:
Alle schmieden Pläne, nur wir (noch) nicht. Auch du (AMAZONA.de) hast vor, wie diverse weitere Medienpartner zur Zeit der Messe Releases zu veröffentlichen, ich denke, es wäre unsere sinnvolle Aufgabe, zwischen all den Ideen und Angeboten in mindestens drei Sprachen zu moderieren und einen Rahmen zu schaffen, aber aktuell habe ich leider erst mal andere Sorgen und vertröste alle Anfragen dieser Art auf „in zwei Wochen vielleicht“.

Peter:
Noch ein paar allgemeine Fragen zur  Superbooth: Das Event ist jedes Jahr enorm gewachsen. Ich nehme an, dass ihr auch zur SB20 wieder deutlich zugelegt hattet. War denn da überhaupt noch Platz vorhanden?

Andreas:
Nein, wir wollten ein dauerhaftes stabiles Qualitätsevent schaffen und hatten darum für 2020 fast genauso viele oder wenige Aussteller wie im Vorjahr eingebucht. Tatsächlich wollten einige Aussteller etwas mehr Fläche haben, was dann doch ein geringes Wachstum generiert, aber eben nicht in der Anzahl der Aussteller, sondern nur in der gesamten Fläche der Vermietungen. Parallel hatten wir die Ausgaben für Kultur und Nachwuchsförderung hochgeschraubt, weil zum einen das Vorjahr sehr gut gelaufen war und weil wir im fünften Jahr mit Visionen in die Zukunft glänzen wollten. Es kann sein, dass wir das im Folgejahr dann wieder etwas reduzieren müssen, wir rechnen noch.

Sesam öffne dich. Schneiders Laden – Innenansicht

Peter:
Wird sich so etwas wie die Superbooth nicht auch im Ausland lohnen? Habt ihr schon einmal über ein Franchise nachgedacht?

Andreas:
Es kann nur ein Fachtreffen mit dieser Qualität geben und es ist nicht einfach ein Geschäftskonzept: Superbooth könnte natürlich auch woanders stattfinden, aber wir sind nicht die Maker Fair oder eine Haushaltswarenmesse. Die Veranstaltung ist eine emotionale Höchstleistung und wir leben von der besonderen Qualität der Teilnehmer, die da zusammenkommen. Das ist und bleibt hoffentlich einmalig und kann auch nicht mehrfach übers Jahr verteilt an verschiedenen Orten in gleicher Intensität erzeugt werden.

Peter:
Mit zunehmender Größe hat die Superbooth sicher auch damit zu kämpfen, dass aus dem einstigen Community-Event ein Event der Majors wird. Schon letztes Jahr waren praktisch alle großen Brands der Branche anwesend. Noch hält sich das die Waage …

Wie sieht dahingehend das Konzept für die nächsten Jahre aus?

Andreas:
Die meisten der sogenannten Majors waren nicht in der Lage, uns in dieser aktuell etwas prekären Lage mit ihren „Einlagen“ über das Jahr zu unterstützen, das haben die unzähligen kleinen Einzelfirmen und Minihersteller übernommen, dem kann ich an dieser Stelle nicht genug Dank aussprechen. Das wird sicher im Folgejahr auch zu Veränderungen führen oder unsere doch etwas besonderen Gestaltungsmerkmale bei der Vergabe von Flächen bestätigen.

Peter:
Die Superbooth kam seinerzeit zum richtigen Zeitpunkt und hat das Comeback der Synthesizer begleitet. Ist vielleicht sogar in gewissem Maße ein Urheber der Welle gewesen. Aber jeder Hype ist auch mal zu Ende. Wo stehen wir gerade, haben wir den Scheitelpunkt schon erreicht?

Andreas:
Ich denke, die SuperBooth in ihrer eigenständigen Form seit nunmehr fünf Jahren ist Konsequenz des „Comebacks“ der (Eurorack-) Synthesizer, wie sie Analogue Haven und SchneidersLaden und Fukusan in den letzten 20 Jahren vorbereitet haben. Die „normalen“ Keyboards wie auch die „normalen“ Musikinstrumentenhändler so wie die ganzen weltweiten Vertriebe und Promoter sind auf den Zug aufgesprungen und haben auch ihre immer wieder gleichen Produkte versucht, an „unsere“ Bedürfnisse anzupassen.

Ein Ende der Nachfrage nach meditativer Auseinandersetzung mit elektronischer Musik ist nicht in Sicht, ich bin sicher, dass diese aktuelle „Krise“ da vielleicht noch mal neuen Schwung mit sich bringt, aber die Ausformung der Instrumentengattung ist notorischer Transformation unterlegen. Vielleicht ist mal ein Ende der unzähligen Eurorack-Mitmacher gekommen und DIY läuft uns den Rang ab, vielleicht auch wieder Tasteninstrumente, wenngleich ich das eher als einfallslos werten würde. Ich finde, es muss preiswerter und erschwinglicher werden, wieder näher am Grenzbereich zur Physik und Mathematik, Werkzeug für interdisziplinäre Erfahrung der Welt. Damit können wir auch wieder wichtiger werden als „nur“ Unterhaltungsindustrie.

Noch eine Innenansicht von Schneiders Laden.

Peter:
Gerade bei den Eurorack-Modulen bemerkt man seit einem Jahr, dass die Online-Gebrauchtmärkte geradezu damit überschwemmt werden.

Andreas:
Das geht schnell vorbei, wenn es jetzt keine ICs mehr aus Fernost gibt, die letzten Bauteile verbraucht sind und sich die kleinen Hersteller und all die Anwender wieder was einfallen lassen müssen und ihre technischen Beststände und Möglichkeiten mit höherem Respekt für das verbrauchte Material betrachten? Das wäre eh mal dran.

Peter:
Du hast dir ja mehrere Standbeine aufgebaut. Zum einen die Superbooth, dann gibt es da aber auch noch den Vertrieb ALEX4 (von dem ich glaube, dass du deine Finger im Spiel hast, ich mir aber nicht ganz sicher bin) und schließlich „Schneiders Laden“. Durch den bundesweiten Shutdown muss der Einzelhandel nun die Tore schließen. Wie trifft euch das?

Andreas:
SchneidersBuero (1999) wollte Herstellern helfen, sich mit ihren „Technomaschinen“ gegenüber Händlern, Promotern, Magazinen und Vertrieben verständlich darzustellen, dann kamen die Anwender und wollten von mir direkt kaufen, „Ich geh doch nicht in den Laden, die wissen doch gar nicht, wovon wir hier sprechen!“ So wurde daraus das Fachgeschäft (SchneidersLADEN). Als ich gemerkt habe, dass langsam die Läden doch noch aufwachen und manche Lieferanten größer wurden und zu den „richtigen“ Vertrieben gehen wollten, habe ich kurzerhand selber einen gegründet: Alex4 Distribution GmbH ist ein Fach-Vertrieb und berät die angeschlossenen Händler weltweit mit einer besonderen Kompetenz und einem sehr erfahrenen Team.

.. und hinter all den schönen Modulen schwebt die Superbooth

Peter:
Diese Woche geht auch euer neuer Online-Shop an den Start. Meinst du, ihr könnt damit ein paar Verluste des Ladengeschäfts abfedern?

Andreas:
Bislang haben wir kaum Verluste durch die Krise, aber deutlich höhere Ausgaben für den aktuellen „Umbau“: Der bisherige Webshop hat gut funktioniert, aber er basiert auf einem Datenbanksystem, das aktuell nicht mehr sicher ist und deshalb musste jetzt alles neu. Dauernd kommen weitere neue „Notwendigkeiten“, weil natürlich auch die nachwachsende Generation neue Konzepte in den Raum wirft. Einstmals hat man einen Juristen behelligt, einem freundliche aber korrekte und sichere AGBs zu entwerfen, das ist angeblich nicht mehr gut genug und man braucht jetzt Abonnements mit „Rechtstext-Vermietern“, die einen vor Abmahnungen schützen, so lange man monatlich zahlt. Und ebenfalls zahlbare Qualitätssiegel damit man gefunden, gelistet und empfohlen wird. In manch anderen Branchen nennt derlei „Schutzgeld“, oder?

Peter:
Wie gehst du gerade ganz persönlich mit der Corona-Krise um? Hast du Vorräte angehäuft – begibst du dich mit deiner Familie in Isolation – wie steht’s mit Klopapier?

Andreas:
Da ich immer mit allen als erstes schnacke und viel rumrenne, habe ich mich mit der Familie zusammen in Isolation aufs Land begeben und rechtzeitig eine dauerhaft vertretbare Arbeitsatmosphäre geschaffen. Wir hatten da glücklicherweise die Möglichkeit, was jetzt ein ganz großes Glück ist. Vorräte haben wir eher nicht, vielleicht für eine Woche zur Not, die Versorgung wird so schnell nicht verebben, wie es scheint. Ich denke, da sind die elektronischen Bauteile genauso schnell mal am Ende, obwohl man die ja (glücklicherweise) gar nicht essen kann. Und zum Klopapier, ach ja …

Am Wochenende eröffnet wohl der Club Klo, ein Livestreamclub mit einer Premiere von Molly Millions … es bewegt sich noch was, das kulturelle Leben geht irgendwie weiter und es wird sicher noch spannend, was sich daraus für Perspektiven ergeben.

Andreas Schneider (l) und Peter Grandl (r)

Peter:
Lieber Andreas, ich bedanke mich recht herzlich für dieses Interview und drücke euch allen die Daumen, damit du mit all deinen Unternehmungen die Situation meisterst. Dir, deiner Familie und all deine Lieben – passt auf euch auf und bleibt gesund!

Andreas:
Vornehmlich Letzteres wünsche ich uns allen und bleibt froh und guter Dinge auch in der Einsamkeit, die ja jetzt mal öfter aufpoppen könnte, ich freue mich schon jetzt auf das Umschwenken in eine neue konstruktive Lebensphase der Gesellschaft. Es könnte doch auch alles gut sein oder sogar besser werden? Wir werden sehn.
„"

 Beats  Keys  Studio  Vintage
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    Markus Schroeder  RED

    „Ein Ende der Nachfrage nach meditativer Auseinandersetzung mit elektronischer Musik ist nicht in Sicht. […]

    [Es muss] wieder näher am Grenzbereich zur Physik und Mathematik, Werkzeug für interdisziplinäre Erfahrung der Welt. Damit können wir auch wieder wichtiger werden als „nur“ Unterhaltungsindustrie.“

    Habe selten schöner formulierte und inspirierendere Aussagen gelesen!

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      Coin  AHU

      Der größte Teil der Musizierenden ist nicht Teil der Unterhaltungsindustrie.
      Trotzdem Danke für das Interview.

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        Triple-U  

        Ich hatte die Sätze beim Lesen etwas anders verstanden. Ich glaube, zwar falsch, aber ist auch egal. Dann sind meine Gedanken halt vielleicht neu.

        Das „meditative“ und die „Unterhaltungsindustrie“ daran ist für mich dieses, dass Einzelpersonen daheim an ihrer Modelleisenbahn aka ihrem Modularsystem rum“basteln“. Einfach aus Spaß an der Freude. Es muss nicht unbedingt etwas grundlegend Neues entstehen, Hauptsache es macht Spaß und der kreative Geist bekommt seinen Teil. Hab zwar keinen Marktüberblick, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass das möglicherweise den Großteil der verkauften Synthesizer ausmacht, auch wenn es kein billiges Hobby ist. Und hierfür habe ich auch keine Zahlen, aber ich denke, dass einen Großteil der Musizierenden auch Hobbymusiker und Liebhaber sind.

        Das mit dem Grenzbereich zur Physik und Mathematik verstehe ich nicht so richtig.
        Meint er damit, dass wieder mehr an die Grenzen des technisch Möglichen gegangen werden soll? (anstatt ewig die gleichen monophonen Spannungssignale mit Hilfe von „Grundrechenarten“ neu zu rekombinieren)
        Oder meint er,dass sich Eurorackmodule gut zum Unterrichten/praktischen Erfahrbarmachen von physikalischen und mathematischen Prinzipien eignet? …und das man quasi wieder mehr zu den Laborgeräten zurückkehrt, die sie einst waren – aber mit den neuen Erkenntnissen, die sie uns gebracht haben?

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    Larifari  AHU

    Ich hab gestern noch gedacht das ein Interview mit Herrn Schneider zum jetzigen Zeitpunkt sehr interessant wäre. Und schwups..da ist es.

    Super, dass man beim Finanziellen mit einem kleinen blauen Auge weggekommen ist. Treue Aussteller !

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    iggy_pop  AHU

    Das große Problem in unserer kulturellen Umgebung ist, daß uns nicht bewußt ist, daß sich die Welt innerhalb eines Wimpernschlages komplett verändern kann — in unserer auf Langfristigkeit und Planbarkeit ausgerichteten Lebensrealität ist kein Platz für Unvorhergesehenes. Wir bauen auf die Illusion von Sicherheit, und wehe, die erweist sich als bröckelig… dabei beträgt die Chance, morgens beim Aufstehen den Abend nicht mehr zu erleben, genau 50%. Da braucht man noch nicht einmal Corona, da reicht schon der Depp, der meint, er habe mit Erwerb eines 600-PS-Automobils auch gleich Sonderrechte im Straßenverkehr erworben.

    Eine unangenehme Situation für alle Selbständigen, Freiberufler, Unternehmer — egal, ob groß oder klein — und all diejenigen, bei denen das Polster zwischen ihnen selbst und der Realität nicht ausreichend dick in Form von finanziellen Rücklagen ist. Und selbst dieses Polster sitzt sich irgendwann durch.

    Da kann man nur Stärke wünschen und hoffen, daß alle gestärkt aus der momentanen Situation hervorgehen und nicht diejenigen auf der Strecke bleiben, deren Arbeit für so viele so wichtig ist. Durststrecken gehören dazu — hoffentlich ist die Feldflasche voll genug.

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      Larifari  AHU

      Corona + 600 PS Depp gibt es aktuell leider auch…Straßen sind ja leer und die Polizei hat was anderes zu tun denkt sich der Speedjunkie und „beglückt“ die Kölner Ringe.

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      Hectorpascal  AHU

      @Iggy: Yup! Der wenige Speck aus „Wohlstand“ und Raubbau wird in kürzester Zeit aufgefressen sein. Fast bin ich für diese Erkenntnis dankbar. Manche Menschen wachen eben erst auf, wenn das letzte Stück Klopapier abgerissen ist xxx (Kürzung d Red)Das soll nicht so drastisch klingen, ging aber nicht anders.

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    MHSMike  AHU

    Respekt, wie er mit dieser Situation umgeht und mit sehr interessanten Ideen auf eine neue, veränderte Superbooth 2021 zugeht. Vielleicht sollten wir alle man überlegen, wie Corona unser aller Leben verändern wird. Andreas hat, so glaube ich, ein Gespür für die Zeichen der Zeit und so bin ich mehr als gespannt auf die SB21. Hoffentlich überstehen wir alle die nächste Zeit ohne zu großen Schaden. Bleibt gesund und zuversichtlich !

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    Dave the Butcher  AHU

    Super Interview, super Typ. Wann immer ich in Berlin bin ist ein Nachmittag am Kottbusser Tor im ersten Stock überm Kaisers Pflicht. Leider ers fünf mal dort gewesen, aber immer extra entspannt. Ein bisschen ists dann wie nach dem Ikea Besuch, man nimmt viel mehr als man wollte, mit dem Unterschied, dass man kein Schrottmöbel unterm Arm hat, sondern heißes Gerät. Außerdem waren sie bei der Vermittlung des Tasty chips gr-1 extrem auf Zack.

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    falconi  RED

    Der regionale Vertriebsleiter oder Superbooth-Beauftragte eines solchen „richtigen“ japanischen, amerikanischen oder auch europäischen Majors bekommt Schwierigkeiten mit seinem Boss, wenn er bis 2021 „Einlagen“ (buchhalterisch ein Kredit) im „Topf vom Andi“ parkt, noch dazu, nachdem gerade eine wichtige Leitmesse ausgefallen ist (die in Frankfurt) und absehbar kein gutes Geschäftsjahr für die Veranstaltungsbranche ins Haus steht – mit der die Majors nunmal einen Großteil ihres Geldes verdienen.
    Er ist nämlich Angestellter eines Konzerns mit bedeutenderen Geschäftsfeldern, und auch die emotionale Bindung an das Event fällt wohl geringer aus als bei einem Kleinstunternehmen, welches nichts anderes tut, als mit Herz und Verstand Synthesizer zu entwickeln und zu verkaufen.

    Natürlich ist so einem Major zuzutrauen, dass er seine Absage auch maximal bescheiden rüberbringt. Auf diese Weise wird man daran erinnert, dass man es lediglich mit Geschäftspartnern zu tun hat.

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      Tyrell  RED 3

      Nein, dem muss ich widersprechen – und spreche dabei aus Erfahrung. Die Majors die in der Regel in der MI-Branche agieren, besitzen kleine und sehr direkte Strukturen. Das sind keine Konzerne wie Siemens oder BMW. Entscheidungen in der Größenordnung wie sie hier vorliegen, können ganz schnell auf dem kleinen Dienstweg besprochen werden. Darüber hinaus können die ansässigen Vertriebe das auch ohne den Mutterkonzern entscheiden. Da liegst du wirklich falsch falconi.

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        SynergyMan  

        Hm … man sollte von seinen Erfahrungen mit Akai und Korg sowie Thomann nicht auf einen Walfisch wie Harman International Industries schließen. Speziell seit Samsung die 2017 mit Mann und Maus aufgekauft hat, sind konzern typisch das Einhalten von Prozessen das wichtigste und kurze Wege gestorben. Und die CV Situtation wird doch nur dazu führen, dass es zu einer weiteren Konzentration von solchen Walfischen in übersichtlicher Anzahl kommt. Ich hoffe, ich irre mich.

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          Tyrell  RED 3

          ??? … und welche Synthesizer-Marken hat H im Programm?
          Schön das du mitdiskutierst.

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            SynergyMan  

            In Deinem Beitrag sprachst Du explizit von MI, da gehört Harman wohl dazu. Ein Synthesizer-Hersteller in der Größe/Trägheit gibt es in der Tat (zum Glück) noch nicht.

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          iggy_pop  AHU

          Wale sind keine Fische.

          Haben die Niederländer in ihrem Vokabular aber auch noch immer nicht geregelt bekommen.

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    tomk  AHU

    Ich habe viel bei Schneiders gekauft, bis mir das alles irgendwann zu chaotisch und auch unfreundlich am Telefon wurde. Auf meine Email die da lag bekomme ich noch heute täglich Spam, so ist es nur rechtens den Onlineshop sicherer zu machen. Da mag jeder seine eigene Erfahrung geltend machen, persönliche Daten sind trotzdem zu schützen.

    Was das Foto „so muss das aussehen“ betrifft, so denke ich da eher sofort: Nein, ich habe absolut keine Lust im Ghetto einzukaufen, auch ist das Kottbuser Tor Kriminalität Hotspot in Berlin. Sowas kann man mögen, muss man aber nicht.

    Es ist ein paar Jahre her das traf ich Schneider himself hier im Hieber-Lindberg. Auf die Frage ob er gedenkt auch einen Laden in dieser Stadt aufzumachen, meinte er: Ich solle doch hier einkaufen. Gesagt – exklusiv getan, und nie bereut! Was man im Hieber auch nach Nachfrage nicht bekommt, bekommt man bei Just Music, die haben die Synth Abteilung dick aufgerüstet. Thomann ist ja inzwischen auch breit in Modular eingestiegen.

    Bin ich ein kleiner Hersteller, im Vertrieb von Alex 4, im Shop vom Schneiders, und auf Events wie Superbooth angewiesen, würde ich auch dreimal überlegen ob …

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      Elekrostatiker

      So macht jeder seine Erfahrungen,ich bin mit Schneiders Laden immer gut gefahren,niemals unfreundlich kommunikativ,bestrebt die Dinge gut zu erledigen,habe meinen easel da gekauft und vieles mehr,am Kottbuser Tor möchte ich mich allerdings auch nur ungerne aufhalten,ich wünsche Herrn Schneider und seinen netten Mitarbeitern alles Gute,

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        iggy_pop  AHU

        Für Berliner Verhältnisse sieht das am Kottbusser Tor doch noch richtig nett aus — und nur einmal kurz aus der Hochbahnhaltestelle über den Platz gelaufen, und schon ist man da (kann man ja auch nicht verfehlen, das Banner sieht man schon von der U1/3 aus).

        Erinnert mich an die Lage von Cream Music in Frankfurt, früher — erstmal an den Dealern und Nutten vorbei, die Taunusstraße runter. Ein unvergeßliches Shopping-Abenteuer.

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          TobyB  RED

          Cream Music ist umgezogen ;-) Nix mehr Bahnhofsviertel. Die Taunusstrasse habe ich persönlich auch nie so schlimm empfunden. Weserstrasse/Moselstrasse auch nicht.

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            iggy_pop  AHU

            Wer hier einen Daumen runter gedrückt hat, ist noch nie dagewesen, in der alten Cream Music Location — oder hat sein Geld vorher auf dem Weg dorthin bei ’ner Cracknutte verknattert.

            Der Bunker in Oberrad war auch der Hammer… haben wir mal ein Mellotron rausgeholt, vor über zwanzig Jahren.

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              TobyB  RED

              Ich hatte nix gegen die alte Cream Location. Ich hab da sackweise das Geld rein und Gear rausgeholt. Und Kaffee geschnorrt. Mit Koks und Nutten habs ichs nicht so. Ich bin Biertrinker. Aber bei Tageslicht passt das schon im Bahnhofsviertel in FFM. Mein Friseur ist dort, mein Stammdöner ist dort. Etc. Wenn ich Bock auf Schicki Micki hab, stell ich mich beim Wacker Stammhaus mit einem Kaffee auf die Strasse. Frankfurt lebt von seinen scheinbaren Gegensätzen. Ist halt ein grosses Dorf mit viel Drumrum.

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      Hectorpascal  AHU

      Ich hatte auch nie Probleme beim Schneider. Immer wenn ich mal was abseits vom Mainstream kaufen wollte hab ich es dort getan.

  8. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Ich wünsche Herrn Schneider und seinen Leuten alles Gute; habe online einiges an modularen Schätzchen erstanden. Als ein Modul fälschlicherweise mir zugestellt wurde und ich es zurück schickte, erhielt ich noch ein kleines Dankeschön in Form eines TipTop Stack-Cables, sehr nett..

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