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Die besten kostenlosen DAWs für die Musikproduktion

Freeware-DAWs im Überblick

3. November 2025
marktübersicht die besten kostenlosen daws freeware

Marktübersicht: Die besten kostenlosen DAWs

Wer die ersten Schritte in Richtung Musikproduzent gehen möchte, sieht sich vielen Problemen gegenübergestellt. Für welches Recording-Equipment soll man sich entscheiden? An welcher Stelle sollte man nicht zu geizig sein, wo lässt sich ein Euro sparen? Hat man das wichtigste Equipment wie Audiointerface, Studiomonitor, Kabel und ggf. Mikrofon zusammen (evtl. kommt auch ein günstiges Recording-Bundle in Frage), kommt dann unweigerlich die Frage (zumindest für diejenigen, die mit einem Computer arbeiten): Mit welcher DAW gelingt der Einstieg am besten und muss es gleich die Pro-Version der Digital Audio Workstation sein?

Ganz klar, für den Anfang reicht eine der kostenlos erhältlichen DAWs aus. Neben einigen Freeware-DAWs bieten auch fast alle namhaften Hersteller abgespeckte Versionen ihrer Digital Audio Workstations an. Im Hinblick auf die maximale Spuranzahl, den mitgelieferten Effekt-Plug-ins oder Software-Instrumenten sowie der allgemeinen Funktionsausstattung sind diese in der Regel beschränkt, was Einsteiger aber nicht allzu sehr in ihrer kreativen Arbeit stören sollte.

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Freeware – Digital Audio Workstations

Im Folgenden haben wir euch die bekanntesten kostenlosen DAWs zusammengestellt. Weitere Informationen dazu findet ihr in unseren entsprechenden Tests, wobei wir in der Regel die großen Vollversionen testen. Hier also vor der Installation prüfen, ob alle benötigten Features in der kostenlosen Version der DAW enthalten sind.

Der Vollständigkeit halber ebenfalls enthalten sind Lite-Versionen bestimmter DAWs (Live, Bitwig, Cubase), die es nur im Bundle-Kauf mit ausgewählter Hardware gibt und teils recht weit verbreitet sind.

Ableton Live Lite

Obwohl es Abletons Live Lite DAW offiziell nicht zu kaufen gibt, gehört es bei einer Vielzahl von Hardware-Produkten zum Lieferumfang hinzu. Erst kürzlich hat das Berliner Unternehmen die Lite DAW auf Version 12 erweitert. Seitdem gehören auch Funktionen wie Comping, Tonarten und Skalen, User-Tags, Browser-Labels uvm. zur Ausstatung der Lite-Version dazu.

ableton live lite 12

Ableton Live Lite 12

Audacity

Die seit einiger Zeit zur Muse Group gehörende Software Audacity kennen und nutzen viele User als Audio Editor, die Software ist aber auch als DAW einsetzbar – wenn auch nur mit rudimentären Funktionen. Einen Mixer gibt es nicht, dazu ist die MIDI-Funktionalität eingeschränkt. Die wichtigsten Features sind aber vorhanden, so dass sich ein genauerer Blick durchaus lohnt.

Aktuell wird bereits an Version 4 von Audacity gearbeitet, bis zum finalen Release wird es aber aller Voraussicht nach noch etwas dauern.

audacity daw kostenlos freeware

Audacity

Apple GarageBand

Alle Mac-User (und vermutlich die meisten PC-User) kennen Apples GarageBand. Neben der (Pro)-DAW Logic X bietet Apple mit GarageBand eine kostenlose DAW, die mit allerhand Software-Instrumenten, Sounds, Loops und Effekten ausgeliefert wird.

apple garageband

Apple GarageBand

Ardour

Die Freeware Ardour gehört sicherlich zu den unbekannteren DAWs. Unserer Meinung nach zu Unrecht, denn mit Ardour lässt sich nahezu uneingeschränkt aufnehmen, editieren, mixen und mastern.

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Hinsichtlich der Spur- und Busanzahl, der Sends und Inserts pro Kanal sowie der zum Einsatz kommenden Plug-ins gibt es keinerlei Beschränkungen. Auch Plug-ins von Drittanbietern (AU, VST) lassen sich in Ardour nutzen. Video wird ebenfalls unterstützt.

Glücklicherweise wird die DAW, die aktuell bei Version 8.12 steht, stetig weiterentwickelt. Sogar eine Version 9.0 wurde bereits angekündigt. Genauere Informationen gibt es dazu aber leider noch nicht.

ardour daw

Avid Pro Tools Intro

Die kleinste, der vor allem im professionellen Film- und Broadcast-Bereich eingesetzten DAW Pro Tools hört auf den Namen Intro. Bis zu 16 Audio-, MIDI- und Instrumenten-Spuren bietet Pro Tools First. Für den Einstieg liegen 36 Instrumenten- und Effekt-Plug-ins (die Vollversion bietet über 130 Plug-ins) und einige Gigabyte an Sound-Content bei.

avid pro tools intro

Avid Pro Tools Intro

Bitwig 8-Track

Wie auch Ableton legt Bitwig beim Kauf ausgewählter Hardware seine 8-Track DAW bei, einzeln beziehen kann man sie leider nicht. Schade, denn jeweils acht Audio-, Instrumenten- und Hybrid-Tracks sowie Effekt-Spuren, Group-Spuren und insgesamt 40 Instrumente/Effekte/Note FX und Modulatoren reichen für die meisten Einsteiger sicherlich aus.

bitwig 8 track

Cakewalk Sonar Next

Die DAW Cakewalk hat eine durchaus bewegte Vergangenheit und gehört seit 2018 zur Firma BandLab Technologies. Nach der ersten neuen Version namens „Cakewalk by BandLab“ wurde es schnell ruhig um die DAW und erst im Sommer 2025 kam der Stein mit der neuen Version „Cakewalk Sonar Next“ wieder ins Rollen. Getestet haben wir die aktuelle Version erst kürzlich, so dass ihr im verlinkten Testbericht alle Informationen dazu erhaltet. Die DAW ist weiterhin kostenlos erhältlich (es gibt allerdings eine kostenpflichtige Premium-Version) und auch weiterhin nur unter Windows einsetzbar.

cakewalk sonar next test daw

Cakewalk Sonar Next

Magix Music Maker Free

Wie mittlerweile bekannt, hat sich die Firma Magix in den letzten Jahren im Bereich der Audio-Editoren und DAWs kräftig verstärkt. Diverse Zukäufe sorgten dafür, dass zum Magix Portfolio mittlerweile Namen die Samplitude, Sound Forge, Acid Pro oder Sequoia gehören.

Zwar wird der Magix Music Maker Free offiziell nicht mehr angeboten, doch im Internet finden sich viele Websites, über die ein offizieller Download weiterhin möglich ist.

music maker magix amusic maker magix 2022

Magix Music Maker 2022

MOTU Performer Lite

Auch der US-amerikanische Hersteller MOTU bietet zusammen mit seinen Audiointerfaces eine eigene kostenlose DAW an. Legt man sich eines der aktuellen MOTU Interfaces zu und registriert dieses, erhält man eine Lizenz für die kleine Schwester von Digital Performer.

motu performer lite

Steinberg Cubase LE und Cubase AI

Genauso wie bei Ableton Live Lite handelt es sich bei Steinbergs Cubase LE und Cubase AI um kostenlose DAWs, die ausschließlich in Verbindung mit einem Hardware-Produkt vertrieben werden. Solltet ihr also bspw. ein Auge auf ein Steinberg (bzw. mittlerweile Yamaha) Interface oder ein Yamaha Mischpult geworfen haben, könnt ihr euch die Kosten für die Steinberg DAW sparen. Denn mit 16 bzw. 24 Audio-Spuren und 8 bzw. 16 Spuren für VST-Instrumente kommt man schon recht weit. Die genauen Unterschiede zwischen den Cubase Versionen findet ihr hier.

steinberg cubase le ai freeware daw

Steinberg Cubase LE und Cubase AI

Tracktion Waveform Free

Vor einigen Jahren wurde aus Tracktion Waveform und seitdem hat sich die mittlerweile in drei Versionen erhältliche Digital Audio Workstation richtig gemausert. Tolle Funktionen, eine übersichtlich Bedienung und – je nach Version – ein großes Paket aus Plug-ins, Software-Instrumenten, Sounds und Loops gehören zur Ausstattung der DAW.

tracktion waveform free

Universal Audio LUNA

Seit dem Jahr 2020 bietet Universal Audio mit LUNA eine eigenständige DAW an. Seit kurzem ist Version 2.0 erhältlich (ein Test folgt in Kürze), die den Funktionsumfang der Software deutlich erweitert und u.a. eine unbegrenzte Anzahl von Spuren, ARA-Support, diverse Software-Instrumente und UAD-Plug-ins (Oxide Tape Extension, Shape Virtual Instrument Pack, ARP MIDI Arpeggiator) bietet.

Deutlich weitreichender ist die PRO-Version von LUNA ausgestattet, denn diese bietet etliche Plug-ins (diverse API, Ampex, Studer Emulationen), einen größeren Funktionsumfang und mehr Software-Instrumente – kostet allerdings auch 129,- Euro.

universal audio luna 2.0 ara

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Fazit

Die aufgeführten Digital Audio Workstations bieten insgesamt eine sehr gute Möglichkeit, in die Welt der Sequencer und DAWs einzusteigen. Insbesondere für Einsteiger bieten die „kleinen“ Versionen der DAWs ausreichend Spielraum für kreatives Arbeiten. Und später kann ohne Probleme auf die großen Vollversionen upgegradet werden.

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Über den Autor
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Felix Thoma RED

Nach der klassischen musikalischen Früherziehung ging es übers Keyboard hin zum Klavier und diversen Bands, was am Ende sogar zur Finanzierung des Studiums gereicht hat. Danach hat mich das Schicksal in die Welt der Werbe- und Filmmusik verfrachtet - dieser bin ich heute noch treu!

Forum
    • Profilbild
      janschneider AHU

      @dr noetigenfallz Die ist zumindest kostenfrei herunter ladbar. Im Gegensatz zu den hier genannten “abgespeckten” Versionen, die nicht wirklich kostenfrei sind, weil man ja erstmal ein Audiointerface kaufen muss (und ob bei dem audio interface die DAW dabei ist, die man will?).
      Aber dann ist die Liste natürlich recht kurz, wirklich kostenfreie vollwertige DAWs (die dann auch noch auf allen Plattformen laufen) gibt es wirklich nicht viele.

      Open source ist noch z.B. LMMS, eine Art FL Studio Clone. Läuft unter Linux, Mac und Windows. Keine Ahnung, ob die was taugt…

  1. Profilbild
    Filterpad AHU

    Cubase LE4 war meine Einstiegsdroge – zusammen mit dem Lexicon-Interface. Ich fand beides abgrundtief schrecklich, hatte aber auch noch keine Ahnung, wie oder was überhaupt funktioniert – besonders in Bezug auf die DAW. Die Strategie von Steinberg ist allerdings fabelhaft aufgegangen, denn bei Cubase bin ich geblieben. Heute bekommen Einsteiger vermutlich ein besseres Interface und ein deutlich ausgereifteres Cubase, selbst in der Light-Version. Ich vermisse dieses alte Equipment definitiv nicht! Verrückt, dass es mittlerweile völlig kostenlose DAWs gibt – ganz ohne Zusatzkauf. Der ganze KI-Hype befeuert das Musikmachen zusätzlich, selbst bei Leuten, die vorher nie etwas mit Musik zu tun hatten oder dafür Geld ausgeben wollten. Ich schätze, dass in etwa einer Woche das neue Cubase erscheint – und ich werde wieder zuschlagen.

    • Profilbild
      Tai AHU

      @Filterpad Ich hatte von Mitte der Nuller bis Mitte der Zehner ein Lexicon Omega und war ziemlich zufrieden. Das arbeitete ClassCompliant am Mac und iPad. War also nicht von Treiberaktualisierungen abhängig. Du bist auf Win, da sah es allerdings nicht so gut aus.

  2. Profilbild
    Mixit

    Dass es viele Möglichkeiten gibt, seine persönliche DAW zu finden ist super. Auch in Sachen PlugIns und Instruments gibt es inzwischen eine Menge guter kostenfreier Tools mit denen man etwas anfangen kann.

    Persönlich bin ich seit Emagig Logic 5 auch bei dieser DAW geblieben, inzwischen kostet Logic Pro auch „nur“ noch einmalig 200 € und gehört zu den gängigsten DAW. Da war Emagic damals im Vergleich noch richtig teuer 😂

    Steinberg hatte ich auch schon ausprobiert, doch so richtig warm bin ich damit nie geworden. Bei Ableton spricht mich die GUI schon nicht an. Aber das sind alles rein persönliche Ansichten.

    Für alle Einsteiger gab es noch nie so viel kostenfreie Auswahl wie heute. Später landet man vermutlich bei einem der 3-5 DAW, die in den meisten Studios etabliert sind. Und bis dahin kann man in Ruhe ausprobieren.

  3. Profilbild
    Keppe

    Also, ich finde das Reaper definitiv noch in die Liste mit aufgenommen werden sollte!

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      OscSync AHU

      @Keppe Reaper ist aber nicht free. Es gibt zwar eine uneingeschränkt lauffähige Demo-Version, aber eigentlich sollten je nach Einsatzgebiet eine discounted oder commercial license erworben werden.
      Darauf weist Dich auch das Nervfenster beim Start hin…. ;-)
      Davon abgesehen ist Reaper auch mein DAW der Wahl. Habe vieles ausprobiert, kehre aber immer wieder zu Reaper zurück.

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        Filterspiel AHU

        @OscSync Reaper könnte man als Seitennotiz nennen, wenn man den Freewarebegriff anderweitig schon auf eigentliche Bundleware ausgeweitet hat.

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        susuexp

        @OscSync Wenn Audacity (keine DAW) und Ardour(nur dann free, wenn man selbst kompiliert, aber bezahlt, wenn man die binaries nutzt), dann halte ich es durchaus für sinnig, Reaper mit hinein zu nehmen. Für die Trialperiode ist Reaper ja tatsächlich umsonst und die anderen vorgestellten Lite Versionen sind ja gegenüber den bezahlten vollen Versionen anderweitig eingeschränkt. Sonst ist Reaper halt nicht Freeware, aber doch im Vergleich günstig. Ich bin nach einem DSP Kurs der im Rahmen der Testversion mit Reaper lief da hängen geblieben (vorher war ich Cubase User) und habe schon dreimal eine neue Lizenz erstanden.

  4. Profilbild
    DIrk

    Ich glaube Fender Studio könnte man mit aufnehmen – ist auch kostenlos und m.W. kann man es auch ohne Konto benutzen. So wie ich das verstanden habe, ist es ein abgespecktes Presonus Studio One, aber ohne MIDI und VST Unterstützung.

  5. Profilbild
    ESPenlaub

    Moin!
    Weiß jemand von Euch, welche kostenlose DAW oder welches Freeware Plugin übersteuerte Aufnahmen bei Interviews mäßigt? Es passiert mir zu selten, als dass ich mir iZotope zulegen möchte.

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