Top News: Behringer UB-Xa, Oberheim Klon

9. Januar 2018

Das Oberheim-Klon-Projekt wird öffentlich

Was wäre wenn? Diese Gedankenspielchen um mögliche Synthesizer kennen wir zur Genüge. Nun hat Uli Behringer ein solches offen ins Netz gestellt und hofft auf vielfältige Reaktionen. Wie realistisch ist der Oberheim-Klon Behringer UB-Xa?

Nachdem Behringer sich beim Erstlingswerk Deepmind 12 an dem Roland-Klassiker Juno-60 orientiert hat (und im nächsten Schritt den Minimoog kopiert), ist nun also Oberheim im Visier. Das analoge Schlachtschiff OB-Xa gilt sowieso als einer der besten polyphonen Synthesizer generell. Für Fans empfehlen wir an dieser Stelle natürlich den Blue Box Artikel auf amazona.de

Ist ein Oberheim Klon von Behringer überhaupt sinnvoll umsetzbar, insbesondere wenn sich eine Massenmarkt-orientierte Firma wie Behringer daran macht? Mit der Ankündigung will Behringer (nach eigener Aussage) die Entwicklung eines Produktes erstmals von Anfang an in alle Schritten der Entwicklung öffentlich machen. Was uns nebenbei auch sagt, dass wir mit dem finalen Produkt nicht in nächster Zeit zu rechnen brauchen. Es wird mindestens 12 Monate brauchen.
Dass mit dem Behringer UB-Xa keine großen abzusetzenden Stückzahlen zu erwarten sind, räumt selbst Uli Behringer in seinem Statement ein. Doch er stellt hier seine Leidenschaft in den Vordergrund:
However we at Behringer and Midas believe in the passion to revive these analog jewels and the fun these projects create for our team – which to us is worth everything.”

Und in Anspielung auf Rolands ACB-Technologie wird der Wert von Analogtechnik gepriesen, was wir zumindest den Entwicklern von Midas abnehmen:
Many of our competitors spend all of their effort on marketing to make you believe in analog synth emulation simply because it’s much easier and cheaper to assemble a DSP chip on a PCB board rather than building products with thousands of analog components and deal with the manufacturing complexity plus expensive manual calibration processes. …
We at Behringer do not believe in “virtual analog”, VST’s or other creative names for digital sound emulations as we are of the firm opinion that you cannot replicate true analog sound through digital technology, and there are many technical reasons for this. To be very clear, this doesn’t mean digital synths or VST’s can’t sound great, but it is just something we don’t believe in.“

Nun aber zum UB-Xa selbst und das ist leider noch nicht sehr konkret. Dieser ist ganz offiziell als Klon des Oberheim OB-Xa angekündigt. Offenbar will man sich hier dichter am Original orientieren als mit dem Deepmind am Juno. Das heißt dann offenbar, dass nicht nur Oszillatoren, Filter und andere Komponenten keine (wesentlichen) Erweiterungen bekommen werden, sondern es auch bei acht Stimmen bleibt.
Das Rendering zeigt zunächst eine Desktop-Version, aber angesichts der Deepmind-Reihe kann man vielleicht auch ein Keyboard erwarten.

In Kürze sollen von den Entwicklern bei Midas Videos und Postings über die Fortschritte des Behringer UB-Xa veröffentlicht werden.

Forum
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    Coin  AHU

    Diesen UB-Xa find ich bis jetzt am interessantesten.
    Würd ich gern mal hören.
    Auch eine Desktopversion find ich cool.

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    costello  RED

    Vielleicht bringt Behringer ja ganz stilecht Varianten mit 4, 6 und 8 Stimmen heraus ;-) Will sagen – bei der Neuauflage sollte man sich nicht zu sklavisch an das Original halten. Die erweiterten Modulationsmöglichkeiten des OB-8 stünden dem Reissue zum Beispiel gut zu Gesicht. Beim Klang bin ich nach den Erfahrungen mit dem KARP etwas skeptisch. Analoge Technik ist kein Garant, die alte Klangmagie wiederzubeleben. Die liegt ja auch in den damaligen Bauteiltoleranzen und anderen Unzulänglichkeiten begründet, die den Klang lebendig und manchmal auch eine Spur unberechenbar machen.

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      Emmbot  

      Aber leider nur Bilder, mal schauen ob was ab NAMM zu hören gibt. Interessant allemal.

      Das Nachbauthema ist mir ziemlich egal. Wenns vernüftig klingt.

      Hab es zwar nicht live gesehen aber die gestreifte Optik gefällt mir (von den Bildern her) nicht so.

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        Mick  

        Nun, ich denke Der_Brechreiz meint: „haltet eure Kohle zusammen, denn bald bringe ich den Oberheim-Klon!“;-)

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    Son of MooG  AHU

    Anscheinend will Herr B. beim UBehrheim-Projekt nun alles besser machen, während wir weiterhin auf den D warten. Parallel dazu wird dann noch ein VP-330-Clone angekündigt, Preis und Lieferdatum unbekannt. Es gibt ja diese amerikanische Redensart „Put your money where your mouth is“. Dabei bin ich grundsätzlich positiv Behringer gegenüber eingestellt. Mal abwarten, wie es nach der NAMM aussieht…

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        Quaesitio  

        In den USA gibt’s doch den D schon, oder? … Verstehe aktuell nicht so ganz, wieso das in unseren Landen so lange dauert. :-/

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    craven

    Behringer hätte mal lieber zuerst eine neue Marke für Synth(Clones) erfunden und dann vielleicht auch etwas mehr Fokus auf Qualität statt nur auf den Preis gelegt, dann würde diese ganze (bisher ja weitestgehend Vaporware) Produktschiene bei mir nicht einen plump-schäbigen China-Plagiat-Eindruck hinterlassen, bei dem sich ein „Billigheimer“ mit den „Legenden“ der Vergangenheit schmücken will.

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      Flying C  

      Hat Behringer aber nicht. Über die Qualität lässt sich bis Dato nicht viel sagen, ausser dem DM 6/12 sind ja noch keine B-Synths erhältlich. Bei beiden Modellen ist die Verarbeitung übrigens ok. Warum ist deiner Meinung nach eine von B in China bestückte & verlötete Platine als minderwertig anzusehen? Des günstigen Verkaufspreises wegen? Alle lassen in China produzieren, B’s Bauteile stammen sogar aus eigener Produktion. Die Kostenersparnis wird von B an den Endkunden weitergegeben. Ein Verbrechen!!! ;)

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        craven

        ich habe doch auch nicht geschrieben, das Produkte aus China pauschaler Mist sind, sondern das diese Art von Produkten, den Eindruck eines (minderwertigen) Plagiats/Imitats bei mir erzeugen. Behringer ist für mich halt traditionell sowas wie der Kik oder Penny der Musikalienwelt: man bekommt das, was man bezahlt. Und das langt auch für viele Zwecke. (Mit diesem Imageeindruck bin ich ja auch offensichtlich nicht allein.) Aber einen „ernsthaften“ oder gar „klassischen“ Synth von Behringer kann ich halt persönlich einfach nicht ernst nehmen, insbesondere wenn es ein plumper Nachbau ist … auch wenn ich Geld sparen würde.

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          Flying C  

          Danke für deine Antwort, Craven. Nein, so pauschal hast du es nicht ausgedrückt.
          Der kik-Vergleich ist erfrischend :D und wohl zu 95% zutreffend. Man muss sagen das B sich hier an ein „Nischenprodukt“ heranwagt, OB-Klone gibt es nicht viele und die wenigen die es gibt -z.B. von Analogue Solutions- sind im direkten Vergleich nicht günsitger als Tom Oberheim, Oberheim/DSI oder die Originale auf dem Gebrauchtmarkt.
          Wenn dann ein Klon von einem Schlachtschiff wie der OB-Xa eines ist im unter-1000-€-Preissegment (???) angekündigt wird hat das natürlich ein gewisses „g’schmäckle“ und regt zum grübeln an.
          Aber warten wir erst mal ab wie der „Model B“ :) sich schlägt (wenn er denn endlich da ist)…

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      amazonaman  AHU

      Tut mir leid, aber der DM12 fasst sich schon gut an, okay die Regler sind mist. Dennoch insgesamt ist die Bauqualität super. Ein neuer Name nützt nichts, denn Bugera baut auch viele scheiß Kisten, 2 defekte von 3 hab ich schon daheim stehen und ich ärgere mich gründlich darüber. Eintagsfliegen!
      Ich hoffe die Synthesizer werden besser, auch klanglich.

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      Saxifraga  

      Musicstore liefert den Model-D Clon gerade aus. DM 6 + 12 sind bereits seit längerem erhältlich. Wo ist da „Vaporware“?
      Das UB sich in die Karten schauen läßt ist nicht nur Werbung, sondern kann auch dazu führen das Käufer Einfluß auf die Features und den Preis nehmen können.
      Andere Hersteller wie Roland designen bis es fertig ist und haben dann den Salat mit undeutlicher roter Schrift auf schwarzem glänzendem Grund, so daß sie Folien anfertigen müssen um den Synth nutzen zu können. (JD-XA) Das Design hat bestimmt viele potentielle Käufer abgeschreckt.

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      Coin  AHU

      Naja, man kann ja alles mögliche schlecht reden.
      Aber viel produktiver wäre es, das Positive für sich selbst herauszufiltern, um mit den gewonnenen Infos weiter zu kommen.
      Niemand ist perfekt.
      Schon gar nicht die Kritiker.

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    JohnDrum  

    Was mir wichtig wäre, sind ausreichend große Gehäuse. Diese Miniaturisierung geht mir auf den Sack! Ich gehöre zu der älteren Generation und die ist noch „groß“ gewönnt!

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      Flying C  

      Muss wohl nicht extra erwähnt werden das B sich mit einem Oberheim-Klon, gerade mit einem aus der OB-Serie, die Messlatte selber recht hoch gelegt hat. Als bekennender Oberheim-Fan bin ich echt gespannt!!!

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    fkdiy  

    Auswahl schadet nie und Konkurrenz belebt das Geschäft, also kann Behringer ruhig mal Gas geben. Sie sollten aber aufpassen, dass sie nicht irgendwann als die Firma mit den billigen Nachbauten angesehen werden, wenn sie sich weiter am Synthi-Markt etablieren wollen.

    Das Image zu haben, immer nur zweite Wahl gegenüber den originalen Herstellern zu sein, ist glaube ich langfristig nicht gut für das Geschäft und mehr Eigenentwicklungen wären wünschenswert.

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      Saxifraga  

      Also mal im Ernst. Korg hat soviel hochgelobten Spielzeug-Scheiß aka Volcas produziert und alle haben einen Orgasmus bekommen, nur Roland und jetzt Behringer werden getrasht was die Tastatur hergibt. smh
      Mein Behringer Mischpult läuft seit 15 Jahren ohne jeden Ausfall wie am ersten Tag.

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    llIIllIlIIIlllIIllI  

    Der Deepmind macht mit seinem Bomber-Lüfter und den wabbeligen Potis nicht unbedingt Lust auf noch mehr Behringer-Synthesizer. Ich finde solche „Ankündigungen“, die noch nicht den Status der Renderings bzw. des handgefertigten Prototyps verlassen haben, schwierig.

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    Son of MooG  AHU

    Zum Thema „Made in China“: Als sich bei meinem Mirage die Tastatur verabschiedete, kaufte ich mir ein CME Masterkeyboard, das bis heute einwandfrei funktioniert. Mein erstes Behringer Produkt war ein UB 1832FX-Pro Mixer, dito. Das Gleiche gilt für meinen RX 1602 Line-Mixer und FX2000 Virtualizer. Einzig der X V-Amp war eine Enttäuschung. Ich habe kein Problem mit dem B-Logo in meinem Studio, und mein DeepMind 12 braucht sich neben meinem Sub37 oder Nord E4D nicht verstecken.

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    Marko Ettlich  RED

    Abwarten, das ist ein Bildchen und nicht mehr. In einem Jahr kann viel passieren…oder auch nix. ;)

    Zum vorgestellten Synth selbst, erstmal abwarten wie das dann so klingt. Ein stark an das Original angelehntes Design und die Namensgebung haben erstmal nur einen psychologischen Effekt, nicht mehr. Es soll Begehrlichkeiten wecken. :D Marketing halt.
    Arturia hatte das schon früh erkannt.

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    Viertelnote  AHU

    sehe ich ähnlich wie Marko.
    Man kann sich so gut wie jeden Synth zurechtdenken,
    solang das Auge schön mittropft:)
    Wenn hinten was ordentliches rauskommt, wer sollte sich dann beschweren. Das Behringer es kann, zeigt
    ja der DM12 zwar mit seinen Ecken und Kanten, aber
    wo geht die Rechnung denn zu 100% immer auf.
    Irgendwas ist immer und wenn es das Projekt tatsächlich gibt, dann ist antesten wie immer Pflicht.

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    Holk  

    Obwohl nicht wirklich gelandet, produziert Michael Jackson auf dem Mond doch echt ziemlich abgefahrene Hip Hop Beats … Ja Mensch, vielleicht unterbietet die Behringer Music Group ja die Preise gängiger Software Clone Produzenten und liefert eine Access Virus – mässige Full – DAW – Integration via Plugin als Download gleich mit. Ich bestelle mir schonmal ein in der Szene angesagtes Oszilloskop um von den Recordings Screenshots anzufertigen um dann mitreden zu können.

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    polyaural  AHU

    Behringer – The Teaser Company
    .
    „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“. Wollen mal sehen: Bisher gibt es die Deepminds. Schön. Einiges an Licht, überraschendes an Schatten, und aktuell auf den Ramsch-Tischen der großen Händler
    .
    Die Woche sollen die „D“ ausgeliefert werden. Dann kommt zumindest mal dort Butter bei die Fische.
    .
    Und dann ist da noch das Foto mit dem SH-101 zur Auslieferung des Roland SH-02, und Renderings vom Juno-60-Chorus, eine Website voller „accidental teasings“ mit allem was das Vintage-Herz begehrt, hier ein weiteres Rendering von einem UBX, und ein „Zitat“ Ulis mit einem Behringer 2600 drin, und so weiter und so fort. Habe ich was vergessen?
    .
    Der Gipfel ist meines Erachtens Ulis letztes Statement, Behringer ist ja in privaten Händen, und kann es sich erlauben großartige Geräte wie den Oberheim-Clone ohne Gewinnabsicht zu bauen. Pest und Hölle. Eine ganze Fabrikstadt nur um uns unsere feuchten Analogträume zu erfüllen? Ist Uli in Wirklichkeit der Weihnachtsmann? Oder wird auch er mit etwas Salz und gemahlenem Pfeffer auf dem Grill des Kapitalismus den Anlegern zum Fraß zubereitet, wenn seine Strategien nicht aufgehen.
    .
    Wie gesagt, an den Früchten werdet ihr sie erkennen. Nicht an ihren Absichten …

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      Moogfeld  

      Ich habe den DM12 schon kurz nach seinem Marktrelease und finde ihn schon absolut top, von daher sehe ich deine Gesamtaussage etwas differenziert. Die von dir angesprochene Verramschung kann ich allerdings nur fett unterstreichen: nach einem Jahr ist das selbe Gerät um 350€ günstiger zu haben und alle User der ersten Stunde (also die 1,2k€ Hinleger), welche das Produkt eigentlich ja mit in den Markt getragen haben, wurden damit mal wieder sauber verarscht! Gut, fairerweise muss man erwähnen, dass es bei Roland und Korg genau so ist. So liegt ein System-8 heute bei 300€ unter dem Release-Day Preis und ein JDXA sogar bei schmerzlichen 650€. Bevor jetzt alle BWLer und Marktanalysten versuchen mir die markttechnischen Synergien zu erklären, möchte ich gleich vorweg schicken, dass es mir als Endverbraucher eigentlich egal ist warum und weshalb. Ich sehe nur, dass es jedenfalls auch besser geht (siehe z.B. DSI und Moog) und damit gehört Behringer bei mir ab sofort ebenso zu den Herstellern, deren Produkte nach ihrem Erscheinen bei mir so lange auf „on Hold“ stehen, bis der erste deutliche Preis-Peak nach unten kommt. Da kann der UB-Xa (wenn er überhaupt kommen wird) auch noch so toll werden!

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        falconi  RED

        Die User der ersten Stunden wurden nicht „verarscht“, sondern ein neues Produkt kostet am Anfang viel Geld im Bereich Entwicklung und Marketing. Auch die Herstellung kostet am Anfang Geld für organisatorische Belange, Anlagen, Bauteile, Qualitätssicherung und Distribution.

        Natürlich kann man versuchen, die zusätzlichen Kosten über den anvisieirten Produktlebenszyklus zu verteilen, um den Preis konstant zu halten. Das gelingt aber nur Premiummarken, und meist gibt es später verdeckte Rabatte (Fahrzeuge, bestimmte Mobiltelefone…).
        Wenn die Verkaufserwartungen dann nicht erfüllt werden, schreibt man mit so einer Kalkulation Verluste.

        „Early adopters“ sind nun einmal bereit, mehr Geld auszugeben. Das muss man natürlich ausnutzen: Preisentwicklung durch Angebot und Nachfrage.

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          Moogfeld  

          Hallo Falconi, rationell betrachtet kann ich deine Ausführungen ja nachvollziehen. Man sieht jedoch, dass es sagen wir mal „Premiumhersteller“ durchaus auch anders steuern können. Gut, eine gewisse Korrektur nach unten über den Gesamtproduktlebenszyklus gestehe ich ja zu, aber muss es ein fast 30%iger Abschlag nach nur einem Jahr sein? Ist das tatsächlich eine marketingtechnische Unumgänglichkeit? Manche mag das ja nicht kratzen, aber der allein verdienende Familienvater (bei dem die Kohlen vielleicht nicht so locker sitzen) ärgert sich da einfach. Und die Frage ist doch auch, ob sich Behringer bei dieser Preisgestaltung strategisch selbst einen Gefallen tut? Diese in meinen Augen tatsächliche Verramschung verstärkt das (unberechtigte) Image vom Billigheimer nur weiter, was sich auch bestimmt nicht positiv auf künftige Geschäfte auswirken wird! Jedenfalls wären 999€ Einstiegspreis mit deutlich langsamerer Preiskorrekturkurve nach unten für den DM12 aus heutiger Sicht auch machbar, fairer und intelligenter gewesen, ohne dass man unterm Strich weniger Menge an den Mann gebracht hätte… Marktsynergien hin oder her! Einem Gigant wie Behringer nehme ich es auch einfach nicht ab, hier keine anderen Gestaltungsspielräume zu haben. Künftig bin ich bei Behringer-Neuprodukten jedenfalls erst mal immer abwartend und damit bestimmt auch nicht der einzige der so denkt.

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            falconi  RED

            Ich stimme Dir zu, ein halbes oder ganzes Jahr abwarten zahlt sich bei Behringer immer aus. Behringer ist nunmal keine Premiummarke, sondern eine aggressive „Pricing“-Company.

            Macht ja nix. Es gibt auch Leute, die vor einem Jahr gerne einen Synthesizer kaufen wollten, und auch für die war der DM12 damals ein konkurrenzlos günstiges Angebot – der DSI Prophet `08 war ja gerade weg vom Markt. Und im Vergleich zum REV2 wäre auch der alte Preis heute noch heiß. Behringer möchte aber natürlich auch all jene versorgen, denen das Instrument vor einem Jahr zu teuer war, und die heute einen gebrauchten DM12 für 900 Euro kaufen würden – den bekommen sie nun auch neu. So betreibt man erfolgreich Marktsättigung.

            Bei „Premiummarken“ (sagen wir mal: iPhone x, der Golf y) zahlst Du im Zweifel nach einer gewissen Zeit zuviel und erwirbst trotzdem keinen gesellschaftlichen Early Adopter-Status mehr. Weil das für viele Kunden unbefriedigend ist, wird daher vorsorglich – und manchmal ohne Not – ein Nachfolgemodell angeboten (das iPhone x+1, der Golf y+1).
            Das versorgt Menschen mit Arbeit, aber auch Müllkippen mit Industrieschrott.

            Preiserosion ist also ganz normal, und letztlich profitieren alle davon – allein das Herstellerimage leidet oft, weil Leute sich „verarscht“ fühlen. Müssen sie aber eigentlich nicht…

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              Moogfeld  

              Ja, wo möglich ist deine Betrachtungsweise sogar die bessere und man muss die Welt einfach ab und zu auch so akzeptieren wie sie nun mal ist. Ich drehe jetzt gleich mal an meinem Mischpult den Effekt Send 1 „Idealismus“ runter und schalte auf Effekt-Kanal 2 „Realbetrachtung“ drauf, mal sehen ob das meinen Mix künftig noch etwas besser macht! Viele Grüße! Chr.

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                falconi  RED

                Ja, sehr gut.
                Im Idealfall kaufen die Leute weniger Instrumente, machen bessere Musik damit und werden damit reich und glücklich.

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    Thomas Columbo  

    Das ist wieder mal Größenwahnsinn PUR. Den Synthesizer Pioneer Roland für dessen zeitgemäße moderne und sau gut klingende ACB Technologie zu kritisieren ist eigentlich für jemanden, der nur Billigheimer in seinem Produktportfolio hat, ein Treppenwitz der Musikbranche. Und sein Partner, MIDAS war und ist auch nur ein zweit- bzw. drittklassiger Hersteller, was ja auch gut zu Behringer passt.

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      Holk  

      Es gibt diverse sehr gute Produkte von TC Electronics – einer Firma die vor einger Zeit von der Behringer Music Group „gerettet“ wurde.

      Aber dabei handelt es sich ja ohnehin meist blos um digitales Effekt-Zeugs an welches man in einem vollanalogen Output – Chain prinzipiell einfach nicht glauben kann ;-)

  14. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Habe eben den ganzen Artikel auf gearslutz gelesen; mit dem UB-Xa will man nun den Entwicklungs-Prozess komplett offenlegen und dokumentieren. Finanzieller Gewinn wird dabei nicht erwartet, da es ein Liebhaber-Projekt ist, was den UBie deutlich günstiger als ein Vintage-OB machen sollte. Jetzt sollte Behringer dann aber auch endlich Klarheit über den D schaffen…

  15. Profilbild
    tomk  

    Das Renderting ist vielleicht häßlich.
    Den Vergleich mit Penny & KiK finde ich absolut passend!!! Mich hat der DM12 null gepackt, Model D werde ich im Fachhandel mal ausprobieren. Bin aber letztendlich nicht daran interessiert, nur rein aus Neugierde.
    (bei Penny musste man immer auf das Verfallsdatum achten, war öfter mal überschritten! Ist das heute immer noch so?)

  16. Profilbild
    citric acid  RED

    Also wenn der UB-XA nur halb so gut wie DM und D klingt, dann gute Nacht. Finde die Behringer synths sehr gelungen. Man muss sich halt auch den Preis dieser Geräte vor Augen halten, und wenn man pfleglich mit seinem Gear umgeht hält es auch. :)

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    Flying C  

    Wer in den Krümeln sucht findet immer irgendwas.
    Dem einen zu Behringer, dem anderen zu billig, zu made in China, zu früh den VK-Preis gesenkt *lach*, ach und die Potis könnten ja in 5 Jahren evtl. auch nachlassen.
    Der Mond ist aus Käse! Echt!
    Der Sound des D ist faktisch sehr überzeugend, würde sogar sagen mehr als das. Die Verarbeitung ist auch ok. (Einsatz Chor der Kritiker: „Ja, aaaber…“) <- sorry, der musste jetzt einfach ;) Da hat B mal einen aus dem Hut gezaubert, die sind auf dem Weg! Uli's kleiner Seitenhieb auf die japanische Firma mit dem grossen R bzw. VA-Synthese im allgemeinen sei ihm gegönnt, klappern gehört zum Handwerk.
    Wenn der UB-Xa wirklich kommt und so authentisch klingen sollte wie der D es tut, das auch noch zum günstigen Preis…dann, ja dann kaufe ich selbstmurmelnd einen OB-Xa zum überzogenen Gebrauchtmarktpreis weil Behringer geht ja mal garnich! *zwinker, zwinker*

  18. Profilbild
    Saxifraga  

    Keine hohen Stückzahlen absetzbar???
    Jeder der sich auch nur entfernt für Synthesizer interessiert wird einen kaufen! Das ist der best Synth mit dem besten Filter den es bisher je gab, und das sage ich als fan von digital synth der sonst analog eher als alt und angestaubt ansieht. Ich hoffe nur er kopiert nicht auch die Schaltungsfehler die die ICs mit der Zeit zerstörten und nichts zum Klang beitragen.

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      Dirk Matten  RED

      Der Klang des OB-Xa kann ziemlich schnell nerven. Ich weiß, wovon ich spreche, habe Oberheim Synthesizer jahrlang exklusiv in Deutschland vertreten.

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