Alle u-he Synthesizer und Effekt-Plugins auf einen Blick

u-he Ace

Der Synthesizer Ace ist semimodular aufgebaut und entspricht den kleinen analogen Modularsystemen der 70er Jahre, wie sie z.B. Roland gebaut hat. ACE steht für „Any Cable Everywhere“, das heißt, zwischen Audio- und Modulationssignalen wird wie bei einem analogen System nicht unterschieden und es lässt sich jeder Ausgang in jeden Eingang routen. Dabei werden alle Signale mit mindestens der doppelten Frequenz der Sample-Rate des Host-Programms abgetastet, die Oszillatoren werden sogar mit 500-fachem Oversampling betrieben. Nicht ohne Grund lautet es in unserem Fazit:

„Klasse statt Masse, analoge Funktionen und Vielseitigkeit, sinnvoll ergänzt mit ein paar digitalen Features wie Phasenmodulation und Map-Generator. Man kann nach Herzenslust stöpseln ohne die sonst üblichen Einschränkungen und vergisst fast, dass es sich um einen digitalen Synth handelt.“

Mehr muss man nicht sagen, schon gar nicht zu einem Preis von 69,- Euro. Weitere Infos zu Ace sowie Klangbeispiele findet ihr in unserem Test.

u-he ace

u-he Ace

u-he Bazille

Nicht nur optisch ähnelt Bazille dem so eben erwähnten Ace, er baut auch auf einem ähnlichen Konzept auf. Der Software-Synthesizer basiert auf der FM-Synthese im Stil der Yamaha DX-Reihe sowie auf der nicht minder interessanten Phase Distortion Synthese, die in den 80er Jahren von Casio entwickelt wurde und seither etwas in Vergessenheit geriet. Kombiniert mit analog klingenden Filtern, Effekten und zahlreichen Modulatoren, ergibt dies ein potentes, modulares FM- bzw. PD-System. Dass damit auch noch viel mehr als die klassischen FM-Pianos und Glocken möglich sind, versteht sich für ein Produkt von u-he fast von selbst.

Am Ende ist ein komplexer modularer Software-Synthesizer mit umfangreichen Patch-Möglichkeiten und einem sehr lebendigen und warmen Klang herausgekommen. Er gehört konzeptionell wie klanglich gewiss zu den Besten seiner Zunft und besticht durch die besondere Kombination von FM-, PD- und subtraktiver Synthese. Ergänzt durch die analog klingenden Filter, Ringmodulatoren und Effekte sind gänzlich neue Klänge möglich, die sich einer Klassifizierung in „analog“ oder „digital“ entziehen. Hier geht’s zum Test von Bazille.

u-he bazille

u-he Bazille

u-he Hive

Der letzte Software-Synthesizer im Bunde lautet auf den Namen Hive. Im Jahr 2015 haben wir diesen bereits getestet und klar mit drei Sternen bewertet. Schnellt die CPU-Belastung bei u-he Produkten gerne mal ans Limit, soll Hive quasi die „Sparversion“ darstellen. Aber der Sound soll hierdurch natürlich nicht beeinträchtigt werden. Dabei wurde an Sonderausstattung keineswegs gespart, Hive hat umfangreiche Modulations- und Routingoptionen, eine üppige Effektsektion und einen Step-Sequencer und Arpeggiator mit auf den Weg bekommen. Der Steckbrief liest sich alles andere als uninteressant:

  • virtuell-analoges Synthesizer-Plugin mit 16 Stimmen
  • Formate: VST und AAX, 32/64 Bit, PC und Mac
  • 2 Oszillatoren plus 2 Suboszis
  • 2 Multimodefilter
  • 2 Amplifier
  • 4 Envelopes
  • 3 LFOs
  • 7 gleichzeitig nutzbare Effekte
  • Step-Sequencer mit 16 Schritten
  • Arpeggiator

Neben unserem Test hat sich unser Leser A. Stadelmann auch die Mühe gemacht, Hive aus seiner persönlichen Sicht zu betrachten. Dazu hat Urs Heckmann für das zweite Quartal 2019 eine neue Version von Hive angekündigt. Hier findet ihr die bis dato veröffentlichten Informationen dazu.

u-he hive

u-he Hive

Tyrell Synthesizer

Ganz besonders stolz sind wir bei AMAZONA.de natürlich über den in Zusammenarbeit mit Urs entwickelten Tyrell Synthesizer. Über 9 Jahre ist das Experiment schon alt.

alle u-he synthesizer und effekte auf einen blick

Der Hintergrund: Müsste es nicht möglich sein, den perfekten Synthesizer mit Hilfe der AMAZONA.de-Leser zu entwickeln? Das Ganze diente nicht nur dem Eigenzweck, sondern sollte vor allem eine Studie werden, die wir den Synthesizer-Herstellern dieser Welt zukommen lassen wollten. Entsprechend ernsthaft gingen wir das Ganze dann auch an – und entsprechend umfangreich und langwierig entwickelte sich das Experiment. Die gesamte Story zu Tyrell findet ihr hier, detaillierte Infos zum Software Synthesizer hier.

tyrell n6

u-he Effekt-Plugins

Im Gegensatz zu den Software-Synthesizern haben wir von den Effekt-Plugins bisher nur das Eimerketten-Delay Colour Copy, die Plugin-Kollektion Uhbik sowie Filterscape getestet. Das Hall-Plugin Twangström befindet sich gerade im Test, diesen werden wir zeitnah veröffentlichen. Daher verweisen wir an dieser Stelle auf die u-he Website:

u-he colour copy

u-he Colour Copy

Kostenlose u-he Plugins

Ein extra Lob gebührt u-he im übrigen für die kostenlosen Plugins die der Hersteller anbietet. So findet man auf der u-he Website beispielsweise die Synthesizer Zebralette, Podolski, Triple Cheese oder auch unseren bereits erwähnten Tyrell. Oft handelt es sich hierbei um abgespeckte Versionen der zuvor genannten Software Synthesizer.

Forum
  1. Profilbild
    gaffer  AHU

    Ja, von Urs gibt es fast die interessantesten PlugIns. Was aber noch fehlt, sind die frei verfügbaren von ihm. Da ist er vorbildlich. Und das finde ich auch eine prima Möglichkeit die Kaufprogramme zu featuren.

    Triple-Cheese
    Podolski
    Zebralette, (im Zebra Demo enthalten)
    Tyrell, hier nicht ganz unbekannt.

    Ich habe schon Songs gemacht, die neben den Basics ausschliesslich diese Free Plugs verwendeten. Geht prima

  2. Profilbild
    anttimaatteri  

    Ich habe den Bazille-Synth, den ACE und das Presswerk und sowieso alle Demos, die sind voll funktionsfähig und deren Britzelgeräusch wird irgendwann so autoritär, daß man freiwillig das Plugin kauft. :D
    Die Freeware von U-he ist auch nicht zu verachten und speziell der Tyrell hat inzwischen eine sehr grosse Presetsammlung.
    Wenn ichs Geld über hätte wären auch sofort Hive, Satin, Twangström und Colorcopy am Start, denn im Zusammenspiel klingen die U-He Plugins noch besser.^^

    Ich warte nur noch auf den Drum-Synth von U-He^^

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