Preview: Pioneer Toraiz Squid Performance Sequencer 2.0

10. Mai 2019

Preview: SQUID Performance Sequencer 2.0

Preview: Pioneer Toraiz Squid Performance Sequencer 2.0

Preview: Pioneer Toraiz Squid Performance Sequencer 2.0

Kollege Bolle hatte in einer Meldung vom 24.04.2019 ja den Pioneer DJ Toraiz Squid Sequencer  schon vorgestellt. Umso heißer war die Redaktion, wie sich ein erstes Hands-on anfühlt und ob der Squid nun eher kleckert oder klotzt?

Hier nun der Bericht dazu. Sobald es möglich ist, werden wir ein Testgerät anfordern und dem Squid noch einmal auf den Zahn fühlen. Denn die Superbooth nach 13:00 h ist eine Kakophonie im besten Sinne und gegen MPC und Force kommt man mit der Macht nicht an.

Zunächst hat der Autor den Eindruck, dass Pioneer das Thema Performance und Sequencer sehr gut verstanden hat und dass jede Menge frische Ideen im SQUID stecken. Die Basis stimmt, die Anschlüsse, die wir benötigen, sind da und darüber hinaus scheint CV/GATE auch endlich im Mainstream angekommen zu sein. Die Einbindung eines modularen Systems ist heute keine Kür mehr, sondern Pflicht. Aber entscheidend ist, wie viel Aufwand ich betreiben, muss um ein Ergebnis zu erhalten. Die Erstellung von Basic-Pattern geht relativ einfach. Eine Bass-Sequenz in einer zuvor gewählten Tonart ist recht schnell eingehackt, man kennt und liebt den MPC-Style, die Taster sind sehr wertig und ökonomisch. Die Tasterbeleuchtung ist abgestimmt auf die Logik und sagt mir optisch, welche Tasten, somit Töne, in einer Tonart möglich sind. Darüber hinaus gibt es eine Funktion, die verhindert, dass ich falsche Noten aufzeichne, sprich es wird der nächste richtige Ton genommen. das geht sowohl ein- als auch mehrstimmig. Und ebenso für Akkorde. Und vermutlich auch für Akkordfolgen.

Hat man so nach dem bekannten Prinzip Pattern, Track, Song seiner Performance organisiert, stehen mir für die eigentliche Performance einige Tricks und Spielhilfen zur Verfügung. So ein Arpeggiator. Ich habe die Möglichkeit, zuvor aufgezeichnete Sequenzen in Step-Länge oder ähnlichen zu beeinflussen. Ebenso kann ich die Laufrichtung einer Sequenz beeinflussen und dies runter bis auf einzelne Tracks

Generell ist der „SeQUencer Inspirational Device“ ein mächtiges Performance Tools und irgendwo angesiedelt zwischen DJ und Synthesizer, ohne aber den Letzteren zu verprellen. Die Hilfsfunktionen sind wirklich eine Klasse und laden zum spontanen Jam ein, weil eben der DJ vermutlich weniger über ultratiefsitzende Harmonie-Kenntnisse verfügt, aber dennoch tonal sensibel genug mit den Tasten zusammenspielen möchte, ohne durch das Fehlen von Harmonie zu glänzen.

Und hier hat SQUID seine Berechtigung und seinen Sinn – der Performer haut seinen Livegig am Rechner in den Squid und geht dann auf der Bühne ab, richtig fett eskalieren. Der andere, guck Mutti kein Computer Typ, macht die Performance auf dem Gerät zeichnet diese auf und verändert diese dann.

Der Squid erfordert für Letzteres schon ein tiefergehendes Auseinandersetzenwollen mit dem Gerät, die geile Performance muss man sich erstmal hart erarbeiten und einhacken, der SQUID nimmt einem viel Arbeit ab und gibt Sicherheit.

Der erste Hands-on Eindruck ist positiv und nun möchte wir bitte einen Squid auf Herz und Nieren prüfen und das bitte in der Ruhe des heimischen Studios.

 Beats  Keys  Studio  Vintage
Forum
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    Larifari  

    Ich find ihn nicht schlecht und würde ihm gerne eine Chance geben, allerdings hab ich das Vertrauen in Pioneer aufgrund der Updatepolitik verloren. Kann es sein dass sich da bei Pioneer erst ein Verständnis sowie Struktur bilden muss, einfach schlichtweg weil man keine Erfahrung hat ? Gab/gibt es bei den CDJs Softwareupdates ?

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      Larifari  

      Okay..wie ich auf der Homepage sehe werden die Produkte aus der Dj Serie am Laufen gehalten..das lässt hoffen.

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          Larifari  

          Hallo Toby
          Vielen Dank.
          könntest du kurz erläutern wie die „Time Warp“ Funktion werkelt?
          „Freezed“ er alle laufenden Sequenzen während ich im Hintergrund nachladen kann?

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            TobyB  RED

            Hallo Larifari,

            Taste Warp drücken. Pattern wählen und die Länge des Warp. 1Bar, 2Bar, 3 Bar, 4 Bars. Preview drücken und dann kann man das Warpen hören und wenns gefällt in die Performance einbauen.

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      TobyB  RED

      Ich hab mir sowas immer von Roland gewünscht ;-) Jetzt kommt Pioneer mit sowas :-) Wenigstens muss sich das Auge nicht an eine komplett neue Optik gewöhnen. Für mein derzeitiges Setup der perfekte Sequencer. Mit vier CV / Gate Out V Trigger, S Trigger, V/Okt, Hz/V, Din Sync. Clock in, Clock Out. Und achtfach polyphon, 16 Tracks, 64 Steps und 64 Pattern, 128 Projekte. Das reicht. Und du kannst mit dem SQUID Manager on the fly nachladen.

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      swellkoerper  AHU

      Man bekäme ja gleich zwei Beat Step Pros zum Preis von einem Squid. Aber die ganzen erweiterten Funktionen wie die Chord-Tools des Pioneer sind schon cool. Ich denke, das ist alles eine Frage der Umsetzung und des persönlichen Workflows. Und der Ausgereiftheit der Firmware. Ich kann mich an KEINEN komplexen Sequenzer der letzten Jahre erinnern, der ohne Fehler und Bugs auf den Markt geworfen wurde. Arturia war da keine Ausnahme.

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    GioGio  AHU

    Für eine Superbooth-Preview recht ausführlich und liebevoll geschrieben. Danke für den Einblick :) Bin auch sehr auf den Test gespannt, gleichwohl ich auch nicht mehr auf Pioneer gut zu sprechen bin und eher zur Konkurrenz greifen würde, die ihre Update-Politik besser umsetzt (beim Beatstep konnte man ja z.B. sehr zufrieden sein). Wenn sich Pioneer weiterhin um Toraiz SP-16 etc. kümmert, könnte der Kunde auch Vertrauen für neue Produkte haben. Bis dahin beobachte ich Pioneer mit Vorsicht.

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      TobyB  RED

      Hallo GioGio,

      Ich konnte ihn Ruhe über 45 Minuten an dem Squid unter Anleitung spielen. Und konnte keine Fehler feststellen. Ich habe natürlich auch die negativen Erfahrungen der Vergangenheit angesprochen und es wurde mir Zugesichert man hat auf die Community gehört. Und vieles davon ist in den SQUID geflossen. Auch das viele Anwender gewünscht haben, eine Performance am Rechner vorzubereiten und dies in den SQUID zu übertragen, dies geht in BEIDE Richtungen.

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    Maxi  

    Ein Performance-orientierter Hardware Sequencer ist eine interessante Sache. Bleibt die Hoffnung, dass Pioneer zukünftig in Sachen Produktpflege überzeugt.

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      TobyB  RED

      Hallo MAxi,

      siehe Antwort auf GioGio. Ich denke Roland hat Hausaufgaben gemacht!

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        GioGio  AHU

        Toll, dass Du auch das Negative bei denen angesprochen hast :) Bin gespannt.

        Du meinst wohl Pioneer und nicht Roland. Aber Roland schwänzt jetzt glaube ich auch weniger die Schule…die Streber XD

        Habe gerade den Composer Pro von Dadamachines in den News hier entdeckt. Es gibt in letzter zeit immer mehr Sequenzer. Toll :))) Mal sehen was am Ende überzeugt. Der Composer Pro wirkt so direkt und performancestark.

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          TobyB  RED

          Ich hatte die Tasten vom SP 16 im Auge, die sind identisch zu Roland. Aber Pioneer war gemeint. Ich habe ja vom Oberkorn 3, SQ-1 und anderen mehr als einen Sequenzer. Und ich sehe das der SQUID mich weiterbringen kann. In einem hybriden Setup macht der sich gut.

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