Kaufberatung: Die besten USB/MIDI Pad-Controller

10. Januar 2020

Die besten Pads für Beats & Grooves

Die besten USB/MIDI Pad Controller

Die besten USB/MIDI Pad-Controller

Neben DAW- und Keyboard-Controllern hat noch eine weitere Art der Steuerungsmöglichkeit in den letzten Jahren ziemlich an Bedeutung gewonnen. Durch die Veränderung, wie Musik heutzutage produziert wird, nämlich dass immer mehr Teile der Produktion innerhalb des Rechners stattfinden, sind viele Nutzer auf der Suche nach geeigneten Produkten um Software-Synthesizer, Instrumente und virtuelle Drum-Maschinen zu steuern. Hier kommen die Pad-Controller ins Spiel, die meist über USB an den Windows oder Mac Computer angeschlossen werden und entgegen der Keyboardcontroller, nicht mit Tastaturen sondern mit Drum-Pads ausgestattet sind. Neben teils auf einzelne DAWs spezialisierte Controller gibt es auch viele Produkte, die DAW-übergreifend genutzt werden und, wie klassische MIDI-Controller, mit unterschiedlichen MIDI-Funktionen programmiert werden können.

USB-Pad-Controller im Überblick

Als Vorlage für die heutigen Pad-Controller diente vielen Herstellern die MPC-Serie von AKAI, die seit den 1980er Jahren fester Bestandteil vieler Produktionen war und auch heute noch aktuell ist. Damals noch als reine Hardware und für den Standalone-Betrieb konzipiert, haben sich viele Hersteller mittlerweile für eine Kombination aus Hard- und Software entschieden, d. h. die Hardware dient in vielen Fällen nur noch zur Ausgabe von Steuerungsbefehlen, alles andere wird von der Software erledigt. Die Maschine-Serie von Native Instruments und auch die MPC Studio sind da gute Beispiele für solche Hybrid-Produkte.

Spielte man früher lediglich seine Drum-Beats über die Pads ein, dienen diese heute auch, je nach Nutzung und Einsatz der DAW, auch zum Triggern und Arrangieren von Clips. Abletons Push 2 ist da das beste Beispiel.

Die Qualität der Pads ist sicherlich das wichtigste Kriterium, denn es gibt nichts Schlimmeres, als seine Beats und Grooves entweder über klapprige, wabbelnde Pads oder genau umgekehrt über steinharte Gummimatten ohne jegliches Spielgefühl einzuspielen. Stimmt die Qualität der Pads und bietet der Controller einige wichtige Funktionen (bspw. Full Level, Note Repeat usw.) sowie die Möglichkeit, die MIDI-Parameter auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen, ist das schon einmal die halbe Miete.

Alles Weitere wie zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten für die DAW, Drehregler und Buttons, spezielle Arbeitsmodi und mehr sind letztlich stark vom angepeilten Einsatzgebiet abhängig.

Da der Übergang zwischen reinen MIDI-Controllern bis hin zu den vollständigen, gänzlich ohne Computer nutzbaren, Produktionsstudios fließend ist, haben wir uns dazu entschieden, alle passenden Produkte in diese Kaufberatung mit aufzunehmen. Von klein und kompakt über Hybrid Produkte mit internem Sequencer bis hin zur all-in-one Produktionsstätte findet ihr daher alles in dieser Kaufberatung.

Im Folgenden präsentieren wir euch daher die aktuellen Pad-Controller und Production-Studios. In unseren Einzeltests findet ihr alle weitergehenden Informationen zu den Produkten samt Fotos, einer ausführlichen Beschreibung und Bewertung und ggf. auch Klangbeispielen.

Viel Spaß beim Stöbern und (hoffentlich) Kommentieren, eure Beats-Redaktion

Korg NanoPAD 2

Einen günstigen Einstieg in die Welt der Pad-Controller ermöglicht Korg mit seinem NanoPAD 2, das in insgesamt vier Farben erhältlich ist. 16 anschlagdynamische Pads zum Einspielen von Beats und Grooves oder zum Abfeuern von Samples/Loops bietet das NanoPaAD, hinzu kommen ein X/Y-Pad und Buttons für Arpeggiator, Skalen und mehr. Hier geht’s zum Test der Nano Serie von Korg.

korg nano pad 2 besten pad controller

Nanopad 2 in schwarz

Midiplus X Pad und Smart Pad

midiplus x pad

Relativ neu sind die beiden Pad-Controller vom taiwanesischen Hersteller Midiplus. Testen konnten wir sie leider noch nicht, interessant erscheinen die Beiden auf den ersten Blick aber allemal. Für einen Preis von 59,- bzw.69,- Euro bekommt man entweder einen universell einsetzbaren Pad-Controller (samt zwei Fader und Potis) oder einen auf Ableton abgestimmten und mit Multi-Color-Pads ausgestatteten Controller. Dazu bietet das Smart-Pad acht Encoder sowie acht Tasten zur Szenensteuerung.

 

midiplus smart pad

Midiplus Smart Pad für Ableton

Novation Launchpad Mk2, X und Mini Mk3

Derzeit bietet Novation sein Launchpad in drei unterschiedlichen Versionen an: Mk2, X und Mini Mk3. Eigentlich sind die Launchpads für den Einsatz mit Ableton prädestiniert, aber wie wir in unserem Test der Versionen X und Mini Mk3 herausgefunden haben, sammeln die beiden Pad-Controller durchaus wertvolle Punkte für den Einsatz mit anderen DAWs. Das aktuelle Stichwort ist: Custom Mode. Mehr dazu erfahrt ihr in unserem Test.

novation launchpad x mini mk3

Presonus Atom

Presonus gehört ohne Frage zu den Herstellen, mit dessen Produkte man ein komplettes Studio ausstatten kann. Egal ob Digitalmixer, Controller für die DAW, die DAW selbst oder Audiointerfaces, die US-Amerikaner haben allerlei Produkte im Repertoire.

presonus atom

Mit dem Atom Pad-Controller kam Ende 2018 ein Pad-Controller auf den Markt, der, wie viele Produkte von Presonus, perfekt auf die hauseigene DAW Studio One abgestimmt ist. Doch auch mit anderen DAWs funktioniert der Controller sehr gut und bietet mit zahlreichen Buttons und vier Drehreglern dazu die Möglichkeit, weitere Funktionen fernzusteuern. Den Test zum Presonus Atom findet ihr hier.

IK Multimedia iRig Pads

Klein, kompakt, handlich – so kann man das iRig Pads vom italienischen Universalist IK Multimedia bezeichnen. Nachdem man sich viele Jahre auf alle Arten von Software und Controller konzentriert hat, tummelt sich der Hersteller IK Multimedia mittlerweile auch im Synthesizer- und Drumcomputer-Markt. Die iRig Pads gibt es bereits seit 2014, den Test dazu findet ihr hier.

ik multimedia irig pads

Arturia Beatstep und Beatstep Pro

Sicherlich nicht mit den einfacheren Pad-Controllern in dieser Liste zu vergleichen, aber doch für uns absolut passend für diese Kaufberatung ist der Arturia Beatstep bzw. dessen Pro-Version. Beide gehören schon lange zum festen Produktstamm der Franzosen (und vieler Nutzer) und Ende 2017 gab es das letzte größere Update für den Pro. Damit wurde aus dem Pro ein richtiger Pro mit 2.0 – so zumindest die Überschrift zu unserem Test.

arturia beat step pro

Deutlich günstiger, und zwar für unter 100,- Euro, ist der kleine Bruder ohne Pro im Namen zu bekommen. Auch diesen haben wir ausführlich getestet.

Der Clou der beiden Beatsteps ist natürlich der interne Sequencer, der ihn zum idealen Partner für Drumcomputer oder auch Synthesizer macht. Damit unterscheidet er sich klar von den restlichen reinen Pad-Controllern, sollte in dieser Auflistung unserer Meinung nach aber definitiv nicht fehlen.

AKAI APC und MPD Controller

Akai, der Erfinder der MPCs, ist in dieser Liste mit einer Vielzahl von Controllern vertreten. Die MPD-Controller 218, 226 und 232 sind als klassische frei programmierbare Pad-Controller konzipiert und bieten alle 16 anschlagdynamische Pads und, je nach Variante, unterschiedliche viele Encoder und Fader. Bereits getestet haben wir den MPD 226 sowie die größte Variante MPD 232.

AKAI MPD 232

AKAI MPD 232

Nicht unerwähnt bleiben soll auch die APC-Reihe von AKAI, von der es derzeit die beiden Produkte APC Mini und APC 40 Mk2 gibt. Diese sind auf den Einsatz mit Ableton spezialisiert, den Test zu beiden findet ihr hier.

akai apc 40 mk2

Roli Blocks

Nicht nur optisch unterscheidet sich Roli Blocks von den bisherigen Produkten in dieser Liste. Roli, die zu Beginn ihrer Laufbahn mit dem Seaboard für viel Aufsehen sorgten, haben seit 2017 die Blocks-Serie im Programm. Klassische anschlagdynamische Pads wie bei den anderen Controllern sucht man hier zunächst vergeblich, aber das Konzept von Blocks passt klar zu dieser Kaufberatung. Denn Blocks ermöglicht ein intuitives Spielen und Steuern von Software-Instrumenten zum Erstellen von Beats & mehr. Für viele Nutzer interessant ist auch die Unterstützung von MPE.

Die verschiedenen Blocks-Module lassen sich magnetisch aneinander andocken und senden drahtlos über Bluetooth ihre Daten an DAW, Software-Instrumente oder Apps. Hier der Test zu Roli Blocks.

Roli Block Lightpad, Loops, Live & Touch

Roli Block Lightpad, Loops, Live & Touch

Keith McMillen QuNeo

Wie auch Roli gehört Keith McMillen zu den Herstellern, die uns gerne mal mit etwas Neuem überraschen, das es so bisher nicht gab. Der Controller QuNeo besticht durch bis zu fünf Parameter pro Pad und stellt damit viele andere Controller in den Schatten. Die Visualisierungen über die zahlreichen LEDs sorgen dafür, dass man echte Potis und Fader kaum vermisst. Und optisch ist er hierdurch sowieso ein Hingucker. Hier findet ihr unseren Test zum QuNeo.

keith mcmillen quneo

Native Instruments Maschine Mikro, Jam und Mk3

Eine enge Verzahnung zwischen Hard- und Software bietet Native Instruments mit ihren Maschine-Produkten an. Wer sich viel im Sound-Kosmos der Berliner bewegt, findet in Mikro Mk3, Jam und Maschine Mk3 passende Helfer für die Musikproduktion.

native-instruments-maschine-mikro-mk3-aufmacher

Hier findet ihr die aktuellen Test zu den NI Maschine Controllern:

native instruments maschine mk3

Native Instruments Maschine MK3

Interessant sind die Maschine-Produkte, die durchaus als eigenständiges Music-Production-Studio bezeichnet werden können, wie gesagt für all diejenigen, die ihre Sounds vorwiegend aus den Software-Instrumenten rund um Komplete und den vielfältigen Expansions ziehen, die Native Instruments hierfür anbietet.

Ableton Push 2

Viele Leser kennen den Namen Ableton vor allem aufgrund der gleichnamigen DAW. Doch vor einigen Jahren hat sich der Hersteller aufgemacht, selbst eine passende Hardware zur Steuerung seiner Clip-basierten DAW auf den Markt zu bringen.

ableton push 2

Die zweite Generation davon, Abletons Push 2, verfügt über 64 hintergrundbeleuchtete Pads und ein großes Display, das die Arbeit mit der DAW vereinfacht. In Kombination mit den acht Encodern sowie einer Vielzahl von Bedienelementen lässt sich Ableton umfassend kontrollieren. Das Triggern von Clips und Szenen, Slicing und mehr geht hiermit ziemlich leicht von der Hand. Im folgenden Video und in unserem Test erfahrt ihr mehr dazu:

AKAI MPC X, MPC Live und MPC Studio

Da sich die MPC-Modelle stark von den klassischen MIDI-Pad-Controllern der MPD- und APC-Serie von AKAI unterscheiden, findet ihr diese hier separat aufgeführt. Die MPC Studio ist, wie auch die Produkte der Native Instruments Maschine-Serie, ein Hybrid-Produkt, das als Kombination aus Hardware und Software sinnvoll ist. AKAI nutzt die Eigenarten eines Hardware-Controllers und nutzt gleichzeitig die Rechenleistung des Computers. Mehr dazu im Test der MPC Studio.

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Auch ohne Computer kommen dagegen die anderen beiden Produkte MPC Live und MPC X aus. Diese können unabhängig vom Anschluss an einen Computer als Musikproduktionsumgebung dienen. „Standalone ohne Rechner, sogar mit integriertem Akku, Speicher ohne Ende, ein ausgereiftes Touchscreen-Konzept, hochwertige Klangerzeugung mit riesigem Sample-Vorrat“ – so ein Auszug aus unserem MPC Live Test. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei sehr groß, so dass die MPC sowohl im Studio als auch auf der Bühne eingesetzt werden kann. Mehr dazu im Test.

akai-mpclive

Sozusagen der Primus unter den Music-Production-Studios ist die MPC X. Wer komplett auf eine DAW verzichten möchte oder muss, könnte mit der MPC X einen neuen Freund finden. Der Einstieg der MPC X war sicherlich nicht fehlerfrei, aber AKAI hat in den letzten Monaten offensichtlich seine Hausaufgaben gemacht und viele Features nach und nach hinzugefügt. Den aktuellen Stand dazu sowie unseren Test findet ihr hier.

akai mpc x

Preis

  • Midiplus Smart Pad: 59,- Euro
  • Korg NanoPAD 2: 59,- Euro
  • Midiplus X Pad: 69,- Euro
  • Novation Launchpad Mk2: 83,- Euro
  • Novation Launchpad Mini Mk3: 109,- Euro
  • Presonus Atom: 138,- Euro
  • IK Multimedia iRig Pads: 149,- Euro
  • Novation Launchpad X: 199,- Euro
  • AKAI MPD 218, 226, 232: ab 79,-Euro
  • Arturia Beatstep: 98,- Euro
  • Arturia Beatstep Pro: 249,- Euro
  • AKAI APC Mini: 79,- Euro
  • AKAI APC 40 Mk2: 299,- Euro
  • Roli Blocks: 229,- Euro
  • Keith McMillen QuNeo: 249,- Euro
  • Ableton Push 2: 615,- Euro
  • NI Maschine Jam: 269,- Euro
  • NI Maschine Mikro: 216,- Euro
  • NI Maschine Mk3: 519,- Euro
  • AKAI MPC Studio: 329,- Euro
  • AKAI MPC X: 1.799,- Euro
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