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Hersteller Report: Casio

Casio wurde ursprünglich bereits 1946 von vier Brüdern mit dem Namen Kashio gegründet. 1957 erfolgte die Umfirmierung zu dem heute bekannten Unternehmen. Zuerst baute Casio Rechenmaschinen, später Tisch- und Taschenrechner sowie Digitaluhren, was bis heute ein wichtiger Zweig von Casio ist. Aktuell gehören auch Digitalkameras, Wordtanks, Terminals, PDAs, elektronische Komponenten u.v.m. zum Produktkatalog.

1980 entstand mit dem Casiotone 201 der erste Casio-Synthesizer. Ihm folgte eine ganze Reihe von CT-, PT- und MT-Keyboards. In analoger Technik aufgebaut hatten diese frühen Casio-Keyboards meist einen begrenzten Funktionsumfang oder waren ganz auf Presetklänge ausgelegt. Diese günstigen Keyboards waren für einen breiten Massenmarkt konzipiert.

1981 kam mit dem VL-1 ein auf einem extra entwickelten LSI-Chip basierender Minisynthesizer auf den Markt, der vor allem durch den Trio-Hit „Da Da Da“ Kultstatus erlangte. Casio konstruierte oft viele Varianten eines Instruments, um möglichst viele Käufer anzusprechen. Dabei entstanden auch Kuriositäten wie der Kassettenrecorder KX-101 mit integriertem Synthesizer (entsprach dem PT-30) oder die DG-20 Digital Guitar.

1984 stellt Casio mit dem 8-stimmigen CZ-101 den ersten professionellen Digital-Synthesizer vor, der mit Phase Distortion arbeitete. Ihm folgte wieder eine ganze Serie bis hin zum Top-Modell CZ-1. Erweitert wurde das PD-Konzept ab 1986 mit der VZ-Serie, die als interactive Phase Distortion bezeichnet wurde.

Parallel dazu wurde, u.a. in Zusammenarbeit mit Isao Tomita, ein Sampler entwickelt. Das Modell ZZ-1 wurde jedoch nur präsentiert, ging aber nicht in Serie. Stattdessen produzierte Casio erst einmal wieder für den Massenmarkt preiswerte Klein-Keyboards mit Sample-Option, darunter das bekannte SK-1. Nach einer Überarbeitung des ZZ-Konzeptes entstanden die 16-Bit-Sampler FZ-1, FZ-10M und FZ-20M. Die deutsche Firma Hohner brachte die gleichen Sampler als Lizenzbau unter der Bezeichnung HS1/HS1E heraus.

Mit den Spectrum Dynamic (SD) Synthesizern unternahm Casio den zunächst letzten Versuch, sich im Profisegment durchzusetzen. Die HT/HZ-Synthesizer, die wiederum auch von Hohner als Lizenzbau erhältlich waren, kamen nicht gut an. Danach verabschiedete sich Casio für lange Zeit vom Profisektor und verlegte seine Tätigkeit äußerst erfolgreich auf die Produktion von Home-Keyboards, Arranger-Keyboards und Digitalpianos, die bis heute in immensen Stückzahlen abgesetzt werden.
Ab 2012 wagte Casio den Wiedereinstieg in den Synthesizerbereich mit den Keyboards WX-P1 und XW-G1 sowie später mit der Groovebox XW-PD1.

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