NAMM 2020: Korg MS-20 FS – monophoner Analog-Synthesizer

14. Januar 2020

Limitierte Auflage in vier Farben

Dieser Jahr lässt es Korg aber so richtig krachen! Mit dem Korg MS-20 FS kommt der nun der wohl bekannteste Synthesizer des Herstellers zurück. Schon wieder, mag man denken. Doch diesmal nicht als Mini, DIY-Kit oder Modul, sondern als vollformatige „Full Size“-Version mit 37 Tasten.

Korg MS-20 FS sw

Korg MS-20 FS – schwarze Version

In vier Farbvarianten mit Pulverbeschichtung wird der neue MS-20 FS gezeigt: dem originalen Schwarz, Blau, Weiß und Grün. Die Auflage wird wieder einmal als „Limited“ bezeichnet, ohne dass es eine Angabe zur Stückzahl gibt. Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens die schwarze Standard-Version danach im Programm bleibt.

Korg MS-20 FS WH

Korg MS-20 FS WH – unübersehbar in Weiß

Technisch ist der Korg MS-20 FS mit der DIY-Version, die es 2014/2015 für eine begrenzte Zeit gab, identisch. Er arbeitet mit einer originalgetreuen Reproduktion der analogen Schaltkreise, wie sie bei der Erstproduktion in den 70er Jahren verwendet wurden. Die Struktur des monophonen Synthesizers besteht aus zwei VCOs, zwei VCAs, zwei VCFs, zwei Hüllkurven und einem LFO. Außerdem gibt es den External-Signal-Processor (ESP) zum Einspeisen von Audiosignalen. Über das Patch-Feld lassen sich zusätzliche Signalzuweisungen vornehmen
Die einzige Abweichung in der Schaltung ist die Filtersektion zu finden. Im FS-Modell stehen die beiden unterschiedliche Filtertypen aus dem frühen MS-20 Modell und aus dem späteren Modell zur Verfügung.
Außerdem verfügt der MS-20 FS über einen MIDI-Eingang und einen USB-Anschluss.

Korg MS-20 FS bl

Korg MS-20 FS BL

Korg MS-20 FS GR

Korg MS-20 FS GR

Der Korg MS-20 hat einen langen Weg zurückgelegt, weshalb wir an dieser Stelle auf die verschiedneen Stationen und die dazu passenenden AMAZONA.de-Artikel verweisen wollen.

Natürlich hat das Original einen Blue Box-Artikel von Theo Blodderer bekommen. Und ich hatte vor einigen Jahren auch die Möglichkeit, mit den beiden Entwicklern Fumio Mieda und Hiroaki Nishijima ein Interview zu führen, wo es natürlich auch um den MS-20 ging.

Als erste „Hommage könnte man den VA-Synthesizer MS-2000 und dessen Rack-Version sehen, der sich strukturell und auch (entfernt) optisch an dem analogen Vorgänger orientierte, tatsächlich aber wenig mit ihm gemein hatte.

Gibt es auch in Rackform: Korg MS-2000R

Die erste tatsächliche Wiederauferstehung hatte der MS-20 als VST-Plugin im Rahmen der Legacy Cell. Korg hat zwar das Plugin-System geändert, doch der MS-20 ist immer noch erhältlich, inzwischen auch als iMS-20 App.

Dann kam die Neuauflage als Korg MS-20mini, die aufgrund der kleinen Tasten und einem höheren Grundrauschen nicht bei allen Fans Anklang fand. Auch ein Leser-Test von Tyrell beschäftigte sich damit. Mini und Original wurden dann natürlich auf AMAZONA.de in einem Test verglichen.

Korg MS-20 mini

Korg MS-20 mini

Bald darauf folgte die Modul-Version MS-20M, die als Bausatz und nur für begrenzte Zeit angeboten wurde.

Korg MS20m

Korg MS20m mit SQ-1 Sequencer

Schließlich wurde der MS-20 als K-2 in Behringers Klon-Riege aufgenommen. Ein Vergleich, insbesondere der Filter, war unvermeidlich. Interessanter Fakt am Rande: Der Mitentwickler des originalen MS-20 und des MS-20mini Hiroaki Nishijima arbeitet inzwischen bei Behringers  Entwicklungscenter inTokio.

 

Preis

  • 1.299,- Euro
 Beats  DJ  Gitarre & Bass  Keys  Stage  Studio  Vintage
Forum
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    targon  

    Wenn mir keine Innovation einfällt, mach ich es bunt und nenne es „limitiert“.
    O.K., es sind nun beide Filtertypen verbaut. Aber innovativ wäre doch das Patchfield in den Modular-Standard zu bringen. War ja schon bei „Bs“ Clone eine gewisse Enttäuschung auszumachen.

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    Joerg  

    Ich streich meine olle Hütte neu an…
    Wobei man Korg eigentlich Innovationslosigkeit gar nicht vorwerfen kann

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    Steril  

    Wieso denn kein PWM, Sync, FM wie beim MS20M? Das wäre technisch kein großer Aufwand gewesen, hätte die klanglichen Möglichkeiten aber enorm erweitert.

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    Anthony Rother  

    Supergeil… Einen echten originalen KORG MS-20.

    Bin schon seit einigen Jahren am Gebrauchtmarkt am schauen, konnte aber nie einen in meiner Umgebung finden der mir wegen Gebrauchsspuren wirklich gefallen hat. Das hat sich ja jetzt mit der Neuauflage erledigt. Neu, mit Garantie, Rechnung und dann auch noch in verschiedenen Farben, richtig cool.

    Im Artikel steht ja das der KORG MS-20 FS baugleich mit dem KORG MS-20M ist, somit hätte er dann auch FM, Hard Sync, PWM.

    Korg macht alles richtig…

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      Joerg  

      Korg ist gut dabei, finde ich auch
      MinilogueXD, Prologue(s) und Wavestate

      Wer den MS-20 mag (ich gehöre nicht dazu), der wird auch fein bedient.
      Find ich gut

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      Green Dino  AHU

      „Technisch ist der Korg MS-20 FS mit der DIY-Version, die es 2014/2015 für eine begrenzte Zeit gab, identisch.“

      Damit ist wohl der MS-20 „Bausatz“ (Man musste nur n bisschen Schrauben und das Gehäuse zusammenstecken) gemeint, den es mal kurz gab, nicht der MS-20M.

      Schade…

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        Anthony Rother  

        Bin jetzt etwas verwirrt, Im Artikel steht

        +++ „Bald darauf folgte die Modul-Version MS-20M, die als Bausatz und nur für begrenzte Zeit angeboten wurde.“ +++

        Welcher andere Bausatz, wenn nicht der im Artikel genannte KORG MS-20M, soll das sein ?

        Kannst Du da eventuell einen Link anbieten wo man die Specs von diesem anderen Bausatz anschauen kann?

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    RandyRhoads

    Es hat den Anschein als habe Herr Behringer etwas Bewegung in die etwas träge gewordene Synthesizerszene gebracht…

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      Joerg  

      Das (Musiker-)Volk scheint den alten Wein aber zu mögen
      Jedem Tierchen sein Pläsierchen

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    WOK  

    Ob da jetzt auch alle (wie bei Behringer) mäkeln, dass das ja mit SMD nicht das gleiche wie beim Original ist und dann auch garantiert nicht genauso klingt? Und dass das ja einfallslos ist, einfach was zu klonen, anstatt was Neues zu machen?

    • Profilbild
      Dirk Siegmund  

      Im Zuge der Preisentwicklung von MS-20 mini und K-2 finde ich den Preis von 1299,-€ heftig übertrieben, da nutzt auch die neue Farbe nichts.

      Da ich beide vorgenannten Geräte besitze, sehe ich auch keinen Reiz noch eine Variante zu kaufen, nur um Full-Size-Tasten zu bekommen, zumal hier grundlegend die gleiche Elektronik, wie im MS-20 mini verbaut ist.

      Natürlich treibt eine kleinere Stückzahl die Herstellungskosten nach oben, aber es ist ja keine Neuentwicklung…

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    johnny bore

    Beim MS-20M hat man sich jeder offensichtlichen Schwachstelle des MS-20 angenommen. Alles was danach kam fand und find ich etwas enttäuschend.

  8. Profilbild
    steme  

    Schon wieder MS-20. Ich mag den ja schon, aber wieso kommen die nicht mal auf die Idee einen MS/Q-xxx zu machen: MS-10+MS-20+MS-50+SQ10 in einem Gehaeuse, mit allen Filtern, Sync, X-mod, 3 Oktaven manual und Paraphon? Nicht nur einfach was altes klonen sondern mal ein bisschen weiter denken und verknuepfen. Das waere doch mal ein interessantes Instrument. Haette enormes Alleinstellungspotenzial. Und ich wuerde es sofort kaufen.
    So wie wir uns das damals ende der 70er schon ertraeumt hatten, aber halt leider nicht leisten konnten…
    Erinnert sich noch jemand daran? ;-)

    • Profilbild
      Chromengel  

      Das sehe ich auch so. Warum keinen MS10/Vocoder und einen MS50/Sequencer (meinentwegen auch in Mini) um die Rehe zu vervollständigen. Anscheinend ist die Technik ja kein Problem mehr, oder? Ein größerer SQ-1 mit 16 Steps hätte es ja auch getan…..
      Aber davon mal ab, der blaue sieht ganz gut aus und der grüne – naja, ich war mal bei dem „Verteigungsverein“ Anfang der 90er. Hätte mich womöglich damals mehr angemacht :-)

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