Hersteller Report: M-Audio

Das Unternehmen M-Audio gehört zur inMusic Gruppe, die ihren Hauptsitz in Cumberland, Rhode Island (USA) hat. Durch den inMusic Konzern ist M-Audio weltweit vertreten und wird über insgesamt sieben Konzernfilialen vertrieben und vermarktet.

Gegründet wurde M-Audio im Jahre 1990 unter dem Namen Midiman. Tim Ryan, ein Absolvent des California Institute of Technology, der in den 1980er Jahren einen Synthesizer und Software für Commodore und Apple Computer entwickelte, sah in der Entwicklung des MIDI-Standards großes Potenzial und entwickelte daraufhin seine ersten Produkte, um Audio, MIDI und Computer miteinander zu verbinden.

Das erste Midiman-Produkt war das gleichnamige „Midiman“, ein MIDI-to-Tape Synchronizer, wobei das Unternehmen seinen Durchbruch erst kurze Zeit später mit den Produkten Syncman und Syncman Pro hatte. Kurz darauf brachte Midiman die auch heute noch weit verbreiteten Midisport und Bi-Sport Interfaces auf den Markt, klassische MIDI-Interfaces, die Mitte der 1990er Jahre sehr gefragt waren und Midiman einen schnellen Aufstieg bescherten. Die Midisport-MIDI-Interfaces sind auch heute noch erhältlich und sind mit Abstand das erfolgreichste Produkt des Unternehmens.

Mit den Flying Cow und Flying Calf AD/DA-Wandlern stieg Midiman in den Bereich der Audiointerfaces ein. Diese Sparte wurde in den darauf folgenden Jahren mit den Delta PCI-Karten fortgeführt und im Jahr 2000 wurde für die Audiosparte des Unternehmens der Name M-Audio eingeführt. Beide Firmen zusammen genommen starteten Anfang der 2000er durch und 2002 stellte Midiman dazu erstmalig MIDI-Controllerkeyboards vor, ebenfalls ein großer finanzieller Erfolg.

Das 25-tastige Oxygen 8, das zum einem sehr günstigen Preis eine gute Hardware und viele Bedienelemente bot, bescherte dem Hersteller somit einen weiteren Schub. Im Jahre 2002 stellte das Unternehmen erstmals auch Studiomonitore vor, die Studiophile SP5B. Im selben Jahr benannte Midiman sich letztlich komplett um, so dass das Unternehmen nun nur noch unter dem Namen M-Audio firmierte. Der Name Midiman verschwand daraufhin vom Markt.

Das Oxygen Modell aus dem Jahr 2013

2003 übernahm M-Audio den Hersteller Evolution Electronics Ltd., wurde im darauf folgenden Jahr aber selbst von Avid Technology übernommen. Nach der Avid-Übernahme kam es zunächst zur Entwicklung von Pro Tools-exklusiver Hardware, ein logischer Schritt, um die neu hinzugewonnene M-Audio Technologie exklusiv zu nutzen.

Im Laufe der nächsten Jahre blieb die Entwicklung von Keyboardcontrollern unterschiedlichster Art eine Kernaufgabe des Unternehmens, wobei M-Audio zeitweise auch andersartige Produkte wie den Trigger Finger oder das Project Mix I/O entwickelte.

Auch der Bereich der Audiointerfaces wurde nach der ersten Zusammenarbeit mit Digidesign/Avid weiter ausgebaut. Sowohl die Delta PCI-Serie als auch die USB-Audiointerfaces Fasttrack und ProFire (Firewire) blieben dem Motto des Unternehmens treu, vor allem Semiprofis mit entsprechendem Equipment zu versorgen.

2012 verkaufte Avid M-Audio an den inMusic Konzern. Die aktuelle Produktpalette umfasst verschiedene Audiointerfaces der M-Track Serie und die Keyboardcontroller-Reihen Axiom, Keystation, Oxygen und Code.

M-Audio M-Track Audiointerfaces