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News: MFB SYNTH PRO – achtstimmiger Analogsynthesizer

30. Oktober 2019

Aus 8 wird Pro

MFB zeigt erste Bilder von dem neuen polyphonen Synthesizer, der nun auf den Namen MFB Synth Pro hört. Zur Superbooth wurde bereits der Prototyp vorgestellt, doch in der Zwischenzeit wurde dieser weiterentwickelt. Man kann unter anderem bei den VCOs nun auch jeweils einen hinzumischbaren Suboszillator erkennen und das Display hat mehr Zeilen.

Die Spezifikationen des MFB Synth Pro

* Achtstimmig polyphoner analog Desktop-Synthesizer
* Analoge VCOs, umschaltbar auf DCO-Betrieb
* Sägezahn<>Dreieck<>Rechteck/Pulse<>Ringmodulator/Noise überblendbar
* Sync und FM im VCO-Modus
* 3 Oszillatoren, jeweils mit Sub-OSC
* Analoges 24-dB-Tiefpassfilter
* Analoges 12-dB-Multimodefilter mit Tief-, Hoch- und Bandpasscharakteristik
* 2 analoge VCA
* 2 LFOs (Sägezahn, Rechteck, Dreieck, Zufall), temposynchronisierbar, One-Shot-Modus
* 3 Hüllkurvengeneratoren: 2 x ADSR, 1 x ADS(R), jeweils mit Loop-Funktion
* Effektsektion mit Hall, Echo, Chorus und weiteren Effekttypen
* Voll speicherbar
* Integrierter Arpeggiator und polyphoner Step-Sequencer
* Senden und empfangen von MIDI CCs

Der MFB Synth Pro soll eventuell noch im November lieferbar sein und wird 1.080,- Euro kosten.

 

Ab hier die Meldung von der Superbooth 2019

In unserem Interview mit Manfred Fricke zum 40-jährigen MFB-Jubiläum hatte er eine Überlegung für einen polyphonen Synthesizer angedeutet. Und voilà, hier ist er: MFB SYNTH 8.

Dass der achtstimmige MFB SYNTH 8 nicht schon vor der Superbooth, sondern erst am letzten Tag vorgestellt wurde, lag schlicht und ergreifend daran, dass es nicht sicher war, ob man den Prototypen noch rechtzeitig vorführbereit bekommen würde.

MFB SYNTH 8 auf der Superbooth - Foto: Markus Schroeder

MFB SYNTH 8 auf der Superbooth – Foto: Markus Schroeder

Der MFB SYNTH 8 ist im Grunde eine polyphone Version des „alten“ MFB Synth 2“. Allerdings wurde die einzelnen Baugruppen in der Zwischenzeit immer wieder überarbeitet und verbessert, woraus unter anderem die MFB Eurorack-Module VCO/DCO, 24dB VCF SSI, LOOP ADSR und VC LFO entstanden. Diese verbesserten Schaltungen finden sich nun auch in dem neuen Synthesizer.

Der MFB SYNTH 8 besitzt pro Stimme drei analoge VCOs mit Saw, Square, Triangle, Ringmodulator und Noise. Zwischen den Waves kann wie beim MFB Dominion 1 stufenlos geblendet werden. Die VCOs sind diskret aufgebaut. Zur Verwendung kommen Bauteile, wie sie auch schon vor 30, 40 Jahren für solche Schaltungen genutzt wurden. Da darf man einen satten Vintage-Sound erwarten.
Alle drei Oszillatoren lassen sich frequenzmodulieren und VCO 2 und VCO 3 können zu VCO 1 synchronisiert werden. Die VCOs lassen sich bei Bedarf in den DCO-Modus versetzt, wo eine digitale Steuerquelle für ein stabiles Tuning sorgt. Das kann zum Beispiel bei ungünstigen Umgebungsbedingungen mit starken Temperaturschwankungen nötig sein.

MFB SYNTH 8 – Board mit vier Stimmen

Es gibt zwei analoge Filter, die unterschiedlich aufgebaut sind. Das 24 dB Tiefpassfilter mit klassischer Kaskadenschaltung arbeitet mit dem SSI 2144 Chip. Das 12 dB Multimodefilter mit Tief-, Band- und Hochpass wurde mit Operationsverstärkern (OTAs) aufgebaut. Beide Filter besitzen eine schaltbare Kompensation für die Resonanz um bei entsprechenden Einstellungen den Bass zu erhalten und können seriell oder parallel betrieben werden. Die Ausgänge der beiden Filter lassen sich mit einem Regler überblenden.

MFB SYNTH 8 auf der Superbooth - Foto: Markus Schroeder

MFB SYNTH 8 auf der Superbooth – Foto: Markus Schröder

Zur Modulation von Oszillatoren, Filtern und zwei VCAs sind zwei LFOs mit One-Shot-Funktion und drei Hüllkurven (2x ADSR mit Loop, 1x AD) vorhanden. Diese werden von einem Prozessor generiert. Eine digitale Effektsektion mit Hall, Delay, Chorus etc. ist ebenfalls integriert.

Der Step-Sequenzer/Arpeggiator ist mit den Funktion wie Shuffle, Diretion, Hold etc. mit dem des Dominion 1 vergleichbar. Der Sequencer/Arpeggiator arbeitet jedoch im SYNTH 8 auch nur monophon.
Für Presets und Sequenzen stehen über 100 Speicherplätze zur Verfügung.

Der MFB SYNTH 8 wird voraussichtlich ab Herbst erhältlich und soll 980,- Euro kosten.

Der MFB-SYNTH 8 on YouTube

Preis

  • 1.080,- Euro
 Beats  Keys  Studio  Vintage
Forum
  1. Profilbild
    volcarock  

    Wow, das ging ja schnell! Bin gespannt auf Soundbeispiele
    Schön, dass der Meister den Poly noch vor verdienter Rente fertig gestellt hat :-)

    Und ich frag mich ernsthaft wie zu dem Preis (980,-€) ein vollanaloger Poly mit 8 Stimmen und 3 VCOs und 2 versch. Filtern von einem relativ kleinen Unternehmen in DE realisiert werden kann!? Ich mein es ist nicht B. in China. Krass!

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          mb-music  

          Wenn auf einem Board vier Stimmen sind, und der Synthesizer acht-stimmig werden soll, braucht es logischerweise zwei vier-stimmige Boards für acht Stimmen. ;-)
          Ich bezog mich auf die Anzahl der Layer pro Platine. ;-)

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        volcarock  

        ich hab nur verstanden, dass es insgesamt 3 Platinen sind, also vermutlich 2 Voiceboards und eine weitere für den Rest

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      Larifari  

      Mfb ist wirklich ein sympathisches Unternehmen. Toll dass Manfred Fricke sich seinen Traum noch erfüllt hat.

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    fritz808  

    das ist doch eine schöne überraschung. nach dem sympathischen interview mit manfred fricke hier auf amazona – nun ein neuer poly-synth. jetzt bin ich sehr sehr gespannt. wann darf man mit eurem test rechnen?

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    lightman  AHU

    Der Preis wäre ja wirklich der Knaller. Ich fand Fricke-Sachen schon immer gut, weil sie günstig waren, aber immer gute Qualität lieferten. Bei den letzten paar Produkten sind sie ein wenig von der alten Schiene abgewichen, was ja auch völlig okay ist, aber ich würde mich freuen, wenn der Poly nach dem alten Ethos gebaut werden würde.

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      Larifari  

      War mir auch aufgefallen, der Preis signalisiert aber dass Fricke seine alte Linie noch auf den Schirm hat. Ein „Dominion 8“ würde sicher entsprechend mehr kosten.

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    GioGio  AHU

    Wäre spannend was die Menü-Features sind und wie gut diese bedient werden können. Anscheinend gibt es ein Menürad. Klingen wird er bestimmt sehr gut :) Aber wenn ich das Display sehe…naja…lassen wir das :D

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      volcarock  

      so gehen die Meinungen auseinander,
      Ich finde gerade auch das Display gut, erinnert mich an die alten,
      noch GUT LESBAREN :-)

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        GioGio  AHU

        Ich meine eigentlich, dass das Display so „roh“ aus dem Gehäuse rausschaut und nicht auf gleicher Ebene ist, sondern dieses als Bauteil direkt ersichtlich ist. Ist aber unwichtig und nur eine optische Perfektionsfrage. Lässt sich aber auch schöner verbauen und ist etwas untypisch.
        Apropos Lesbarkeit: Bei meinem Tanzbären den ich kurz testen durfte, da war das Display gar nicht gut ablesbar. Je nach Blickwinkel und Lichtverhältnisse waren diese viereckigen Felder recht doll sichtbar und dann bekam man Schwierigkeiten die weiße Schrift auf dem hellblauen Hintergrund zu lesen. Daher finde ich weiße Schrift eher auf einem dunklen Display (wie z.B. beim Novation Peak, Korg Monologue, Prophet Rev.2 etc.) besser.

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          volcarock  

          Das hab ich tatsächlich falsch verstanden mit dem Display.

          Aber selbst das Abstehen empfinde ich nicht als störend, wirkt oldscool-mässig und als könne man im Bedarfsfall unkompliziert das Display wechseln.

          Die andere Erfahrung zwecks schlechter Ablesbarkeit beim Tanzbären ist natürlich weniger schön. Ich hatte bisher nur Filterbox und Step 64 von MFB, da waren die 2 bzw. 3 Zeichen immer gut lesbar.
          Das Tanzbär Display erinnert mich an das meines verkauften Waldorf Microwave 1. Das war auch nicht immer optimal ablesbar . Yepp, Peak lies sich super ablesen,

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            GioGio  AHU

            Obwohl Novation beim Peak-Display kaum Platz zum unteren Displayrand ließ. Will heißen, dass man den untersten Schriftzug nicht gut lesen kann, wenn man den Peak nicht angewinkelt vor sich aufstellt, sondern flach. Der untere Teil des untersten Schriftzugs lässt sich dann nicht mehr erkennen, sofern man nicht direkt von oben drauf schaut. Wenige Millimeter mehr Luft zwischen Schrift und Displayrand hätten dies verhindert. Aber am besten baut man ihn ohnehin angewinkelt auf. Und dafür ist er ja anscheinend auch gemacht (es gibt ja schließlich nicht umsonst den zugehörigen Ständer von Novation –> Ich habe mir aus Holzresten lieber einen selbst gebaut. Ist viel günstiger).

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    swellkoerper  AHU

    Super Sache, das. Ein Poly auf Dominion-Basis wäre nicht nur zu aufwendig, zu teuer, und alle würden motzen dass er nur 5 Stimmen haben würde (als solcher war er damals angedacht). So eine Dominion-Stimme ist wahrscheinlich auch einfach zu brachial und fett für einen Polysynth.

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      volcarock  

      Ich kann mir vorstellen, dass wenn der hier ein Erfolg wird,
      in ein paar Jahren auch ein Dominion 6 um die Ecke kommt
      mit gehobenerer Ausstattung und auch in einer anderen Preisklasse

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      lightman  AHU

      Die Möglichkeit zur Überblendung der Wellenformen und die Modulation mit Offset ist eine tolle Sache, da fallen mir gleich zig Anwendungsszenarien ein. Ebenso interessant ist die doppelt bestückte Filtersektion mit parallelem oder seriellem Betrieb und natürlich der Klang. Viel hat man im Video nicht gehört, aber das Vorhandene hat mir gefallen. Besonders das kurze Überblenden der Filter hat einen tollen Atmo-Wechsel herbeigeführt, für den ich mir auch ’ne Menge Einsatzmöglichkeiten vorstellen kann.

      Ich denke, da darf man aufs Endprodukt gespannt sein, sieht nach einem angenehm schnörkellosen, gut klingenden, übersichtlich zu bedienenden und umfangreich ausgestatteten analogen Poly aus. Die Konkurrenz schläft zwar auch nicht, derzeit gibts ’ne Menge sehr interessanter Polys, die konzeptionell und klanglich teils noch ein paar Schritte weitergehen (siehe UDO, Pan, Summit, usw.), aber halt auch deutlich mehr kosten.

      Guter Wurf, ihr Frickes!

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    Moogfeld  

    Momentan kommt so viel geiles Zeugs raus, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich noch so alles auf meine Beschaffungs-Agenda setzen soll…………zugleich ist das zulässige Maximalfassungsvolumen meines Studios auch schon lange überschritten.
    Ja ok, ich weiß schon, runter vom GAS und mehr kreativ schaffen heißt die Devise…….ist aber verdammt schwierig, wenn der Tisch doch so schön und so reichlich gedeckt wird :-)

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    Son of MooG  AHU

    MFB macht wirklich gute Synthies, seit einigen Jahren auch mit professionellen Gehäusen. Der Synth-8 macht mich sehr neugierig…

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    greekotronic  

    Von allen Neuankündigungen freut mich diese am meisten. Duale Filter und 3 VCOs und dann dieser Preis! Hammer! Ich hoffe dass die Kiste ein bisschen größer und großzügiger designt wird, so Richtung Sunsyn wär super, aber das Ding wird so oder so gekauft!

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    Leverkusen  

    Sieht super vielversprechend aus – aber was ist denn das für ein bizarres Klangbeispiel unter dem Artikel?

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      Markus Schroeder  RED

      haha, lustige Geschichte: der Mitarbeiter am Stand hatte keine Ahnung von dem Poly-Prototypen (!?), ich auch nicht und der Synth reagierte nicht auf das angeschlossene MIDI Keyboard und das alles Minuten vor Superbooth Ende. :D

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        GioGio  AHU

        Lustig ist es ja eigentlich nicht, dass der Mitarbeiter keinen Plan vom Gerät hatte. Könnte auch gegen das Menü sprechen. So ein Midi-Untermenü ist bei Display-Synths ja eigentlich schnell zu finden. Wenn man solche Einstellungen nicht ohne Anleitungen findet, hört sich das für mich wieder sehr nach MFB-Bedienungsart an. Aber ich will nicht den Teufel an die Wand sprayen. Bin gespannt darauf, wie es da ausschaut und ob es da Eigenarten der Bedienung geben wird, die ein, zwei Menübuttons verhindert hätten. Wieso haben die Endlosregler bei MFB immer eine Knob-Markierung? Das ergab schon beim Tanzbären 2 wenig Sinn und wirkt etwas „billig“. Ist zwar nur ein Detail, erscheint aber lieblos, wenn man für die Endlospoti keine anderen Potikappen findet. Solche Design-Details sind wichtiger als man glaubt für so ein Gerät am Markt.

        Ich fand das Klangbeispiel hier auch (mal wieder) sehr gewöhnungsbedürftig. Aber irgendwas muß man wohl hochladen. Brot und Spiele und so :D

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          volcarock  

          Es war ein halb fertiges Gerät, das erst am letzten Tag in den letzten Stunden der SB noch zum Laufen gebracht wurde (daher gibts nur 2 YT-Videos…). Also ein Prä-Prototyp von dem man noch nicht auf die finale Bedienung schliessen sollte.

          Knob-Markierung bei Endlosreglern wird erst dann absurd, wenn LED-Kränze dabei sind. Durch die Markierungen kann man auch ohne Blick aufs DIsplay abschätzen, ob man gerade eine Viertel oder halbe Umdrehung macht ;-)
          Aber andersartige Potikappen zur Abgrenzung machen trotzdem Sinn.

          Yepp, das Klangbeispiel ist schon an der Grenze zur Rufschädigung ;-)

  10. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Das neue Design gefällt mir jetzt noch besser; die Beschriftung ist mit dem gelben Hintergrund schön deutlich lesbar.
    Bei meinem Microzwerg Mk II schätze ich ja u.a. das Dual-Filter mit jeweils 12dB, die flexibel geroutet werden können. Die zwei Filter des MFB-Synth Pro sind da schon vielversprechend, auch wenn eines „nur“ als 24dB LP vorliegt. Drei VCOs, die bei Bedarf als DCOs genutzt werden können, sind in kaum einem polyphonen Synthesizer zu finden, erst recht zu diesem Preis. Hinzu kommen noch 2 LFOs und 3 Envelopes mit Loop-Option und eine FX-Sektion; dazu noch Details wie eine Stereo-Option für VCF1 und ein Anschluss für ein USB-Keyboard.
    Ich bin schon sehr gespannt auf einen Test und mehr Demo-Sounds…

  11. Profilbild
    Viertelnote  AHU

    ein interessantes Gerät, vor allem die morphbaren Wellenformen.
    Soundmäßig lasse ich mich gern überraschen.
    Das Gerät ist in der Tat sehr kompakt, das sehe ich etwas kritisch, weil
    die Regler schon dich bei einander liegen. MFB baut mir immer etwas zu „frickelig“.

    Verarbeitungsmäßig wirkt das Gerät auf mich nicht sonderlich wertig.
    Da das jeder anders bewertet, würde ich sagen lassen wir den Synth mal kommen,
    nette Features hat er ja zweifelsohne.

    netter Gruß

  12. Profilbild
    Larifari  

    Ein wichtiges Detail welches im Superbooth Video noch verneint wurde ist dazu gekommen, er ist nun wohl doch multitimbral :

    Poly: In diesem Modus stehen alle Stimmen für das polyphone Spiel zur Verfügung.
    Poly1+7: Die Stimmen teilen sich in diesem Modus auf in eine monophone und sieben polyphone Stimmen, nutzbar über zwei MIDI-Kanäle
    Chord4+4: In dieser Betriebsart werden je vier Stimmen (einmal als Akkord) auf zwei MIDI-Kanäle verteilt.
    Mono: In diesem Modus wird nur eine Stimme wiedergegeben. Die weiteren Stimmen sind über die jeweils nachfolgenden MIDI-Kanäle nutzbar.
    Unisono: In dieser monophonen Betriebsart werden 1-8 Stimmen überlagert.

    Quelle : Bedienungsanleitung

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