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Ratgeber: Die besten MIDI-Controllerkeyboards

Finde das passende Controllerkeyboard

18. Mai 2022

Die besten Controller-Keyboards finden

Vorwort: Komplett aktualisierte Übersicht unserer umfassenden Tests und Charts zu Controllerkeyboards (Stand Mai 2022).

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Die besten MIDI-Controllerkeyboards finden

Nachdem nahezu alle großen Hersteller ihre MIDI-Controllerkeyboards kürzlich mit Updates versehen haben bzw. neue Modelle auf den Markt gebracht haben, ist es an der Zeit, unseren Ratgeber „Die besten MIDI-Controllerkeyboards“ zu überarbeiten. Wir haben für euch recherchiert, sagen euch, worauf es ankommt und geben zahlreiche Tipps, damit ihr am Ende das richtige Controllerkeyboard für eure Anforderungen findet.

Die Anzahl und Vielfalt der USB/MIDI-Controllerkeyboards hat in den letzten Jahren ungemein zugenommen. Der allgemeine Trend, viele Teile der Musikproduktion in den Computer zu verschieben, hat sich nicht umgekehrt, auch wenn es mittlerweile gerade im Bereich der Effektgeräte wieder einige Hardware-Pendants zu kaufen gibt.

Die Herzstücke der „in the box“ Musikstudios sind Computer. Deren Leistung sowie der Festplatten- und Arbeitsspeicher wächst weiterhin stetig an, Hersteller von Software-Instrumenten und Plug-ins nutzen dies aus, um ihre virtuellen Instrumente und Emulationen von Recording-Klassikern weiter zu verbessern.

Damit man die nächste Musikproduktion aber nun nicht alleine mit Tastatur, Maus und anschließender Sehnenscheidenentzündung erledigt werden muss, kann ein Controllerkeyboard samt Tastatur, Fadern, Potis und Pads zur Fernsteuerung der Software dienlich sein. Ganz zu schweigen vom mobilen Einsatz mit Laptop oder iPad.

Für Musiker und Produzenten stellt sich nun aber die Frage: Welches Controllerkeyboard ist das Richtige für mich, was brauche ich und was kann ich letztlich damit anstellen? Genau bei dieser Frage setzt unser heutiges Special Controllerkeyboards Guide an.

Wer braucht ein MIDI-Controllerkeyboard?

Grundsätzlich ist ein Controllerkeyboard zur Musikproduktion nicht notwendig. Wie eingangs aber bereits erwähnt, kann es durchaus hilfreich sein bzw. deutlich schneller gehen, eine Melodie über eine Tastatur einzuspielen, anstatt die Noten mühsam per Maus-Klick einzeln einzugeben. Von unterschiedlichen Lautstärken und der Spielweise mal ganz abgesehen. Darüber hinaus bieten die meisten aktuellen Controllerkeyboards die Möglichkeit, Software-Parameter über unterschiedlichste Bedienelemente wie Fader, Potis oder Pads fernzusteuern.

alesis v49

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Somit erschließt sich auch der Name der Keyboards, denn mit Controllerkeyboards soll man im besten Fall kontrollieren und steuern können. Die passenden Anschlüsse vorausgesetzt, kann man natürlich auch das Home-Keyboard oder ein Digitalpiano, was aus der Jugendzeit vielleicht noch im Keller herumliegt, zum Einspielen von Noten nutzen. Je nach Anforderung und Einsatzgebiet reicht das vielleicht auch schon für die ersten Schritte aus. Aber es geht auch deutlich besser.

Tastatur der Controllerkeyboards

Wo wir gerade beim Einspielen von Noten sind: Controllerkeyboards gibt es in unterschiedlichen Größen. Von kleinen Modellen mit 25 Mini-Tasten bis hin zu echten Hammermechanik-Schwergewichten mit 88 Tasten ist alles erhältlich. Die meisten Hersteller bieten ihre Controllerkeyboards in den Standardgrößen 25, 49 und 61 Tasten an. Wer echtes Piano-Feeling wünscht, kommt in der Regel aber nicht um eine 88er Tastatur herum.

Auch wenn ich an dieser Stelle vorweg greife: Viele Kontakt Librarys arbeiten mit Keyswitches, die in der Regel auf eine Tastaturgröße von 88 Tasten ausgelegt sind. Wer ständiges Oktavieren vermeiden möchte, kommt um 88er Tastaturen kaum herum.

Doch nicht nur die Anzahl der Tasten ist entscheidend, sondern auch deren Größe und Verarbeitung. Wer nur gelegentlich ein paar kleine Melodien einspielen möchte, dazu vielleicht gerne im Park oder in der Bahn sitzt, wird mit kleinen Mini-Tasten auskommen. Da reicht möglicherweise bereits das Keystation Mini 32 MK3 oder das MPK mini MK3 von AKAI.

Das Launchkey Mini MK3 ist mit Sicherheit auch ein gutes Beispiel für solch einen kompakten Controller. Dazu sind diese Keyboards sehr leicht und gut zu transportieren. Komplexere Melodien oder gar das zweihändige Klavierspiel gelingt auf größeren Tasten/Tastaturen aber deutlich besser. Und da die meisten Controllerkeyboards mit leichten Kunststoffgehäusen ausgestattet sind, lassen sich auch die Modelle mit 49 und 61 Tasten noch gut zu transportieren.

novation launchkey mini mk3

Sehr klein und kompakt fallen die Keyboards aus dem Hause CME aus. Das XKey mit 25 oder 37 Tasten passt nicht nur optisch perfekt zu einem Apple-Gerät, es verträgt sich neben der Nutzung an Mac und PC dazu auch sehr gut mit einem iPad. Der Tastaturaufbau ist deutlich anders als bei herkömmlichen Controllerkeyboards und dadurch auch sehr gewöhnungsbedürftig. Dennoch lässt sich diese ultra-flache Tastatur sehr gut spielen, dazu verfügt sie über polyphonen Aftertouch, ein absolutes Highlight, das man heutzutage kaum (noch) findet.

So flach ist das CME Xkey 37

So flach ist das CME Xkey 37

Neben einer guten Verarbeitung und einem guten Anschlag sollte man darauf achten, dass sich das Anschlagsverhalten (Velocity) der Tastatur einstellen lässt. Wer viel mit Software-Synthesizern arbeitet, sollte dazu darauf achten, dass die Tastatur mit Aftertouch ausgestattet ist. Hierdurch lassen sich nach dem erfolgten Drücken einer Taste durch zusätzlich ausgeübten Druck-Parameter modulieren.

IK Multimedia irig keys 2 mini test

iRig Keys Mini von IK Multimedia

Nutzt man viele Soundlibrarys wie Native Instruments Komplete oder arbeitet man im orchestralen Bereich, ist eine Tastatur mit 73 oder 88 Tasten sinnvoll. Wie bereits erwähnt, arbeiten viele Kontakt Instrumente mit sogenannte Keyswitches. Hiermit lassen sich Artikulationen von Instrumenten, beispielsweise die Spielweisen Legato, Sustain, Staccato und Tremolo, per Tastendruck umschalten. Oftmals liegen diese Keyswitches auf der untersten Oktave einer 88er Tastatur. Mit 25 Tasten artet das Umschalten von Keyswitches dann nämlich in eine Oktavierungsflut aus. Zwei Oktaven runter, um die Artikulation Tremolo zu aktivieren, drei Oktaven hoch, um die Melodie zu spielen und gleich wieder runter für den nächsten Keyswitch.

native instruments komplete kontrol s88 mk2

Native Instruments Komplete Kontrol S88 MK2

Im Bereich der großen Controllerkeyboards mit 73 oder 88 Tasten tummeln sich dann auch Hersteller, die ansonsten fast ausschließlich echte Flügel, Klaviere oder Digitalpianos im Programm haben. Kawai ist den meisten Lesern wohl durch ihre Digitalpianos bekannt, aber die Japaner haben auch ein exzellentes Controllerkeyboard im Repertoire, das Kawai VPC1.

kawai vpc1

Dieses verfügt über eine echte Hammermechanik-Tastatur aus Holz und ist ideal auf Software-Pianos wie Pianoteq von Modartt oder Synthogy Ivory Pianos abgestimmt.

Allerdings gibt es auch 88er Controllerkeyboards mit einfacher Kunststofftastatur. Die M-Audio Keystation 88 Mk3 oder die Keyboards vom Tastatur-Spezialisten Studiologic (Fatar) kommen hier in Frage. Hier geht es beispielsweise zum Test des Studiologic SL88 Grand.

studiologic sl88 grand

Schon viele Jahre am Markt sind die LMK-Keyboards aus dem Hause Doepfer. Viele Filmmusikkomponisten aus Europa und Hollywood schwören seit vielen Jahren auf diese Tastaturen. Vorteil dieser Keyboards ist das feste Flightcase-Gehäuse, so dass man hierfür keine separate Tasche oder einen Koffer benötigt. Sie bieten sich hierdurch entsprechend auch für den Bühneneinsatz an.

Da Doepfer LMK-Keyboards über keine sonstigen Bedienelemente wie Fader oder Potis verfügen, zählt man diese Keyboards eher zum Bereich der Masterkeyboards. Ein Begriff, der noch aus der Zeit der MIDI-Keyboard-Burgen stammt, bei dem man ein Masterkeyboard zur Steuerung mehrerer MIDI-Expander oder Synthesizer nutzte.

doepfer lmk2

Ausstattung der Controllerkeyboards

Hat man sich für eine Tastaturgröße entschieden, kommt der wohl größte Undurchschaubarkeitsfaktor ins Spiel. Über welche und wie viele Bedienelemente soll das zukünftige Controllerkeyboard verfügen?

Zur Grundausstattung eines Controllerkeyboards sollten auf alle Fälle Pitchbend- und Modulationsrad gehören. Diese sind sowohl beim Einsatz im Studio als auch auf der Bühne von Vorteil, kann man darüber doch die Keyboard-Soli interessanter gestalten oder den Sound des Software-Synthesizers im wahrsten Sinne des Wortes modulieren. Fader sind sinnvoll, wenn man beispielsweise die Lautstärke von DAW-Kanälen vom Keyboard aus steuern möchte. Potis zum Drehen und Schrauben an Parametern oder zur Steuerung von Mixer-Parametern wie Pan, Effekt-Sends oder Equalizer. Ebenso gehören Buttons/Taster zu den gern gesehenen Bedienelementen. Hiermit lassen sich Funktionen de- bzw. aktivieren, als Beispiel sei hier das Einfügen von Effekten, Inserts oder der Bypass von Plug-ins genannt.

Eine Vielzahl der aktuellen Controllerkeyboards verfügt dazu über anschlagsdynamische Pads. Egal, ob 4, 8 oder 16 Pads im Stile einer MPC, dazu gerne mit RGB-Hintergrundbeleuchtung. Ein Controllerkeyboard, das all die genannten Features besitzt, ist das Arturia KeyLab Mk2 61 (erhältlich auch in anderen Größen). Neben der weitreichenden Ausstattung kann das KeyLab Mk2 mit einer sehr guten Tastatur und bis zu vier internen Splitzonen punkten. Diese lassen sich nach MIDI-Kanal trennen, unterschiedliche MIDI-Geräte können so individuell angesteuert werden.

arturia keylab 61 mk2

Ähnlich aufgebaut sind auch die Modelle MPK-Serie von Akai. Diese bereits länger erhältliche Serie verfügt in allen drei erhältlichen Größen über eine sehr gute Ausstattung. Neben einem LC-Display gehören beispielsweise eine Transportsektion (Play, Stop, Forward, Rewind etc.), Arpeggiator und interessante Funktionen für die anschlagsdynamischen Pads im MPC-Stil dazu.

akai mpk

Ein weiterer Punkt ist entscheidend, um die besten Controllerkeyboards zu finden: Gerade ein Display kann beim Programmieren eines Controllerkeyboards sehr hilfreich sein, denn nicht alle Produkte werden mit einem Editor/Software ausgeliefert, über die man das Keyboard programmieren kann. Denn so groß die Ausstattung eines Controllerkeyboards auch sein mag, in der Regel müssen alle Bedienelemente zunächst an das persönliche Einsatzgebiet angepasst werden. In der Praxis bedeutet dies, dass jeder Fader, Poti, Taste und Pad mit einem MIDI-Control-Change-Befehl belegt werden muss, damit der Software-Synthesizer oder die DAW auch versteht, welcher Parameter mit welchem Bedienelement gesteuert werden soll.

Erweiterte Funktionen

Mittlerweile bietet eine Vielzahl von Controllerkeyboards zusätzliche Features wie Akkord- oder Skalen-Funktion sowie einen eingebauten Arpeggiator. Entweder als Spielhilfe oder Ideengeber können diese Funktionen eine gute Unterstützung im Produktionsalltag bieten. Diese fast schon zum Standard gehören Features bietet u. a. auch die Oxygen Pro Serie von M-Audio.

m audio oxygen pro

Eine recht enge Verzahnung zwischen Plug-ins und Hardware bietet der Hersteller Nektar mit seinen Controllerkeyboards. Je nach Modell lässt sich mit Hilfe eines zwischengeschalteten Plug-ins namens Nektarine Software-Instrumente innerhalb dieses Plugi-ns gehostet werden. Mappings, d.h. Zuweisungen von Hardware-Bedienelementen zu den virtuellen Fadern, Potis etc. des Plug-ins lassen sich per Drag’n’Drop zuweisen und für die Zukunft speichern. Auch das komplette Importieren von Presets-Sounds der softwarebasierten Klangerzeuger ist möglich. Diese lassen sich nach erfolgtem Import ebenfalls und in einer ähnlichen Art und Weise wie bei Native Instruments Komplete Serie vom Controllerkeyboard aufrufen und spielen. Auch die DAW-Steuerung fällt bei den Panorama-Controllern sehr weitreichend aus, denn passend für jede DAW programmiert Nektar eigene Presets und stimmt diese individuell auf die DAW ab.

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Nektar Panorama

Bei der Implementierung von Software-Instrumenten kann es auf Wunsch aber auch noch einen Schritt weitergehen. Native Instruments bietet für seine Kontrol S-Keyboards eine Software auf Basis des hauseigenen NKS-Formats an. Hierbei handelt es sich um ein erweitertes Plug-in-Format, das Software-Instrumente und Effekte von Native Instruments aber auch von Drittherstellern standardisiert und es so ermöglicht, Plug-ins von derzeit über 75 Herstellern in den Komplete S-Keyboards und den Maschine Produkten von Native Instruments komfortabel zu nutzen. Dies umfasst u. a. das Aufrufen, Spielen und Steuern der Plug-ins von der Hardware aus. Der Griff zu Maus und Tastatur wird hier im besten Fall auf ein Minimum reduziert.

native instruments maschine mk3

Native Instruments Komplete Kontrol S61 Mk2 und Maschine Mk3

Im Funktionsumfang abgespeckt, preislich dadurch aber auch deutlich günstiger sind die Modelle A25, A49 und A61 von Native Instruments. Gegenüber den Modellen S49/S61 Mk2 fehlen der A-Serie die zwei großen Displays (dafür besitzt es ein 2-zeiliges OLED-Display), der Light Guide sowie der Touch Strip.

native instruments komplete kontrol a25 a49 a61

Native Instruments Komplete Kontrol A25, A49, A61

Einen ähnlichen Weg gehen auch AKAI mit ihrer VIP-Software und Arturia mit Analog Lab. Das Prinzip ist ähnlich und ist daher nicht nur für den Studioeinsatz, sondern auch für die Bühne interessant. Wer mehr über AKAIs VIP 3 Software wissen möchte, gelangt hier zum Test. Informationen zu Arturias Analog Lab Software findet ihr in unseren zahlreichen KeyLab Tests oder direkt auf Arturia.com.

Die besten Controller-Keyboards finden

AKAI VIP 3.1

Es geht aber auch deutlich günstiger wie man u.a. am Beispiel von iCons iKeyboard sehen kann. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier recht weit oben angesiedelt, dazu ist das Controllerkeyboard in fünf verschiedenen Größen erhältlich.

icon ikeyboard

iCon iKeyboard

Ganz nackt oder mit Sound?

So schön und gut ein Controllerkeyboard auch ist, einen eigenen Sound produziert es leider nicht. Daher haben manche Hersteller Keyboards im Programm, die die Vorzüge eines Controllerkeyboards mit den Sounds eines Synthesizers bzw. einer Workstation verbinden. AKAI hat im Rahmen seiner MPK-Serie bspw. das Mini Play Keyboard Mk3 entwickelt. Dieses bietet trotz seines kompakten Formats eine eigene Klangerzeugung. Auf engstem Raum bekommt man hier eine Kombination aus MIDI-Controllerkeyboard und rudimentären Sounds geboten.

akai-mpk-mini-play-mk3

Anschlüsse der Controllerkeyboards

Auf AMAZONA.de führen wir die Keyboards unter dem Namen USB/MIDI-Controllerkeyboards. Musste man die Verbindung zum Computer früher stets über eine MIDI-Schnittstelle herstellen und somit auch gleich dem Computer ein passendes MIDI-Interface gönnen, arbeiten nahezu alle Controllerkeyboards mittlerweile mit einer einfachen USB-Verbindung. Dazu verfügen die aktuellen Modelle über einen USB-to-host-Port, ein normales USB-Kabel reicht, damit der Computer das angeschlossene Keyboard erkennt und Befehle davon empfängt. Ein MIDI-Interface benötigt man hierfür also nicht mehr.

Dennoch gibt es heutzutage noch genug Controllerkeyboards, die auch über eine MIDI-Schnittstelle verfügen. Und das aus gutem Grund. Denn sobald man nicht nur einen einzelnen Computer oder das iPad ansteuern möchte, ist die MIDI-Verbindung immer noch das A und O. Gerade wenn man im Studio oder auf der Bühne mehrere MIDI-Geräte spielen und steuern möchte, kommt man um die MIDI-Schnittstelle ohnehin nicht herum. Daher ist es schön, dass Alesis seiner Mk2-Version des Q88 eine MIDI-DIN-Buchse spendiert hat.

alesis q88 mk2 test

Allerdings bietet die USB-Schnittstelle oftmals den Vorteil, dass viele Controllerkeyboards hierüber auch ihren Strom beziehen können. Ein externes Netzteil, das in der Regel ohnehin nicht zum Lieferumfang gehört, wird so nicht mehr benötigt. Um ein großes Einsatzgebiet abzudecken und auch langfristig mit einem Controllerkeyboard planen zu können, ist eine externe Stromversorgung zumindest kein Fehler. Auch ein Power-On/Off gehört für viele Nutzer zur Grundausstattung eines solchen Keyboards.

Durch die fehlende Klangerzeugung erübrigt sich die Frage nach Audioausgängen von selbst. Es sei denn, es handelt sich um ein Produkt wie das IK Multimedia iRig Keys I/O, das über ein integriertes Audiointerface verfügt.

ik multimedia irig keys io

Weitere Spielhilfen wie Sustain-, Footswitch-, Expression-Pedal oder der Anschluss für einen Breath-Controller können die Performance mit einem Controllerkeyboard deutlich vereinfachen bzw. verbessern.

Auf DAWs abgestimmte Controllerkeyboards

Ähnlich wie Native Instruments seine Komplete S-Keyboards auf die hauseigenen Software Instrumente und Effekte abgestimmt hat, bietet Novation mit den Anfang 2022 vorgestellten Keyboards FLkey 37 und FLkey Mini zwei MIDI-Keyboards an, die als perfekte Ergänzung zur Digital Audio Workstation FL Studio dienen sollen. Diese vor allem im Hip Hop Bereich weit verbreitete DAW bekommt mit den beiden Controllerkeyboards eine Möglichkeit zahlreiche DAW-Kommandos und Parameter vom Keyboard aus fernzusteuern.

fl studio novation flkey 37 mini

Einen ähnlichen Weg hatte AKAI bereits vor vielen Jahren eingeschlagen und bietet mit seinem APC Keys 25 einen auf Ableton Live abgestimmten Controller, der wahlweise auch ohne Tasten, dafür aber mit mehr Bedienelementen, unter dem Namen APC 40 Mk2 erhältlich ist.

akai apc 25 keys

MIDI-Controllerkeyboards und Modularsysteme

Auch die Verzahnung von Controllerkeyboards und Modularsystemen haben einige Hersteller in ihren letzten Modellen (erneut) aufgenommen. So bieten beispielsweise das Novation 49SL MK3 und das Arturia Keylab MK2 CV-Ausgänge, so dass diese auch im Verbund mit Modularsystemen eingesetzt werden können.

Die besten Controllerkeyboards

Novations 49SL MK3 im Studioeinsatz

Wer auch gleich noch einen Step Sequencer im Keyboard haben möchte, wird ebenfalls bei Arturia fündig. Stellvertretend seien hier die beiden Versionen KeyStep 37 und KeyStep Pro genannt.

arturia keystep pro firmware 2 test

Alternativen zu Controllerkeyboards

roli seaboard rise 2

Darf es etwas exotischer sein? Dann solltet ihr einen Blick auf die neue Generation des Roli Seaboards oder das Joué Board werfen.

Joué Board

Joué Board

Diese bieten teils gänzlich neue Ansätze zum Thema Controllerkeyboard. Sicherlich nicht nur für Experimentalisten interessant.

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Fazit

Am Ende dieses Controllerkeyboards Special stellt sich natürlich weiterhin die Frage, welches Controllerkeyboard es denn nun sein darf. Daher kommt hier meine persönliche Auswahl, etwas aufgeteilt nach Einsatzgebiet und Größe.

Im Bereich der Mini-Controllerkeyboards steht für mich das Oxygen Pro Mini an erster Position. Hiermit lassen sich Melodien und Akkorde recht schnell und gut einspielen. Dazu verfügt das Keyboard über die wichtigsten Features und ein kleines OLED-Display.

Bei den etwas größeren Modellen mit 49 und 61 Tasten sehe ich das Launchkey ganz vorne, als günstiger Geheimtipp sehe ich die iKeyboards von iCon an. Hier hat mich vor allem die gute Tastatur und das große Einsatzgebiet überzeugt. Wer eine noch bessere Verarbeitung und mehr Funktionen benötigt, sollte sich die MPK2-Serie von AKAI anschauen. Beide Modelle sind zwar nicht ganz günstig, bieten aber viele Funktionen und Möglichkeiten.

Wer viel mit Software von Native Instruments arbeitet, wird an den Komplete Kontrol Keyboards, egal ob die günstige A- oder die kostspieligere S-Serie, nicht vorbeikommen. Zur Steuerung der NI Produkte – abseits von Tastatur und Maus – gibt es derzeit nichts Besseres.

Für die Pianisten unter den Lesern ist das Kawai VPC1 sicherlich eine gute Wahl. Hier erhält man eine exzellente Tastatur, die dazu perfekt an die gängigen Software-Pianos angepasst ist. Ein Großteil des VPC1-Preises geht natürlich für die Tastatur drauf, denn über weitergehende Bedienelemente verfügt das Kawai nicht, wobei die Tastatur ihren Preis absolut wert ist.

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Forum
  1. Profilbild
    Filterpad AHU

    Ich war auf der Suche nach einem MIDI-Key und wollte es möglichst ohne Schnick-Schnack: Fader, viele Potis oder gar ein Display brauchte man definitiv nicht. Ergebnis war die Alesis V-Serie und ich bin wirklich zufrieden damit. Die Verarbeitung ist 100% Plastik, die Tasten haben leicht unterschiedliche Abstände, aber lassen sich gut spielen. Einstöpseln per USB und es läuft einfach. Simple und fertig! 4 Potis sind natürlich unnütz für vernünftige Kompatibilitätsarbeiten mit der DAW oder Plug-ins. Brauche ich aber alles nicht. Zum einspielen einfacher Melodien und zum anhören von Plug-ins mehr als ausreichend.

    • Profilbild
      mofateam

      Ich kann mich den Präferenzen des Autors so gar nicht anschließen.
      Je mehr „Schnickschnack“ an solch einem Controller ist, desto früher wird man die Erfahrung machen müssen, dass irgendein Fader oder Schalter die Grätsche macht und dann das ganze Gerät auf den Müll landet.

      Gerade bei M-Audio-Controllern habe ich da aus schlechter Erfahrung null Vertrauen.

      Bei Akai-Controllern ist es leider so, daß die Editiersoftware für die Keyboards in der Regel ungenügend und nervig ist.
      Ich habe ein Max49 von Akai. Super verarbeitet, aber mega stramme und ziemlich unmusikalische Tastatur und controllermäßig eine ziemliche Zumutung im Zusammenspiel mit Logic Pro. Beim Musikmachen ein echter Abturner, wie ne Gitarre mit zu hoher Seitenlage und schlechter Intonation.
      Generell muss man bei Akai sagen, daß deren Produktpflege unter aller Sau ist.

      Final :
      das Wichtigste ist m.E., daß die Tastatur gut ist, denn dort fängt das Musikmachen an.
      Und da fühlen sich die meisten günstigen Controller klapperig und billig an.
      Ich habe mal alle verfügbaren in einem bekannten Kölner Musikgeschäft getestet, und der absolute Gewinner war unerwarteterweise das Roland A-49.
      Kaum Funktionen, aber topsolide.

      Ich würde jedem raten, für zusätzliche Funktionen etwas Grundsolides wie z.B. einen Faderfox (oder den hoffentich bald erhältlichen BCR32) zu kaufen, und für unterwegs einen Keystep.

  2. Profilbild
    kons

    Danke für die Übersicht, ich bin gerade auf der Suche.

    Mein viele Jahre altes akai mpk49 krankt nämlich genau an den Punkten, die in den anderen Kommentaren genannt wurden:
    – 2 Fader spinnen
    – Software ist uralt und wird seit vielen Jahren nicht mehr gepflegt.

    Da muss – leider, leider- was neues her. So ein Pech!

    • Profilbild
      Filterpad AHU

      kons: Wenn es wirklich ordentlich Funktionen braucht und diese solide sein sollen, kommt man denke ich an Native Instruments nicht vorbei. Sind halt teuer. Aber man hat lange was davon (S-Serie). Brauchst keine extra Funktionen, geben ja die Kommentare schon Anhaltspunkte. :) Nektar und so sind eher günstiger Natur und fühlen sich auch so an. Meines fühlt sich auch günstig an, aber wie erwähnt hat es nur das Notwendigste und mir reicht das aus. Tastatur ist pianogroß, eher straff und hat Nebengeräusche. Zur Seite hin aber kein Spiel. Na ja, wer die Wahl hat…^^

      • Profilbild
        targon

        Von der Hardware ist NI wirklich solide. Bei der Softwareentwicklung würde ich derzeit einen Bogen um NI machen. Sie schaffen es ja nun seit längerem nicht, Ihre Produkte auf die aktuellen Betriebssysteme anzupassen.

        Wenn man mit NI-Software arbeitet, bleibt derzeit nichts anderes übrig, als sein bisheriges System einzufrieren und vom WWW zu nehmen. Das muss einem bewusst sein.

        • Profilbild
          kons

          Ich nutze zu geschätzten 80% NI plug-ins, und im Zweifel kaufe ich lieber einmal teuer und hab dann Ruhe.
          Ich hab aktuell ein Auge auf das Novation 49SL MK3 geworfen. Ich bin jetzt verstärkt in die Musiktheorie eingestiegen und finde das Feature mit dem Mapping auf bestimmte Tonarten (mit entweder ignore oder Korrektur, wenn man Noten außerhalb der Tonart spielt) überaus interessant. Ich komme eher aus dem Recording und erarbeite mir die ganze Theorie gerade mühsam. Da wäre das schon eine große Hilfe. Das ist dann aber wieder erst in der S Serie bei NI, die noch mehr als das von Novation kostet…

  3. Profilbild
    Ragutini

    Hilfreiche Übersicht, vielen Dank.
    Nur die Überschrift fände ich ohne Superlativ „die besten“ passender. Schlicht „RATGEBER: MIDI-CONTROLLERKEYBOARDS“. Zwar wird bei Native Instruments festgestellt, dass es für NI-Produkte nichts besseres gibt, aber im übrigen handelt sich natürlich nicht um objektive Tests, sondern um eine persönliche Auswahl, wie der Autor auch selbst beschreibt.

  4. Profilbild
    RoDi

    Ein ganzer Artikel über MIDI-Controller indem nicht einmal das Thema Sysex oder Nrpn auftaucht? Gibt es als Kontrollnachrichten seit Einführung von MIDI. Wird viel und oft, nicht nur in exotischer Hardware verwendet. Auf Controllerseite herrscht aber gähnende Leere.

  5. Profilbild
    Dirk Lazybones

    Das Joué Board gibt es mittlerweile nicht mehr und ist mittlerweile vom Joué Play abgelöst.
    Dieses ist nicht mehr direkt fähig, eine DAW zu steuern. Man muss erst eine Pro Option für 50€ dazu kaufen.

  6. Profilbild
    Svenson73

    Ich habe das Hammer 88 von M-Audio. Das Preis-Leistungsverhältnis ist absolut in Ordnung. Habe auch ein Schimmel Klavier. Das ist durch nichts zu ersetzen. Selbst die Tastatur vom Kawai kommt da nicht dran. Jedenfalls danke für die Übersicht.

  7. Profilbild
    Lucky

    Ich hab (unter anderen) das Korg Microkey 25.
    Das hat unter den kleinen Tastenmodellen die besten Tasten (Naturaltouch)die Ich jeh hatte.
    Ein Arpeggiator ist mit an Bord,sowie ein Joystick für Pitch und Modulation.

    Das schlechteste Controllerkeyboard was Ich hab ist das Alesis Qx49.
    Selten eine so grottige Tastatur unter den Fingern gehabt.

    • Profilbild
      Deimos

      Habe auch das Alesis q49…nutze es an der MC 707.
      Bin eigentlich ganz zufrieden damit, halt weitaus besser als die paar Pads der MC.
      Aber bin auch Hobby Einsteiger/Anfänger. Vielleicht seh ich das in paar Monaten oder Jahren auch so.

      MFG

  8. Profilbild
    Deimos

    Finde die Bildmontage des Controllers sehr interessant. Musik machen wie beim Zocken ;)
    Vielleicht eine Produktnische die ihr für euch nutzen könnt :D

  9. Profilbild
    St@rex

    Die beiden Arturias, KeyLab Mk2 und KeyStep sind bei mir in Gebrauch – möchte beide nicht missen. Vor allem mit dem KeyLab lässt sich die V Collection aus demselben Hause bestens bedienen.

  10. Profilbild
    gaffer AHU

    Für die im äussersten Bereich der 88er Tastatur liegenden Modifikations-Tasten brauche ich keine 88er Tastatur. Ein zweites, parallel angeschlossenes 2 Oktaven Keyboard erledigt das vorbildlich.

  11. Profilbild
    gaffer AHU

    „Vorteil dieser Keyboards ist das feste Flightcase-Gehäuse, so dass man hierfür keine separate Tasche oder einen Koffer benötigt.“ (zum Doepfer Masterkeyboard LMK)

    Genau diese Keyboard galt als Musterbeispiel für ein relativ sinnloses Beispiel das Masterkeyboard zu schützen. Ich war in dem Business tätig, da galt der Satz: Verschickst du ein Doepfer Keyboard, packe es in ein Flightcase (Flightcase um das Flightcase Keyboard) 😄

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